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Review zum Eve Thermo 3. Gen – smartes Heizen via Apple HomeKit


Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

aufmerksamen Lesern dürfte es nicht entgangen sein, dass ich ein großer Fan von Smart Home geworden bin und in den letzten zwei Jahren deshalb auch einiges an Smart Home Produkten in unserer Wohnung verbaut habe – zum Leidwesen meiner Frau.

Erweitert wurde das ganze Setup dann vor allem mit Philips Hue und diversen Fenstersensoren. Letztere waren ein Vorgriff für smarte Heizungsthermostate, welche ich mich aufgrund der zentralen Steuereinheit von Vaillant lange nicht getraut habe zu kaufen. Doch die dortigen Steuerungsmöglichkeiten sind nicht wirklich benutzerfreundlich und ich kann es nicht in der Home-App steuern. Also habe ich mir im letzten Black Friday zwei Thermostate von Eve in der dritten Generation gekauft. Diese sind seitdem bei mir im Einsatz und ich konnte mir einen guten Überblick darüber verschaffen und will diesen mit Euch teilen.

 

Warum Eve Thermostate?

Bevor wir detailliert ins Review einsteigen will ich zunächst noch einmal Stellung beziehen, warum ich mich für Thermostate von Eve und nicht beispielsweise für die Produkte von tado entschieden habe.

Ich wollte auf jeden Fall Thermostate ohne eine zusätzliche Bride, da ich mittlerweile schon drei (Philips Hue, IKEA Trådfri und Magenta SmartHome) davon im Einsatz habe und die Steckdosen dafür im Flur begrenzt sind. Dazu sollten die Thermostate schlicht, unauffällig und möglichst kompakt sein.

Diese Bedingungen erfüllen die Thermostate von Eve. Viel wichtiger ist hier aber der Aspekt der Privatsphäre. Eve hat sich bewusst gegen eine Bridge und somit auch gegen eine Cloudanbindung entschlossen.

Ich muss keinen Benutzeraccount bei Eve anlegen womit Eve keine personenbezogenen Daten über mich bezüglich zur Auswertung meines Heizverhaltens sammeln kann. In Zeiten immer weiter steigender Energiepreise ein nicht zu verachtender Vorteil; zumal der direkte Wettbewerber tado nicht nur Daten sammelt sondern diese auch zur Unternehmensevaluierung nutzt.

Durch die strikte und einzige Anbindung an HomeKit und den damit verbundenen Anforderungen hinsichtlich der verschlüsselung (ein Hardware-Chip ist dazu notwendig) werden alle Daten direkt auf dem Eve Thermostat verschlüsselt und erst dann zu meiner Apple TV 4k übertragen. Durch die Verschlüsselung können meine erzeugten Daten auch nicht füe Werbezwecke genutzt werden; weder von Eve noch von Apple.

 

Verpackung, Inhalt und Design

Nachdem ich nun meine Kriterien für die Thermostate von Eve noch einmal dargelegt habe, schauen wir uns die Thermostate nun etwas genauer an. Die Verpackung ist in einem schlichten Weiß gehalten. Auf der Vorderseite ist eine Abbildung des Produkte szu sehen, die Auszeichnung als reddot Design Award Gewinner sowie das extrem wichtige HomeKit-Logo.

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Wer auf HomeKit setzt muss sich um eventeulle Kompatibilitäten keine Gedanken machen sondern nur auf das HomeKit-Logo achten – auch wenn er verschiedene  Hersteller einsetzt.

Auf der Rückseite finden sich zwei weitere Abbildungen, die das Produkt im Nutzungsalltag zeigen sowie eine kurze Auflistung der Vorteile und Voraussetzungen für den Einsatz des Eve Thermo. Außerdem gibt es auf der Rückseite die so wichtige „Made in Germany“-Zertifizierung.

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Nach dem Auspacken finden wir noch einmal ein Inlay vor unter dem das eigentliche Thermostat liegt. Darunter befindet sich das eigentliche Thermostat, zwei AA-Batterien sowie insgesamt drei zusätzliche Adapter um das Thermostat an verschiedenen Heizungsgewinden wie Danfoss RA, RAVL und RAV anschrauben zu können.

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Eve hat sich hier sowohl bei der Verpackung als auch bei der Gestaltung, wie die Produkte in der Verpackung angeordnet sind, eindeutig bei Apple orientiert wa sich persönlich gelungen finde.

Das Design der Thermostate ist in einem schlichten, leicht matten Weiß gehalten. Auf der Oberseite findet sich zwei stilisierte Pfeiltasten zum Rauf- und Runterschalten der Temperatur sowie ein fast unsichtbares LED-Display wo nach der Berührung der Pfeiltasten die eingestellte Temperatur abgelesen werden kann.

 

 

Installation & Inbetriebnahme des Eve Thermostat 3. Gen

Das Anschrauben der Thermostate ist denkbar simpel. Einfach die alten Thermostate abschrauben und das neue Thermostat von Eve anschrauben. Bei mir hat das Standardgewinde gepasst; der Hersteller legt aber für die gängigen anderen Gewinde ja noch die passenden Adapter dazu.

 

Ganz wichtig ist aber zu beachten, dass das Gewinde nur handfest angezogen werden sollte. Nach ganz fest kommt nämlich ganz ab. Wem das handfest zu locker ist, kann gerne noch etwas mit der Zange nachziehen, sollte hier aber nur maximal eine Viertel Umdrehung hinzugeben.

Anschließend wird die Abdeckung auf der Stirnseite abgenommen damit die Batterien für den Motor eingesetzt werden können die übrigens für die Dauer von einem knappen Jahr ausreichen sollten.

 

Persönlich empfehle ich aber ganz klar den Wechsel auf Akkus. Diese sind umwetlfreundlicher (da sie aufgeladen werden können) und man kann das Thermostat auch an einem Sonntag wieder funktionstüchtig bekommen. Hierbei sollte man allerdings auf NiZn-Akkus setzen da diese, wie Batterien, über eine höhere Spannung (1,6V) verfügen und diese auch über einen längeren Zeitraum halten können.

 

Im Anschluss an das Einlegen der Batterie führt das Thermostat eine sogenannte Kalibrierungsfahrt durch indem das Ventil einmal vollständig auf- und wieder zugedreht wird. Das ist wichtig, damit das Eve Thermostat weiß, wo sich die beiden Endpunkte befinden bzw. was voll auf- und zugedreht bedeutet. Nun kann die Abdeckung der Stirnseite wieder aufgesteckt und zur Home-App zur Home-App gegriffen werden.

Eingebunden werden kann das Thermostat sowohl über die Eve-App des Herstellers (meiner Meinung nach die schönste und übersichtlichste Drittanbieter-App für HomeKit) oder über die Home-App von Apple. Über letztere Option bleibt der Prozess gewohnt einfach.

Das Plus-Icon in der oberen rechten Ecke nach der Auswahl des Raumes drücken und im erscheinenen Dropdown-Menü „Gerät hinzufügen“ auswählen. Anschließend den HomeKit-Code auf der Unterseite des Eve Thermostat einscannen und kurz warten.

Das Gerät wird hinzugefügt und kann im Nachgang entsprechend konfiguriert werden. Sehr angenehm war es, dass der zuvor installierte Fensterkontakt von Eve automatisch erkannt und die Automation bezüglich Fenster auf und Fenster zu automatisch konfiguriert wurde. Was das im Detail bedeutet erkläre ich später.

Nach der Installation erscheint noch ein Warnhinweis hinsichtlich der angezeigten und der gemessenen Temperatur des Thermostat. Das liegt daran, dass das Thermostat in der Regel direkt neben dem Heizkörper installiert wird. Deshalb misst der integrierte Temperaturfühler eine höhere Temperatur als tatsächlich im Raum. Diesen Unterschied, auch Temperaturabweichung genannt, sollte man in der Eve App auf jeden Fall einstellen, damit im Nachgang alle Automationen enstprechend korrekt funktionieren.

Um später auch via Siri das Thermostat korrekt ansteuern zu können, sollte das Thermostat als Thermostat eingestellt und entsprechend eindeutig benannt werden. In meinem Fall heißen die Thermostate Wohnzimmerthermostat für das Wohnzimmer und Schlafzimmerthermostat für das Schlafzimmer

 

Nutzung im Alltag – Erst durch Automationen macht es Spass

Nach der wirklich simplen Installation kann man das Thermostat über vier Wege gesteuert werden. Der einfachste Weg ist natürlich über das Bedienfeld auf dem Thermostat selber. Durch Antippen der Pfeiltasten kann ich die Temperatur in 0,5°C-Schritten raus oder runter regeln wobei die Range von 10°C bis 30°C reicht.

Als zweite Option kann ich die Steuerung über die Home-App vornehmen indem ich einfach auf die Kachel tippe. Über einen „kreisrunden“ Schieberegler kann ich die Temperatur einstellen wobei hier seit iOS 13.2 nur noch 1°-Schritte möglich sind.

 

Warum Apple hier die 0,5°-Schritte gestrichen hat, bleibt ein exklusives Geheimnis von Cupertino. Gelungen hingegen ist die farbliche Gestaltung des Schieberegler, angepasst an die Temperatur. Je nach Temperatur verändert sich die Farbe von blau (niedrigste Temperatur) zu gelb hinsichtlich zu einem kräftigen Orange (maximale Temperatur). Ausgeschaltet wird das Thermostat duch einen kleinen Punkt unter dem „Kreis“.

Die dritte Option stellt natürlich die gleichnamige App des Herstellers da. Ich navigiere einfach in den entsprechenden Raum und scrolle die Liste soweit runter bis ich das Wohnzimmerthermostat gefunden habe. Die Steuerung der Temperatur erfolgt, analog zur Bedienung auf dem Thermostat, mithilfe von zwei Pfeiltasten. Im Gegensatz zur Home-App kann ich hier die Temperatur auch in 0,5°C Schritten verändern was mir persönlich besser gefällt.

Zudem werden mir im Wohnzimmer alle vier Sensoren meines Netatmo Healty Home Coach direkt darunter aufgelistet, darunter auch die tatsächlich vorherrschende Raumtemperatur in meinem Wohnzimmer.

Dabei fiel mir auf, dass Apple die Home-App hinsichtlich der Temperaturanzeige einer weiteren Beschneidung unterzogen hat. Apple gibt die Genauigkeit der Raumtemperatur maximal in 0,5°-Schritten, also 21°C oder eben 21,5°C an, während die App von Eve dies sogar in 0,1°C-Schritten, also 21,1°C oder 21,6° C, tut.

Viel spannender sind allerdings die Automationen die man erstellen kann wobei die naheliegendste dank meines Eve Door & Window Sensor automatisch erstellt wurde da beide Produkte vom gleichen Hersteller sind. Wenn ich das Fenster öffne wirdt automatisch das Heizungsthermostat runter geregelt – Schließe ich das Fenster, dreht das Heizungsthermostat auf die zuvor eingestellte Temperatur wieder hoch.

Solche Automationen lassen sich auch orts- und zeitbasiert durchführen wenn man beispielsweise abends von der Arbeit in eine warme Wohnung heimkommen möchte.

Ich heize unsere Wohnung somit nahezu ausschließlich nur noch über selbstangelegte Automationen da ich mich somit nicht mehr um notwendige Dinge wie die richtige Temperatur oder die notwendige Zeit künmmern muss. Bin ich nicht zuhause habe ich einen Tiefstwert von 18°C hinterlegt, damit Wohn- und Schlafzimmer nicht zusehr auskühlen. Eine halbe Stunde vor Feierabend drehen die Thermostate dann wieder auf meinen Zielwert von 22°C auf. Das Gleiche mache ich sogar über Nacht da ich in zu stark geheizten Räumen nicht schlafen kann und zudem meine Nebenhöheln zu stark austrocknen.

Die Steuerung via Sprache über Siri ist natürlich ebenfalls möglich, wird von mir aber deutlich seltener eingesetzt. Dazu einfach folgenden Satz „Hey Siri, stelle das Wohnzimmertermostat auf 22°C“ sagen und schon wird die Temperatur heruntergeregelt. Allerdings fiel mir auf, dass auch Siri zickig auf Temperaturwünsche in 0,5°C-Schritten reagiert. Man muss tatsächlich „zweiundzwanzigkommafünf“ sagen wenn man die Temperatur auf 22,5°C einegstellt haben will. Das eher gebräuchlichere „zweiundzwanzigeinhalb“ quittiert Siri nämlich mit der allseits bekannten Fehlermeldung

 

Dies und das

Auf das Design und das Bedienfeld bin ich ja schon kurz eingegangen was die Größe und die Ablesbarkeit angeht. Mir gefällt zudem, dass die Pfeiltasten ein kleines Klickgeräusch von sich geben – so weiß ich immer, dass ich diese getroffen habe.

Zusätzlich ist das Thermostat wirklich smart denn es hat einen integrierten Ventilschutz. Dafür öffnet der Eve Thermo ca. alle drei Wochen einmal komplett das Ventil und verschließt dieses wieder um Kalkablagerungen zu verhindern. Etwas was man mit den alten, manuellen Thermostaten per Hand machen musste und ich zu meiner Sschande noch nie durchgeführt habe.

 

Fazit

Der Eve Thermo III ist ein rundherum gelungenes Produkt und besticht durch eine Vielzahl an Vorteilen. Da wäre zum Einen die wirklich spielend leichte Installation zu nennen, die einfache Einbindung in HomeKit oder die mehr als gelungene App des Herstellers. Vor allem aber gefällt mir das Design. Es ist schlicht und wirkt damit elegang, fast zeitlos. Die Größe geht auch vollkommen in Ordnung auch wenn es noch kompaktere Geräte auf dem Markt gibt. Dafür hat das Thermostat von Eve aber noch ein Display was mir persönlich sehr wichtig war. Dieses lässt sich zudem gut ablesen, bietet also einen wirkich guten Kontrast. Last but not least kann ich das Thermostat auch durch die Pfeiltasten bedienen, was es für meine Frau und meine Schwiegereltern, wenn Sie zu Besuch kommen, einfacher macht.

Der wichtigste Punkt für mich ist aber das grundlegende Design in der Funktionalität da der Hersteller hier ganz bewusst und explizit auf eine Cloud-Anbindung verzichtet indem man Bluetooth als Verbindungsprotokoll einsetzt. Damit hebt sich Eve nicht nur vom Markt deutlich ab sondern man integriert sich wirklich perfekt in HomeKit. Ich gehe fast soweit zu sagen, dass Eve als Blaupause für eine 100% gelungene Einbindung in HomeKit steht.

Aus diesen Gründen ist meiner Meinung nach der aufgerufene Preis von 69,99€ für ein Eve Thermo III mehr als fair. Dieses könnt Ihr über den nachfolgenden Link bestellen:

Für mich kann ich also schlussendlich sagen, dass ich viel zu lange mit dem Kauf eines smarten Heizungsthermostat gewartet habe und den Kauf somit keinesfalls bereue.

Der Vorgänger Eve Thermo II lässt sich auch noch kaufen, hat aber den etwas lauteren Motor. Denn würde ich nur für ablegegenere Räume wie ein Bad oder so etwas empfehlen; dafür ist er allerdings etwas günstiger und lässt sich hier bestellen: 

 

Wie schaut es denn bei Euch aus? Wer von Euch hat den schon ein smartes Heizungsthermostat im Einsatz und von welchem Hersteller? Schreibt mir Euer Feedback gerne in die nachfolgenden Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

 

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