Vorinstallierte Apps auf dem iPhone – bald via Kartellrecht verboten?

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Einer der größten Vorteile von Mac und iPhone ist es, dass Apple alle relevanten Apps mit ausliefert: Apple Mail zum Empfangen und Versenden von Mails, Safari zum Browsen, die Kalender-App und so weiter und so fort. Das sorgt aber auch dafür, dass User bequemlich werden und sich eben nicht auf die Suche nach einer Alternative im iOS App Store machen – der zudem stark im Fokus steht. Geht es nach einzelnen Kongress-Abgeordneten, soll eine Gesetzesnovelle, die unter dem Kartellrecht läuft, soll sich dies gravierend ändern.

Zukünftig keine vorinstallierten Apps auf dem iPhone?

Laut einem Bericht von Bloomberg bringt der demokratische Vertreter David Cicilline neue Gesetze im Kartellrecht ein, die Apple die Vorinstallation seiner eigenen Apps auf dem iPhone verbieten würde.

„Nach dieser Gesetzgebung, sollte sie Wirklichkeit werden, könnte Apple kein iPhone mehr mit vorinstallierten Apps wie Nachrichten, Kalender oder Safari verkaufen. Es wäre genauso einfach, die anderen fünf Apps herunterzuladen wie die Apple, damit sie ihre Marktbeherrschung nicht nutzen, um ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen zu bevorzugen“

David Cicilline

Dieses Verbot der Selbstpräferenz würde natürlich nicht nur für Apple gelten, sondern auch für Amazon mit seinem Prime-Abonnementdienst, da es „einige Verkäufer benachteiligt, die sich auf die E-Commerce-Plattform verlassen“. Und dann wäre da noch Google mit Android. Der Suchmaschinenkonzern aus Mountain View lizensiert sein Betriebssystem nämlich nur an die Hersteller, die sich im gegenzug verpflichten, Google Chrome, Google Mail und Co vorzuinstallieren.

Dieser Vorschlag für ein Kartellpaket ist Teil eines überparteilichen Gesetzes zur Regulierung großer Technologieunternehmen. Laut Bloomberg wird der Justizausschuss des Hauses nächste Woche in einer Anhörung fünf Gesetze diskutieren. Dies stellt eine Trendwende in der amerikanischen Politik dar, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr selten regulierende Eingriffe auf dem freien markt unternahmen.

Erinnerungen an die 90er

Da werden direkt nostalgische Erinnerungen an die 90er wach: Damals gab es den erbitteren Browserkrieg zwischen Microsoft mit dem Internet Explorer und Netscape. Damals griff die EU regulierend ein und sorgte dafür, dass Microsoft Windows nur noch ohne vorinstallierten Browser verkaufen durfte. Der Nutzer erhielt stattdessen bei der Einrichtung beziehungsweise in einer anderen Version beim ersten Öffnen des Internet Explorers eine Vorschaltseite, auf der ihm in zufälliger Reihenfolge verschiedene Browser zur Nutzung vorgeschlagen wurden.

Dramatische Folgen für Apple

Der Groß der Userexperiance, und der damit verbundenen Bereitschaft, so viel Geld für ein iPhone auszugeben, beruht auf der Software sowie der nahtlosen Integration mit den eigenen Apps. Sollte dieses gesetz so in Kraft treten, müsste Apple den Einrichtungsprozess seines iPhones drastisch umstellen. David Cicilline erklärte hierzu, dem Nutzer könne ebenso gut eine Auswahl gleichermaßen geeigneter Tools für die Verwaltung von Kalendern oder anderen Diensten vorgeschlagen werden.

Wie sehrt Ihr das Thema? bei welchen Apps würdet Ihr gerne mehr Wahlfreiheit haben? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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