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Meine Woche – 26/19

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

 

was war denn das für eine Woche mit der Bombe schlechthin?! Jony Ive verlässt nach fast 30 Jahren Apple und widmet sich fortan seiner eigenen Firma namens LoveFrom.

Das hört sich zwar zunächst nach einer Hiobsbotschaft an doch könnte genau das ein Zeichen des Aufbrauchs sein. Zu offenkundig waren in den letzten Jahren die unterschiedlichen Auffassungen von Design und den übrigen Teams. Deshalb bin ich über die nun aufkommenden „Geschichten“ rund um Ive auch nicht sonderlich erstaunt. So soll Jony Ive sich hinter den Kulissen über zu wenig Wertschätzung seiner Arbeit und einem zu geringen Interesse an Design gestört haben und sich deshalb immer mehr zurückgezogen haben – auch wenn ein Dementi von Cook recht schnell erfolgte.

Von der Hand zu weisen ist dies allerdings nicht und lässt sich ausgerechnet am ersten, unter der Führung von Cook, entwickelten Produkt nach dem Tode von Steve Jobs festmachen.

Die Rede ist hier natürlich von der Apple Watch und welche Evolution sie im Laufe des Produktlebens durchlief.

Erinnern wir uns dabei kurz zurück: Die erste Apple Watch erschien im April 2015 und war ganz klar als modisches Accessoir platziert. Man erinnere sich dabei nur an die Version aus 18-karätigem Gold; ein echter Ladenhüter. Man stelle sich nur mal vor, Apple hat dafür extra in London und Paris zwei spezielle Läden nur für die Apple Watch eröffnet.

Lange Rede, kurzer Sinn, der Erfolg war überschaubar. Erst mit der Series 2, eingeführt im September 2016, entwickelte sich die Apple Watch zu einem Erfolgskonzept. Erreicht wurde dies mit einer deutlich stärkeren Ausrichtung in den Bereichen Fitness & Lifestyle wohingegen der modische Aspekt in den Hintergrund trat.

Darüber soll Jony Ive regelrecht erbost gewesen sein und sich fortan immer weiter vom übrigen Designteam abgekapselt haben was schlussendlich im Fortgang mündete.

 

Die übrige Woche war dann recht wechselhaft für den Konzern aus Cupertino wobei eine vermeintliche Kompensationszahlung von Apple an Samsung einen interessanten Aufschluss für die kommende Quartalskonferenz geben könnte.

So steht eine Entschädigung von mindestens 170 Mio. US-Dollar an Samsungs Tochter Samsung Display im Raum, weil Apple zu wenige OLED-Display abnahm als ursprünglich vereinbart – und die werden nunmal im iPhone verbaut. Daraus kann man ableiten, dass Apple deutlich weniger iPhone-Modelle verkaufte als ursprünglich geplant.

 

Auf der Hardware-Seite konnte Apple an mehreren Fronten Erfolge für sich verbuchen. Da wäre auf jeden Fall einmal der Wechsel des hochrangigen ARM-Chipdesigners Mike Filippo von ARM in die texanische Außenstelle Austin.

Filippo war in den letzten 10 Jahren bei ARM tätig und entwickelte dort unter anderem den A57, den A72 und den A76. Davor war er zwischen 2004 und 2009 bei der Entwicklung von CPU-Systemen bei Intel beschäftigt. Begonnen hat Mike Filippo seine berufliche Laufbahn im Chip-Design bei dem Hersteller AMD wo er von 1996 bis 2004 als CPU-Entwickler tätig war. Mit dieser Neuverpflichtung dürfte Apple auch den Weggang von Gerad Williams III vor einigen Wochen kompensiert haben welcher seinerzeit den ersten 64-bit-ARM-Chip für mobile Geräte zur Serienreife brachte.

 

Dann gab es da noch die Übernahme des Startup Drive.ai in der vergangenen Woche wodurch die Gerüchte über das ominöse Projekt Titan (das Apple Auto) wieder fahrt aufnehmen dürften. Dieses Startup hat sich auf einen Shuttle Service mit selbstfahrenden Transportern und anderen Fahrzeugen spezialisiert. Apple will hier zum Einen hochrangige Mitarbeiter wie Ingenieure und Co übernehmen und zum Anderen Zugriff auf das geistige Eigentum haben. Speziell die Patente für den Bereich autonome Vehikel sind dabei am Wertvollsten.

 

Zum Abschluss möchte ich Euch noch ein paar Eindrücke des „HomeKit Konkret“-Event von heise online mitteilen auf dem ich war. Dieses war das erste Event seiner Art und auf jeden Fall eine spannende Erfahrung. Besonders gut haben mir dabei zwei Dinge gefallen.

Erstens nimmt das Thema HomeKit hinsichtlich der Produktvielfalt deutlich an Fahrt auf wobei hier Apple der Bremsklotz ist. So müssen nämlich für jede Produktkategorie in HomeKit auch entsprechende Kategorien angelegt werden weshalb es bis heute beispielsweise keine Saugroboter gibt. Gleiches lässt sich über Sicherheitskameras sagen wobei hier iOS 13 diesbezüglich eine Änderung bringen wird.

Zweitens gab es dort ein paar interessante Vorträge wobei ich besonders den Beitrag von Dr. Markus Fest, CEO von Eve Systems, hervorheben muss. Durch ihn  weiß ich jetzt, dass eine bekannte Firma von smarten Heizungsthermostaten eine Bewertung von Heizprofilen vornehmen lässt um sie im Zweifelsfall veräußern zu können. Zwischen 1000,00€ und 2000,00e bringt ein solches Profil in der Bewertung, was ein Brett ist – nur mal so zum Vergleich: der örtliche Elektronikhändler bekommt für jede 0%-Finanzierung um die 150,00€ Provision.

Eve System ist dabei ein gutes Stichwort denn aus ganz sicherer Quelle habe ich erfahren, dass es in den nächsten Wochen endlich ein langersehntes Produkt geben wird. Die Rede ist vom Eve Extend, eine Art Bluetooth-Repeater mit dessen Hilfe die Ansprechzeiten verkürzt und die Stabilität erhöht werden soll.

Den Bluetooth ist bei den Produkten von Eve Stärke und Schwäche zugleich. Als Vorteil darf hier auf jeden Fall der geringe Stromverbrauch, die gute Kompatibilität (nahezu jedes Tablet oder Smartphone hat Bluetooth) sowie die geringe Reichweite von 10-15 m genant werden wodurch Hack-Angriffe in unmittelbarer Nähe zum Device ausgeführt werden müssen. Doch die geringe Reichweite ist zudem auch die größte Schwäche der Eve-Produkte was ich auch bei mir in meiner kleinen, 53 m² großeen Wohnung auffliel und sich erst nach der Installation einer zweiten Apple TV legte.

 

Der Eve Extend kann bis zu 8 Bluetooth-Geräte unterstützen, hat W-Lan und Bluetooth integriert und wird mittels Micro-USB-Kabel am Strom angeschlossen. Anbei noch die vorläufige Bedienungsanleitung des Herstellers:

Platziere Eve Extend innerhalb der Reichweite deines WLANS und der Eve-Geräte, die du verbinden möchtest.

Finde den perfekten Platz, indem du prüfst, ob dein iPhone bei WLAN-Empfang am gewünschten Ort eine Verbindung mit dem Eve-Gerät, das du verbinden möchtest, herstellen kann.

Schließe Eve Extend mithilfe des beiliegenden USB-Kabels an eine USB-Stromversorgung (5 V, mindestens 500 mA) an.

Öffne die Eve-App und tippe auf Gerät hinzufügen in den Einstellungen. Eve führt dich nun durch die Einrichtung von Eve Extend.

Sobald ein Eve-Gerät zugewiesen wurde, findet ausschließlich eine Verbindung über Eve Extend statt. Wenn du das Eve-Gerät an einen anderen Ort bewegen möchtest, hebe zunächst in den Eve Extend Einstellungen der Eve-App die Zuordnung auf.

Das dürfte den Produkten von Eve auf jeden Fll neuen Auftrieb geben da der Hersteller hierbei die größte Schwachstelle angeht – die schönste App für HomeKit-fähige Produkte hat er ja schon 😉

Das waren meine Highlights der vergangenen Woche. Was hat Euch denn am Meisten bewegt? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

 

 

 

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