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Der Mac funkt S.O.S.


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Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

wer kennt den Ausspruch „Windows ist wie ein U-Boot – kaum ist ein Fenster offen, beginnen die Probleme“. Zugegeben, der ist wirklich gemein und Microsoft hat in der jüngsten Vergangenheit Einiges dagegen getan. Trotzdem kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Mac mit macOS einfach stabiler und zuverlässiger performt.

 

Doch auch am Mac kann es manchmal klemmen

Auch wenn macOS durch seinen Unterbau durch UNIX, dem Sandboxing-System und diversen anderen Kniffen weitestgehend stabil und rund läuft, kann es trotzdem manchmal zu Einschränkungen kommen – diese drücken sich dann oftmals durch den lästigen rotierenden Beachball aus. Nachfolgend erkläre ich Dir ein paar Kniffe, mit denen Du dem Problem den Kampf ansagen kannst:

 

Reduzierung auf das Wesentliche

Mit dem Mac App Store ist es so einfach wie noch nie, Software mit wenigen Klicks auf dem Mac zu installieren und die Verlockungen lauern überall. Regelmäßig gibt es vergünstigte oder kostenfreie Angebote. Doch Du solltest stark bleiben: Installiere nur die Software, die Du wirklich brauchst.

Nicht genutzte Software auf dem Mac kann sich zu einer wahren Bremse entwickeln. Auch wenn sie nicht aktiv genutzt wird, kann sie im Hintergrund laufen und Ressourcen verbrauchen. Also nicht genutzte Software vollständig deinstallieren – dazu eignet sich AppCleaner hervorragend. Hier werden auch alle Programmverzeichnisse gelöscht.

 

macOS schneller machen: Autostart ausmisten

Nun solltest Du noch einmal den Autostart deines Mac kontrollieren; nicht das da noch Softwareleichen vergraben liegen. Hier sind es vor allem Autostart-Objekte und andere alte Software, die das System unnötig ausbremsen. Von daher ist es sinnvoll, zuerst einmal alle Standard-Ordner für solche Autostart-Objektive durchzusehen. Der erste Blick sollte in die Systemeinstellungen führen:

  • Klicke auf „Benutzer & Gruppen“.
  • Wähle deinen „Benutzer“
  • Klicke auf das Tab „Anmeldeobjekte“.
  • Hier sollte nur auftauchen, was Du wirklich benötigst. Hier finden sich auf alten Macs oft zahllose alte Einträge. Ganz schlimm: Solche mit einem kleinen gelben Dreieck dahinter.
  • Markiere nicht mehr benötigte Autostart-Objekte und drücke auf das Minus-Zeichen.

Alleine das sollte deinen Mac vor allem schon beim Start einen ordentlichen Geschwindigkeitsboost geben.

 

Aktualität ist Trumpf

Dazu solltest Du deine genutzte Software sowie dein Betriebssystem immer auf einem aktuellen Stand halten. Überprüfe also regelmäßig, ob für deine Software Updates angeboten werden. Wenn Du diese über den mac App Store bezogen hast, reicht es aus, den Reiter „Update“ anzuklicken. Selbstständig installierte Software muss dazu einmal gestartet werden um ein Update zu suchen. Bei Erstinstallation kann man allerdings einstellen, dass die Software selbstständig nach Aktualisierungen sucht.

 

NVRAM (PRAM)-Reset und SMC zurücksetzen

Du hast die ersten beiden Tipps berücksichtigt aber dein Mac macht trotzdem noch Zicken? Dann ist eventuell etwas im flüchtigen Speicher deines Mac durcheinander gekommen. Hier speichert macOS bestimmte Informationen wie die Displayhelligkeit, die Lautstärke oder die Displayauflösung. Diese werden wie die Startvolumen-Auswahl oder Informationen zu Kernel-Fehlern bei jedem herunterfahren des Mac gespeichert und beim nächsten Neustart wieder abgerufen.

Hierbei kann es manchmal vorkommen, dass sich dein mac verschluckt und deshalb etwas träge reagiert. Gott sei Dank lässt sich das aber mit wenigen Handgriffen lösen:

NVRAM zurücksetzen

WahltasteplusBefehlstasteplusP-TasteplusR-Taste

Schalte den Mac aus. Starte ihn anschließend erneut, und halte sofort die folgenden vier Tasten gedrückt: Wahltaste, Befehlstaste, P und R. Du kannst die Tasten nach ungefähr 20 Sekunden loslassen. Währenddessen wird der Mac unter Umständen neu gestartet.

  • Auf Mac-Computern, die einen Startton abspielen, kannst du die Tasten nach dem zweiten Startton loslassen.
  • Auf Mac-Computern mit Apple T2 Security Chip kannst du die Tasten loslassen, nachdem das Apple-Logo zum zweiten Mal angezeigt und wieder ausgeblendet wurde.

SMC  auf einem Mac mit einem T2-Chip zurücksetzen

Wenn der der vorherige Schritt noch keinen gewünschten Erfolg brachte, musst Du unter Umständen den System Management Controller zurücksetzen. Wie das geht erfährst Du hier; wobei sich die Vorgehensweise mit und ohne T2-Chip unterscheidet:

MacBook Air 2018 oder neuer, MacBook pro 2018 oder neuer

  1. Schalte deinen Mac aus.
  2. Halte auf der integrierten Tastatur alle folgenden Tasten gedrückt. Dein Mac schaltet sich eventuell ein.
  3. Ctrl-Taste  auf der linken Seite der Tastatur
  4. Wahltaste (Alt)  auf der linken Seite der Tastatur
  5. Umschalttaste  auf der rechten Seite der Tastatur
  6. Halte alle drei Tasten 7 Sekunden lang gedrückt, und halte anschließend zusätzlich den Ein-/Ausschalter gedrückt. Wenn der Mac eingeschaltet ist, schaltet er sich ab, wenn du die Tasten gedrückt hältst.
    Notebook-Tastatur, auf der alle vier Tasten gedrückt gehalten werden
  7. Halte alle vier Tasten weitere 7 Sekunden lang gedrückt, und lasse sie dann los.
  8. Warte einige Sekunden, und drücke dann den Ein-/Ausschalter, um den Mac wieder einzuschalten.

iMac Pro, Mac Pro 2019, Mac Mini 2018 oder höher

  1. Schalte deinen Mac aus, und trenne das Netzkabel von der Stromversorgung.
  2. Warte 15 Sekunden, und schließe das Netzkabel wieder an.
  3. Warte 5 Sekunden, und drücke dann den Ein-/Ausschalter, um den Mac wieder einzuschalten.

SMC auf anderen Computern zurücksetzen

Hat dein Mac kein T2-Security-Chip dann gehst Du bitte wie folgt vor:

Notebooks mit nicht herausnehmbarer Batterie

Dies gilt für alle MacBook Air-Modelle sowie MacBook– und MacBook Pro-Modelle von Mitte 2009 oder neuer mit Ausnahme des MacBook (13″, Mitte 2009).

  1. Schalte deinen Mac aus.
  2. Halte auf der integrierten Tastatur alle folgenden Tasten gedrückt:
    1. Umschalttaste  auf der linken Seite der Tastatur
    2. Ctrl-Taste  auf der linken Seite der Tastatur
    3. Wahltaste (Alt)  auf der linken Seite der Tastatur
  3. Halte alle drei Tasten gedrückt, und halte zusätzlich den Ein-/Ausschaltergedrückt.
    Notebook-Tastatur, auf der alle vier Tasten gedrückt gehalten werden
  4. Halte alle vier Tasten 10 Sekunden lang gedrückt.
  5. Lasse alle Tasten los, und drücke dann den Ein-/Ausschalter, um den Mac einzuschalten.

Notebooks mit herausnehmbarer Batterie

Dies gilt für alle MacBook– und MacBook Pro-Modelle von Anfang 2009 oder älter sowie das MacBook (13″, Mitte 2009).

  1. Schalte deinen Mac aus.
  2. Nimm die Batterie heraus. (Wenn du Hilfe beim Herausnehmen benötigst, wende dich an einen Apple Store oder einen autorisierten Apple Service Provider.)
  3. Halte den Ein-/Ausschalter 5 Sekunden lang gedrückt.
  4. Setze die Batterie wieder ein.
  5. Drücke den Ein-/Ausschalter, um den Mac einzuschalten.

Desktop-Computer

  1. Schalte deinen Mac aus, und trenne das Netzkabel von der Stromversorgung.
  2. Warte 15 Sekunden, und schließe das Netzkabel wieder an.
  3. Warte 5 Sekunden, und drücke dann den Ein-/Ausschalter, um den Mac wieder einzuschalten.

 

Unnötigen Firlefanz ausschalten

 

Mit dem grafischen Unterbau durch Aqua und Cocoa hat Apple Maßstäbe in Sachen User Interface und der Optik geschaffen und diese im Laufe der Jahre mit allerlei Spielereien ausgestattet. Doch gerade bei den Mac-Modellen mit einer OnBoard-Grafikkarte können sich diese als unerwartete Bremse erweisen. Ein Ausschalten der Effekte und eine Reduzierung der Transparenz wirken hier oftmals wahre Wunder.
Dazu öffnet Ihr einfach die „Systemeinstellungen“, navigiert zu den „Bedienungshilfen“ und wählt dort den Reiter „Anzeige“ aus. Hier wählt Ihr die Option „Transparenz reduzieren“ aus und könnt damit die Grafikkarte etwas entlasten.
Bildschirmfoto 238
Außerdem wirkt diese Einstellungen auch eventuellen Mikrorucklern des Betriebssystem entgegen – das nimmt man gerne mit. Wenn Ihr schon dabei seit, setzt bitte noch den Harken bei „Bewegung reduzieren“, analog zu iOS braucht man diese ganzen Effektspielereien nicht wirklich.
Widgets reduzieren
Genau wie unter iOS/iPadOS sind die Widgets zwar unglaublich komfortabel, fressen jedoch Einiges an Ressourcen. Denn technisch gesehen sind das nichts Anderes als Hintergrundprozesse die ständig im Hintergrund laufen – und somit Last von CPU & RAM ziehen. Außerdem belasten sie bei einem mobilen Mac natürlich auch noch den Akku. Hier solltest Du also genau prüfen, welche Widgets Du wirklich brauchst und welche Du abschalten kannst.
Natürlich gibt es noch eine Menge anderer Tricks die man anwenden kann, genauso wie das System komplett platt zu machen und sauber neu aufzusetzen. Ich wollte mich hier aber auf Lösungen konzentrieren, die man schnell durchführen kann und trotzdem effektiv sind.
Welche Tricks kennt Ihr denn noch? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.
Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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