Aussicht auf den M2: Was wir von der Leistung erwarten können

Hallo und herzlich willkommen zu einem Beitrag auf meinem Blog,

ich gebe es zu, ich bin schwach geworden und habe mir deshalb ein MacBook Air mit M1 in der kleinsten Konfiguration gekauft. Von der reinen Rechenleistung bin ich beeindruckt, selbst einen aktuellen i7 oder einen i9 kann er locker Paroli bieten. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass der M1 den Einstieg darstellt und die wahre Leistung von Apple Siliocn erst mit dem Nachfolger so richtig greifbar wird – und ein erster Blick macht Lust auf mehr.

M1-Chip ein A14 auf Doping

Der Konzern hat angegeben, für die Transition von Intel auf ARM innerhalb von zwei Jahren abzuschließen. Dafür hat sich der Konzern ganz bewusst den M1 ausgesucht, der trotz seiner immensen Leistung streng genommen nur den Einstieg, die Low-Budget-Variante, darstellt. Das merkt man jedoch nicht wirklich, Grund ist das Chipdesign. Der M1 basiert technisch auf dem A14, ist somit im 5nm-Verfahren gefertigt und dadruch extrem leistungsstark bei niedrigem Stromverbrauch. Das ist im Übrigen auch der Grund, warum Apple diesen Chip im neuen iPad Pro 2021 verbauen konnte.

Der M1 hat aber einige technische Limitierungen, die den Chip ungeeignet für das kommende MacBook Pro 14″ und MacBook Pro 16″ machen. Konkret sind es zwei Schwächen: Einerseits die Grafikleistung und andererseits die Anschlüsse. Derzeit unterstützt der Apple Silicon maximal einen Monitor mit einer Auflösung von 5k sowie zwei Thunderbolt-Anschlüsse.

Erste Benchmarks aufgetaucht

Es ist also ziemlich offenkundig, dass Apple darauf ein besonderes Augenmerk legen wird. Doch was ist mit der Leistung? Erste Anworten liefert das Portal CPU-Monkey, die einen Benchmark entdeckten, welcher dem M1X bzw. M2 zugeordnet wird. Diese Ergebisse sind zwar mit Vorsicht zu genießen, da sich Taktfrequenz sowie die Anzahl der aktivierten Kerne ändern können – dennoch sind sie eine solide Basis.

Es handelt sich wohl um den M2

Die Benchmarks lassen noch keine genauen Rückschlüsse zu, in welchem Device er letztendlich verbaut wird. Doch die Taktfrequenz mit bis zu 3,55 GHz bei 12 CPU-Kernen sowie 12 GPU-Kernen legen den Verdacht recht nahe, dass es sich um den Nachfolger des M1 handelt.

CPU-Benchmark CPU-Monkey

Gehen wir davon aus, dass Apple zeitgleich den A15 entwickelte und beide Chips im optimierten 5nm-Verfahren fertigt, würde ich hier eher auf den Namen M2 setzen. Was zusätzlich dafür spricht? Im selben Benchmark taucht eine integrierte Grafikkarte auf, weshalb die Namensbezeichnung M1X nicht wirklich passend wäre

Codename „Lifuka“

Bereits in deutlich füheren Gerüchten war die Rede davon, dass Apple eine eigene Grafikkarte entwicklen soll um mit den dedizierten Grafikkarten von Nvidia und AMD Schritt halten zu können. Diese soll auf den internen Namen „Lifuka“ hören. Die nun aufgetauchten Informationen zeigen auf, dass Cupertino hier ein Modell mit 16 Grafikkernen entwickelt hat, die Lust auf mehr machen:

GPU-Benchmark von CPU-Monkey

Grafik ist die bisherige Schwachstelle

Eine hohe CPU-Leistung ist die eine Sac he, viel entscheidender ist aber die Grafikleistung vor allem mit Blick auf das bisherige MacBook Pro 16″. Dieses liefert Apple in der kleinsten Ausstattung mit einer AMD Radeon Pro 5600 mit 4GB VRAM aus, was in etwa 5 Teraflops bei der GRafikverarbeitung entspricht. Der aktuelle iMac 27″ kommt mit einer Radeon Pro mit ebenfalls 4 GB VRAM, kann aber aufgrund der besseren Kühlung etwas höher getaktet werden und kommt somit auf eine Grafikleistung von etwa 8 Teraflops.

GPU-Vregleich: Powered by Macworld

Vergleicht man diese Werte nun mit der GPU des M1, ergibt sich rechnerisch ein Wert von umgerechnet etwa 2,6 Teraflops mit acht Grafikkernen. Die oben gezeigte Grafikkarte verdoppelt die Anzahl der Kerne, womit, vereinfacht gesagt, eine Verdoppelung der Grafikleistung auf etwa 5,2 Teraflops möglich ist. Cupertino wird hier aber sicherlich durch das deutlich modernere Chip-Design und kürzere Übertragunsgwege der Bus-Channels noch ein paar Extrapunkte herauskitzeln können. Und dann wäre da noch die native Unterstützung von Metal.

Verdoppelung des RAM

Last but not least bleibt der RAM über. Der M1 kann derzeit maximal 16 GB RAM adressieren, das dürfte für das MacBook Pro 16″ sowie eine potenziellen iMAc 27″ schlicht zu wenig sein. Kunden für diese geräte setzen extrem auf Multitaskung und hochwertige Software, die viel Arbeitsspeicher benötigt.

Der Konzern kann es sich mit Blick auf die aktuellen Maschinen, das große MacBook Pro schafft bis zu 64 GB RAM und der iMac kann sogar 128 GB RAM aufnehmen, nicht leisten, den RAM bei 16 GB stehen zu lassen. Der Konzern wird dazu den Speicherbus weiter verdoppeln wollen. Der M1 verdoppelte den 64-Bit-Speicherbus des A14 auf 128-Bit, was in etwa einem LPDDRX mit 68 GB/s entspricht. Mit Blick auf die Grafikkarte muss der Konzern diesen Speicherbus sogar erhöhen, da sonst die GPU-lListung schlicht nicht umgesetzt hat. Deshalb denke ich, dass wir eine weitere Verdoppelung des Speicherbus auf 256 Bit sehen werden, die wiederum auch 32 GB RAM locker verarbeiten kann.

Der M2 wird ein Biest werden

In Summe diese Tatsachen dürfte der M2 alles bisher Dargewesene im Consumer-Markt locker in den Schatten stellen, wenn nicht sogar deklassieren. Selbst wenn Apple konservativ vorgeht, dürfte sich die Anzahl der Transitoren von derzeit 16 Mrd. im M1 auf etwa 24 Mrd. Transistoren im M2 um 50% erhöhen. Ergänzend kommt noch hinzu, dass Apple mit der Neural Engine weiteres Optimierungspotenzial in der HInterhand hält, die vor allem im Alltag bei immer wiederkehrenden Aufgaben einen deutlichen Geschwindigkeitsunterschied ausmachen dürfte.

All diese Tatsachen machen den M2 selbst bei behutsamer ENtwicklung zum derzeit mit Abstand leistungsstärksten System-on-Chip auf dem kompletten Markt: Selbst die aktuellen Chips der Xbox Series X oder der Playstation 5 können mitsamt der speziellen GPU können dem M2 nach derzeitigem Kenntnisstand nicht das Wasser reichen.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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