Das Jahr 2020 – ein kleiner Rückblick

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

was war das für ein Jahr 2020? Es war in jeder Hinsicht ziemlich extrem, wobei der Start mit dem Tod von Kobe Bryant schon einen äußerst ungut war. Das es nicht viel besser werden würde, machten Corona, das unsägliche Abschneiden der DFB-Elf und unfähige Politiker in Deutschland mehr als deutlich. Darüber konnte auch das erneute Triple der Bayern nur bedingt hinwegtrösten.

Das Jahr 2020 – meine Highlights

Trotz allem hatte das Jahr 2020 auch ein paar Highlights in petto. Vor spezifischen Geräten muss ich hier an erster Stelle HomeKit nennen: Noch nie gab es so viele neue Produkte dafür wie in 2020, was vor allem an Meross lag. Kein andere Hersteller hat innerhalb so kurzer Zeit solch ein Sortiment aus dem Boden gestampft. Doch auch andere Hersteller wie Bosch begriffen, wie wichtig eine HomeKit-Zertifzierung ist. Gepaart mit günstigen Preisen, allen voran aus Asien, hat man zum Anfang des Jahres 2021 ein wirklich breites Angebot

Das 12 Pro Max

Das aktuelle iPhone 12 Pro Max ist zu meinem neuen Daily Driver geworden, obwohl es leider kein ProMotion Display hat. Ehrlich gesagt, ist es auf den ersten Blick kein besonders gutes technisches Upgrade gegenüber meinem Xs Max. Auch das hatte bereits ein beeindruckendes OLED-Display und der A12 Bionic bietet auch in 2021 immer noch mehr als ausreichend Leistung.

Auch 5G war und ist für mich kein entscheidendes Kriterium gewesen, wenngleich die Telekom über des Jahreswechsel bei mir deutlich mehr Gebiete mit 5G versorgt. Es ist vor allem die Kamera und hierbei insbesondere der deutlich größere Sensor mitsamt Sensor Shift. Das alles fügt Apple aber erst mit dem neuen Dateiformat ProRAW zu einem beindruckenden Gesamtkunstwerk zusammen – wenn man im Nachgang die Bilder auch entsprechend bearbeitet.

Das Highlight schlechthin ist aber die Form: Ich mag einfach dieses kantige Design einfach, es ist extrem clean und schnörkellos. Mag sein, dass die abgerundeten Kanten seit dem iPhone 6 bis hin zum iPhone 11 Pro etwas handschmeichlerischer daherkamen, es gefiel mir persönlich einfach nicht.

– HomePod Mini & Thread

Würde man rein die Audioqualität betrachten, wäre der HomePod Mini hier absolut unverdient auf der Liste. Die ist ordentlich, bisweilen gut aber keinesfalls herausragend. Gleiches gilt für den Sprachassistenten Siri, dieser ist nach wie vor einfach nur schlecht. Es macht die Kombination aus Preis, Leistung und Thread. Letzteres beschreibt einen Mesh-Standard, mit dem Geräte für Smart Home untereinander kommunizieren können. Damit soll eine größere Reichweite bei gleichzeitig stabilerer und schnellerer Funkleistung möglich sein – das alles gibt es für ziemlich genau 100,00€. Und genau damit verdient sich der HomePod Mini einen Platz in den Technik-Highlights

– The Last Dance auf Netflix

Man mag es sich kaum vorstellen, aber es gab mal eine Zeit wo das Internet so gut wie keine Rolle spielte. Dementsprechend war es sehr viel schwerer, berühmt zu werden. Anders ausgedrückt, man musste in der Regel etwas können außer gut auszusehen (Wie ich diese Zeiten heute bei all den Influencern wie Gerda Lewsi und Co vermisse) und das führt mich direkt zu Michael Jordan.

Der ehemalige Shooting Guard der Chicago Bulls füllte in der NBA nicht nur die Lücke, die Magic Johnson und Larry Bird hinterließen, er transformierte das Spiel und den dazu notwendigen Ehrgeiz auf eine bis dahin ungekannte Art und Weise. Noch beeindruckender ist allerdings, wie Jordan spätestens mit dem ersten Titel zu einem globalen Megastar und Werbeikone aufstieg.

The Last Dance nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, die mit dem letzten Titel der Bulls und einer Ära ändert. Dabei wird Michael Jordan keinesfalls glorifziert, sondern durchaus kritisch beleuchtet. Nicht für für jeden Basketball-Fan ein absolutes Muss.

– Datenschutz

Dieses Aspekt wird auch noch einmal bei den Technik-Flops auftauchen, trotzdem gehört er auch hierher. Denn vor allem dank iOS 14 nimmt das Thema Datenschutz sowohl bei den Herstellern als auch beim Kunden endlich an Fahrt auf. Spätestens wenn sich mit Facebook das Unternehmen schlechthin beschwert, dass die neuen Datenschutzmechanismen effektive Werbung erheblich erschweren, hat Apple den richtigen Nerv getroffen

– Mehr Zusammenarbeit

Das Tippen dieser Zeilen schmerzt mich persönlich besonders, denn die Zusammenarbeit fand vor allem bei Tech-Unternehmen statt. Allen voran die gemeinsame Entwicklung einer API zur Nachverfolgung der Corona-Kontakte zwischen Apple und Google ist hier zu nennen. Und genau hier kann sich Politik und Gesellschaft ganz dringend eine dicke Scheibe von abschneiden.

Es sollte weniger um persönliche Befindlichkeiten gehen sondern eher darum, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Dazu sollte man offen und selbstreflektierend zusammenarbeiten. Persönlich Schuldzuweisungen sind hier völlig fehl am Platz

– Das iPhone 12 Mini

Das iPhone 12 Mini hatte ich selbst noch nicht in der Hand, dennoch muss es hier zwingend auftauchen. Denn ausgerechnet Apple bietet seit Langem wieder ein kompaktes Handy an, ohne den Rotstift an der Ausstattung anzulegen. So hat es die gleiche Kamera wie seine größeren Geschwister, verfügt über 5G sowie den A 14 Bionic und nicht zuletzt über ein OLED-Display. Solch ein vollausgestattetes Mini-Smartphone war insbesondere mit Blick auf das Android-Lager nahezu undenkbar, man denke nur an das Samsung Galaxy S4 Mini.

– Das iPad Air 4. Gen

Das iPad Air 4. Gen war ein Statement an den gesamten Tablet-Markt und zeigt einmal mehr, wie groß der Vorsprung von Apple tatsächlich ist. Nun greift man mit dem Preis von knapp 640,00€ frontal das Topmodell von Samsung an und bietet letztendlich eine Proleistung zu einem noch akzeptierbaren Preis. Natürlich gibt es Abstriche, doch diese sind in der Regel im Alltag so unerheblich, dass nur absolute Profis den Unterschied merken werden.

Der Knaller ist aber der aktuelle A14 Bionic, welcher erstmals in einem iPad und nicht in einem iPhone seine Premiere feierte. Obwohl er über weniger Kerne als der A12 Z Bionic verfügt, ist der aufgrund des verbesserten Fertigungsverfahren von 5nm dem Chip im iPad Pro ebenbürtig.

– Endlich eine größere Wohnung

Fast zum Abschluss des Jahres, gut es war schon zum ersten Oktober, sind meine Frau und ich endlich in eine größere Wohnung gezogen. Wir haben nicht nur mehr Platz sondern auch endlich einen Esstisch (meine Frau ist darüber immer noch happy) sowie eine Geschirrspülmaschine. Vor allem aber haben wir endlich ein richtiges Arbeitszimmer, was sich in meinem redaktionellen Output bemerkbar macht. Und ich kann endlich meinen Spieltrieb bezüglich HomeKit vollends aufleben – zum Leidwesen meiner Frau

Meine Flops in 2020

Wo es Highlights gibt, existieren natürlich auch Flops. Blöd nur, wenn die Liste der Flops im Kopf deutlich länger als die Liste der Highlights ist jedoch lässt sich dies nicht wirklich leugnen. Ganz im Gegenteil, auch privat hing Einiges am seidenen Faden.

Doch kommen zur zurück zur Technik und da gab es einige Flops zu vermelden, auch abseits von Apple. Spontan fällt mir da Samsung mit seinem Galaxy Note ein, auch OnePlus hat sich mit der Defragmentierung seiner Produktpalette wahrlich keinen Gefallen getan. Kommen wir nun zu Apple:

– Das iPad Pro 2020

Das aktuelle iPad Pro 2020 hatte von Anfang an einen schweren Stand, schließlich verfügte das Model über eine verbesserte Kamera mitsamt dem neuen LiDAR-Scanner sowie einen Chip, bei dem nun alle acht Grafikkerne ab Werk aktiviert sind. Das iPad Pro ist kein schlechtes Gerät, nur ist der A14 Bionic im iPad Air 4. Generation einfach deutlich besser. Das merkt man besonders an den Apps, die speziell daran angepasst sind. Und somit fühlt sich ein 1100,00€-Tablet (bezieht man den Apple Pencil 2 sowie das Smart Keyboard-Cover mit ein) völlig veraltet und langsam an

– Politik & Datenschutz

Nun mag sich manch Einer fragen, was Politik auf einem tech-Blog zu suchen hat?. Nun, einerseits äußere ich mich regelmäßig zu politischen Themen, andererseits ist Corona für das Versagen von Politik wie ein Brennglas.

Allen voran die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie dermaßen weit sich die Spitzenpolitik vom Wähler und seinen Bedürfnissen entfernt hat. Lassen wir dabei einmal die Migrationsfragen absolut außen vor, verbleiben Energiewende, die Krisenpolitik um COVID-19 sowie die Digitalisierung und der Schutz unserer digitalen Privatsphäre.

Mehr denn je offenbart Corona das Versagen im Bezug auf jahrelang vernachlässigte Instandhaltung in Sachen Infrastruktur und Bildung. Dabei geht beides Hand in Hand, doch Stimmen von wenigen engagierten Lehrern, Experten aber auch Eltern verhallten ungehört.

Und gerade jetzt tut die Politik so, als läge ihr die Bildung schon immer am Herzen. Was ich bei immer größer werdenden Klassen, völlig maroden Schulen, mangelgafter digitaler Infrastruktur sowie der stetig steigender Zahl an ausgefallen Stunden nicht nachvollziehen kann.

Ich will es mal mit einem überspitzten Beispiel erklären: Ich bin Jahrgang 87 und und vor knapp 15 Jahren habe ich das letzte Mal ein Klassenzimmer betreten. Der damals schon veraltete Overheard-Projektor symbolisierte die Speerspitze der digitalen Ausstattung, wie kann das also in 2020/2021 immer noch der Fall sein? In einem Land, indem Bildung die einzige Ressource ist, eine völlig fatale Entwicklung.

Doch auch bei Großkonzernen zeigt die Politik in Deutschland und der EU ihre geballte Inkompetenz. Jahrelang schaute man Amazon, Facebook, Google und Co beim ungebremsten Wachstum sowie Aushöhlen der (analogen) Rechte zu, um sich dann 2020 verwundert die Augen zu reiben. Zwar will man nun entschieden dagegen steuern, jedoch könnte es anhand der Größe, die insbesondere Apple, Google und Facebook erreicht haben, fast schon zu spät sein.

– NextGen-Konsolen

Fairerweise muss man sagen, dass die Corona-Pandemie auch die Zuliefererbetriebe in Asien vor enorme Herausforderungen gestellt hat. Doch was Microsoft und insbesondere Sony zum Marktstart ihrer Konsolen ablieferten, war schlicht inakzeptabel. Die Kunden wurden durch geschickte Teaser-Videos und in Häppchen durchgesteckte Informationen so richtig angefüttert, eine große Nachfrage war also abzusehen.

Und dann lies sich die Playstation 5 fast nirgends vernünftig vorbestellen, weil die Server unter der Nachfrage schlicht zusammenbrachen. Das war eine mehr als peinliche Vorstellung.

– Umwelt

Auch hier wird es Fragen geben, warum die Umwelt 2020 trotz aller Anstrengungen ein Verlierer ist. Dazu muss man sich die Posse rund um das Netzteil für das iPhone 12 wieder ins Gedächtnis rufen. Konkret geht es darum, auf welche Art und Weise uns Apple dies verkaufen wollte, nur um mit dem neuen Kabel (Lightning-auf-USB-C) dafür zu sorgen, dass sich mehr als 80% trotzdem ein neues Netzteil kaufen mussten.

Ein neues Netzteil, für das Ressourcen, Verpackung und Transport aufgewendet werden musste. Somit diente das Umweltargument lediglich dafür, um den eigenen Gewinn zu steigern. Mehr als ärgerlich ist dabei, dass nun Samsung und Xiaomi auf diesen Zug aufspringen. Außerdem hat man somit den ehrlichen Bemühungen einen absoluten Bärendienst erwiesen.

Und generell habe ich immer öfter das Gefühl, dass das Appellieren an das eigene Umweltbewusstsein eher dafür genutzt wird, dem Kunden mehr Geld abzuknöpfen. Wer beispielsweise vegetarisch oder unverpackt einkauft, zahlt bis zu 35% mehr für seinen Einkauf…

Meine Kollegen

Für meinen Jahresrückblick 2020 bin ich sehr glücklich, noch O-Töne von drei Kollegen bekommen zu haben. Da hätten wir einerseits den Lappen Alex vom Ballungsraum, andererseits meinen geschätzten Kollegen Lukas von Apfelpage. Und als Stimme aus den Android-Lager konnte ich noch den Smartphoneblogger gewinnen:

– Alex vom Ballungsraum

Mein Technik Highlight aus 2020 ist das Apple MacBook Air mit M1 Chip. Verhältnismäßig günstiger Einstieg und sogar sehr gute Leistungen für pro Anwendungen. Der Sprung vom alten Modell zum M1 Modell ist sehr groß. Für sehr viele Anwender ein absolutes Highlight.

Der Technik Fail des Jahres ist für mich eine Software. Das Game Cyberpunk 2077 hat einfach immer noch zu viele Fehler und bietet für NextGen Konsolen immer noch kein Update für NextGen-Grafik. Groß angepriesen, tief gefallen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

– Lukas von Apfelpage

Mein Highlight dieses Jahr war tatsächlich das Redesign in macOS Big Sur. Vor allem, weil es für mich eine Überraschung und zunächst eine riesige Enttäuschung darstellte. Ich mochte den Look wirklich nicht und musste mich über lange Wochen mit ihm anfreunden. Allerdings stellt sich bei mir jetzt schon ein komisches Gefühl ein, wenn ich zurück an meinen Catalina-Rechner gehe. Es fühlt sich an wie damals ein iOS-6-Handy, nachdem die iOS-7-Betas da waren. Für mich hat Apple den richtigen Weg eingeschlagen, wenngleich man beim UI noch an vielen Stellen nachbessern muss. Denn im Moment spürt man noch die Übermut, welche Design teilweise über die Funktionalität setzt. Und das ist toxisch.


Die Apple Watch Series 6 ist nicht wirklich ein Flop, aber neben dem iPhone 12 Pro die Enttäuschung für mich 2020. Nämlich ganz einfach aus dem Grund, weil ich mir mehr erwartet hätte. Beide Geräte und vor allem die Series 6 können keine nennenswerten Evolutionen aufweisen, die den Sprung zur nächsten Generation rechtfertigen würden. Das iPhone 12 Pro sieht zum Glück anders aus, die neue Watch dieses Jahr hätte jedoch mehr verdient. Hoffentlich kommt da 2021 mal wieder was Nettes.

– Der Smartphoneblogger

Das Jahr 2020 hat viele Technikhighlights zu Tage gefördert. Speziell die untere Mittelklasse hat einmal mehr gezeigt was in ihr steckt. Als Beispiel kann man das Poco X3 NFC heranziehen, es verfügt über viele moderne Technikelemente, wie ein 120 Hz Display und kostet dabei gerade einmal 200€. Poco ist die Angriffswaffe, wenn es darum geht gut und günstig den Markt in Bewegung zu bringen. Einmal mehr zeigt sich, dass ein Smartphone keine 1000€ kosten muss um sich im Alltag zu behauptet. Das Wort Essential drückt aus, was ein Nutzer wirklich braucht und verzichtet auf große Spielereien.

Wo Licht ist, da gibt es bekanntlich auch Schatten und so muss OnePlus sich eingestehen, dass ihr Fokus mehr auf den High-End Smartphones liegen sollte. Zwar konnte man mit dem OnePlus Nord einen Kassenschlager für 400€ anbieten, hat sich dann aber verzettelt als man das OnePlus N10G und N100 auf den Markt brachte. Beide Geräte liegen preislich nicht weit vom Nord entfernt, bieten aber unter dem Strich wesentlich weniger für das Geld. Schade, da OnePlus ein cleanes und sympathisches OS besitzt, vielleicht ist das aber auch der Grund, dass man mehr günstige Smartphones anbietet. Viele Nutzer setzen auf günstige Einstiegsphones und verpassen oft OxygenOS, welches nicht verspielt ist.

Was waren denn Eure Highlights und Flops des Jahres 2020? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare, ich bin sehr gespannt darauf.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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