Ein Start-Guide für deinen Beginn mit HomeKit

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

immer wieder werde ich gefragt, was ich denn so toll an Smart Home und HomeKit finde. Außerdem bekomme ich immer wieder die Frage gestellt, mit welchen Geräten man starten sollte. In diesem Leitfaden will ich dir als Q&A ein paar kurze Antworten zu den drei Hauptfragen liefern.

Was ist HomeKit und was kann es?

HomeKit ist streng genommen eine Architektur bzw. eine Infrastrukturplattform von Apple und stellt den Smart Home-Standard aus Cupertino da.

Man kann auch sagen, dass es ein Vokabular für Smart Home-Geräte verschiedenster Hersteller aus dem Bereich Consumer und Haushaltsgeräteelektrinol darstellt. Damit stellt Apple sicher, dass die Geräte verschiedenster Hersteller in einer Oberfläche und mit einer Schnittstelle laufen.

Vorteile von HomeKit

Mit dem (vereinfachten) Hintergrundwissen sind anschließend die Vorteile von HomeKit auch recht schnell erzählt. Als wichtigstes Kriterium ist hierbei der Einstieg: Jeder, der ein Mac, ein iPad oder ein iPhone mit aktuellem OS hat, kann ein HomeKit-fähiges Smart Home für sich aufsetzen. Die anderen Vorteile liste ich Dir nachfolgend auf

  • Einheitlicher Standard
  • Leichte Erkennung durch „Works with Apple HomeKit“ Logo
  • Herstellerübergreifende Produktauswahl möglich
  • Es muss lokal funktionieren, keine Cloud-Anbindung
  • Sollte der Hersteller pleite gehen, kannst Du die Hardware weiter nutzen
  • App-unabhängig, Du kannst alle HomeKit-fähigen Geräte entweder mit der Home-App oder der Eve-App usw. steuern
  • individuelle Verschlüsselung, die lokal mit der Apple ID des Benutzers verknüpft ist
  • Herstellerübergreifende Automationen sind möglich – ein Koogeek-Fensterkontakt kann ein Eve Thermostat triggern und somit steuern

Nachteile von HomeKit

Wo es Vorteile gibt, existieren natürlich auch Nachteile. Diese sind aber nicht so gravierend, der Fairness halber liste ich Dir diese trotzdem auf:

  • HomeKit ist Apple-exklusiv, lässt sich also nur mit einem Apple-Device steuern
  • Sprachsteuerung geht nur über Siri und diese ist so mittelgut was das Sprachverständnis anbelangt
  • Preis der Hardware – gilt aber nur noch bedingt
  • Auswahl der Geräte – auch dies gilt nur noch bedingt

Die Apple ID ist der Schlüssel

Apple hat dafür Sorge getragen, die Einrichtung von HomeKit so einfach wie möglich zu machen ohne dabei zulasten der Sicherheit zu gehen. Deshalb müssen lediglich zwei Bedingunen erfüllt sein: Die iCloud-Synchronisation muss eingeschaltet und die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert sein. Zu Letzterem gibt es ein ausfühliches Support-Dokument von Apple, welches ich Dir hier verlinke.

Was solltest Du für ein HomeKit-fähiges Smart Home unbedingt anschaffen?

Ein Smart Home macht insbesondere dann besonders viel Spass, wenn Du auch von außerhalb darauf zugreifen kannst. Du bist beispielsweise auf der Arbeit, musst länger bleiben und willst die Heizung etwas später hochfahren lassen.

Dafür brauchst Du einen HomeKit-Hub (Du kannst HomeKit auch mit einem iPhone aufsetzen, dies funktioniert aber nur lokal, wenn Du Zuhause bist) und hast drei Möglichkeiten dazu:

Damit kannst Du dein Zuhause auch von außerhalb steuern. Du musst diese Dinge nicht extra konfigurieren sondern lediglich den normalen Einrichtungsprozess des jeweiligen Gerätes durchlaufen und deine Apple ID hinterlegen – das war alles.

Welche Geräte kann ich Dir empfehlen?

Vorab zunächst Folgendes: Meine Empfehlungen basieren auf meinen persönlichen Erfahrungswerten und bei manchen Produktkategorien musste ich mich schlichtweg zwischen mehreren Anbieter entscheiden.

In meinen Augen gibt es drei zentrale Anwendungsbereiche mit denen man starten sollte: Licht, Heizung und Strom. Hierbei werden die Ergebnisse am schnellsten sichtbar, man hat Spass und man kann mittelfristig seine Energiekosten senken und somit die getätigten Investionen wieder hereinholen:

Leuchtmittel

Bei Leuchtmitteln ist es tatsächlich so, dass es wohl auf eine zusätzliche Bridge hinauslaufen wird. Der Grund dafür ist recht simpel, Philips Hue bietet schlicht das größte Sortiment an vielfältigsten Leuchtmitteln an und hier wird eine Bridge vorausgesetzt.

Philips Hue

Die umfassendste Lichtsteuerung hinsichtlich der Auwahl an Leuchtmitteln bietet nach wie vor Philips Hue an. Es gibt Leuchtmittel in den verschiedensten Formen mit allen gängigen Fassung und für die verschiedensten EInsatzzwecke. Hier solltest Du entsprechend der vorhandenen Lampenfassung schlicht mit einem Starter-Kit loslegen.

Außerdem kannst Du mit Philips Hue und der separat erhältlichen Hue Sync-Box Dir für den Fernseher einen Entertainment-Bereich einrichten und das Licht passend zum TV-Bild steuern

Leider musst Du für Philips Hue eine Bridge installieren, dafür kannst Du das System aber zusätzlich in nahezu alle anderen Plattformen bei Bedarf einbinden. Wenn Du reine HomeKit-fähige Leuchtmittel nutzen willst, kann ich Dir folgende Produkte empfehlen:

Allen Leuchtmittel ist gemein, dass sie keinerlei zusätzlichen Hub vom Hersteller benötigen und sich in allen HomeKit-fäigen Apps schalten, gruppieren und zu Automatioenn hinzufügen lassen

Energie/ Strom

Für Strom gibt es zwei Wege. Man kann entweder direkt in den Stromkreislauf eingreifen und Schalter, Unterputzaktoren usw. installieren oder eben auf Steckdosen setzen um das Ganze extern zu lösen. Speziell für Mietwohnung empfehle ich hier ganz klar Letzteres:

  • Eve Energy – diese nutzt zwar nur Bluetooth sind aber unglaublich kompakt. Reichweite kann hier ignoriert werden, da mittels Softwareupdate der neue Mesh-Standard Thread unterstützt wird. Dazu braucht man dann lediglich noch einen HomePod Mini
  • Meross Smart Plug f. knapp 14,00€ pro Stück (im Angebotspreis als Mehrfach-Set) – günstig, ausreichend gut verarbeitet, leider etwas groß
  • Koogeek Steckdosenleiste mit USB-Steckplätzen – eignet sich super für den Schreibtisch usw.

Heizen

Gerade in dieser Jahreszeit ist das Thema Heizen der beste Einstieg in den Bereich Smart Home. Es dauert etwas, bis sich die Anschaffungskosten wirklich amotisiert haben allerdings bietet das einen direkten Impact für die laufenden Energiekosten, gleichzeitig kann man den Komfort maximal steigern und zudem in Kombination mit Fenstersensoren seine erste Automationen anlegen.

  • Eve Thermostat III – kompaktes Thermostat mit Display und Touchbedienfeld um die Temperatur fernab von iPhone und Co einzustellen
  • Eve Door & Window – kompakter Fenstersensor der innerhalb der Eve-App die passende Automation mit dem Eve Thermo III automatisch erstellt. So kann die Fenstererkennung beim Öffnen des Fensters das Thermostat automatisch herunterfahren lassen – wenn das Fenster wieder geschlossen wird, dreht die Heizung automatisch wieder hoch.

Wer ein genaueres Heizen will, kann mit Temperatursensoren arbeiten. Meistens werden die in der Raummitte aufgestellt und bieten präzisere Messergebnisse an. Manche von denen können Zusätzlich noch Kohlenmonoxid oder den Lärm messen.

  • ZEYUE Bluetooth Thermo-Hygrometer in der H-Version – kleines und kompaktes Raumthermostat, welches sich dank dem E-Ink-Display auch in den hellsten Räumen problemlos ablesen lässt. Dank dem Preis von knapp 25€ lassen sich so auch bequem mehrere Räume ausstatten
  • Eve Room – ebenfalls sehr kompakt und arbeitet zudem auch mit den anderen Eve Produkten zusammen bzw. kann auf automatisch erzeugte Szenen und Automationen zugreifen
  • Netatmo Healthy Home Coach – ebenfalls schlanker Raumsensor, der neben der Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch Kohlenmonoxid und Lärm messen kann.

Warum fehlen tado, Bosch und Co?

Immer wieder wird mir vorgeworfen, ich würde mich ausschließlich auf Eve und Konsorten konzentrieren und hätte prinzipiell etwas gegen Bosch, tado oder auch Aquara. Das ist absoluter Blödsinn, um das hier einmal festzuhalten. Sie bekommen trotzdem keine Empfehlung, da alle genannten Hersteller eine Bridge benötigen und diese das prinzip von HomeKit, keine Extrabridge zu benötigen, etwas ad absurdum führen. Einzige Aussnahme ist hier tatsächlich Philips Hue, die haben aber das mit Abstand größte Sortiment an Leuchtmitteln. Für alle anderen gibt es genügend gleichwertige ALternativen, die rein HomeKit-fähig sind.

Außerdem bietet beispielsweise tado einen Groß der Funktionen nur mit einem Abo an. Das bedeutet, Ihr seit dem Hersteller auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und ist ähnlich wie bei Produkten mit einer eigenen Cloud: Solange alles funktioniert und der Hersteller ein Interesse an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung hat, passt alles. Ist das jedoch nicht der Fall, kann die ganze (teure) Hardware schnell zum technisch funktionierenden aber funktionslosen Elektronikschrott werden – unabhängig davon, was mit den gesammelten Kundendaten passiert

Nur Produkte mit HomeKit-Zertifzierung kaufen

Ferner solltet Ihr nur Produkte kaufen, die direkt zum Marktstart eine entsprechende HomeKit-Zertifizierung besitzen. Gerade die jüngste Vergangenheitheit zeigte, dass die nachträgliche Implementierung von HomeKit seltenst zu 100% reibungslos verlief. Solltet Ihr Interesse an einem Produkt haben. wo der Hersteller im Nachhinein ein Update mitsamt HomeKit-Support angegündigt habt, wartet solange bis das Update auch tatsächlich verfügbar ist. Bei Bosch Smart Home verging mehr als ein Jahr zwischen Ankündigung und tatsächlichem Rollout, der zudem in Wellen vonstatten ging.

Abschließende Worte

Wie bereits eingangs erwähnt, soll dieser Start Guide lediglich als erste Orientierung, als Anhaltspunkt dienen. Dafür habe ich auf meine persönlichen Erfahrungen zurückgegriffen, denn alle erwähnten Devices habe ich selbst persönlich im Einsatz oder bei Kunden im Auftrag bei ihnen Zuhause installiert.

Dabei möchte ich betonen, dass dieser Start Guide dabei gar keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben will, bei manchen Produkten musste ich mich schlicht zwischen zwei Herstellern entscheiden. Viele von Euch werden sich auch nach anderen Produkten umschauen und das ist auch gut so. Die Idee dafür stammt allerdings von Euch, denn auf meinen sozialen Feeds wurde ich immer wieder nach Empfehlungen für den Start mit HomeKit gefragt.

Last but not least habe ich mich explizit dagegen entschieden, hier Indoor-Cameras und Outdoor-Kameras mit aufzulisten. Der Grund liegt darin begründet, dass man hierfür noch zusätzliche Hürden im Bezug auf seinen iCloud-Speicher überwinden muss.

Ich hoffe sehr, Euch hiermit eine kleine Hilfestellung geben zu können. Wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, schreibt es mir in die nachfolgenden Kommentare als Feedback. Außerdem wird die Liste von Zeit zu Zeit ergänzt werden

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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