Intel investiert in die Fertigung von ARM-Chips – bald auch für Apple?

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Intel war die letzten 36 Monate wahrlich nicht auf Rosen gebettet, es brannte an allen Ecken und Enden. Der Höhepunkt war mit dem Wechsel von Apple auf die ARM-Plattform, doch man scheint das Tal der Trauer durchschritten zu haben und will wieder angreifen.

Wohl doch eigene Fertigung

Intels größtes Problem war die Umstellung auf deutlich kleinere Fertigungsverfahren, derzeit hängt man noch beim 10 nm-Verfahren fest. Aus diesem Grund kontaktierte man TSCM, um eine Auslagerung der Chipfertigung zu prüfen. Das taiwanesische Unternehmen fertig derzeit den A14 Bionic im 5 nm-Verfahren und arbeitet gerade an einer Teststrecke für das 3 nm-Verfahren.

Nun kündigte der neue CEO von Intel, Pat Gelsinger im, Rahmen der „IDM 2.0“-Initiative eine Großinvestion in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar an, um damit die Fertigung im 7 nm-Verfahren angehen zu können.

Soll fehlende Strategie korrigieren

Intel will die neuen Werke in Arizona errichten und die Fertigung im 7 nm-Verfahren aufnehmen um den Rückstand zu AMD und TSMC zu verinngern. Darüber hinaus erklärte Gelsinger, dass man dort Produktionskapazitäten für andere Hersteller anbieten wolle. Konkret ist die Rede davon, ist die Rede davon, individuell gestaltete SoCs auf Grundlage der ARM-Plattform herstellen zu wollen. Selbst wenn ein Teil der Branche verstärkt auf ARM setzt und sich von x86 abwenden sollte, möchte Intel dann zumindest einen Teil des Produktions-Kuchens abhaben. Dies ist bisher ein Geschäftsfeld, welches Intel völlig ignoriert hatte und was von den Aktionären seit Längerem durchaus harsch kritisiert wurde.

Riskante Strategie

So begrüßenswert die neue Ausrichtung auch ist, so hoch ist auch das Risiko. Auf Nachfrage, warum Intel mit Blick auf die teils horrenden Fehler in der Produktion nun die Fertigung für andere Hersteller stemmen könnte, kam der neue CEO dann etwas ins Schleudern: Der CEO antwortet darauf etwas vage, die Auftrags-Fertigung laufe als eigenständiger Unternehmensbereich und man wolle den Kundenwünschen genau nachkommen. „Intel ist zurück!“, so Gelsinger, „das alte Intel ist nun das neue Intel und man blicke in die Zukunft“. 

Träumereien sind vorhanden

Im Zuge der Ankündigung der neuen Pläne gab es auch ein Q&A, bei dem Intel auf einige Fragen einging. Unter anderem erklärte man, neben Amazon, Cisco, Qualcomm, IBM und Microsoft davon zu überzeugen, auf die neuen Anlagen zu setzen. Als äußerst selbstbewusst ist auch die Aussage zu werten, sich als Produktionspartner für Apple anbieten zu wollen. Man sei sich bewusst, dass für den Mac keine klassischen Intel-Chips mehr in Frage kommen dürften, doch man wolle sehr gerne ARM-Chips für Cupertino fertigen.

Ob Apple das Angebot annehmen wird, ist aber mehr als fraglich. Denn gerade das extrem hohe Fertigungs-Können von TSCM ist der Hauptgrund dafür, dass die A-Chips seit Jahren der Konkurrenz enteilen und zudem den M1 im direkten Vergleich zur Konkurrenz von Intel so gut aussehen lässt.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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