Die AirTags bieten einen versteckten Debug-Mode unter iOS 14.5

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Die AirTags sind seit gut einer Woche verfügbar, auch ich habe meinen bekommen, und so langsam macht sich die Ernüchterung breit. Die sind in einigen Dingen doch limitierter als man dachte, zudem scheint das Anti Tracking nicht ganz so sicher zu sein wie man behauptet. Wohl deshalb hat ein frustierter AirTag-User mit seinen AirTags rumgespielt und Erstaunliches zutage förderte.

AirTags bieten geheimen Debug-Modus an

Der Benutzer Alex Magri-Olson entdeckte, dass ein mehrmaliges Tippen auf den Namen des Zubehörs ein geheimes Debug-Menü erscheinen lässt, das von Apple-Mitarbeitern während der Entwicklung der Funktion eindeutig intern verwendet wurde.

Einmal aktivirt, zeigt sich ein interessantes Overlay mit einigen spannenden Informationen. Die Informationsbox scheint numerische Informationen über das Gerät und die Entfernungen vom erkannten AirTag sowie das aktuelle FPS und die Haptik zu geben, die für die aktuelle Situation erforderlich sind.

Wie aktiviere ich den geheimen Debug-Mode?

 Dieser lässt sich aktivieren, wenn man in der App zu dem Reiter „Objekte“ wechselt, eins der bereits verbundenen Airtags auswählt, in den „Suchen“-Modus wechselt und fünfmal schnell nacheinander auf den Namen des Objekts in der oberen linken Ecke des Bildschirmes tippt – und zwar auch in der zweiten Beta von iOS 14.6. Mitnichten handelt es sich hierbei um einen Fehler in iOS 14.5, wie anfangs vermutet.

Welche Informationen können herausgelesen werden?

Hat man den Debug-Mode aktiviert, werden zwei Modi verfügbar: „Proximity Modus“ und „Interactive Modus“. Außerem ist via Schieberegler ein „Eco Mode“ verfügbar, wohl um Strom zu sparen. Die Schieberegler in den beiden anderen Modi passen verschiedene Merkmale des Kameraeingangs wie Unschärferadius, Sättigung und Helligkeit an.

Für den Privatanwender ist das Enstwicklermenü wenig hilfreich, es bietet trotzdem ein paar interessante Einblicke wie die Ingenieure von Apple bei neuen Produkten ein Feintuning betreiben. Nett ist es allemal. Übrigens, ein erneutes vierfaches Antippen deaktiviert den Debug-Mode wieder und Ihr kehrt zur regulären Ansicht zurück.

Keine Familienfreigabe möglich

Bei der Vorstellung war es Apple besonders wichtig, die Anti-Tracking-Maßnahmen hervorzuheben. Diese taugen jedoch nur bedingt und lassen sich zu einfach aushebeln. Darüber kann man jedoch hinwegsehen, schließlichhaben alle anderen das gleiche Problem.

Viel eklatanter ist da die fehlende Familienfreigabe. Man kann den Stadort eines AirTags nicht mit einem Familienmitglied in der Familienfreigabe teilen. Und genau das wirft in der Praxis enorme Probleme auf: Nehmen wir einen Schlüsselbund, an dem sich der Schlüssel für das Garagentor, der Schlüssel für den Keller sowie der Schlüssel für den Geräteschuppen befindet und den Jeder in der Familie benutzt. Dieser ist natürlich mit einem AirTag ausgestattet worden, denn der Vater in seiner Apple ID angemeldet hat. Nun wird der Schlüssel vom Sohn mitgenommen unbd vergessen, der Vater ist auf Geschäftsreise und nicht Zuhause.

Soll dieser Schlüssel also nun gesucht werden, kann dies nur der Vater machen. Soweit passt alles. Den Standort kann der Vater aber nicht mit seinem Sohn teilen und so bleibt der Schlüssel solange verschwunden bis der Vater wieder von seiner geschäftsreise zurückgekehrt ist. Das hört sich wahnsinnig theoretisch an, ist aber weiter verbreitet. Das Beispiel lässt sich auch auf auf den Ersatzschlüssel des Autos usw. übertragen.

Nachträglich via Softwareupdate möglich

Es ist bezeichned, dass der Wettbewerber Tile schon seit geraumer Zeit über solch eine Funktion verfügt. Ebenso ist es bezeichnend, dass Apple inoffiziell gegenüber Journalisten erklärte, dass die AirTags und ihre Funktionsweise in der aktuellen Ausstattung und Funktion als Public Beta an die Kunden ausgeliefert werde. Man werde, so das Unternehmen, sich in den nächsten Tagen und Wochen besonders um das Feedback der AirTags-Kunden kümmern und zu gegebener Zeit Funktionen via Softwareupdate nachreichen – Dies dürfte dann wohl mittels iOS-Update geschehen.

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Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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