App-Tipp der Woche: Mit „Flora Incognita“ Pflanzen bestimmen

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Wer mir schon länger folgt, wird wissen, dass ich im schönen Niedersachsen in der Nähe vom Harz wohne. Das einzige Mittelgebirge in Deutschland beeindruckt mit einer eiunzigartigen Flora und Fauna und ist für meine Frau und mich zu einem beliebten Ausflusggebiet geworden. Vor allem beim Wandern kann man die unglaublich zahlreichen Facetten des Harz besonders gut erleben und die Flora bestaunen. Doch manchmal will man genau wissen, welche Pflanze das ist und genau hier kommt mein App-Tipp der Woche zum Einsatz.

Pflanzen bestimmen mit „Flora Incognita“

Früher hat man das Mithilfe eines Buches gemacht, heute gibt es doch Smartphones. Doch ganz so einfach ist es nicht, es braucht eine spezielle App dafür. Und die Herausforderungen sind hoch dafür. Die Natur ist eben nicht perfekt und manchmal kann sich eine Pflanze optisch verändern.

Deshalb nutze ich die App „Flora Incognita“ der TU Illmenau, die für mich das beste Ergbenis liefert. Forscher und Studenten haben dafür eine Datenbank mit unglaublichen 4.800 Einträgen zusammengetragen, die zudem auch noch regelmäßig gepflegt und aktualisiert wird. Ingesamt lassen sich so in Mitteleuropa rund 2.700 Wildpflanzenarten bestimmen – jedoch keine Zimmer- und Zierpflanzen.

Update – Neu ab Version 2.8

Wie das Max-Planck-Institut für Biogeochemie jetzt mitgeteilt hat, soll die App zur bestimmung von Pflanzen auch Rückschlüsse auf den ökologischen Wandel in Deutschland zulassen. In Regionen, in denen die App von vielen Smartphone-Nutzern eingesetzt wird, ist diese in der Lage „großräumige ökologische Muster“ abzubilden. Dabei sind die Daten so gut, dass diese mit herkömmlichen Langzeit-Kartierungen wie etwa der Datenbank FlorKart vergleichbar sind. Deren Datenbestand wurde von über 5000 Pflanzenexperten über einen Zeitraum von 70 Jahre zusammengetragen. Das macht die App noch einmal deutlich interessanter.

Funktionsweise

Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Die App aus dem iOS App Store herunterladen, starten und dann kann es losgehen. Im Startbildschirm habt Ihr drei Menüoptionen zur Auswahl: Pflanzen erkennen, Alle Arten sowie Meine Beobachtungen.

Im letzten Menüpunkt werden alle bisherigen Scans gesammelt, wenngleich die App hier einen Scan leider nicht registriert hat. Das ist nicht so schlimm und kann auch an der temporär nicht vorhandenen Mobilfunkverbindung liegen, sodass der Upload nicht funktioniert hat.

Neue Pflanzen werden schlicht über den den Menüpunkt Pflanzen erkennen eingescannt. Drauftippen und dann auswählen, um welche Art von Pflanze es sich handelt. Ihr könnt zwischen einen Strauch (dazu zählen in der App auch Blumen), einen Baum, ein Gras oder einen Farn auswählen.

Anschließend guidet Euch die App durch, welchen Teil der Pflanze Ihr fotografieren müsst. In der Regel sind das mindestens drei Bilder, wodurch die Bestimmung recht umfangreich und mit einer guten Trefferquote versehen ist. Wenn Ihr fertig seit, werden alle Fotos in die Datenbank hochgeladen und dort mit tausenden von Fotos abgeglichen. Abschließend schlägt Euch die App ein Ergebnis vor. Sind mehrere Einträge möglich, wird dien Wahrscheinlichkeit mit einer Prozentangabe beziffert.

Was die App sympathisch macht: Jeder Upload hilt der App, sich zu verbessern. Je mehr Ihr diese nutzt, desto besser und schneller wird die App.

-> Flora Incognita im iOS App Store

-> Flora Incognita im Play Store

Pflanzenlexika

Besonders hilfreich: In der App gibt es noch ein Lexika, wo extrem viele Pflanzenarten notiert sind. Das Lexikon öffnet ihr, indem ihr nach dem Bestimmen einer Pflanze auf das Ergebnis tippt. Oder ihr nutzt auf dem Startbildschirm die Funktion „Alle Arten“. Im Lexikon selbst lässt sich mit verschiedenen Schlagworten suchen.  Dort findet ihr zu jeder Art Steckbriefe mit Fotos und den wichtigsten Informationen – zu Aussehen, Standort, Blütezeiten und Besonderheiten wie Giftigkeit. Wenn ihr noch mehr erfahren wollt, sind unten im Steckbrief sichere Internetseiten verlinkt.

Kritik muss erlaubt sein

Das Projekt ist ein gemnütziges Projekt der Technischen Universität Illmennau, weshalb man beispielsweise auch Texte und Grafiken ohne Urheberrecht nutzen kann. Es gibt aber auch einen immensen Kritikpunkt: Um eine Registrierung kommt man kaum drumherum, die ist zudem auch noch ohne „Login with Apple“. Ohne das Benutzerkonto können die Uploads nicht geräteübergreifend synchronisiert werden.

Praktische App

In Summe jedoch finde ich die App äußerst praktisch. Die Anzhal der Bilder erfordert etwas Geduld und eine ruhige Hand. Die Ergebnisse sind dennoch beeindruckend und für eine Wanderung im Harz oder in der Lüneburger Heide kann man so schnell mal die Pflanzen bestimmen.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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