X-Pay: Der x-te Versuch deutscher Banken, gegen Paypal und Co. vorzugehen

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

will man dem Jahr 2020 und Corona etwas Gutes abtrotzen, dann ist es wohl das gesamte Versagen von Politik und Wirtschaft im Bereich Digitalisierung – Psychologen nennen das wohl die Umkehr des negativen Effektes. Was sich spaßig anhört, hat aber einen ernsten Hintergrund und wurde dieses Jahr wie unter dem Brennglas sichtbar. Denn in der immer stärker digitalisierten Welt haben wir den Anschluss verloren, was Wertschöpfung angeht. Nahezu alle digitalen Services entstammen heute aus Amerika, sei es facebook, Google, Apple Pay oder eben Paypal

Paydirekt ist gescheitert

Schon seit Jahren versuchen deutsche Geldinstitute, dem Online-Bezahldienst Paypal einen Wettbewerber entgegen zu setzen doch auch die letzte Lösung Paydirekt stieß auf wenig Gegenliebe beim deutschen Verbraucher.

Deshalb entwickeln die deutschen Banken nun schon seit zwei Jahren einen Nachfolger und wollen dieses Mal wirklich die Fehler der Vergangenheit vermeiden. Der neuerliche Anlauf soll das digitale Zahlen und Geld-Versenden vereinheitlichen, die unübersichtliche Landschaft wenig populärer Insel-Lösungen wie Kwitt oder Giropay begradigen und nebenbei dafür sorgen, dass sich die deutsche Kreditwirtschaft und Tech-Riesen wie Apple und Google wieder auf Augenhöhe über die Zukunft des digitalen Zahlungsverkehrs unterhalten können.

Neues Projekt hört auf den Namen X-Pay

Wie nun eine Pressemitteilung des Bundeskartellamt verrät, soll das interne Projekt auf den Namen X-Pay (oder XPay) getauft werden und nicht gegen Kartellrecht verstoßen. Damit gibt die Bundesbehörde grünes Licht für das Gemeinschaftsprojekt von Vommerzban, Deutsche Bank, Deutscher Zentral-Genossenschaftsbank sowie den vier Bankenverbänden Bundesverband Deutscher Banken, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Deutscher Sparkassen- und Giroverband und Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands.

Somit kann nun die erste Ausbaustufe des Gemeinschaftsprojektes in Angriff genommen und im Hintergrund ein einheitliches Bezahlsystem aufgebaut werden. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der finale Name noch geändert wird. Denn unter dem Namen XPay firmiert ein Münchener Fintech, welches Kreditkarten von Mastercard anbietet,

(K)eine Insellösung mehr

Das langfristige Ziel dahinter ist recht eindeutig. Durch das Verschnelen von Paydirekt, Kwitt und sonstigen Insellösungen soll ein einheitlicher Standard geschaffen werden, bei dem es wie Apple Pay letztendlich egal ist, wo der Kunden sein Bankkonto hat.

Im Prinzip handelt es sich meiner Auffassung nach um eine digitalisierte EC-Karte, womit auch das Bezahlen im stationären Einzelhandel möglich sein soll. Dabei bleibt nur zu hoffen, dass X-Pay sich im Gegensatz zu EC-Cash auch wirklich im Ausland vernünftig nutzen lässt – doch die Erfahrung aus der Vergangenheit lässt nicht Gutes erahnen.

Denn das ist einer der absoluten Vorteile von Apple Pay, wobei das schon mit dem Einstieg der Sparkasse aufgeweicht wurde, und das schlagende Argumente: Egal wo ich bin, steht Apple Pay drauf, kann ich damit bezahlen. Es ist egal, ob mitten in New York oder in der Wüste – Apple Pay funktioniert.

Wie seht Ihr denn die Pläne rund um X-Pay? Glaubt Ihr, dass es dem deutschen Bankenwesen endlich einmal gelingt, einen Wettbewerber auf Augenhöhe aufzubauen? Oder reiht sich dieses Vorhaben in die Liste gescheiterter Projekte ein? Schreibt mir Eurer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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