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Meine Woche(n) – 22/19 bis 24/19

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

 

Bevor wir zu Apple kommen müssen wir uns noch einmal dem Bann von Huawei und deren möglichen Folgen widmen. Die Trump-Administration hat vergangene Woche Huawei auf die sogenannte schwarze Liste gesetzt – US-Firmen dürfen ab sofort keinerlei Geschäfte mehr mit dem chinesischen Konzern machen. Dementsprechend hat Google als einer der Ersten die Zusammenarbeit mit Huawei de facto aufgekündigt. Der Smartphone-Hersteller bekommt für neue Geräte weder eine Android-Version noch entsprechende Google-Dienste wie den Play Store oder Gmail.

Zwar gewährte Trump dem Hersteller einen Aufschub von 90 Tagen bevor alle entsprechenden Sanktionen vollständig in Kraft treten doch tat man dies eher aus der Not heraus. Viele ländliche Mobilfunknetze in den USA nutzen Huawei-Technologie und bei einem sofortigen Inkraft-Treten würde es dort einfach keinen Mobilfunkempfang mehr geben. Das will man verhindern und die Betreiber haben nun 90 Tage lang Zeit, die Netze umzurüsten.

 

Doch was bedeutet das für den Smartphone-Markt allgemein und inwieweit wird dieses Dekret Folgen für die amerikanische und weltweite Wirtschaft haben?

Zunächst einmal muss man wissen, dass Huawei der führende Anbieter der 5G Technologie ist. Mit dieser Hilfe sollen Mobilfunknetze modernisiert werden, Industrieanlagen können quasi in Echtzeit durch die eigentlich nicht vorhandene Latenz miteinander kommunizieren und Logistikzentren arbeiten effizienter. Doch auch in E-Autos soll die Technik zum Einsatz kommen. Man verspricht sich einen verbesserten Verkehrsfluss sowie den Durchbruch beim sogenannten autonomen Fahren. Dafür müssen enorme Datenmengen in Echtzeit gesammelt, ausgewertet und verarbeitet werden. Durch seine Datendurchsatzraten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde und der damit verbunden Zuverlässigkeit sowie der kaum vorhandenen Latenz eignet sich 5G hier hervorragend.

Huawei ist genau hier der führende Anbieter da man 5G seit Jahren mit Nachdruck in den eigenen Laboren erforscht und entwickelt. Nur mal so zum Vergleich: Von weltweit 188.000 Mitarbeitern beschäftigt Huawei alleine in der Forschung 80.000 Mitarbeiter. Der Konzern befindet sich also in einer komfortablen Position denn ohne seine Netzwerktechnik können noch so viele Hersteller ein 5G-Modem einbauen; nutzen lässt es sich nicht.

Mit Sicherheit spielen bei dem Dekret von Trump auch wirtschaftliche Beweggründe eine größere Rolle. Amerikanische Netzwerkausrüster haben hier laut Brancheninsider einen Entwicklungsrückstand von 12 Monaten was eine enorme Bürde darstellt.

Dazu passend kam nun auch die Meldung auf wonach Huawei aus dem SD-Karten-Konsortium verbannt worden ist und somit keine Lizenzen mehr dafür bekommt. Obwohl man seit geraumer Zeit einen eigenen Kartenstandard auf den Markt gebracht hat ist die Entscheidung auf jeden Fall ein hartes Los. Die betrifft nämlich auch alle Tablets und Notebooks wo Huawei in zukünftigen Generationen keinen entsprechenden SD-Steckplatz mehr verbauen darf/kann.

Auf jeden Fall hat das in den drei zurückliegenden Wochen dafür gesorgt, dass der Umsatz von Huawei in der Smartphone um bis zu 40% eingebrochen ist – so die Aussage des Firmengründers Ren Zhengfei. Außerdem drosselt man bei Huawei das Produktionsvolumen innerhalb der nächsten zwei Jahre um voraussichtlich gut 27 Mrd. Euro.

Mittlerweile hat man nun den Eindruck, dass es sich hier vielmehr um einen wirtschaftlich motivierten Schachzug der Trump-Administration handelt auch wenn Huawei den Vorwurf der Spionage nie ganz entkräften konnte.

Erst jetzt können wir zu Apple und den Ereignissen der vergangenen Woche kommen. Bekanntlich stellte Apple ein neues MacBook Pro vor und hat dort deutlich gravierendere Verbesserungen an der Tatstatur vorgenommen. Die Membran der Tastatur wurde durch ein neues Material ersetzt und auch die Mechanik des Butterfly-Mechanismus an der Tastenaufnahme bekam ebenfalls eine Überarbeitung. Die „alte“ Membran, die Apple vor einem Jahr einführte (und offiziell die Geräuschentwicklung eindämmen sollte), schien doch nicht die erhoffte Lösung zu bringen. Wohl auch deshalb hat Apple sein Reparaturporgramm für die Butterfly-Tastatur entsprechend ausgeweitet und bessert auch defekte Tastaturen der dritten Generation bis zu vier Jahre nach Kauf kostenfrei nach.

 

Wie deutsche Politiker sich schlimmer als die Gestapo von 1933 aufführen

Neben dem Wahlrecht empfinde ich Privatsphäre ebenfalls als ein hohes Gut. Umso schlimmer wenn Konzerne sowie Politiker die Privatsphäre von Menschen und Kunden  in einer Tour eklatant und konsequent missachten. Von den Firmen zeigt sich an vorderster Front  wieder einmal Facebook: Vom hinzugekauften Dienst Instagram gab es eine völlig ungesicherte Datenbank mit 49 Mio. Nutzeraccounts. Diese wurde über Amazon Web Services (AWS) erstellt und war ohne IP- oder Passwortschutz einsehbar.

Ursprünglich wurde die Datenbank von einem Unternehmen, welches sich auf Vermarktung via Social Media spezialisiert hat, erstellt und gepflegt wobei viele der dort hinterlegten Anwender eigenen Aussagen zufolge nie in Kontakt mit dem entsprechenden Unternehmen  standen. Das ist insofern beunruhigend als dass neben öffentlichen Profilinformationen auch Bewertungen hinsichtlich Wert und Güte eines jeweiligen Accounts hinterlegt sind: Also wie viele Follower, Reaktionen auf Posts und welchen geteilten Content der Account hat.

Trotz der immensen Anzahl der gesammelten Daten ist sich Facebook gar nicht so sicher, dass das Sammeln der Daten über eine Sicherheitslücke in Instagram gelang. Deshalb überprüfe man vor allem die Herkunft der Daten um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Fakt ist jedoch, dass diese Daten irgendwie zugänglich waren und gesammelt wurden – und die Datenbank über einen längeren Zeitraum kontinuierlich mit Eintragung neuer Nutzerkonten gepflegt wurde.

Doch auch unsere Bundesregierung hält es erschreckenderweise nicht so wirklich mit Privatsphäre. So gab der derzeitige Bundesinnenminister Horst Seehofer zum Besten, dass er eine Backdoor in WhatsApp erwartet damit die deutschen Behörden die Chats entsprechend auslesen können. Wenn WhatsApp dem nicht freiwillig nachkomme will man den Anbieter dazu entsprechend zwingen. Diese Auffassung lässt mich sprachlos zurück: Vor knapp 86 Jahren gab es schon mal Politiker mit solch einer Auffassung und die Folgen mit über 50 Mio. Toten weltweit und einem Europa in Trümmern sollten bekannt sein!

Außerdem verlangen allen Ernstes die Innenminister der Bundesländer, dass sich digitale Spuren von Smart Home-Geräten auslesen lassen. Der Antrag aus dem CDU-geführten Bundesland Schleswig-Holstein, der auf Initiative von SPD und Union weiter verfolgt wird, sieht dennach vor, dass Sicherheittsbehörden auf die laufend gesammelten Daten von Siri, Amazon Alexa, Google Assistnat und Microsoft Cortana zugreifen und auswerten dürfen. Dazu will man auch Zugriffe auf Fernseher, Kühlschränke und Co haben – eben alles was mit einem digitalen Sprachassistenten ausgestattet ist.

Offiziell wollen die Behörden damit Kapitalverbrechen sowie terroristische Bedrohungen unterbinden doch so recht glauben mag ich das nicht. Kriminelle sind dafür viel zu clever als dass man den nächsten 9/11 Anschlag in einem Raum mit Amazon Alexa plant.

Vielmehr geht es meiner Meinung nach darum, das Recht auf Privatsphäre in unserem Land massiv zu untergraben. Unterstützt wird die These auch dadurch, dass in dem Antrag explizit von verfassungsrechtlichen Bedenken die Rede ist, die zuvor ausgeräumt werden müssen – notfalls mit entsprechenden Gesetzesänderungen zumal man mit einem immensen Widerstand von Datenschützern in Bund und Ländern rechnet.

Da kann man die Voraussetzung einer richterlichen Anordnung zum Auswerten der Daten auch nur als symbolische Geste bewerten.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, plant das Innenministerium überdies auch noch, auf digitalem Wege das Ausspionieren von Medien und Journalisten mithilfe der Geheimdienste. Diese sollen nach dem Willen der Pläne nun auch auf dem Inland operieren dürfen um Server, Smartphones und Computer von Pressevertretern ausspionieren zu dürfen – dabei ist auch in unserem Land die Pressefreiheit durch das Grundgesetz besonders geschützt.

 

So gern ich auch nur über technische Themen auf meinem Blog berichte, so sehr darf und muss ich Euch diese Informationen zur Verfügung stellen. Denn auch ich falle als Blogger unter diese Pläne des Innenministeriums und kann im Zweifelsfall ausgespäht werden. Wer garantiert mir, dass mein Server, mein Computer oder mein Tablet nicht überwacht werden? Das ist ein Umstand denn ich nicht hinnehmen mag und kann.

 

Zum Abschluss gab es ja noch die WWDC 2019 die ich hier an dieser Stelle für Euch schon zusammengefasst habe. Im Nachgang kommen immer mehr Details ans Licht von denen ich hier noch ein paar aufgreifen möchte:

Fangen wir mit der Apple Watch und watchOS 6 an. Durch die Implementierung eines eigenen App-Store können ab sofort Updates von Apps direkt autark über die Watch angestoßen werden. Gleiches gilt übrigens auch für eine neue Software-Version von watchOS was ich persönlich sehr begrüße. Es war selbst mit dem S4-Chip der Series 4 mühselig, das Update erst über die App auf dem iPhone zu laden, diese dann an das Ladegerät zu packen um im Anschluss das Update zu installieren – Das gehört nun endlich der Vergangenheit an.

Neben einigen diversen Verbesserungen von iOS 13 und iPad OS bekam auf jeden Fall der neue Mac Pro sowie das neue XDR Display von Apple die größte Aufmerksamkeit. Über die Preisgestaltung des Displays, insbesondere über den Preis des separat zu erwerbenden Fuß ist schon Alles gesagt und geschrieben worden, weshalb ich nicht mehr darauf eingehe.

Viel spannender finde ich die Präsentation auf der Webseite von Apple; speziell wenn man die Apple Store App auf dem iPhone oder iPad benutzt. Dan integrierter AR-Ansicht kann man sich den neuen Mac Pro zumindest virtuell einmal auf seinen Schreibtisch stellen was ich ziemlich gelungen finde. Interessanter wird es allerdings für die kommenden iPhone- und iPad Modelle sowie weiteres HomeKit-fähiges Zubehör. Dank AR könnt Ihr nun direkt das Produkt in euer Zuhause holen um zu schauen wie es sich am vorgesehenen Ort schlägt.

Das waren meine Higlights der vergangenen drei Wochen auch wenn sicherlich noch viel mehr passiert ist.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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