Kleine Exkursion: Warum die Watch Faces so gestaltet wurden wie sie sind

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auch wenn die Apple Watch wirklich smart und vor allem mit einer Vielzahl an Gesundheitsfunktionen ausgestattet ist, bleibt sie in erster Linie immer noch eine Uhr. Die nicht nur extrem genau geht, sondern zudem bei seinen Watchfaces auf das Design altbekannter Uhrenmarken aufgreift und neu interpretiert. Wie das vonstatten ging, erklärt der Designer Arun Venkatesan.

Ausflug in das Who´s Who der Uhrenindustrie

Venkatesan erklärte, dass Apple sich dabei an verschiedenen Herstellern und deren Ziffernblättern orientiert haben, unter anderem Rolex, Breitling, Tag Heuer und anderen.

Rolex stand Pate für „California“

Das Watchface „California“ etwa entlehnte Apple einem Zifferblatt-Design, welches der bekannte Schweizer Hersteller Rolex sich in den 1940er Jahren schützen ließ. Die Besonderheit: Die Uhrzeiten in der oberen Hälfte werden mit römischen Zahlen dargestellt, in der unteren Hälfte finden sich arabische Ziffern. Zahlreiche weitere Hersteller übernahmen das Design, auch heute ist es in Modellen etwa von Timex oder Panerai immer noch anzutreffen.

Panerai und Apple Watch mit de, Zifferblatt „California“

Das Zifferblatt entstammt übrigens aus dem zweiten Weltkrieg. Man erklärt sich die Mischform von römischen und arabischen Ziffern dadurch, dass diese bei schlechten Sichtverhältnissen noch gut ablesbar ist. Venkatesan erklärte dazu:

Ursprünglich als „fehlersicheres“ oder „hoch sichtbares“ Zifferblatt bezeichnet, schmückte es die Fronten von Rolex-Modellen mit „Bubble Back – so genannt wegen der blasenförmigen Rückseite, die den Uhren ein dünnes Aussehen gab. Auffälligerweise werden die Indizes sowohl in römischen als auch in arabischen Ziffern gesetzt, wo andere Uhren an der einen oder anderen festhalten würden. Es wird angenommen, dass das Mischen von Ziffern sowohl dem Träger als auch seinen Waffenbrüdern hilft, die Uhr bei schlechten Sichtverhältnissen zu lesen.

Doch nicht nur Apple oder Rolex verwenden dieses Zifferblatt, auch Swatch griff dies für eine Sonderedition auf.

Der Chronograph ist über 200 Jahre alt

Der Chronograph ist die heute älteste, noch verwendete Uhrenform, deren Anfänge Anfang des 19. Jahrhunderts zu finden sind. Es war der Uhrenmacher und Wissenschaftler Louis Moinet, der dieses Modell entwickelte. Dabei hat Apple das Design nicht nur stumpf übernommen, sondern sich mit den geschichtlichen Aspekten befasst und auf die Apple Watch übertragen.

Das Modell von Moinet links und das Zifferblatt rechts

Das einfache Chronograph-Watchface ahmt dabei

ahmt die einfachen Zwei-Subdial-Chronographen der frühen 1900er Jahre nach. Es gibt normale Stunden- und Minutenzeiger, während der zweite Zeiger um 6 Uhr in das Hilfszifferblatt bewegt wird. An seiner Stelle steht der zweite Zählerzeiger des Chronographen, der statisch bleibt, wenn er nicht verwendet wird.

Während viele echte Chronographen sowohl Indexe als auch eine Sekundenskala auf dem Zifferblatt haben, verfolgt Apple einen moderneren und dynamischeren Ansatz.

Die obere rechte Ecke ist für eine Stoppuhr-Taste reserviert. Wenn sie gedrückt werden, werden die Stundenindizes durch die zweite Skala ersetzt. Die Skala kann so angepasst werden, dass sie 60, 30, 6 oder 3 Sekunden pro Umdrehung misst.

Übrigens, das Wort Chronograph setzt sich aus zwei Wortsilben zusammen: Das Wort Chronograph stammt aus den griechischen Wörtern „khrónos“ oder Zeit und „gráphō“ oder zum Schreiben.

Zifferblätter für Piloten und Taucher

Das Watchface „CountUp“ hingegen bezieht sich nicht primär auf ein Zifferblatt, sondern vielmehr auf einen Rahmentyp. Damit ist in der Regel eine rotierende Lünette gemeint, mit dessen Hilfe man in Kombination mit dem Minutenzeiger verstrichene Zeit in Minuten messen kann – ein Prinzip, welches sowohl Piloten als auch Taucher einsetzen. Die Zähllünette hat dabei ihren Ursprung im Jahr 1953, als Rolex damals ihre Tiefseeuhr Unterseite des Triest-Tauchboots band um auf eine Tauchtiefe von 3150 Metern zu gelangen – was die Uhr unbeschadet überstand.

Wer weitergehendes Interesse daran hat, wie Apple sich für die jeweiligen Watchfaces inspirieren lies, kann dazu gerne den Artikel von Venkatesan lesen, diesen findet Ihr hier.

Welches ist eigentlich euer Lieblings-Watchface? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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