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Recap der WWDC 2019: Es wird dunkel, ein Schlachtschiff dankt ab und ein anderes kommt dazu

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

 

die gestrige WWDC 2019 war auf jeden Fall mit einigen Überraschungen gespickt. sodass ich erstmal alle Gedanken und Textausschnitte etwas sammeln musste. Außerdem hatte ich so meine liebe Müh und NOt mit dem irrsinnigen Tempo, welches die Jungs und Mädels da auf der Bühne hinlegten. Deshalb kommt meine Zusammenfassung erst heute morgen.

Beginnen wir zunächst mit dem Intro denn das hat mir sehr gut gefallen. Das war endlich mal wieder überraschend, frisch und kreativ. Das hätte ich ja gerne irgendwo als Screensaver für den Mac.

 

Bevor man konkret in die Software einstieg hat man sich noch einmal kurz den im März vorgestellten, neuen Diensten gewidmet. Für den hauseigenen Streamingdienst Apple TV+ zeigte man noch einmal eine beeindruckende Vorschau der neuen Serie „For All Mankind“ – das war absolut beeindruckend.

 

iOS 13 bringt Erwartbares und überrascht dennoch

Zunächst einmal stellt man fest, dass iOS 12 auf über 82% der verfügbaren Devices installiert ist während Android Pie nur auf knapp 10% kommt – und Android Q steht schon in den Startlöchern

 

Perfomance:

Zunächst einmal hat man bei iOS 13 nochmals Hand an der Performance angelegt. Im Vergleich zu iOS 12 startet Face ID bis zu 30% schneller, Apps starten bis zu zweimal schneller und App-Updates werden bis zu 60% kleiner – quasi App Thinning 2.0

 

Dark Mode:

Wenig überraschend bekommt iOS 13 ein Jahr nach macOS 10.14 Mojave seinen eigenen Dark Mode spendiert. Dabei hat man sich nicht einfach nur einen dunklen Screen konzentriert sondern stattet das Ganze in den jeweiligen Apps mit besserem Kontrast an dargestellten Inhalten aus. Ähnliches kennen wir auch von macOS Mojave.

So färbt Apple quasi auf Wunsch alle Bereiche von iOS Dunkel. Angefangen über den Sperrbildschirm über die Widgets bis hin zu den eigenen Apps. Gerade Fotos, Karten und Apple Music profitieren von besseren Kontrasten und werden übersichtlicher. Gerade durch den Dark Mode kommt speziell bei der Apple Music App ein Hauch von Nostalgie durch denn die Albencover kommen wieder sehr schön zur Geltung – Cover Flow wird immer noch von vielen vermisst.

 

UBxJisCHdm8QNF2RNqtBZA-768-80.jpgVollkommen neugestaltet wurde die Erinnerungs-App die nicht nur ein neues Design sondern auch komplett neue Funktionen bekommt. Mit der Unterstützung von natürlicher Sprache sollen sich Erinnerungen viel einfacher erstellen lassen. Zudem kann man nun Personen individuell zu Aufgaben hinzufügen, Orte und Daten automatisch hinzufügen lassen und Vieles mehr.

 

Street View in der neugestalteten Karten-App:

Bei Apple Karten hat man nicht gekleckert sondern geklotzt. Alleine in den Staaten hat man Bild- und Kartendaten von insgesamt über 4 Millionen gefahrenen Kilometern gesammelt. Das Layout erinnert nun von der Dichte an Google Maps und ist erstmal konkurrenzfähig. Zu den gesammelten Kartographiedaten hat man nun auch Fotos gesammelt und bietet seine eigenen Street View-Ansicht an. Die wird durch AR-Funktion angereichert wodurch man in Straßenzüge hineinzoomen kann.

Leider wird die neue Karten-App Ende 2019 erstmal nur in den USA ausgeliefert werden. In 2020 plant man die Auslieferung in weiteren, ausgewählten Ländern.

 

Datenschutz wird komplett überarbeitet

Bei all den neuen Funktionen soll bei Apple aber weiterhin der Datenschutz im Vordergrund geben. Aus diesem Grund hat man auch die GPS-Ortung überarbeitet und kann von nun an eine einmalige Ortung für die App erlauben. Als Seitenhieb an Facebook und Google dürfte das neue Login-Feature „Signin with Apple“ gelten. Zur Autorisierung nutzt man Touch ID/Face ID und kann dabei einstellen mit welchen Daten man sich einloggen möchte. Wer partout seine eigenen Mail nicht eingeben will kann eine von Apple eigens zur Verfügung gestellte Random-Mail-Adresse nutzen. Außerdem betont man, dass mein keinerlei Tracking einsetzt und auch keine Nutzerdaten ungewollt an die jeweiligen Betreiber verschickt – das ist eine eindeutige Ansage an alle Datensammler

 

iMessage: Es kann nun auch gewischt werden

Als letzter Anbieter führt Apple endlich nach Jahren auch eine Möglichkeit ein, die Texteingabe mithilfe von Wischen durchzuführen. Das „QuickPath“ getaufte Feature dürfte das Leben der Anbieter von Tastatur-Erweiterungen ziemlich erschweren. . Eher nebensächlich sind die neuen Bearbeitungsmöglichkeiten der individuellen Memojis die nun auch als Memoji Sticker genutzt werden können. Dadurch sind sie auch auf älteren Geräten verfügbar wobei Apple als Minimum den A9 Chip angibt.

 

Die Kamera und Fotos

Innerhalb der Kamera-App bekommt die Video-Funktion die größten Überarbeitungen. So sind für die Video-Aufnahme nun auch Filter verfügbar die dem Video einen ganz eigenen Look verpassen – man denke nur an das triste Grau von skandinavischen Krimis. Außerdem kann man nun das Video flippen.

Für Fotografen gibt es mit iOS 13 neben neuen Portraitlicht-Effekten neue Werkzeuge für die on-Device Bildbearbeitung.

Komplett überarbeitet wurde die Navigation innerhalb der Fotos-App. Die unteren Navigationsreiter erinnern an die Apple TV App und werden nun in „Jahr“, „Monat“, „Tage“ oder „Alle Fotos“ unterschieden. Mithilfe von stufenlosem Zoomen soll das Navigieren nun schneller und einfacher vonstatten gehen.

 

Apple HomeKit

Für die Heimautomatisierung Home und der Schnittstelle HomeKit hat Apple ebenfalls ein paar Überarbeitungen im Gepäck.

So lassen sich Aufnahmen ausgewählter Kameras mit dem HomeKit Secure Video direkt innerhalb von Apple Home aufnehmen, speichern und bei bedarf abrufen. Um die Sicherheit zu gewährleisten bzw. weiter zu erhöhen lassen sich nun auch bestimmte Router als „HomeKit-enabled routers“ hinzufügen.

Zudem hat lassen sich nun Siri Shortcuts für Automationen hinzufügen und Apple hat die Optik der Home App für die Zugriffe etwas aufgehübscht.

 

AirPods, HomePod und Siri:

Zunächst einmal hat Apple ordentlich an Ressourcen in Siri investiert. Durch die Neural TTS soll Siri noch persönlicher, menschlicher und weniger wie eine Maschine klingen. Die Demonstration auf der Bühne zeigte hierzu einen vielversprechenden Ansatz.

Im Zusammenspiel mit den AirPods liest Siri nun direkt einkommende Nachrichten automatisch vor und gibt eine Bedenkzeit zum Antworten – darauf habe ich lange gewartet. Neu hingegen ist „Audio-Sharing“ wodurch sich laufende Songs auf die AirPods von Freunden teilen lassen.

Handoff hält nun auch beim HomePod Einzug. Der laufende Song kann nun vom iPhone und den AirPods direkt auf den HomePod zuhause übergeben werden. Dazu muss man lediglich das iPhone direkt neben dem HomePod halten – was umgekehrt auch möglich ist.

 

iPad OS Anpassung an das iPad Pro: Das Tablet wird flügge

Erstmals in der Geschichte des hauseigenen Tablets bekommt das iPad eine angepasste Variante von iOS. Die hört auf den Namen iPad OS und zeigt, dass man Kritiken daran ernst nimmt. Streng genommen war iOS eigentlich immer nur hochskaliert und nicht speziell an das iPad angepasst was sich beispielsweise in der Tastatur bemerkbar machte. Mit iPad OS kann man die Tastatur mit einer einfachen Zoom-Geste verkleinern und an den rechten Rand verschieben. So kann man beispielsweise durch den gewonnen Platz besser zeichnen und zeitgleich mit dem Daumen Texte schreiben. Natürlich ist dies auch mittels Wischen durch QuickPath möglich

 

Split Screen ermöglicht Multi Window

Auf dem Homescreen bietet sich beispielsweise die Möglichkeit, Widgets zu positionieren und nach Belieben anzuordnen. Dies ist ein seit Jahren von vielen Nutzern geäußerter Wunsch, der nun endlich Realität wird. Sehr viel bedeutender ist aber eine andere Entscheidung, nämlich die Einführung von „Multi Window“. Damit erfolgt die Nutzung von Apps nicht mehr zwangsläufig in einer einzigen Vollbild-Ansicht, stattdessen sind Fenster möglich. Ein Konzept, welches sich seit Urzeiten auf herkömmlichen PCs bewährt hat, ist damit auf dem Tablet angekommen – zwar nicht in identischer Art und Weise mit frei beweglichen Fenstern, wohl aber mit der Aufteilung einer App in mehrere Bestandteile des Split Screens.

Das Apple gewillt ist mit Konventionen zu brechen erkennt man auch an der Dateien-App. Nachdem man diese redesigned und mit Ordnern ausgestattet hat lassen sich diese nun auch endlich teilen – was man schon von Dropbox kennt- Außerdem kann man nun SMB-Ordner einbinden sowie direkt auf USB-Sticks und Speicherkarten (mit entsprechendem Adapter) zugreifen. Außerdem wurde die Navigationsleiste überarbeitet und optisch an den Finder auf dem Mac angepasst was eine verbesserte Übersicht ermöglicht.

Gleiches gilt auch für das iPad Dock und dem Home Screen. Die favorisierten Widgets lassen sich nun auf dem Home Screen fest pinnen und sind somit immer im Blickfeld des Nutzers.

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Aufgewertet wird nun auch Safari unter iPad OS auf dem iPad. Weniger durch die Entscheidung, Safari auf dem iPad fortan in der Desktop-Ansicht anzuzeigen als vielmehr durch den integrierten Download-Manager. Zudem kommen 30 neue Tastatur-Shortcuts sowie eine verbesserte Ansicht von Web-Diensten wie Google Docs

Mit dem Apple Pencil hat Cupertino einen neuen Gold-Standard für Eingabestifte gesetzt und diesen noch weiter ausgebaut. So soll mit iPad OS die Latenz auf unter eine Millisekunde sinken wodurch das Zeichnen noch flüssiger vonstatten gehen soll. Passend dazu hat Apple die Werkzeuge überarbeitet und in eine neue Toolbox gepackt. Damit in Zukunft auch Third-Party Entwickler vom Apple Pencil partizipieren können führt Apple eine neue Schnittstelle namens PencilKit ein.

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Das iPad Pro soll unter allen Umständen ein produktives Gerät zum Arbeiten sein. Aus diesen Gründen hat Apple auch einige Funktionen hinsichtlich Kopieren, Einfügen und Co eingeführt.

Um beispielsweise eine Eingabe zu löschen wischt man mit drei Fingern nach links – das Schütteln gehört der Vergangenheit an wobei das selbst auf dem iPhone irgendwie kindisch war. Kopieren und Einfügen werden nun ebenfalls mit drei Fingern ausgelöst. Last but not least lassen sich nun auch Schriften verwalten bzw. aus dem App Store passend herunterladen.

 

Maus und Trackpad lassen sich nun am iPad nutzen

Völlig untergegangen ist allerdings ein sehr interessantes Detail welches Apple nicht einmal offiziell vorstellte. Mit iPad OS lassen sich auch erstmals am iPad eine Maus oder ein Trackpad nutzen. Die Einstellung dazu lässt sich in den Bedienungshilfen finden und es mutet merkwürdig an, dass Federighi dies nicht erwähnte

 

ARKit 3:

Das Augmented Reality in den Augen Apple´s DAS große Ding ist, betont Tim Cook bei jeder passenden Gelegenheit. Mit ARKit 3 zündet man die nächste Stufe und bringt neue Frameworks mit die insbesondere unter dem neuen macOS 10.15 Catalina zur Geltung kommen sollen: RealityKit und Reality Composer ermöglichen so beispielsweise das Tracken von Bewegungen in Echtzeit und kommen zudem mit Tiefenunschärfe für mehr Details in puncto Raumtiefe.

Passend dazu hat Apple auch mit Core ML die dritte Version seiner Machine Learning-Technologie sowie Create ML vorgestellt. Mit letzterem Entwickler hingegen einfach selbst Machine Learning Modelle erstellen, ohne dafür Code zu verwenden. Auch hier zeigt sich Apples Ansatz bezüglich „jeder soll das können.“

Damit das alles umgesetzt werden kann gibt es mit Swift UI ein neues Framework welches schlicht weniger Coding für eine entsprechende App benötigt. Selbstverständlich lassen sich hier Apps für iOS, watchOS, iPad Os und macOS erstellen. Entwickler können sich hier in Echtzeit das User Interface für die jeweilige Plattform anzeigen lassen, Änderungen werden live dargestellt und durch einen einfachen Klick wird die App bei Bedarf auch für eine andere Plattform kompiliert.

 

macOS10.15 Catalina: iTunes dankt ab

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern – iTunes wird in einzelne Apps aufgesplittet. Zu groß der Funktionsumfang einzelner Dienste, zu behäbig die Bedienung und zu ressourcenfressend für die Hardware. In Zukunft werden spezialisierte Apps die verschiedenen Funktionen von iTunes übernehmen wobei dem Finder eine gesonderte Rolle zukommt: Innerhalb des Finders lässt sich in Zukunft nun das angeschlossene i-Device synchronisisieren; mit allerdings bewährter Ansicht.

Hinter dem iTunes Logo verbirgt sich in Zukunft die Musikwiedergabe welche natürlich auch Apple Music sowie verfügbare Radiosender spielen kann. Podcast ist ab Herbst ebenfalls in einer separaten App verfügbar. Viel spannender finde ich allerdings die auf dem Mac eingezogene Apple TV-App.

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Die unterstützt auf dem Mac die Wiedergabe von 4K HDR (bisher ist nur Full HD möglich) sowie Dolby Vision und Dolby Atmos. Dadurch bekommt die Wiedergabe von Filmen auf dem Mac eine massive Aufwertung gegenüber den bisherigen iTunes-Versionen.

 

Sidecar: Das iPad als Zweit-Display und Zeichentablet

Auch dieses Feature war schon seit Längerem bekannt. Unter macOS 10.15 besteht nun die Möglichkeit, das Mac-Display mit einem iPad zu erweitern. Das kann sowohl drahtlos als auch kabelgebunden geschehen. Viel interessanter ist allerdings die Nutzung des Apple Pencil wodurch sich das iPad als Grafik-Tablet einsetzen lässt.

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Zahlreiche neue Sicherheitsfunktionen

Das Thema Sicherheit geht Apple unter macOS Catalina auf mehreren Ebenen an wobei „Activation Lock“ besonders hervorzuheben ist. Dieses Feature kommt auf allen Geräten mit einem T2-Chip zum Einsatz und sorgt dafür, dass ohne Kenntnis des Apple ID Passwort der betreffende Mac nicht mehr gestartet werden kann – ein Diebstahl ist somit zwecklos.

Auf der Software-Seite überprüft der integrierte Gate-Keeper alle Apps auf bekannte Sicherheitsprobleme überprüfen bevor sie erstmalig gestartet werden können. Darüber hinaus müssen alle Apps vor dem Zugriff auf Benutzerdokumente eine Erlaubnis einholen. Über eine Bestätigung mit der Apple Watch können die Benutzer viele Sicherheitsabfragen beantworten, indem sie einfach auf die Seitentaste ihrer Apple Watch tippen. Einschneidendste Neuerung ist allerdings die Tatsache, dass macOS Catalina in einem speziellen schreibgeschützten System-Volume installiert wird, so dass Schadsoftware oder fehlerhafte Apps das Betriebssystem nicht mehr außer Gefecht setzen können.

 

Aus zwei mach eins

Wie erwartet bekommt macOS 10.15, wie übrigens auch iOS 13, eine neue App zur Ortung von Apple-Geräten sowie Freunden. Unter iOS gab es zwar dafür zwei separate Apps auf dem Mac hingegen musste man die entsprechenden Bereiche auf iCloud.com besuchen. Damit ist nun Schluss und zudem sollen sich auch endlich Offline-Geräte orten lassen. Wie genau das funktioniert gab Apple allerdings nicht bekannt.

 

Screen Time kommt auf den Mac und andere Anpassungen

Mit einjähriger Verzögerung kommt nun auch die Dokumentation der vor dem Bildschirm verbrachten zeit auf den Mac. Ob die bekannten Fehler ausgemerzt sind bleibt abzuwarten. Ferner wurde die Mail-App überarbeitet ohne dabei ein unter Outlook schon lange verfügbares Feature nachzureichen – der zeitgesteuerte Versand ist auch in macOS 10.15 weiterhin nicht möglich.

Dafür ermöglicht macOS Catalina das Blockieren von E-Mails bestimmter Absender, das „Stummschalten“ besonders aktiver Threads und die Abmeldung von kommerziellen Mailinglisten.

 

Aus Project Marzipan wird Catalyst

Über den teilweise lieblos gepflegten Mac App Store wurde in der Vergangenheit schön öfters geschrieben doch damit soll nun Schluss sein. Mit Catalyst und dem gleichnamigen Framework möchte man in Cupertino schnell und einfach iPad-Apps nativ auf macOS portieren lassen. eine Demonstration dazu zeigten die Entwickler von Asphalt 9, welche die iPad App innerhalb eines Tages auf macOS portieren konnten.

Noch ein Wort zu 32-bit Apps: Denen zieht Apple tatsächlich und endgültig den Stecker; angesichts der langen Zeit seit Umstellung auf die 64-bit-Architektur dürfte dies aber Niemanden überraschen.

 

watchOS 6

Die Apple Watch ist trotz aller Anfangsschwierigkeiten ein absoluter Erfolg für Apple. Quasi aus dem Stand heraus hat man innerhalb einer halben Dekade alle traditionellen Uhrenhersteller auf die hinteren Plätze verwiesen und ist zum Hersteller Nummer Eins aufgestiegen.

Ein wesentlicher Garant dafür ist watchOS welches die Uhr antreibt. Auch dieses Jahr bekommen wir wieder neue Watch-Faces wobei mir das Solar-Face am Besten gefällt.

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Vollkommen neu hingegen sind die Apps Apple Books, Sprachmemos und der Taschenrechner. Mit letzterem kann man sogar die nächste Rechnung im Restaurant aufsplitten und das Geld via Apple Pay Cash direkt an seine Freunde überweisen.

Wie aus heiterem Himmel bekommt watchOS 6 seinen eigenen App Store – scheinbar hat Apple nativ für die Apple Watch programmierte Apps noch nicht aufgenommen und versucht dem Ganzen einen neuen Schub zu verleihen. Mithilfe der neuen Streaming API kann die Watch nun direkt auf jeden Audio-Stream zugreifen – so zumindest das Versprechen von Apple. Mit dem eigenen App Store will Apple die Watch unabhängiger vom iPhone machen denn Entwickler können somit die App ausschließlich für die Watch programmieren; eine begleitende iPhone-App ist nicht mehr notwendig

Wie erwartet hat Apple an den Gesundheitsfeatures gearbeitet und bietet nun eine Möglichkeit für Lärmmessungen nebst entsprechendem Watch Face an. Zusätzlich ist die Aktivitäts-App überarbeitet worden und bietet die Möglichkeit, sich umfassendere und somit genauere Statistiken anzeigen zu lassen. Für alle weiblichen Apple-Watch Nutzer wird es eine Verknüpfung mit der neuen Menstruations-App geben die in der komplett überarbeiteten Health-App in iOS 13 zu finden sein wird.

 

Der neue Mac Pro: Eine Reminiszenz an die Käsereibe

Zwei Jahre nach seiner ersten Erwähnung auf der WWDC 2017 ist der neue Mac Pro endlich dar und, um eines vorweg zu nehmen, auch wirklich für Profis gedacht.

Fangen wir zunächst mit dem Design an wobei man sich außen am alten Mac Pro, welcher auch liebevoll Käsereibe genant wurde, orientiert hat. Dementsprechend haben wir auch hier wieder einen Tower und kein Würfeldesign.

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Durch das Rack-System findet die Hardware im Gehäuse selbst Platz und ist für die modernen Apple-Verhältnisse überraschend modular aufgebaut und können vom Nutzer selbst ausgewechselt werden – Ausnahmen bestätigen hier die Regel.

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Apple verbaut neben dem aktuellsten Intel Xeon-Prozessor mit bis zu 28 Kernen insgesamt 4x Thunderbolt 3, 2x USB-A, einen 3,5mm Klinkenstecker, 2x 10 GB Ethernet, 1x zusätzlich PCIe (x16) mit DisplayPort und Stromversorgung acht weitere PCIe-Steckplätze sowie ein Netzteil mit bis zu 1,4 kW.

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Daneben bietet man standardmäßig eine Radeon Pro 580X an die sich gegen Aufpreis in eine Radeon pro Vega II mit 32 GB HBM2-Speicher austauschen lässt. Wer bis drei 8k-Streams oder bis zu 12 4k-Streams gleichzeitig bearbeiten und wiedergeben will kann auf die „Afterburner“ Erweiterungskarte zugreifen.

Die Grafik sorgt mit dem Netzteil und der CPU für eine enorme Hitzeentwicklung die natürlich abgeführt werden muss. Eigens dafür bekommt der neue Mac Pro ein neues Modul namens „MPX“ spendiert. Das soll zusammen mit den insgesamt vier Lüftern für eine effiziente Kühlung sorgen und genauso leise wie ein iMac Pro sein.

Im Rahmen des neuen Mac Pro konnte Apple auch einige namhafte Software-Entwickler für den Mac gewinnen: So gab Maxon bekannt, dass man Redshift auch für den Mac Pro anbieten wolle. Gleichzeitig sagten Unity, Pixar und Foundry ebenfalls Unterstützung zu.

Preislich siedelt Apple den neuen Mac Pro mit 5999,00$ genau 1000,00$ über dem iMac Pro an – beide Modelle natürlich in der Einstiegskonfiguration. Wie sich die weiteren Ausstattungsoptionen preislich darstellen werden konnte Apple noch nicht sagen. Ausgeliefert werden soll der neue Mac Pro ab Herbst 2019

 

Endlich wieder ein Apple Display – für die Wenigsten von Euch

Nachdem die älteren LG UltraFine Display im Apple Store verschwanden kam bei Einigen die Hoffnung auf ein neues Apple Display auf und Cupertino hat die Gebete erhört – nur nicht wie geplant.

Das neue „Apple Pro Display XDR“ ist sowohl von der technischen Ausstattung als auch vom Preis nur was für die absoluten Vollprofis aus dem Video- und Publishing Sektor.

Mit einer Größe von 32″, erweitertem HDR und insgesamt 6.016 x 3.384 Pixel, also 6k, punktet das neue Display aus Cupertino mit einer Helligkeit von 1.000 Nits und einem Kontrastverhältnis von 1.000.000:1. Somit soll das neue Display einen bis zu 25x höheren Kontrast als herkömmliche Standard-LCD-Monitore bieten.

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Kalibrierung ab Werk

Damit der Kunde das neue Display nach dem Auspacken direkt benutzen kann wird das Panel bei der Produktion im Werk bereits kalibriert. Das Display unterstützt den erweiterten P3-Farbraum sowie eine 10-Bit-Farbdarstellung und dürfte auch den höchsten Ansprüchen genügen. Über die konkrete Blickwinkelstabilität schwieg man sich allerdings aus.

Das glänzende Display verfügt über eine Anti-Reflex-Beschichtung, es wird allerdings auch eine Version mit matter Bildschirmoberfläche geben. Für diese „Nanotextur“ getaufte Variante muss allerdings ein Aufpreis von 1000,00¢ auf den Tisch gelegt werden.

 

XDR steht für HDR der nächsten Generation

Mit dem Pro Display XDR hebt Apple nach eigenen Angaben High Dynamic Range (HDR) auf ein Level, das es so angeblich noch nicht gab, eben „Extended Dynamic Range“. Die Rückseite des Bildschirms dient als Kühlkörper, dadurch kann die Abwärme jeder einzelnen LED effizient abgeführt werden.

 

Preise

Für das neue Apple Pro Display XDR muss man tief in die Tasche greifen, sehr tief. Die Standardausführung liebt bei 4999,00$, für die Nanotextur werden weitere 1000,00$ fällig.

Will man den Bildschirm an der Wand aufhängen werden für die spezielle VESA-Halterung weitere 199,00$ fällig was noch die preisgünstige Variante darstellt. Soll der Monito auf dem Schreibtisch abgestellt werden benötigt man den Standfuß „ProStand“ – Kostenpunkt schlappe 1000,00$.

im Klartext bedeutet dass, das Cupertino für die knapp 5000,00$ nur den Monitor OHNE eine Befestigungsmöglichkeit ausliefert was selbst für Apple-Verhältnisse eine neue Dimension erreicht.

Da ist der Vergleich, dass vergleichbare Monitore bei etwa 43.000$ liegen, irgendwie nicht so hilfreich. Auch hier plant man die Auslieferung ab Herbst 2019

 

tvOS 13

Mit tvOS 13 kommt endlich eine Multi-User-Option. Damit wird das Umschalten zwischen verschiedenen Apple Music-Profilen und den verschiedenen Apple TV+-Profilen unterstützt. SOmit kann jedes Familienmitglied seinen eigenen, individuellen Content anschauen und bekommt entsprechend basierte Vorschläge.

Absolut überraschend ist die Unterstützung von Xbox One S- und Playstation Dual-Schock-Controllern. Zusätzlich wird es eine Karaoke-Funktion mit tvOS geben wodurch die klassischen Spielekonsolen weiter unter Druck gesetzt werden.

Natürlich gibt es auch wieder neue Bildschirmschoner die dieses Mal thematisch auf Unterwasser-Welten basieren.

 

Was haltet Ihr von den ganzen Neuerungen. Welches Feature, egal welche Softwareplattform, gefällt Euch den am Besten? Und was sagt Ihr zum neuen Mac Pro oder dem neuen Apple Pro Display? Schreibt mir das Feedback wie immer in die nachfolgenden Kommentare

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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