Endlich: Apple wird in Europa höhere Steuern zahlen

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Deutschland bzw. das Europa, wie wir es kennen, steht vor gewaltigen Herausforderungen, die nicht größer sein können. Neben Wirtschaft und Umwelt sind es die Themen soziale Gerechtigkeit und Steuergerechtigkeit – die beiden letztgenannten Felder stehen für mich in engen Zusammenhang. Und sie betreffen direkt Apple. Seit Tim Cook an der Spitze steht, inszeniert man sich gerne als Vorreiter für soziale Projekte, gleichzeitig hat man die Vermeidung von Steuern nahezu perfektioniert. Doch dies ändert sich nun.

G7 beschließen einen Mindeststeuersatz

Am Wochenende fand ein wenig beachtet ein Gipfel der G7-Staaten statt, das Thema dort? Steuergerechtigkeit. Nach langen und zähen verhandlungen einigte man sich darauf, Unternehmen mit einer Mindestkörperschaftssteuer von 15% zu besteuern. Im Gegenzug geben dafür Frankreich und Großbritannien ihre Digitalsteuer auf. Das betrifft vor allem Apple direkt – der Konzern versteuert seine in Europa erwirtschafteten Gewinne in Irland, da hier nur 12,5% Körperschaftssteuer fällig werden. Das gemeinsame Steuerabkommen zwischen der EU und der G7 wird diese Praxis ebenfalls beenden, da multinationale Unternehmen lokal auf mindestens 20 % des Gewinns über einer Marge von 10 % besteuert werden. Das Abkommen wurde wie folgt angekündigt und kommentiert:

Wir unterstützen nachdrücklich die Bemühungen, die im Rahmen des G20/OECD Inclusive Framework unternommen werden, um die steuerlichen Herausforderungen anzugehen, die sich aus der Globalisierung und der Digitalisierung der Wirtschaft ergeben, und eine globale Mindeststeuer einzuführen. Wir verpflichten uns, eine gerechte Lösung für die Zuweisung von Steuerrechten zu finden, wobei Marktländern Steuerrechte auf mindestens 20 % des Gewinns erhalten, die eine Marge von 10% für die größten und profitabelsten multinationalen Unternehmen überschreiten. Wir werden eine angemessene Koordinierung zwischen der Anwendung der neuen internationalen Steuervorschriften und der Abschaffung aller Steuern für digitale Dienstleistungen und anderen relevanten ähnlichen Maßnahmen für alle Unternehmen gewährleisten. Wir verpflichten uns auch zu einer globalen Mindeststeuer von mindestens 15 % auf Länderbasis.

Gemeinsame Erklärung nach dem G7-Gipfel

Erfolgreicher Minimalkonsens

Die 15% Steuern hören sich nach einer Niederlage an, allerdings gilt dies auch für Konzerne wie IKEA, Google, Amazon oder Nike – allesamt absolute Steuervermeider. Einige Länder . einschließlich der USA – hatten gehofft, einen Steuersatz von rund 21% durchzusetzen, das Abkommen ist dennoch ein voller Erfolg. Außerdem ist davon auszugehen, dass dieses Abkommen in den nächsten Wochen und Monaten auf die G20-Nationen ausgeweitet wird.

Apple wird sich dem fügen

Eine offizielle Stellungnahme von Apple ist aktuell nicht verfügbar, dennoch wird sich Apple fügen. In der Vergangenheit erklärte Tim Cook mehrfach, dass man stringente Maßnahmen zur Konsolidierung des globale Steuersystems absolut befürworte.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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