Werbeanzeigen

Das iPhone 11 und die Preisfalle

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag nach langer Zeit auf meinem Blog,

erst einmal vielen Dank, dass Ihr immer noch regelmäßig bei mir vorbeischaut um zu erfahren was es Neues gibt. Wer wissen will, warum ich so lange nichts gebloggt habe, kann sich gerne dazu mein kurzes Statement auf meiner Facebook-Seite anschauen.

Zurück zum Thema des Beitrags wo es sich um das kommende iPhone dreht. Dieses wird kommende Woche, wie wir alle wissen, vorgestellt werden und nachdem schon so gut wie alle Features inklusive der Optik feststehen geht es eigentlich nur noch um zwei Dinge – wie die Nomenklatur (also welche Namen die neuen Modelle haben werden) ausschaut und welche Preise dafür aufgerufen werden.

Dabei will ich mich dieses Mal etwas mehr mit den Preisen beschäftigen denn ein allgemeiner Trend am Smartphone-Markt hat nun scheinbar auch Apple erwischt und die Mannschaft um Tim Cook sollte sich dazu Gedanken machen. Die Rede ist von der Preisstabilität die jahrelang ein nicht unwichtiges Kaufargument für ein neues iPhone war.

Ein iPhone war schon immer teuer

Dabei sollten wir uns nichts vormachen; es war schon immer ein teures Vergnügen sich ein iPhone zu leisten und preisgünstig war mit Sicherheit kein Attribut welches man damit assozierte. Doch seit Tim Cook am Ruder ist (ab iPhone 6S) entwickeln sich die Preise in eine Richtung – steil nach oben. Von 629,00€ für ein 6S (mit 32 GB Speicher) stehen wir heute bei 1149,00€ für ein iPhone Xs (mit 64 GB Speicher) – das entspricht einem Anstieg von immerhin gut 80%

Natürlich gibt es neue Technologien, neue Materialen wie beispielsweise Face ID oder das aktuelle Gorning Gorilla Glas und mehr interner Speicher doch schlußendlich ist das eine Entwicklung die mich nachdenklich stimmt und zudem Apple vor größere Probleme stellt als ihnen lieb sein wird.

Längere Nutzungszyklen lassen die Absatzahlen einbrechen

Aufgrund der immer steigenden Preise nutzen immer mehr Kunden ihre iPhone-Modelle immer länger was natürlich auch der guten Hardware geschuldet ist. Denn die Verarbeitungsqualität ist auf einem wirklich guten Niveau und das Zusammenspiel aus selbstdesignter Hard- und Software lässt selbst ältere Geräte wie ein iPhone 6S noch geschmeidig für den Alltagsgebrauch laufen. Genau das ist für ein Groß der Kunden absolut ausreichend. Die wollen ein Gerät was lange flüssig läuft damit Sie WhatsApp, Facebook und Instagram nutzen können. Selbst Nerds wie ich nutzen in den seltensten Fällen die beeindruckende Leistung der aktuellen iPhone-Generation vollständig aus. Ganz im Gegenteil, ich habe nicht eine App auf meinem iPhone Xs Max die auch nur im Ansatz die Rechenpower des A12 Bionic ausnutzt.

Höhere Preise sollen das ausgleichen – und verursachen das Gegenteil

Das Problem mit den zurückgehenden Absatzzahlen ist einem ausgewiesenen Zahlenmenschen wie Tim Cook natürlich nicht verborgen geblieben und natürlich hat er schon Maßnahmen dazu ergriffen – nämlich einfach den Preis immer weiter zu erhöhen. Dies sorgt natürlich dafür, dass die Umsätze gehalten werden können bzw. leicht wachsen. Einen Rückgang der absoluten Stückzahlen kann dadurch aber nicht kaschiert werden was auch aufgrund der stärkeren Fokussierung auf die Dienste Sparte (iCloud und insbesondere Apple TV+) sich mittelfristig als Bumerang erweisen könnte.

Ein Umstand dem Apple dadurch Rechnung trägt, als dass meine keine verkauften Stückzahlen mehr kommuniziert.

Hier ist Apple nämlich auf eine möglichstgroße Marktdurchdringung angewiesen und das geht nur wenn viele Kunden diese Dienste abonnieren. Dazu braucht es aber auch viele verkaufte iPhone-Modelle.

Bieten die neuen Geräte also einen (zu) geringen Mehrwert für ein Upgrade für den Durchschnittsverbraucher und sind dann die Preise noch zu hoch kommt es zur Stagnation oder Rückgang im Absatz auf die Apple nicht so direkt reagieren kann. Denn die naheliegende Option, den Preis zu senken, hat sich Tim Cook durch seine Hochpreisstrategie, quasi selbst verbaut und ist der Grund dafür, warum es schon seit fast einem Jahr das Trade-In Programm in den Apple Shops gibt. Eine simple Preissenkung käme einen Gesichtsverlust für Tim Cook gleich.

Preisstabilität war gestern – wie stark kann der Preis des iPhone 11 (Pro) fallen?

Viel interessanter ist die Entwicklung des sogenannten „Straßenpreises“ für das iPhone der auf dem Markt der freien Händler zu beobachten ist. Dazu habe ich bei Idealo ein paar interessante Fakten gefunden, anhand derer sich eine Tendenz für die kommenden iPhone-Modelle ableiten lassen.

Erklärung: Ich gehe davon aus, dass die kommenden iPhone-Modelle einen ähnlichen Preis haben werden wie das 2018er Lineup

  • iPhone 11: 849 Euro
  • iPhone 11 Pro: 1.149 Euro
  • iPhone 11 Pro Plus: 1.249 Euro

DE_Prognose_neue_Modelle-1.png

Zwei Monate nach Release kosten die Geräte laut idealo Preisprognose bereits zehn Prozent weniger. Nach rund einem halben Jahr sind es um die 20 Prozent weniger was dann einem Preisverfall von mehr als 200,00€ entspricht.

DE_Prognose_iPhone11.png

Das ist eine Entwicklung die Apple nicht gefallen kann aber ganz logisch ist. Wenn also doe Produkteigenschaften keinen Kauf für den Kunden rechtfertigen dann geht es eben nur über einen günstigeren Preis und das kann einen Teufelskreislauf in Gang setzen.

Sinkt der Preis eines Gerätes in zu kurzer Zeit nämlich zu schnell wird der „Jäger“ (im übertragenen Sinne natürlich) im Kunden geweckt. Er fängt an nach dem noch günstigeren Angebot zu schauen, was bedeutet, dass er den Kauf nochmal zurückstellt. Um dem entgegen zu wirken, senkt also der Händler nach einer Zeit wieder den Preis – Ihr ahnt also wohin das führt.

Wie bereits angedeutet haben wir hier einen Trend mit dem Apple sich auseinander setzen muss um kreative Lösungen zu finden; die einerseits Apple das Gesicht wahren lassen und andererseits den Kunden animieren, sich das neue iPhone zum UVP zu kaufen. Und das dürfte eine schwere Aufgabe werden wie man im Android-Segment schon seit Jahren beobachten kann.

Speziell bei Samsung fallen die Preise sehr schnell in den Keller und haben die Südkoreaner dazu veranlasst die Strategie von Huawei zu kopieren. Nämlich den Vorbestellern ein Goodie mit dazuzulegen um möglichst lange den UVP halten zu können.

Diese Strategie kann Apple sich nur bedingt leisten. Zwar produziert der Konzern auch immer mehr Zubehör für das iPhone wie Hüllen und Kopfhörer, doch dürfte man nur sehr ungern auf die dort üppigen Margen verzichten wollen. Außerdem sind das nun wirklich keine Zugaben die bei den Kunden, die angesprochen werden sollen, unbedingte Kaufimpulse auslösen. Auf der anderen Seite verdient Apple an den interessanten Produkten, die man dazu geben könnte, schlicht und ergreifend zu wenig, als dass man sich das „Verschenken“ leisten kann. Hier denke ich an den HomePod oder die Apple TV 4k zum Beispiel.

Fazit

Jahrelang konnte Apple dem allgemeinen Trend der Smartphone-Branc he hinsichtlich eines zu starken Preisverfalls erfolgreich trotzen mit denen sich insbesondere Samsung herumschlagen musste. Diese Zeiten sind spätestens seit dem iPhone X und dem Überschreiten der Preisgrenze von 1000,00€ definitiv vorbei. Davon zeugen auch die zahlreichen Rabbatkationen zahlreicher Händler in den vergangenen 18 Monaten die teilweise einfach regelrecht auf ihren iPhone-Modellen sitzen geblieben sind.

Was mich allerdings wirklich überrascht hat, ist der Preisverfall in absoluten Zahlen gesehen. Knapp 200,00€ Preisverlust innerhalb von 6 Monaten ist mehr als sportlich und dürfte Apple auch aus marketingtechnischer Sicht nicht gefallen. Schließlich hat man sich eindeutig als Premiumanbieter positioniert und solch fallenden Preise sind nicht förderlich für dieses Image.

Wie seht Ihr das? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

Die hier verwendeten Grafiken wurden dem idealo Magazin entnommen.

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu „Das iPhone 11 und die Preisfalle

Gib deinen ab

  1. Heute Abend (nach der Keynote) werden wir mehr wissen. Auch ich habe mir schon Gedanken über die Preisentwicklung bei Apple gemacht. Gesund ist die Aufpreispolitik von Apple nicht. Und 1649€ für das größte iPhone XS max ist einfach ein Skandal. Aber ich befürchte Sie haben die Büchse der Pandora schon geöffnet und können nicht mehr von den hohen Preisen runter.
    Vielleicht ist es aber so wie in der Sage. In der Büchse verblieben ist noch die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, daß Apple die Preise reduziert mit dem Hinweis, daß die Einkaufspreise in der Supply Chain günstiger geworden sind und sie diesen Preisvorteil an den Kunden weitergeben 🙂

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: