Hamburger Datenschutzbehörde untersagt den Austausch von WhatsApp zu Facebook

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Was für mich 2014 bei dem Kauf von WhatsApp durch Facebook für rund 19 Milliarden US-Dollar sonnenklar war, ist nun seit rund einem Jahr offizielle Gewissheit: Facebook will die Daten von WhatsApp haben, entsprechende Nutzungsbedingungen wurden dazu auf den Weg gebracht. Doch der Widerstand formiert sich

Hamburger Datenschützer zwingt Facebook in die Knie – vorerst

WhatsApp aktualisierte die Nutzungsbedingungen vor etwas mehr als einem Monat und forderte die Nutzer zur expliziten Zustimmung auf, ohne Opt-out. Facebook reagierte entsprechend und setzt den Nutzern von WhatsApp die Pistole auf die Brust – entweder Zustimmung oder man verliert die Funktionalität. Als Stichtag wählte das soziale Netzwerk den 15. Mai 2021. Das Datum ist aber ungewiss, denn der Hamburger Datenschützer Johannes Casper hat mit seinem Dringlichkeitsverfahren nun Erfolg gehabt. Im Rahmen dessen wird Facebook nun via behördlicher Anordnung verboten, personenbezogene Daten der Nutzer von WhatsApp für eigene Zwecke abzuschöpfen und zu verarbeiten.

Nicht DSGVO-konform

Im Zuge dessen dürfen die Daten auch nicht für Werbezwecke oder andere Interessen nutzen. Das verstößt nach Auffassung der Hamburger Datenschutzbehörde ganz klar gegen die DSGVO.  Es handele sich um ein „Black-Box-Verfahren“, so Caspar in einer Pressemitteilung. Mit der sofort vollziehbaren Anordnung will er die „Rechte und Freiheiten der vielen Millionen Nutzerinnen und Nutzer sichern, die deutschlandweit ihre Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen geben.“

Erstmal für drei Monate gültig

Aus rechtlichen Gründen ist die Anordnung der HmbBfDI lediglich drei Monate gültig. Man will das Thema aber zügig auf die EU-Ebene bringen, um eine langfristige Lösung im Sinne der Verbraucher zu erreichen. Zu groß waren die diversen Datenskandale, ich erinnere hier nur an Cambridge Analytics. Zudem gab es in den letzten Wochen undo ein weiteres Datenleck, bei dem rund 500 Mio. Datensätze von Facebook entwendet wurden – hier von mir berichtet.

WhatsApp erwartungsgemäß nicht einverstanden

WhatsApp sieht das naturgemäß anders. Die Anordnung der Datenschutzbehörde sei nicht nur illegitim, sondern basiere auch auf einem fundamentalen Missverständnis – so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber den Kollegen von Golem. Es scheint also so, als will WhatsApp die neuen Nutzungsbedingungen durchsetzen wollen. Man kommt dem Nutzer aber etwas entgegen: Die zunächst angekündigten Einschränkungen will man zunächst einführen. Die entsprechenden Supporteinträge sind aus der Hilfeseite entfernt worden.

Meine Meinung zu WhatsApp ist hinlänglich bekannt, wie schaut es bei Euch aus? Nutzt Ihr diesen Dienst noch? Oder seit Ihr schon gewechselt? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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