Apple warnt Anleger: Erstmals Bedenken wegen Kartellrecht

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wenngleich Apple als Firma mittlerweile in anderen Sphären unterwegs ist, muss sich der iPhone-Konzern doch an einige Spielregeln halten. So muss das Unternehmen vor seiner jährlichen Hauptversammlung wie jedes andere US-Unternehmen, welches unter der Kontrolle der SEC (U.S. Securities and Exchange Commission), auch bekannt als Börsenaufsicht, ein sogenannten „Proxy Statement“ ausfüllen – und dieses ist in 2021 besonders interessant.

Findet am 23. Februar statt

Kommen wir zunächst zu den harten Fakten. Die jährliche Hauptversammlung findet am 23. Februar statt, welches zudem wegen COVID-19 rein virtuell stattfinden wird. Im 90-seitigen PDF geht Apple darauf an, welche Punkte in denn darauffolgenden 48 Tagen abgehandelt wissen will:

  1. Die Wahl der vom Vorstand nominierten Kandidaten für den Aufsichtsrat: James Bell, Tim Cook, Al Gore, Andrea Jung, Art Levinson, Monica Lozano, Ron Sugar, und Sue Wagner.
  2. Das Abnicken der Bestellung von Ernst & Young zum Wirtschaftsprüfer für das Jahr 2021.
  3. Die Abstimmungen über und die Genehmigung der Vorstandsvergütungen.
  4. Abstimmung über die Anträge von Aktionären

Soweit nichts Ungewöhnliches. Doch der Teufel steckt im Detail und hier wird es spannend, denn Apple nennt erstmals bestimmte Risikofaktoren, die von elementarem und auch öffentlichem Interesse sind.

Das Kartellrecht – erstmals als Risiko identifiziert

Das Angeben von Geschäftsrisiken, welche die Ziele des Unternehmens beeinflussen können, ist für börsennotierte Unternehmen nichts Neues – auch Apple kennt diesen Vorgang. Neu hingegen ist aber, dass man in diesem Jahr konkret das Kartellrecht zur Sprache bringen wird.

Wir erinnern uns: In den vergangenen Monaten stand Apple insbesondere wegen dem App Store und dem Umgang mit Spotify, welcher ein direkter Konkurrent für Apple Music ist, im Fadenkreuz der Öffentlichkeit. Dies ging sogar soweit, dass sich sogar der äußerst liberale US-Kongress genötigt sah, Tim Cook vorzuladen. Konkret äußert sich Apple im Proxy Statement wie folgt dazu:

Kartellrecht. Der Prüfungsausschuss und der Vorstand prüfen und diskutieren regelmäßig mit dem Management die kartellrechtlichen Risiken von Apple. Der Antitrust Compliance Officer von Apple ist für die Entwicklung, Überprüfung und Ausführung des Antitrust Compliance Programms von Apple verantwortlich und berichtet regelmäßig an den Prüfungsausschuss. Diese Berichte befassen sich unter anderem mit der Ausrichtung des Programms auf die potenziellen Kartellrisiken von Apple und mit der Effektivität des Programmdesigns bei der Aufdeckung und Verhinderung von Kartellproblemen und der Förderung der Einhaltung von Gesetzen und Apple Richtlinien.

Apple scheint sich also Sorgen zu machen, dass die kartellrechtlichen Untersuchung amerikanischer und europäischer Behörden letztendlich darauf hinauslaufen, für Apple neue rechtliche Hürden zu schaffen. Im letzte Jahr tauchte der Punkt Kartellrecht übrigens noch nicht auf.

Weitere Risiken

Daneben schlüsselt Apple noch weitere Risiken auf, die man im Auge behalten will. Dazu zählen die Steuerpraktiken insbesondere in Irland und damit der EU sowie scherende Zulieferer sowie die anhaltenden Datenlecks hinsichtlich neuer Produkte.

Speziell letztes Jahr gab es schwerwiegende Leaks zu iOS 14 sowie zu diversen Produkten wie den AirPods Max. Selbstredend hat Apple ein starkes Interesse daran, diese Lecks zukünftig so schnell wie möglich zu schließen.

Neue Rekordergebnisse erwartet

Abschließend geht man davon aus, dass man ein neues Rekordjahr hinsichtlich Umsatz und Gewinn erwarten darf. Da sliegt zum Einen am konstant hohen Umsatz mit dem Mac, wo speziell der Apple Silicon einen ordentlichen Schub bewegt haben dürfte. Doch auch das iPhone 12 und das 12 Pro Max verkaufen sich hervorragend, Apple musste zuletzt die Fertigungskapazitäten deutlich nach oben fahren.

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