EU spricht sich für App Store Alternative aus – Tim Cook wiederspricht vehement

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Apple muss sich bezüglich seines Öko-Systems derzeit an mehreren Fronten vehement zur Wehr setzen: In den USA gibt es die Klage von Epic und auch in Europa steht der App Store dank offiziell eingereichter Beschwerden von Spotify und Co derzeit verstärkt im Fokus. Vor rund einer Woche hat sich Margrethe Vestager in einem spannenden Interview geäußert, worauf Tim Cook gestern einging. Doch der Reihe nach.

EU-Wettbewerbskommission will alternativen App Store auf dem iPhone

Vesatger ist bekannt dafür, große Konzerne regelmäßig ins Visier zu nehmen. wenngleich ihre Erfolgsbilanz bisher recht mau ausschaut. Sowohl im Steuerstreit zwischen der EU, Irland und Apple als auch im Verfahren gegen Amazon musste sie herbe Niederlagen einstecken. Das ändert jedoch nichts daran, dass sie diesen Konzern gehörig auf die Finger klopfen und gerade nerven will – eine gute Einstellung.

Vor rund einer Woche äußerte sich Vestager zu den von der EU-Wettbewerbskommission vorgetragenen Vorwürfen an Apple und adressierte diese ziemlich konkret. In einem halbstündigen Gespräch mit der Reporterin Kara Swisher kam die für den innereuropäischen Wettbewerb zuständige Kommissaren dabei auch auf Apple Gatekeeper-Position zu sprechen. Der Kern der Kritik: Apps, die auf iPhone und iPad angeboten werden, können bislang ausschließlich über Apples App Store bezogen werden. Hier fordert Apple dann nicht nur eine Umsatzbeteiligung ein, sondern legt auch fest welche Apps dort überhaupt zugelassen werden.

Argumentation wird in Richtung fehlende Alternative gehen

Dadurch habe sich Apple eine marktbeherrschende Position geschaffen und kann zudem, salopp gesagt, nach „Gutherrenart“ agieren – ein Vorwurf, der seitens der Entwickler immer mal wieder durchklingt. Dies wolle man unterbinden und Apple dazu animieren, eine zweite Installationsmöglichkeit für Apps zuzulassen.

Um das bildlich zu machen, zog die Dänin den Vergleich des Supermarktes heran. Verkürzt gesagt, kann der Kunde dort jederzeit auswählen, ob und welche Ware er dort kauft. Gefallen ihm die Preise dort nicht, kann er jederzeit den Supermarkt wechseln und somit zu einem anderen Anbieter gehen.

Tim Cook reagierte nun

Apple ist wenig bis gar nichts daran gelegen, auf dem iPhone/ iPad einen zusätzlichen App Store zuzulassen. Neben der Umsatzprovision hebt der Konzern deshalb immer wieder die Sicherheit der Plattform hervor, wie hier von mir berichtet. NUn hat sich Tim Cook im Rahmen eines virtuellen Interviews auf der VivaTech-Konfernez erneut dazu geäußert und die Argumente untermauert. Cook wurde von Guillaume Lacroix, CEO und Gründer von Brut, einem Medienunternehmen, das Kurzform-Videoinhalte erstellt, interviewt.

Im rund 30-minütigen Interview ging es zunächst um den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre:

„Wir konzentrieren uns seit über einem Jahrzehnt auf Privatsphäre. Wir betrachten es als ein grundlegendes Menschenrecht. Ein grundlegendes Menschenrecht. Und wir konzentrieren uns seit Jahrzehnten auf Privatsphäre. Steve pflegte zu sagen, dass die Privatsphäre in einfacher Sprache angibt, wofür sich die Leute anmelden und ihre Erlaubnis erhalten. Und diese Erlaubnis sollte wiederholt eingeholt werden. Wir haben immer versucht, dem gerecht zu werden. […]“

Wenn sich alle Sorgen machen, dass jemand anderes sie beobachtet, beginnen sie, weniger zu tun, weniger zu denken. Und niemand will in einer Welt leben, in der sich die Meinungsfreiheit verengt. Privatsphäre ist das Herzstück von nur einem der Schlüsselwerte von Apple.

Auszüge des Interviews

Tim Cook betonte zudem, dass man die DSGVO und sein europäisches Pendant uneingeschränkt unterstütze. Bei Apple würde man eigentlich noch weitergehen wolllen und noch strengere Datenschutzgesetze fordern – ein bemerkenswertes Ziotat und ein direkter Seitenhieb auf Google und Co:

Es gibt sehr gute Vorschriften aus Europa wie die DSGVO. Die DSGVO setzte nicht nur einen Standard, sondern schaffte wirklich die Voraussetzungen für die weltweite Einführung der DSGVO, da die meisten Unternehmen multinationale Unternehmen sind und dies auf der ganzen Welt umsetzen, unabhängig von den Vorschriften an diesen Orten. Wir waren von Anfang an große Befürworter der DSGVO, und wir würden es unterstützen, im Bereich der Privatsphäre noch weiter als die DSGVO zu gehen, da in der Datenschutzwelt noch so viel zu tun bleibt.

Deutlich spannender waren aber seine Aussagen bezüglich einer möglichen Regulierung seines App Stores in Europa. Wenig überraschend erteilte er einer möglichen App Store ALternative eine deutliche Absage. Auch das sogenannte Sideloading, als das Laden von Apps üb er den Browser, lehnt man bei Apple rigoros an. Man ist, so Cook, der Meinung, dass ein solcher Schritt die Sicherheit des iPhone zerstören würde. Er verwies dazu auf Android und erklärte, dass das Betriebssystem 47x mehr Malware als iOS aufweise.

Ausblick auf die Zukunft

Naturgemäß wurde Cook auch noch zu einigen Zukunftsthmene befragt. Unter anderem, wer sich das iPhone in 20 oder 30 Jahren vorstelle, was er von KI halte und wie es um das Apple Car bestellt ist. Die Antworten waren allesamt ausweochend, aber das kann man ihm nicht verübeln. Unbestritten ist jedoch, dass man bei Apple nach wie vor von AR und KI absolut überzeugt ist und heir großes Potenzial sieht.

Wie ist denn eigentlich Eure Meinung zum iOS App Store? Muss Apple hier zwingend eine Alternative anbieten? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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