MacBook Pro 13: Die ARM-Revolution ist da – mein erster Eindruck

Apple bringt erstmals seinen angekündigten Wechsel von Intels x86 auf ARM (Apple Silicon) entsprechende MacBook-Modelle auf den Markt. Damit versprechen die Kalifornier mehr Leistung und mehr Akkulaufzeit zum günstigeren Preis. Ich habe hier das MacBook Pro 13 Zoll im Einsatz gehab und verrate Euch meine ersten Eindrücke.

Die inneren Werte machen den Unterschied – Das Äußere bleibt ähnlich

Auf den ersten Blick hat sich am MacBook Pro 13 Zoll kaum was geändert. Links am Gehäuse befinden sich übliche zwei USB-C Thunderbolt 3 Ports, die jedoch mit dem neuen USB 4 Standard fungieren. Rechts hingegen sind die damaligen Ports des Intel Vorgängers entfallen.

Thunderbolt 3 Ports MacBook Pro 13 M1
Das MacBook Pro unterstützt weiterhin Thunderbolt 3. Erstmals wird sogar der neue Standard USB-4 supportet (Bild: Kevin Özgün)
MacBook Pro 13 ohne Thunderbolt Ports
Leider entschied sich Apple, die weiteren zwei Thunderbolt 3 Ports zu entfernen. Der Grund ist bis heute nicht ersichtlich. (Bild: Kevin Özgün)

Erwähnenswert ist jedoch, dass Apple hier die Anzahl der USB-C-Ports reduzierte. Statt der bisherigen vier Ports sind hier nur noch zwei Ports verbaut. Für mich persönlich war das keine dramatische Umstellung, zumal ich mir sonst auch mit Dongles weiterhelfen kann. Offen bleibt aber, warum sich Cupertino für die Wegrationalisierung entschied. Vermutlich dürfte das mit dem SoC-Design zusammenhängen. Wie dem auch sei, unter Umständen ist hier noch ein neues Arrangement hinsichtlich des Schreibtisch-Setups zu bedenken

Doch kommen wir nun zum Inneren des MacBook – Das hat es ganz schön in sich. Wer bereits ein MacBook Pro 13 Zoll besitzt, der wird gleich den Unterschied hinsichtlich der Performance merken. Ich verwende die „Standard“-Konfiguration mit acht Gigabyte RAM und einer 256 GB SSD. Hierbei fällt einem gleich auf wie schnell diverse Apps installieren oder downloaden. Mit Big Sur erhaltet ihr zusätzlich ein überarbeitetes Betriebssystem mit vielen optischen Besserungen im Vergleich zum Vorgänger.

BigSur für macOS
Bild: Kevin Özgün

Intel x86 Apps laufen ohne Sorgen

Apple verspricht den Umstieg der Apps bis in zwei Jahren vollendet zu haben, was bedeutet, dass Entwickler bis dahin Zeit bekommen um ihre Apps auf ARM anzupassen. Um die Anwender nicht vor den neuen Macs nicht durchdrehen zu lassen, wie man dies bei den Surface-Geräten(welche auch mit in einer ARM-Version vorhanden sind) erfahren musste, weil eigens entwickelte Apps nicht laufen, griff Apple auf die Emulationssoftware namens „Rosetta“ zurück, hier als „Rosetta 2“ betitelt. Dieses Programm macht im Grunde nichts anderes als den Programmcode Intel-basierter Apps auf ARM in Echtzeit umzukompilieren, damit jedes noch nicht umgestellte Programm läuft. Beim ersten Versuch eine x86 App zu installieren wurde mir direkt Rosetta 2 vorgeschlagen, dies muss man jedoch einmalig akzeptieren und dann gehts auch sofort los, ohne das man es selbst bemerkt. Wer sich in der Materie damit kaum auskennt wird hierbei rein gar nichts bemerken.

Der Akku – wie der Duracell-Hase

Apples Marketingversprechen mit 20 Stunden Akkulaufzeit ist keineswegs überheblich oder übertrieben. Ich habe bei normaler Nutzung (Bloggen, YouTube, Live-Streams, eBooks) nach erst nach gut einer Woche, bei üblicher Nutzung, den Akku erneut aufladen müssen. Bei Intel wäre das nahezu undenkbar. Auch wenn das MacBook mal nicht verwendet wurde und auf dem Tisch stand, hat er über das Wochenende rund 20% Akku verloren! Auch aufwendigere Arbeitsprozesse wie Bildbearbeitung etc. treiben den Akkuverbrauch nur unmerklich in die Höhe – da ist man von MacBook-Modellen mit Intel-Chipsätzen deutlich Schlimmeres gewöhnt. Ich möchte es mal so formulieren: Selbst ein arbeitsreiches Wochenende fernab der Zivilisation ohne Steckdose sollte ohne Probleme mit dem MacBook Pro 13″ mitsamt M1 zu schaffen sein

Akkulaufzeit Überblick
Eine Akkulaufzeit die sich wirklich sehen lassen kann. Die Benutzung war ausschließlich für Video Streaming und Bloggen. (Bild: Kevin Özgün)

Kritik gibt es an der Tastenbelegung

Seit langem handelt es sich hierbei um ein 1st-Gen-Produkt, welches ohne nennenswerte Schwächen daherkommt. Dazu trägt auf jeden fall auch das altbekannte Design bei, welches in meinen Augen ausentwickelt ist. Hier dürfte das kommende Jahr einige Neuerungen bieten, MicroLED-Displays sowie eine Vergrößerung der Displaydiagonale auf 14″ stehen im Raum. Es ist also zu begrüßen, dass Apple sich wirklic auf den Chip konzentriert hat.

Ein Manko gibt es aber dann doch und das ist die Tastenbelegung in der Reihe der Funktionstasten. Leider hat Apple die Tasten für das Launchpad, dem Aufrufen aller offenen Programmfenster sowie die Tasten zur Regelung der Displayhelligkeit unter anderem gegen eine „Do not Disturb“-Taste ausgetauscht, was ein echter Rückschritt ist. Ich zumindest kann mich damit eher weniger anfreunden, zumal die „Nicht Stören“-Funktion via iCloud mit der Einstellung auf meinem iPhone und iPad synchronisiert ist.

Mein Fazit

Steht ihr vor der Frage, ob ihr euch das neue MacBook Pro 13 Zoll mit M1 kaufen sollt oder nicht? Meine Antwort hierauf ist eindeutig ja, wenn ihr die CPU-Leistung zwingend wollt und die Akkulaufzeit benötigt. Wenn ihr allerdings unbedingt vier Thunderbolt 3 Anschlüsse wollt, dann wartet noch ein Jahr.

Sonst lohnen sich die gut 1.500€ mit 256 Gigabyte allemal. Wer also sich jetzt ein MacBook zulegen möchte, kann trotz 1st-Gen-Produkt bedenkenlos zuschlagen. Erfreulicherweisse sind die Preise trotz signifikanten Sprung in der Leistung weitestgehend stabil geblieben

Wie findet Ihr die neuen Mac-Modelle mitsamt Apple Silicon? Wer von Euch hat denn zugeschlagen? Schreibt uns Eure Eindrücke gerne in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Team appletechnikblog

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