Apple will Leaker zum Schweigen bringen – erneuter Anlauf gestartet

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Ich muss nicht lange drumherum reden, auch ich lebe in meiner täglichen Berichterstattung davon, dass es rund um Apple genügend Gerüchte und vor allem Leaks gibt. Natürlich ist es nicht schön und geschäftsschädigend, wenn Wochen oder gar Monate vor dem Release neuer Hard- und Software alles bekannt ist – es gehört dennoch dazu. Doch Apple will dem einen Riegel vorschieben und unternimmt einen erneuten Versuch, das ganze Thema gerichtlich verbieten zu lassen.

Wir erinnern uns kurz

Mitte der 2000er, also vor rund 15 Jahren, versuchte Apple seinerzeit schon einmal, gegen Leaker gerichtlich vorzugehen. Damals ging es um ein angebliches FireWire-Interface, welches geleakt wurde. Der Konzern wollte verschiedene Mac-Seiten – darunter auch mit „Think Secret“ der größte Seite seiner Art – gerichtlich dazu zwingen, ihre Quellen und Informationen preiszugeben. Dies stellt ein direkten Angriff auf die Presse- und Informationsfreiheit dar und wurde entsprechend von den US-Gerichten auch abgeschmettert. Blogs im Web und Newsseiten genießen hinsichtlich ihrer Informationsbeschaffung exakt den selben Schutz wie Printmedien.

Neuer Versuch

Nun hat sich die Welt weitergedreht und die Leaks sind deutlich professioneller geworden, schließlich sind die Lieferketten heute globaler denn je und das Teilen von entsprechenden Informationen ist dank des Internets innerhalb weniger Augenblicke erledigt. Prosser und Co verfügen heute über ein ganz anderes Netzwerk, sodass Ihnen teilweise exakte CAD-Zeichnungen zugespielt werden können. Damit lässt sich dann ein 3D-Modell erstellen, mitsamt allen wichtigen optischen Veränderungen.

Dem versucht Apple nun erneut einen Riegel vorzuschieben und sucht die direkte Konfrontation. Wie der bekannte Leaker Kang angibt, geht Apple nämlich anwaltlich gegen zahlreiche Leaker vor. Die beauftragte Kanzlei fordert im Namen Apples dazu auf, keine Informationen über unveröffentlichte Apple-Projekte zu verbreiten. Der Konzern argumentiert hier wieder mit den Betriebsgeheimnissen und dem wirtschaftlichen Schaden, weil Konkurrenten anhand der Leaks wissen, was Apple plant.

Problematisch ist die Grauzone

Persönlich habe ich etwas Verständnis dafür. Neue Produkte sind aufwendig in der Entwicklung, kosten viel Zeit und Geld. Wenn diese dank Leaks von Wettbewerbern kopiert und früher auf den Markt gebracht werden können, ist das ein erheblich finanzieller Schaden. Problematisch ist aber, mit welcher Vehemenz der Konzern dagegen vorgehen will. Denn laut dem Schreiben will der iPhone-Konzern auch gegen solche Leaker vorgehen, die sich sehr vage und indirekt äußern.

Wenn beispielsweise „L0vetodream“ schreibt, er träume von bestimmten Funktionen oder Spezifikationen, so könne man dies nicht mit der Veröffentlichung von Betriebsgeheimnissen gleichsetzen. Nichts davon sei Irreführung oder Täuschung von Kunden – gleichzeitig müsse man nun als Leaker aber deutlich vorsichtiger sein. Selbst solche vagen und allgemein gehaltenen Aussagen schon dafür sorgen könnten, dass man Post inklusive Einer Unterlassungserklärung bekommt, ist auch das meiner Meinung nach ein Angriff auf die Pressefreiheit und gehört gerichtlich unterbunden.

Welche Quellen sind zuverlässig?

Neben Gurman von Bloomberg und Kuo haben sich in den vergangenen Jahren sowohl Kang als auch Prosser und L0vetodream als zuverlässige Quellen erwiesen. Natürlich hat keiner von ihnen eine Trefferquote von 100%. Kang beispielsweise lag komplett richtig mit den Detailinformationen rund um das iPhone SE 2020, der Apple Watch SE sowie neuen iPad-Modellen und der WWDC20.

Was ist Eure Meinung dazu? Reagiert Apple hier genau richtig? Oder schießt der Konzern über das Ziel hinaus? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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