Das wäre ein absoluter Hammer – Sennheiser wird wohl seine Consumer-Audio-Sparte abstoßen

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Blaupunkt, Braun, Grundig, Loewe, Nordmende, Telefunken und Co waren im Markt der Unterhaltungselektronik einst absolute Aushängeschilder aus Deutschland. Einieg der Marken sind zwar heute noch aktiv, haben jedoch mit dem Image oder der technischen Innovation früherer Tage wenig gemeinsam- sie verschwanden schlicht aus dem Blickpunkt der breiten Masse. So könnte es auch dem Hannoveraner Audiospezialisten Sennheiser gehen.

Sennheiser plant den Verkauf seiner Unterhaltungselektronik-Sparte

Wie das Unternehmen aus dem Raum Hannover in einer eigenen Pressemitteilung heute bekanntgab, wird man sich von der Sparte der Unterhaltungselektronik trennen und sucht im Rahmen dessen nach potenziellen Geschäftspartnern. Man wolle sich stattdessen auf die drei übrigen Geschäftsbereiche Pro Audio, Business Communications und der Neumann Mikrofonsparte konzentrieren um seinen Kunden weiterhin das gewährleisten zu können wofür Sennheiser steht. Das sei der beste Sound und ein einzigartiges Klangerlebnis.

„Um das Potenzial in jedem dieser Märkte bestmöglich ausschöpfen zu können, konzentrieren wir unsere eigenen Ressourcen auf die drei Geschäftsbereiche des Geschäftsbereichs Professional und suchen einen starken Partner, um in unser Verbrauchergeschäft zu investieren“, 

Daniel Sennheiser, Co-CEO von Sennheiser

Starker Wettbewerb sorgt für immensen Druck

Andreas Sennheiser, Co-CEO von Sennheiser erklärte, dass die Anforderungen in allen vier Bereichen zwar dynamisch jedoch höchst unterschiedlich seien. Das spiegelt sich in verschiedenen Kundenanforderungen, Produktzyklen und unterschiedlicher Marktdynamik wider.

Hierbei wurde insbesonddre das Endkundengeschäft herausgestellt, deren Wettbewerbsbedingungen sich zum teil dramatisch verändert haben. Dies zeigte sich unter anderem dadurch, dass die Kopfhörerverkäufe zuletzt stark schwächelten. Einerseits war Sennheiser mit echten tws-Kopfhörern spät dran, andererseits versäumte es das Unternehmen, dem erfolgreichen Modell Sennheiser Momentun zeitnahe einen adäquaten Nachfolger zu spendieren – in der Zwischenzeit zog die Konkurrenz vorbei.

Dann ist da noch Apple mit seinen AirPods, die alleine 2020 über 60 Mio. Einheiten verkaufen konnten. Zahlen, von denen Sennheiser nur träumen kann. 2019 erwirtschaftete man der Consumer-Sparte mit 393 Millionen Euro einen neuen Rekordumsatz, welcher 52% des Gesamtumsatzes 2019 entspricht, nach Steuern und Abschreibungen war es jedoch ein negatives Ergebnis.

Neupositionierung soll erfolgreiche Zukunft sichern

Der Rückzug von Sennheiser aus dem Consumerbereich wäre ein absoluter Verlust, denn dort können die Niedersachsen durchaus überzeugen. Alleine die Soundbar Sennheiser Ambeo räumt nach wie vor Bestnoten bei diversen Tests in den einschlägigen Fachzeitschriften ab.

Sennheiser selbst scheint dem Markt aber wenig bedeutung beimessen zu wollen, weshalb es sich auch gegen eine Lizenzierung entschieden hat – wenngleich dies in der Pressemittelung nicht so durchklingt. In einem vor Kurzem in Handelsblatt veröffentlichten Intervie betonen die Sennheiser-Brüder aber sehr eindeutig, dass „alle offenen Optionen“ sorgfälig überprüft und abgewogen werden. Dies klingt also recht eindeutig nach einem Verkauf der Sparte.

Damit will das Unternehmen sicherstellen, seine Ressourcen in Zukunft für den professionellen Bereich bündeln zu können. Hier sieht das Unternehmen dank seines Renommees die größten Wachstumspotenziale und plant, seine strake Position auf dem Weltmarkt weiter auszubauen:

„Ob im Studio, in der Konzerthalle, im Konferenzraum oder im Auditorium – in der Pro-Welt steht Sennheiser für ein überlegenes Audioerlebnis, höchste Zuverlässigkeit und das beste Kundenverständnis“,

Andreas Sennheiser, Co-CEO von Sennheiser

Speziell der Markt für Geschäftskommunikation dürfte aufgrund von Corona und dem anhaltenden Trend zum Home Office für erhebliche Umsatzgewinne sorgen. Ob es sich als die richtige Entscheidung herausstellt, bleibt abzuwarten. Speziell die chinesischen Anbieter machen hier viel Druck und werden das Preisgefüge auch in Zukunft erheblich ins Wanken bringen.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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