Interessante Erkenntnisse: Teardown für das iPhone 12 von iDoc

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

nach dem ersten, kuzen Teardown von iFixit haben nun die Berliner Spezialisten von iDoc das iPhone 12 in einem deutlich intensiverem Teardown unter die Lupe genommen – und teils interessante Details zutage gefördert.

Das iPhone 12 – bleibt eher schlecht reparierbar

Das Berliner Unternehmen hat für Smartphones und Tablets einen sogenannten Reparierbarkeitsindex entwickelt. Anhand einer Dokumentation, gestützt durch ein entsprechendes Video ist es das Ziel des Unternehmens, anhand von objektiven Bewertungskriterien Hobbybastlern und iPhone-Usern mit kleinerem Geldbeuteln zu vermitteln, wie schwer eine Reparatur letztendlich ist.

Das iPhone 12 erreicht hierbei leider nur einen Wert von 42 von maximal 100 möglichen Punkten. Das liegt unter anderem daran, dass bei Apple nach wie vor für eine Reparatur das eingeklebte Display öffnen muss. Das ist insbesondere beim aktuellen Modell kniffliger denn je, das Flexband-Kabel, welches das Display mit dem Logic Board verbindet, ist deutlich kürzer als noch beim Vorgänger.

Somit ist der Spielraum für mögliche Fehler nun deutlich geringer und kann ernsthafte Probleme erzeugen: Beschädigt man hierbei das Flexband-Kabel, funktioniert Face ID nicht mehr und sämtliche Sicherheitsmechanismen für Logins und Co dürften außer Kraft gesetzt werden – so die Einschätzung von iDoc.

Innereien ansonsten nahezu identisch

Darüber hinaus unterscheidet sich das iPhone 12 nur unwesentlich vom Vorgänger. Taptic Engine, das Logic Board, Abdeckbleche sind weitestgehend gleich geblieben lediglich die Anordnung mit dem Akku hat sich gewandelt.

Ärgerlich ist dabei nur, dass der iPhone-Konzern weiterhin auf vier Sorten von Schrauben setzt, was die Kosten der Arbeitsmaterialien in die Höhe treibt: Das Gehäuse wird weiterhin von Pentalope-Schrauben zusammengehalten, im Inneren kommen neben den weit verbreiteten Philips-Schrauben noch Apple-eigene Y-Schrauben sowie Standoff-Schrauben zum Einsatz. Hinzu kommen noch Hebel- und Öffnungswerkzeuge sowie ein Fön benötigt.

Die Vielzahl an verschiedenen Schrauben erschwert die Reparatur zusätzlich, wenn man keine magnetische Matte zur Hand hat. Eine einmal falsch angesetzte Schraube kann das Gewinde schnell beschädigen und das iPhone zu einem Totalschaden machen.

Positiv: Akku lässt sich etwas einfacher tauschen

Eine erfreuliche Nachricht gibt es aber dennoch. Apple erleichtert den Akkutausch etwas. Dieser wird zwar immer mittels Klebestreifen im Gehäuse befestigt, diese lassen sich aber jetzt von oben erreichen. Damit lässt sie sich einfach aus dem Gehäuse ziehen und miss nicht mehr, wie beim Vorgänger, aus dem Gehäuse gehebelt werden.

Die Kamera

Überraschend einfach ist hingegen der Aufbau der Dual-Kamera. Die beiden Konnektoren liegen zwar unter einem Abdeckblech, können aber einfach gelöst werden. Anschließend lässt sich das Bauteil sogar einfach mit den Fingern herausnehmen, eine Feinmechaniker-Pinzette ist nicht mehr notwendig.

Fazit

Im Prinzip gilt für das iPhone das Gleiche, wie für deren Vorgänger. Die wichtigsten Bauteile, bestehend aus Display und Akku, die zuerst beschädigt werden können, lassen sich vergleichsweise einfach tauschen wenngleich Apple den Spielraum für Fehler weiter einschränkt.

Ärgerlicher ist da aus Nutzersicht, allerdings sollten iPhone-Käufer solvent genug für eine Reparatur im Apple Store sein, nur die Ersatzteilversorgung. iDoc geht davon aus, dass es zeitnahe eine Versorgung mit Displays, Taptic Engine und Akkus geben wird, dies sind aber wie üblich keine originalen Ersatzteile.

Die hält der iPhone-Konzern trotz Ausweitung der zertifzierten reparaturen weiterhin fest unter Verschluss. Dies ist insbesondere bei der Frontkamera oder dem Logic Board kritisch, da sicherheitsrelevante Funktionen im Anschluss nicht mehr funktionieren dürften. Dies erklärt dann auch die vergleichsweise niedrige Bewertung im Reparierbarkeitsindex.

Zumal sich derzeit die Berichte häufen wonach ausgetauschte Teile teiuls unerklärliche Fehlermeldungen produzieren, was sogar für originale Bauteile direkt von Apple gilt. Hierzu merken die Kollegen von iFixit an, dass sich ein getauschtes Kameramodul zwischen zwei iPhones nicht mehr ordnungsgemäß benutzen lässt. Die Applikation startet zwar, ist teils jedoch massiv gestört und lässt die App sogar abstürzen.

Dahinter steckt wohl System denn Zufall, zumindest lassen das interne Service-Dokumente vermuten. Laut denen ist selbst hierfür eine sogenannte „System Configuration“ – eine zusätzliche Software-Kalibrierung – notwendig, um die korrekte Funktionalität wiederherzustellen.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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Alle Angaben sowie Bildquellen wurden mir von iDoc zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür

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