Anti-Tracking in iOS 14.5: Überwätigender Sieg für den Datenschutz

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

mit iOS 14.5 war es endlich soweit: Apple veröffentlichte mit diesem Update vor rund zwei Wochen endlich das so langersehnte Anti-Tracking-Feature. Dies hört auf den Namen App-Tracking-Transparency und kann schon jetzt als überwältigendne Erfolg verbucht werden – aus Nutzersicht, versteht sich natürlich.

96 % der iPhone-User verweigen Zustimmung

Experten, User und Firmen waren sich alle einig, dass dieses Feature wie eine Bombe einschlagen wird. Doch mit diesen Zahlen dürften nur die Wenigsten gerechnet haben: Laut einer Studie der Marktforscher von flurry analytics lehnen in den USA rund 96 % das Tracking rundherum ab – das ist ein überragender Wert und ein Tiefschlag gegen die Werbeindustrie im Allgemeinen und Facebook, Instagram und Co im Besonderen. Zu dieser Erkenntnis gelangten sie durch die Auswertung des Verhaltens von etwa 2,5 Millionen Smartphone-Nutzern, deren Geräte täglich im Einsatz sind.

Weltweit ein etwas differenziertes Bild

Das hier ausgerechnet die Amerikaner so stringent sind, überrascht definitiv. Üblichweise ist man im Umgang mit den eigenen Daten im Vergleich zu Deutschland recht sorglos, da wird auch gerne mal die Kreditkartennummer für ein Friseurtermin via Telefon durchgegeben. Weltweit gesehen relativieren sich die Zahlen etwas, bleiben aber immer noch beeindruckend hoch.

Hier sinkt die Quote derer, die das Tracking rundherum ablehnen, auf etwa 88 %. Im Umkehrschluss bedeutet dies, rund 12 % erlauben Facebook, Instagram und Co, sie weiter zu tracken. Ob es etwas mit dem Inhalt der Pup-up-Notification zu tun hat, wie hier von mir berichtet, bleibt abzuwarten.

Nur wenige User nutzen die Systemeinstellungen

An dieser Thematik ist noch etweas anders interessant: Seit geraumer zeit hat man die Möglichkeit, das Tracking via Systemeinstellungen zu unterbinden – und zwar weit vor der Einführung von App Tracking Transparency. Lediglich fünf Prozent der User weltweit gesehen deaktivierten dort unter Datenschutz die Option „Apps erlauben, Tracking anzufordern“. Die hatte ich schon seit Längerem deaktiviert. Würde Apple hier konsequent handelt, wäre die Ablehnung ab Auslieferung von iOS sozusagen ab Werk deaktiviert.

Ablehnung trifft auch die Kleinen

Als User, der auch gleichzeitig Content Creator ist, habe ich dazu eine zwiegespaltene Meinung. Natürlich begrüße ich das Feature und freue mich, dass man das so zahlreich umsetzt. Gleichzeitig macht es mir das Leben als Content Creator ungleich schwerer, da ich nicht über die Mittel und Reichweite verfüge, dies, wie Google, Facebook und Co, über andere Wege auszugleichen. Ich kann so beispielsweise Werbung via Facebook für einen Artikel oder einen Deal nicht mehr richtig targetieren und verliere dadurch an Reichweite. Aus diesem Grund freue ich mich im Übrigen über jede Spende in meienr Kaffeekasse, auch jedes Abo hilft mir natürlich enorm weiter.

Was ist denn Eure Meinung dazu? Schwingt Ihr die Einstellungskeule oder arbeitet Ihr da granular? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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