Sonos erzielt wichtigen Etappensieg gegen Google

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Viele in der Tech-Szene haben derzeit das Verfahren von Epic gegen Apple bzw. Spotify vs. Apple auf dem Schirm, dabei gibt es mit Sonos gegen Google einen mindestens ebenso interessanten Rechtsstreit. Und hier konnte der Multiroompionier einen ersten und wichtigen Etappensieg erringen.

Einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Hamburg

In dem laufenden Patentrechtsverfahren wirft Sonos Google vor, bestehende Patente für die drahtlose Vernetzung von Lautsprechern über WLAN verletzt zu haben. Mountain View antwortet mit einer Gegenklage, doch vor dem Landgericht Hamburg errang Sonos einen wichtigen Etappensieg und erreichte eine einstweilige Verfügung. Das ging rund um Christi Himmelfahrt etwas unter und huschte nur so durch.

Wie wirkt sich Verfügung aus

Laut dem Handelsblatt wird Google durchaus empfindlich getroffen. Die Hamburger Richterunterbanden mit dieser einstweiligen Verfügung den Verkauf bestimmter Hardware und darüber hinaus das Anbieten bestimmter Software-Komponenten. Das bezieht sich zwar nur auf Deutschland, ist dennoch empfindlich. Unter anderem darf der Suchmaschinengigant in Deutschland weder das Pixel 4a, die Nest-Lautsprecher oder die Mobil-App von YouTube Music anbieten. Laut Ansicht der Richter ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Google mit diesen Geräten bestehende Patente von Sonos wie die Steuerung der Wiedergabe von Medien über mobile Endgeräte wissntlich verletzte.

Unterschiedliche Reaktion

Google reagierte zurückhaltend und sei, laut einem Sprecher des Unternehmens, enttäuscht über diese Verfügung. Konkret erklärte man, dass Sonos falsche Behauptungen über die verwendete Technologie sowie der aufgestellten Partnerschaft mit Google aufgestellt hat und man werde selbstverständlich in Berufung gehen.

Gänzlich anders fallen die Reaktionen von Sonos aus. Eddie Lazarus, Chef der Rechtsabteilung bei Sonos, sieht die einstweilige Verfügung als wichtigen Etappensieg an. Wortwörtlich erklärte er, dass sich Google „eklatanten Verletzung geistigen Eigentums“ schuldig gemacht habe.

Von einer Partnerschaft zu erbitteren Rivalen

Auch unter völlig unvoreingenommen Gesichtspunkten ist der Stand von Sonos durchaus nachvollziehbar. 2014 setzte man sich zu einer Kooperation zusammen, um das Know-How der Software im Bezug auf den Google Assistant auf die Lautsprecher von Sonos zu bringen. Der Suchmaschinenanbieter entwickelte zudem Drittanbieter-Apps, mit denen sich das Sonos-System steuern ließ. Dafür arbeitete Sonos eng mit den Ingenieuren von Google zusammen.

Rund ein Jahr später präsentierte Google mit dem Google Cast-System jedoch seine eigenen Multiroom-Speaker und wurde schlagartig zu einem direkten Wettbewerber. Seitdem behauptet Sonos, dass Google im Laufe der vorherigen Zusammenarbeit Know-How mit dem Wissen, dieses in eigene Lautsprecher transferieren zu wollen, abgeschöpft habe.

Was ist denn Eure Meinung dazu? Setz Ihr Zuhause auf Sonos? oder kommt bei Euch ein anderes Multiroom-System zum Einsatz? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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