Wie nachhaltig sind die neuen Datenschutzlabels im App Store wirklich?

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Bereits seit einigen Wochen müssen Entwickler im iOS App Store mithilfe der neuen Datenschutzlabel angeben, welche Daten wie erhoben werden. Was an sich ein sinnvolles Instrument ist, da der User eine kompakte Übersicht bekommt, scheint in der Praxis zu einem stumpfen Schwert zu mutieren.

Stichproben bringen Ernüchterung

Da diese Regeln nun seit knapp sieben Wochen bestehen, nahm sich die Washington Post der Thematik an und führte mehrere Stichproben durch – mit ernüchternden Ergebnissen.

Bei einer Mehrzahl der untersuchten Apps stellte die Zeitung fest, dass irreführende bzw. schlichtweg falsche Angaben gemacht wurden.

So fanden sich Apps, welche die von iOS erzeugte Werbe-ID mit Facebook und Google teilten – in der Datenschutzerklärung war lediglich die Rede davon, dass man selbst als Entwickler keine Daten erhebe.

Überprüfung der Angaben durch Apple findet nicht statt

Das große Manko darin besteht nun, dass Cupertino die selbst erstellten Regeln nur unzureichend oder erst gar nicht überprüft.

Das mag einerseits der Masse an Apps sowie den dafür regelmäßig eingereichten Updates geschuldet sein, ist dennoch aber nicht tolerierbar.

Tippt oder klickt der Anwender auf die Labels, so findet er eine wichtige Information von Apple: Das Unternehmen erklärt, die von den Entwicklern eingereichten Angaben nicht zu verifizieren.

In einer Stellungnahme zum Bericht erläutert der Konzern aber mögliche Konsequenzen für Apps, deren Labels nicht der Wahrheit entsprechen: Apple behält sich vor, zukünftige Updates dieser Anwendungen abzulehnen. Auch eine Entfernung aus dem App Store sei denkbar, so Apple.

Was bleibt nun davon?

Wie bereist erwähnt, scheint es sich hier derzeit um ein eher stumpfes Instrument zu handeln.

Klar ist eine Überprüfung mit hohem Personalaufwand verbunden, jedoch wirbt man immer wieder mit dem Datenschutz.

Deshalb täte Apple meiner Meinung nach gut daran, dieses Instrument strenger durchzusetzen.

Ergänzend dazu sollte Apple auch den dazugehörigen Fragenkatalog bearbeiten: Nicht jede Frage soll tatsächlich eindeutig sein, was so auch unbeabsichtigt zu fehlerhaften Angaben führen kann.

Wie seht Ihr das denn? Schaut ihr Euch vor dem Download überhaupt besagtes Datenschutz-Label an? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht’s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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