Apple veröffentlicht neues Video zum Datenschutz und zur Privatsphäre

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Die Entwicklerkonferenz WWDC21 ist seit einer guten halben Woche vorbei und für Tim Cook geht es Schlag auf Schlag weiter. An verschiedenen Fronten muss das Unternehmen hart um seine Pfründe kämpfen, dennoch findet Cook Zeit, sich in einer persönlichen Videobotschaft an seine Kunden zu richten.

Es geht um die Anstrengungen zum Datenschutz

Eines der zentralen Themen der neuen Betriebssysteme, die im Herbst 2021 erscheinen werden, war der Datenschutz sowie die Stärkung der Privatsphäre der Nutzer. Themen, die Apple neben seinen karitativen Aktivitäten gerne zur offensiven Eigenwerbung nutzt. Und man muss es neidlos anerkennen, Apple setzt sich wie kein anderes Unternehmen der Big-Tech-Konzerne für den Datenschutz an – vorausgesetzt, man wohnt im richtigen Land. Dazu später mehr.

Aus diesem Grund ist man bei Apple in Person von Tim Cook bei diesem Thema auch sehr selbstbewusst und verkündet, dass man eine Vorreiterrolle beim Thema Datenschutz einnehme. Dies soll das rund sechsminütige Video unterstreichen, welches der Konzern nun veröffentlichte. Dabei spricht Tim Cook insbesondere europäische Kunden an, indem man die mit iOS 15, iPadOS 15 und macOS 12 Monterey neu vorgerstellten Funktionen noch einmal hervorhebt:

Datenschutz WWDC 2021 Apple

Im mit deutsch untertitelten Video bietet das Unternehmen eine informative Zusammenfassung an. Da man hier explizit europäische Kunden anspricht, darf von einem kompletten Rollout im EU-Raum ausgegangen werden. Doch das ist leider nicht ganz richtig. So werden die Funktionen beispielsweise nicht in Belarus, auch als Weißrussland bekannt, verfügbar sein. Und genau hier fangen die moralischen Doppelstandards von Apple an

Apple unterscheidet sehr genau an der Ländergrenze

Belarus reiht sich nämlich in eine Liste mit China, Südafrika, Ägypten und Saudi-Arabien ein, in denen der Konzern diese Datenschutzfunktionen nicht ausrollen wird. Allen Ländern ist gemein, dass sie sehr autokratisch, bisweilen diktatorisch regiert werden und persönliche Rechte wie Privatsphäre eine eher untergeordnete Rolle spielen. Obwohl Apple sich selbst als Verfechter des Datenschutzes sieht,s cheint man sich aus Angst vor wirtschaftlichen Sanktionen mit den dortigen politischen Systemen zu arrangieren.

Versteht mich nicht falsch, persönlich vertraue ich da Apple und ihren Bestrebungen nach mehr Datenschutz und besser geschützter Privatsphäre. Ich bin allerdings auch deutscher Staatsbürger, lebe und arbeite in Deutschland, weshalb ich es nicht anders kenne. Darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass iCloud-Backups nicht vollständig Ende-zu-Ende verschlüsselt sind – trotz jahrelanger Kritik. Auch wenn Apple dies nicht bestätigte oder dementierte, darf man davon ausgehen, dass es sich um ein stilles Zugeständnis im Rahmen des sogenannten „Freedom Act“ handelt. Damit reicht den amerikanischen Strafverfolgungsbehörden wie dem FBI meist ein Anfangsverdacht aus, um gegen verdächtige zu ermitteln. Das Pikante daran? Alle amerikanischen Behörden, so auch Apple, sind per Gesetz zur Mithilfe gezwungen.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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