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Meine Woche – 27/19

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

 

wir waren das Wochenende in Berlin, da Freunde aus dem diplomatischen Dienst Ungarns zu Besuch waren und es war toll. Leider ist das bei der Bahn und den Bussen der Wolfsburger Verkehrs AG mit der Klimaanlange so eine Sache weshalb ich gestern furchtbare Kopfschmerzen hatte.

 

Nun bin ich schon fast auf dem Weg nach Berlin und schreibe für Euch noch schnell die Highlights der vergangenen Woche wieder und da gab es Einiges, leider auch für den Kunden nicht so schöne Sache.

Zunächst einmal hat sich die angedeutete Strafzahlung von Apple an Samsung aus meinem letzen Wochenbericht aus KW 26 bewahrheitet und ist sogar noch höher ausgefallen als zunächst gedacht. Rund 700 Mio- US-$ überwies der iPhone-Konzern an den Südkoreanischen Hersteller der im iPhone Xs und iPhone Xs Max verbauten OLED-Panels. Grund dafür ist die zu geringe Nachfrage nach den beiden Modellen weshalb man in Cupertino nicht die geforderten Mengen abnehmen konnte.

Ebenfalls Ärger gibt es an der Dienste-Front für Apple und zwar konkret bei dem im März mit viel Tamtam eingeführten Apple News+. So beschweren sich Vertreter aus dem amerikanischen Verlagswesen über viel zu geringe Umsätze aus dem neuen Dienst die teils deutlich unter den Versprechungen von Apple liegen.

Das Team um Eddy Cue hatte eine Umsatzsteigerung im den Faktor zehn innerhalb des ersten Halbjahres versprochen doch die Realität schaut ganz anders aus. Doch das soll ein Trugschluss sein und die Umsätze sich sogar unterhalb des Niveaus befinden die man mit Texture erzielte; den Dienst den Apple für Apple News + aufkaufte und anschließend einstellte.

Besonders kritisch sehen die Verlage an der zu magazinhaften Aufmachung von Apple News + was es insbesondere für die teilnehmenden Tageszeitungen erschwert, Umsätze zu generieren. Ferner ist die Mischung zwischen enthaltenen Artikeln und zusätzlich zu erwerben Inhalten zu unübersichtlich.

Doch einen Hoffnungsschimmer gibt es da Apple bereits zusagte, an zu dem Service gehörenden App zu arbeiten um das Nutzererlerbnis für Kunden und Verlage zu verbessern. Wahrscheinlich wird man hier den ähnlichen Weg wie bei Apple Music gehen; auch hier war die App zum Start eher eine grausige Katastrophe.

 

Doch es gibt auch gute Nachrichten von Apple aus dieser Woche wobei die eher gut für den Kunden ist und nicht für Apple selbst. schließlich gesteht man sich damit eine der größten (und teuersten) Fehlentwicklung innerhalb der letzen vier Jahre damit ein – die unsägliche Butterfly-Tastatur wird endlich zu Grabe getragen (ob es mit dem Abgang von Ive zusammenhängt – ein Schelm wer Böses dabei denkt).

Diese war seit Anbeginn für Apple ein durchaus kostspieliges Erbe und entwickelte sich immer mehr zu einem Desaster für den Hersteller. Erstmals mit dem 12″ MacBook im Jahr 2015 eingeführt und 2016 auch in die neuen MacBook Pro Modelle übertragen, zeigten sich recht schnell Ausfallerscheinungen die definitiv auf das Konstruktionsdesign zurückzuführen sind. Nicht nur Krümeln sondern auch die Hitzeentwicklung in den Pro-Modellen führten regelmäßig zum Versagen der Mechanik und zum Ausfall von einzelnen Tasten – oftmals zeigte sich das durch ein Festklemmen.

Und obwohl man in Cupertino nichts unversucht ließ, die Tastatur zu retten (mittlerweile gibt es im neuen 15″ MacBook Pro mit Intel Core i9 die bereits vierte überarbeitete Version) kommt man nur zur Einsicht und wird eine komplette neue Tastatur auf dem klassischen Scherenmechanismus entwickeln. Cupertino will hier mit dem flachen Design der Butterfly-Tastatur und der Robustheit des klassischen Scherenmechanismus das Beste aus beiden Welten verbinden.

 

Das Thema Smart Home ist ja nahezu unbegrenzt und deshalb war ich sehr happy über die Einladung zum „HomeKit Konkret“-Event des heise Medienverlages am vorvergangenen Wochenende. Dabei fiel mir wieder einmal auf, das dazu ein Sprachassistent einfach dazugehört. Dieser wird meistens mit einem Lautsprecher kombiniert und an genau dieser stelle kehren wir wieder zu Apple zurück. Denn selbst nach knapp zweieinhalb Jahren auf dem Markt hat der HomePod keinerlei nennenswerte Marktanteile gewinnen können sondern sogar weiter an Boden zur Konkurrenz verloren – trotz einem insgesamt wachsenden Marktes für Smartspeaker.

So konnte Apple im Weihnachtsquartal 2018 gerade einmal 1,6 Mio. HomePods verkaufen; Amazon kam auf 13,7 Mio. Einheiten und Google auf 11,5 Mio. Einheiten. Die Gründe dafür sind sicherlich vielfältiger, lassen sich aber auf zwei Hauptgründe runterbrechen. Erstens hinkt Siri der Konkurrenz um Amazon Alexa und dem Google Assistant immer noch meilenweit hinterher und zweitens ist es schlicht der Preis.

Bei einem Smartspeaker geht es vielleicht doch nicht so sehr um den Klang sondern vielleicht eher um die User-Experiance mit dem Sprachassistenten und da ist der HomePod einfach nicht wettbewerbsfähig.

Allerdings ist Apple gewillt, bei dem HomePod einen langen Atem zu haben und investiert neben der Aufrüstung in Siri in die Erweiterung der Musikwiedergabe. Aus diesem Grund konnten vereinzelte Kunden nämlich schon Radio über den übernommenen Dienst iHeartRadio hören und waren damit nicht mehr zwingend auf Apple Music angewiesen.

 

Langfristig scheint die Strategie, auf Dienste zu setzen, allerdings aufzugehen was sich vor allem in den Umsätzen im iOS App Store bemerkbar macht. Der Umsatz im iOS App Store war nämlich um 80% größer als der Umsatz im Google Play Store wobei beide ihre Zuwachsraten im zweistelligen prozentberweich steigern konnten – alle im ersten Halbjahr 2019.

Kunden mit einem iOS-Device gaben im ersten Halbjahr rund 25,5 Mrd. US-Dollar für Apps aus was einer Umsatzsteigerung von 13,2% entspricht. Nutzer eines Android-Smartphones gaben „nur“ 14,2 Mrd US-Dollar für Apps und In-App-Käufe aus was aber trotzdem beachtlich ist; zumal hier eine größere Umsatzsteigerung von 19,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vorliegt.

 

Vor wenigen Monaten gab es ein überraschendes Software-Comeback auf dem Mac in Form von CorelDraw. Das Unternehmen lieferte zu Mitte März völlig überraschend seit fast 20 Jahren eine komplett neuentwickelte Version seiner Grafiker-Software aus (ich berichtete hier) und übernahm wenig später sogar noch die Firma Parallels – ein Unternehgmen welches sich auf virtuelle Windows-Maschinen auf dem Mac konzentrierte.

Nun ist der kanadische Anbieter Corel Corporation seinerseits von einem Investor namens KKR (Kohlberg Kravis Roberts) zu einem geschätzen Preis von ca. 1 Mrd- US-Dollar übernommen worden.

Erfreulicherweise scheint es sich aber dabei keinesfalls um eine Heuschrecken-Übernahme zu handeln denn der neue Investor will keinesfalls Teile der Belegschaft entlassen. Ganz im Gegenteil, man sei hinsichtlich der Zukunftsaussichten äußerst optimistisch und man will das Wachstum, von Corel mit dem Bereitstellen von zusätzlichem Kapital weiter vorantreiben

 

Normalertweise versiuche ich ja immer, meinen Wochenrückblick mit einer positiven Meldung abzuschließen doch eine Sache aus der vergangenen Woche lässt dies leider wieder nicht zu.

Die Rede ist von weiteren Eingriffen in unsere Privatsphäre bei einem Vorgang wo wir vielleicht gar nicht so weit denken – die Redse ist von der Reise in den Urlaub. Imm er mehr Länder wollen bei der Einreise nämlich Einblicke und Auskünfte auf den gespeicherten Daten ihrer Urlauber haben möchten. Neben den USA wollen immer mehr Länder nämlich auf den Einreisedokumenten neben der E-Mail-Adresse auch die Accountnamen von Facebook, twitter und Instagram haben; ohne die Angaben kann unter Umständen die Einreise sogar verweigert werden.

Nun kam heraus, das chinesische Behörden sogar Spyware auf den Geräten von Einreisenden installieren wollen um die Datenabzusapfen. In der chienischen Xingjiang-Region  wurden Touristen nämlich aufgefordert, ihr Smartphones abzugeben, dabei waren iPhones und Android-Geräte gleichermaßen betroffen auch wenn die Art der Datenbeschaffung sich unterschied.

Android-Geräte bekamen eine Spyware installiert während mithilfe von speziellen Geräten, die wohl von der Firma Cellebrite stammen (mit dessen Hilfe beispielsweise auch das FBI iPhones knacken will), der gesamte Inhalt herunterkopiert wird um ihn anschließend auswerten zu können

Ich finde das eine mehr als bedenkliche Entwicklung und einen gravierenden EIngriff in unsere Privatsphäre wenn wirklich jeder solche Informationen preisgeben muss. Es schränbkt die Meinungsfreiheit ein da es keinerlei Schutzraum mehr dafür giubt und man ständig um Repressalien fürchten muss. Viel gravierender finde ich aber dabei wie sich dieses Thema entwickelt hat denn wir haben mal mit dem Speichern von Fingerabdrücken angefangen – kurz nach dem Terroranschlag von 9/11 im Jahr 2001!

Versteht mich nicht falsch, auch ich möchte in Sicherheit leben und nicht ständig Angst um mein Leben haben müssen. Doch das Aushebeln sämtlicher Privatsphäre unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung ist als äußerst kritisch anzusehen und wir müssen dabei sehr wachsam sein. Vor allem da wir nicht wissen, wer diejenigen kontrolliert die sich mit solchen Mitteln Zugang zu unseren Daten verschaffen.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

 

 

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