Materialkosten des iPhone 12 und Co: Hoch wie der Gewinn

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Seit Jahren ist die Kalkulation des iPhone ein gut gehütetes Geheimnis und Apple selbst lässt sich nur ungern in die Karten schauen. Das geht sogar soweit, dass die Lieferanten hinsichtlich der Preise für die gefertigten Komponenten eine Schweigeklausel unterschreiben müssen. Deshalb lassen sich diese auch nur grob schätzen, liefern aber trotzdem gute Anhaltspunkte zur Marge des iPhone-Konzern.

Die Materialkosten – steigen seit Jahren

Die heutigen iPhone-Modelle sind wahre Wunderwerke der Ingenieurskunst. Das iPhone ist heute nicht nur leistungsfähiger denn je, die Komponenten müssen auch mit immer weniger Platz auskommen.

Dementsprechend verwundert es nicht, das die Materialkosten seit 2017 und dem iPhone X in ungeahnte Höhen steigen.

Das Jubiläums-iPhone veranschlagte knapp 350 US-DOLLAR, während das iPhone 8 aus dem gleichen Jahr auf 250$ geschätzt würde.

Die Bauteile des aktuellen iPhone 12 kommen laut GizChina auf knapp 337 US-Dollar, das iPhone 12 Pro soll sogar Materialkosten in Höhe von 406$ aufweisen.

Display das teuerste Bauteil

Wenig überraschend ist das Bauteil laut Branchenkennern das teuerste Bauteil. Im günstigeren iPhone 12 verschlingt es knapp 70$, die Bildschirme des 12 Pro und des 12 Pro Max dürften noch etwas teurer sein.

Etwas mehr als die Hälfte muss Cupertino für den A14 Bionic hinlegen, dieser wird mit 40$ veranschlagt was wohl der Eigenentwicklung geschuldet ist. Nur zum Vergleich: Für aktuellen Snapdragon 865+ soll Samsung im Galaxy S20 knapp 81$ zahlen.

Weitere 8$ werden für die Sensoren der Kamera fällig, insgesamt 32$ kommen für den RAM und den Flashspeicher von Hynix und Samsung oben drauf.

Besonders der Flashspeicher ist interessant, da der Konzern knapp 100$ Aufpreis verlangt dieser jedoch nur um wenige Dollar in der Anschaffung, wenn überhaupt, ansteigt

Research & Development nicht mit inbegriffen

An dieser Stelle muss aber erwähnt werden, das die reinen Materialkosten nur ein Bruchteil des Verkaufspreises ausmachen. Hinzu kommen noch Forschung und Entwicklung sowie die Kosten für das Marketing

Steve Jobs predigte seinerzeit zwar immer, das Marketingkosten gleich in die Herstellungskalkulation einzupflegen sind doch die Zeiten haben sich etwas geändert.

Fest steht aber, dass neue Technologien die Forschungskosten stark in die Höhe treiben, für 2019 wies Apple knapp 19 Mrd. US-Dollar für Research & Development aus.

Dabei sind es nicht nur die einzelnen Komponenten, auch die Tests werden immer aufwendiger um die hochkomplexen Systeme zu einer funktionierenden Gesamtheit reifen zu lassen.

Die Margen sind trotzdem herausragend

Zusammenfassend lässt sich aber festhalten, das die Gewinnspanne für Apple mit dem iPhone 12 im Vergleich zu den direkten Wettbewerbern herausragend hoch ist. Andererseits bleibt es abzuwarten, ob und welche Komponenten Cupertino in Zukunft zusätzlich selbst entwickeln will.

Was ist Eure Meinung dazu? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht’s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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