Recap zum „Spring Loaded“-Event

Guten Abend und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Soeben ging das erste Event des Jahres von Apple zu Ende und es war, wie immer, eine interessante und spannende Veranstaltung. Natürlich ließ es Tim Cook sich nicht nehmen, mit ein paar persönlichen Worten dieses Event zu eröffnen

Podcast+

Wie erwartet, wurde heute ein neuer Bezahlservice vorgestellt. Und wie erwartet, hat sich das Unternehmen dafür Podcasts ausgesucht. Dieses Format erlebt sein knapp 4 Jahren wieder einen regelrechten Hype und dient Streaminganbietern wie Spotify als Möglichkeit, sich vom Wettbewerb abzugrenzen. Ab kommenden Monat lassen sich auch bei Apple in der neugestalteten Podcast-App kostenpflichtige Podcasts abonnieren. Im Gegensatz zu früheren Diensten wie Fitness+ ist Podcast+ zum Start in gleich 170 Ländern verfügbar.

Neue Farbe für das iPhone 12

Mit der Farbe Lila wird es etwas überraschend eine neue Farbe für das iPhone 12 und das iPhone 12 Mini geben. Die ist ohne Aufpreis verfügbar und kann ab dem 30. April im Apple Store und bei allen teilnehmenden Händlern erworben werden.

AirTags – endlich sind sie da

Eines der am schlechtesten gehüteten Geheimnisse ist nun endlich offiziell: Die AirTags wurden nach rund zwei Jahren endlich offiziell präsentiert. Das Design und die Größe sowie die Funktionen sind im Vorfeld schon hinlänglich bekannt gewesen. Es gibt eine Funktion, die davor warnt, wenn man einen fremden AirTag zugesteckt. Damit will das Unternehmen die Privatsphäre geschützt wissen. Für die präzisere Ortung wird unter anderem auch der U1-Chip im iPhone genutzt.

Preislich gibt es mit 35,00€ keine große Überraschung. Wer etwas sparen will, kann sich auch gleich ein Viererpack bestellen. Dieser liegt dann bei 119,00€, was ein stolzer Preis ist. Dafür kann man sich aber auch eine Lasergravur gönnen. Das Apple aber etwas die Bodenhaftung verloren hat, sieht man am Zubehör: Es gibt ein spezielles Band für Hermes, das liegt, je nach Ausführung, zwischen 300€ und 450€ – kann man mal machen.

Neue Apple TV 4k – etwas überraschend

Die neue Apple TV 4k, die mittlerweile 6. Auflage der Settop-Box, hatte keiner so wirklich überraschend, wenngleich auch hierfür diverse Anzeichen vorhanden waren. Die neue Apple TV 4k kommt mit einem A12-Prozessor, der recht früh in den Gerüchten gehandelt wurde. Dieser dürfte mehr Leistung als der bisherige A10 liefern und Dolby Vision sowie HDR High Frame Rate überhaupt erst ermöglichen. Außerdem kann die neue Apple TV 4k nun 120 Hz ausgeben. Ergänzend dazu kommt auch eine neue Fernbedienung, welche die Siri Remote ablöst.

Optisch an das Clickwheel der iPods angelehnt, bekommen wir wieder ein Steuerkreuz mit einem Trackpad. Das merzt die Schwachstelle Touchpanel der alten Fernbedienung aus. Um nach oben oder unten zu navigieren, führt Apple eine neue Geste ein: Anwender können mit dem Finger einen Kreis ausführen. Ebenfalls neu: Dedizierte Tasten für das Stumm- und Ausschalten des Apple TV. Weiter dabei ist Siri und hier gib es eine frohe Kunde: Siri kommt zu unseren Nachbarn nach Österreich.

Ein absolutes Highlight dürfte aber das Color Grading des Fernsehers werden. Das Unternehmen nutzt dazu die Kamera eines aktuellen iPhone, um diverse Farbparameter zu erfassen. Anschließend wird die Apple TV4k darauf basierend ein Color Grading der Inhalte vornehmen. Noch ein Wort zu HomeKit: Hier hat der Konzern vornehm geschwiegen. Die neue Apple TV 4k ist nicht nur weiterhin ein HomeKit-Hub, sie arbeitet nun ebenfalls mit Thread und kann anstelle eines HomePod Mini für den Aufbau eines solchen Netzwerks verwendet werden.

Sowohl am Speicher als auch am Preis hat sich nichts geändert: 32 GB gibt es für 199,00€, für 64 GB werden 219,00€ fällig. Mehr Leistung für den selben Preis ist immer schön. Wer Gefallen an der neuen TV Remote findet, kann diese auch einzeln upgraden – der Konzern ruft dazu 65,00€ auf. Bestellbar ab dem 30. April, Auslieferung ab Mitte Mai.

iMac wird wieder bunt

Das lässt sich durchaus als „One More Thing“ bezeichnen, denn die Vorstellung neuer iMac-Modelle galt als extrem unsicher. Das Design des neuen iMac wirkt optisch an das XDR-Display angelehnt, ist aber komplett eigenständig. Apple erklärte, dass der neue iMac um den M1 entwickelt wurde. Mit einer Dicke von gerade einmal 11,5 mm ist der neue iMac extrem dünn, was einige Herausforderungen mit sich brachte. Die Front besteht nun aus einer vollständigen Glasscheibe, das ikonische Apple-Logo ist verschwunden. Im Inneren wurde ein komplett neuentwickeltes Logic Board mit zwei ebenfalls neuentwickelten Lüftern verbaut. Das Unternehmen erklärte dazu, dass augrund des Designs des M1, wo keine separate CPU und GPU mehr vorhanden ist, auch kein gewaltiges Kühlsystem notwendig ist

Die Displaygröße gibt das Unternehmen mit 24″ an, womit der bisherige 21,5″-iMac abgelöst wird. Das Display selbst unterstützt den P3-Farbraum, True Tone und kommt mit einer neuen Spezialbeschichtung, die Reflektionen auf ein Minimum reduzieren soll. Die Auflösung schraubte das Unternehmen etwas nach oben, hier bekommt man nun 4,5k.

Auch bei der Kamera und den Mikrofonen hat der Konzern Hand angelegt: Endlich verbaut der Konzern eine 1080p-Frontkamera, die deutlich bessere Ergebnisse liefern dürfte. In Kombination mit der 16-Core Neural Engine soll die Kamera einerseits von Bildverbesserungen profitieren, andererseits Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen minimieren. Für eine deutlich bessere Sprachqualität gibt es nun drei neue Mikrofone, die in Zusammenarbeit mit den sechs Lautsprechern, die True Dolby Atmos können, ein bisher nie dargewesenes Audioerlebnis bringen sollen.

Nach wie vor M1

Auf den Chip müssen wir hier etwas gesondert eingehen. Entgegen den Erwartungen setzt Apple auf den bisher bekannten Chip und bietet keine Nachfolgegeneration an. Apple sagt, dass der neue iMac aber um bis zu 85% schneller sei als die aktuellen Modelle. Die GPU sei bis zu doppelt so schnell als die aktuelle Generation, bei Machine Learning sogar um den Faktor 3.

An Anschlüssen stehen nach wie vor 4x USB-C zur Verfügung, von denen zwei Thunderbolt-fähig sind. Auf den SD-Steckplatz muss man wohl verzichten. 3,5mm AUX-Klinke ist aber vorhanden, dieser befindet sich nun an der Seite des iMac

Peripherie und Netzteil

Auch diese beiden Punkte müssen hier erwähnt werden. Die neue Tastatur bietet nicht nur zum ersten Mal Touch ID für den stationären Mac mitsamt überarbeiteter Secure Enclave, sie sind in der jeweiligen Gehäusefarbe gehalten. Kunden können auswählen, ob man diese mit oder ohne Ziffernblock haben möchte. Ein kleines Highlight ist aber das neue Netzteil: Dieses bietet nun einen Ethernet-Port an. Was den Kabelsalat auf dem Schreibtisch den Kampf ansagt.

Netzteil des neuen iMac

Der neue iMac geht preislich mit 8 GB Unified RAM, 7 Core GPU und 256 GB SSD bei 1449,00€ los. Dafür kann man sich vier Farben aussuchen, die Tastatur kommt ohne jedoch ohne Touch ID. Die größere Konfiguration bietet den 8. Kern in der GPU sowie eine Tastatur mit Touch ID und 7 Farben, aus denen ausgewählt werden kann. Dafür muss man dann 1669,00€ investieren. Will man die SSD verdoppeln, landet man bei 1899,00€ – der Konfigurator lässt sich derzeit noch nicht bedienen.

Das iPad Pro 2021 – mit Desktop-Power

Erwartungsgemäß stellte Apple auch ein neues iPad Pro vor, welches sich wieder wie ein richtiges Upgrade zeigt. Das zeigt sich schon am verwendeten Chip. Cupertino verpflanzt hier kurzerhand den M1 aus dem Mac und erreicht laut eigener Aussage wahnsinnige Leistungsdaten: Im direkten Vergleich zum Vorgänger ist der M1 im iPad Pro bis zu 50% schneller, die Grafikleistung soll um 40% zugelegt haben.

Auch den Flashspeicher hat das Unternehmen überarbeitet, hier sollen Zugriffe um den Faktor 2 schneller sein. Damit soll das neue iPad Pro 2021 bei Spielen Konsolen-Qualität ermöglichen. Für alle App-Messis steht als Maximalkonfiguration 2 TB, gegen entsprechenden Aufpreis, zur Verfügung.

Konnektivität

Nach dem iPhone 12 hält 5G nun auchz im iPad Pro Einzug, das ist wenig überraschend. Auch die Überarbeitung des USB-C-Anschluss wurde allgemeing erwartet. Hier hat das Unternehmen dank Thunderbolt-Konnektivität die Bandbreite um den faktor 4 steigern können. Somit kann nun auch ein 6k-Display wie das Apple Pro XDR-Display angesteuert werden.

Display

Beim Display trennt sich wie erwartet die Spreu vom Weizen. Das kleinere Modell mit 11″ muss wie sein Vorgänger mit einem LCD-Display vorlieb nehmen. Die eigentlicher Revolution ist dem großen iPad Pro mit 12,9″ vorbehalten. Es  verfügt über eine ähnliche Technik wie das Pro XDR-Display. Apple nennt dies „Liquid Retina XDR“ mit 1.000 Nits Helligkeit, und bis zu 1.600 Nits in Grenzfällen. Es handelt sich dabei um ein Mini-LED-Display. Über 10.000 Mini-LEDs verwendet Apple beim 12,9″-iPad Pro – im Vorgänger waren es nur 72. Diese lassen sich in exakte Zonen zusammenfassen und abdunkeln, was exakt die gleiche Vorgehensweise wie im Pro XDR-Display ist.

Kamera

Fotografieren mit einem Tablet mag uns noch komisch vorkommen, ist in Asien oder Amerika längst en vogue. Dem trägt das Unternehmen mit der Überarbeitung der Kamera Rechnung. Bei der Frontkamera hat sich das Unternehmen dabei noch eine neue Funktion für Videokonferenzen ausgedacht: Mit Center Stage fokussieert sich diese automatisch auf den Sprecher und verfolgt diesen während der Video-Konferenz durch den Raum, solange dieser im Blickfeld der Kamera ist.

Preislich wird das neue iPad Pro wieder kein Schnäppchen. Ab 879,00€ geht es für das 11″-Modell mit 128 GB Speicher los, für 5G wird ein Aufpreis von 170,00€ fällig. Das grlößere iPad Pro 12,9€ ist wegen dem Mini-LED-Display um 100,00€ teurer geworden, hier geht es nun ab 1199,00€ los. Für den gleichen Aufpreis von 170,00€ kann auch hier 5G bestellt werde. Funfakt, in der Maximalkonfiguration kann man 2579,00€ ausgeben. Wie bei nahezu allen Produkten nimmt Apple Bestellungen ab dem 30. April entgegen, Auslieferung ist für Mitte Mai geplant. Noch ein letzter Satz zu iOS – ioS 14.5 soll kommende Woche erscheinen.

Was wurde nicht angekündigt

Spannender ist tatsächlich das, was nicht präsentiert wurde. Als Aufhänger kann man hier das iPad nehmen. Dank dem M1 werden wir wohl spätestens auf der WWDC 2021 Final Cut Pro X für iPadOS sehen. Gleiches gilt auch für Logic Pro X. Zusätzlich werden wohl iPadOS 15 und macOS 12 noch stärker miteinander verschmelzen.

Was war denn Euer Highlight der Keynote? Bei mir ist die Apple TV 4k auf jeden Fall gesetzt. Auch das neue iPad Pro ist schon ein Augenschmaus. Was ist denn Eure Meinung dazu? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

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11 Kommentare zu „Recap zum „Spring Loaded“-Event

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  1. Hallo reichen beim I pad pro 256 gb wenn man Programme von Adobe nutzen muss? Vielen Dank für die Antwort

    1. Sollte ausreichen, wenn man auf die Adobe Cloud zurückgreifen kann. Wenn es ins Budget passt, nimm aber die 512 GB

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