Auch das Bundeskartellamt nimmt Apple ins Visier: Offizielles Verfahren eingeleitet

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Seit etwa zwei Jahren nehmen die Wettbewerbshüter Apple genau ins Visier und man zieht die Daumenschrauben deutlich an. Nun eröffnet auch das Bundeskartellamt ein Verfahren gegenüber Apple, im Visier steht das Geschäftsgebahren, welches Apple an den tag legt.

Neue kartellrechtliche Vorschrift für Digitalkonzerne macht es möglich

Apple erleidet das gleiche Schicksal wie Facebook und muss sich einer offiziellen Untersuchung erwehren. Möglich macht es die 10. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen. Damit ist die Behörde nun auch dafür zuständig, dass große Digitalkonzerne kein Monopol aufbauen, welches dem Wettbewerb und Kunden benachteiligt.

Überprüfung aufgrund von Beschwerden

In seiner offiziellen Presseerklärung erklärte das Bundeskartellamt, dass man ein offizielles Verfahren gegen Apple eingeleitet hat. Dabei geht es im ersten Schritt darum, mit einer Prüfung das aktuelle Marktgeschehen zu erfassen. Die zentrale Frage, die dadurch geklärt werden soll: Verfügt Apple über eine so starke Machtstellungen, dass Mitbewerber diese nicht mehr angreifen können? Ein über „verschiedene Märkte existierendes Öko-System“ (Apple Music, Apple TV+ usw) sei laut Bundeskartellamt zumindest ein erster Anhaltspunkt für diese These.

Dabei liegen der Behörde bereits erste Beschwerden vor. Diese betreffen Apples Umsatzbeteiligung, die Einschränkung von Werbe-Tracking sowie die Vorinstallation Apple-eigener Applikationen. Dies wird wie folgt kommentiert:

„Wir werden jetzt prüfen, ob Apple rund um das iPhone mit dem proprietären Betriebssystem iOS ein digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat. Apple stellt Tablets, Computer und „Wearables“ her und vertreibt eine Reihe gerätebezogener Services und Dienstleistungen. Neben verschiedenen Hardware-Produkten des Konzerns sind im Geschäftsbereich Services der App Store, die iCloud, AppleCare, Apple Music, Apple Arcade, Apple TV+ sowie weitere Dienstleistungen und Services zusammengefasst. Wir werden uns neben der Stellung des Konzerns in diesen Bereichen unter anderem auch mit der weitreichenden Integration über mehrere Marktstufen, der technologischen und finanziellen Ressourcenstärke des Unternehmens sowie seinem Zugang zu Daten beschäftigen. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen wird auf dem Betrieb des App Stores liegen, da er Apple vielfach befähigt, Einfluss auf die Geschäftstätigkeit Dritter zu nehmen.“

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts

Ungewisser Ausgang

Der Ausgang ist ungewiss, aber es zeichnet sich eine Tendenz ab. Apple kann nicht mehr schalten und walten wie man will. Denn auch in den USA und in Brüssel sind entsprechende Verfahren eröffnet worden – und alle mit dem gleichen Tenor. Es bleibt spannend, wie Apple damit umgehen wird und inwieweit dies Auswirkungen auf zukünftige Produkte und Dienstleistungen haben wird.

Was ist Eure Meinung dazu? Ist das Verfahren des Bundeskartellamt berechtigt? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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