Nicht ohne Ironie: Der Axel-Springer-Verlag reicht Kartellklage gegen Apple ein

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heute Abend wird Apple mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit iOS 14.5 und somit das App Tracking Transparency einführen. Der Konzern will damit die Daten seiner Nutzer deutlich besser schützen, Gegner wie facebook argumentieren, es gehe dem Konzern darum, seine eigenen Interessen zu schützen. Ein Vorwurf, der zumindest in Deutschland nun in einer Kartellklage mündet.

App Tracking Transparency – kurz erklärt

Das ATT in iOS 14.5ist direkt nativ integriert und sollte eigenbtlich schon zum Start von iOS 14 bereitstehen. Doch nach immensen Wiederstand verschob der Konzern die Einführung auf iOS 14.5:

„Mit iOS 14 geben wir den Benutzern die Wahl, ob sie Apps erlauben möchten, sie zu verfolgen, indem sie ihre Informationen mit Daten von Dritten zum Zwecke der Werbung verknüpfen oder ihre Informationen mit Datenbrokern teilen. Diese Regeln gelten gleichermaßen für alle Entwickler – einschließlich Apple – und wir haben starke Unterstützung von Regulierungsbehörden und Datenschutzbeauftragten für diese neue Funktion erhalten.“

Axel Springer-Verlag und Co. reichen gemeinsame Kartellbeschwerde ein

Nachdem Facebook eine entsprechende PR-Kampagne startete und dafür vor allem kleinere und mittelständische Untzernehmen vor den Karren spannt, die Facebook davor auch nicht sonderlich interessierten, reichten am heutigen Tag insgesamt neun Medienhäuser wegen dieser Thematik eine Kartellbeschwerde gegen Apple ein.

Zu den Medienhäusern, die von Thomas Hoppner von der Kanzlei Hausfeld vertreten werden, zählen der Axel Springer-Verlag (Eigentümer der Bild, die Welt und Insider) sowie acht weitere Medienhäuser, wie zuerst die Financial Times berichtete. Die Bundeskartellbehörde bestätigte den Eingang in der Zwischenzeit.

Systematische Benachteiligung befürchtet

Laut der Kartellbeschwerde befürchten die genannten Parteien einen Umsatzverlust von bis zu 60%, welche bisher durch die Platzierung von Werbung erwirtschaftete. Dies könnte dazu führen, dass sich die Geschäftsmodelle in Richtung Abo oder bezahlte Apps ändern. Laut Hoppner wird dies auch die Anwender benachteiligen, weil sie mehr für Apps zahlen müssen. Zudem würden sie mehr Zeit damit verbringen, nach für sich relevanten Angeboten zu suchen.

Zumindest Ersteres kann ich absolut begrüßen, es wird absolut Zeit, dass mehr Inhalte im Netz kostenpflichtig werden. Schließlich möchten Content Creator wie ich auch entsprechend fair und angemessen bezahlt werden.

Die Klage vor den deutschen Kartellbehörden im Bezug auf die neuen Anti-Tracking-Methoden ist dabei nicht die Erste. Bereits in Frankreich muss sich Apple einer vergleichbaren Beschwerde erwehren. Stand heute ist der Ausgang völlig offen und es bleibt zu hoffen, dass die Kartellbehörden sich nicht erweichen lassen. Es mag stimmen, dass Apple seine Interessen und seine Werbegeschäft im iOS App Store schützen möchte. Doch das ist in meinen Augen immer noch besser, als all das, was der Axel Springer-Verlag mit Werbung veranstaltet.

Was ist Eure Meinung zu diesem Thema? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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