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AirDrop: ungemein praktisch und trotzdem unterschätzt


Handydealer24
Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

 

Apple hat in der Vergangenheit schon einige interessante Technologien eingeführt ohne diese näher zu bewerben oder ausführlicher zu erklären. Eine dieser Technologien ist das sogenannte AirDrop welches in der vergangenen Woche mit einer Sicherheitslücke und anderer negativer Presse zu kämpfen hatte. Dabei ist das in meinen Augen nicht wirklich gerechtfertigt. da es sich um ein wirklich extrem praktisches Feature handelt. Leider wissen viele Nutzer eines iPhone und eines Mac gar nicht, wie praktisch AirDrop wirklich ist.

Was genau AirDrop ist und wie es sich nutzen lässt will ich Euch in den nachfolgenden Zeilen erklären. Zudem gehe ich kurz darauf ein welchen Alltagsnutzen man davon hat und wie es sich mit eventuellen Einschränkungen verhält. Auch auf die eingangs erwähnte Sicherheitslücke werde ich ganz am Ende nochmal kurz eingehen.

 

Was ist AirDrop und seit wann gibt es dieses Feature? 

Das Feature AirDrop führte Apple erstmal mit dem iPhone 5 und dem damit verbundenen iOS 7 ein und beschreibt eine Technologie zum drahtlosen Übertragen von Dokumenten, Bildern, aufgenommenen Videos oder Kontakten. Auch Links aus Safari oder Quellen aus twitter und Co können so geteilt werden. Der Clou daran ist die nicht benötigte Internetverbindung

Bei der Einführung im Jahr 2011 war der Datentransfer zunächst vom iPhone auf den Mac beschränkt, erst im Jahr 2014 war auch der umgekehrte Weg von einem Mac auf ein iPhone möglich.

Technisch gesehen handelt es sich hierbei um einen Ad-hoc WiFi-Service welcher auf dem Wi-Fi-Direct Standard basiert. Cupertino setzt allerdings zur Steigerung der Verbindungsqualität sowie der verbesserten Suche kompatibler Geräte auf Bluetooth. Würde man die Identifizierung ausschließlich über W-Lan laufen lassen wäre die Trefferquote potenzieller Geräte viel zu hoch. Gleiches gilt übrigens auch für die reine Bluetooth-Suche. Jeder der sich mal in einem Elektronikmarkt mit einer mobilen Bluetooth-Box verbinden wollte, weiß wovon ich spreche.

Durch die Kombination beider Technologien sorgt Apple zudem für einen durchaus bemerkenswerten Zuwachs in der Übertragungsgeschwindigkeit:

Bei einem Abstand von ca. einem Meter wird eine Transferrate von 12 – 15 Megabyte pro Sekunde erreicht. Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Geschwindigkeit abnimmt je größer der Abstand zwischen den beiden Geräten ist.

 

Mit welchen Geräten lässt sich AirDrop nutzen?

Im Prinzip lässt es sich für iOS recht einfach runter brechen; das Gerät muss mindestens iOS 7 unterstützen und darf nicht älter als ein iPhone 5, ein iPad Mini erster Generation, ein iPod Touch 5. Gen oder ein iPad 4. Gen sein – oder alle iOS-Geräte die aktuell noch mit Hard- und Software-Unterstützung ausgestattet sind.

Selbiges gilt eigentlich auch für den Mac wobei es hier in den entsprechenden Jahresgenerationen kleine Ausnahmen gibt.

Obwohl das MacBook ab 2008 AirDrop unterstützt ist aus diesem Jahr das weiße macBook-Modell davon ausgeschlossen. Gleiches gilt übrigens auch für das 17″ MacBook Pro aus dem gleichen Baujahr.

Für die Unterstützung von AirDrop muss der iMac aus Ende 2009 oder höher sein  der Mac Mini von Mitte 2010, der Mac Pro von Mitte 2010 allerdings nur mit der AirPort-Karte von Ende 2009) und das  MacBook Air ab Ende 2010 unterstützen AirDrop ebenfalls.

Wie nutze ich AirDrop?

Apple hat darauf geachtet, dass sich AirDrop wirklich einfach nutzen lässt. Auf einem iPhone oder iPad muss man dazu lediglich das Control-Center aufrufen und auf den Button „AirDrop“ tippen. Anschließend erscheint ein Pop-Up-Menü mit den folgenden drei Optionen:

  • Empfangen aus
  • Nur Kontakte
  • Jeder

Um Dateien zu teilen wählt Ihr entweder „Nur Kontakte“ oder „Jeder“ aus – um Dateien mit eurem eigenen Gerät oder Partner/in zu teilen reicht die Option „Nur Kontakte“ übrigens vollkommen aus da diese durch die Apple ID miteinander verknüpft sind.

Für die Aktivierung von AirDrop auf einem Mac müsst Ihr dazu den Finder öffnen und auf der linken Navigationsleiste „AirDrop“ auswählen.

Bildschirmfoto 29.jpg

Anschließend könnt Ihr, wie unter iOS, die identische Auswahl zur Auswahl des entsprechenden Gerätes treffen.

Über Bluetooth werden die kompatiblen Geräte in eurer Umgebung gescannt und mit Profilbild und Namen, sofern angelegt, angezeigt. Damit habt Ihr die Funktion „AirDrop“ aktiviert.

Um nun eine Datei zu teilen müsst Ihr in das entsprechende „Teilen“-Menü gehen und dort die Option „AirDrop“ auswählen. Nun öffnet sich mit einer hübschen Animation ein separates Pop-Up-Fenster und ihr könnt das entsprechende Gerät auswählen wohin die Datei geteilt werden soll.

 

Welchen Nutzen hat AirDrop in Zeiten von iMessage, iCloud Drive und Co?

Die Frage ist ganz einfach und liegt in der Funktionsweise von AirDrop begründet. Durch die Anlegung als Wi-Fi Direct bauen die ausgewählten Geräte untereinander ein Netzwerk auf – vollkommen ohne Internetverbindung!

Speziell hier in Deutschland gibt es immer noch genügend weiße Flecken auf der Landkarte wo es keinen mobilen Internetempfang gibt und somit meine in der iCloud hochgeladenen Dateien nicht auf all meinen Geräten entsprechend synchronisiert ist. Außerdem muss ich zum Teilen von Dateien meinem Gegenüber keine personenbezogenen Daten wie Telefonnummer und/oder Email-Adresse/Apple ID etc. austauschen wie es bei iMessage, Email oder WhatsApp der Fall wäre. Gerade auf Messen und Tagungen ist AirDrop ideal um Informationen auszutauschen – schnell mal ein Link oder ein aufgenommenes Bild auszutauschen ist somit kein Problem mehr

 

Hat AirDrop irgendwelche Nachteile?

Ich würde es nicht direkt als Nachteil oder Schwäche bezeichnen doch es gibt ein paar kleinere Einschränkungen: Zunächst einmal ist AirDrop auf Geräte von Apple beschnitten. Ohne ein entsprechendes iPhone/iPad oder Mac lässt sich dieses Feature naturgemäß nicht nutzen.

Zusätzlich ist die Geschwindigkeit begrenzt und pendelt sich aufgrund der Reichweitenbegrenzung auf durchschnittliche 4 – 6 Mbit/s ein. Für Bilder und Dokumente absolut ausreichend doch ein längeres, mit dem iPhone Xs Max aufgenommenes 4k-Video bei 60 fps kann dann schon mal zur Geduldsprobe werden.

Etwas ärgerlicher ist da schon die Einschränkung bei Nutzung des Instant Hotspot. Habe ich diesem auf meinem iPhone aktiviert, lassen sich mit dem iPhone weder Dateien senden noch empfangen. Hier muss man dann auf eine korrekte Synchronisation seiner iCloud mit all seinen Funktionen verlassen – was manchmal leider etwas stockt. Speziell Fotos zeigt sich in regelmäßigen Abständen ziemlich störrisch.

Last but not least zieht dieses Feature durchaus merklich am Akku; vor allem wenn man AirDrop auf „Jeder“ stellt – das Gerät scannt die Umgebung quasi andauernd ab. So kommt es hin und wieder vor, dass ich mich über eine extrem kurze Akkulaufzeit ärgere da ich einfach das Ausschalten von AirDrop nach erfolgtem Dateitransfer vergessen habe.

 

Damit schließt sich die Sicherheitslücke an – und leider merkwürdiges Verhalten männlicher, geschlechtsreifer Großstädter

Fangen wir mit Letzterem an da viele iPhone-User(innen) AirDrop mit der Werkseinstellung „Jeder“ verwenden und deshalb gerade in Großstädten in U-, und S-Bahnen sowie öffentlichen Bussen immer wieder belästigenden Anfragen zur Zulassung einer Dateiübertragung bekommen. Das sind oftmals einfach nur Bilder die in bestem Falle Porträt-Bilder sind und manchmal leider Ansichten unterhalb der Gürtellinie beinhalten.

Genau hier greift übrigens auch die Sicherheitslücke aus der vergangenen Woche an die mit dem Update auf iOS 12.3 und macOS 10.14.5 geschlossenen wurden. So konnten Sicherheits-Forscher eine Rückfalloption im AirDrop-Protokoll nutzen um mittels manipulierter Dateien Zugriff auf das Gerät zu bekommen. Deshalb sollte nur in Ausnahmefällen die Option „Jeder“ aktiviert werden und umgehend nach erfolgtem Dateitransfer wieder ausgeschaltet werden. Meine Redaktionskollegen von apfelpage.de haben das hier etwas genauer beschrieben

Fazit

Mit AirDrop hat Apple ein unglaublich praktisches Feature geschaffen welches vollkommen zu Unrecht ein Schattendasein führt – trotz der Schlagzeilen aus der vergangenen Woche.

Cupertino bietet hier eine Apple-typisch einfache Option zum Teilen von verschiedenen Daten an wo der User wirklich nur noch einschalten, Datentransfer zustimmen und wieder abschalten muss. Alles andere wie die Suche, das Pairing oder die Kompatibilitätsprüfung wird im Hintergrund erledigt. Diese Kleinigkeiten zeichnen Apple für mich aus und haben dem Öko-System zu dem gemacht was wir heute kennen.

Wer von Euch kennt den überhaupt AirDrop und nutzt es? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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2 Kommentare zu „AirDrop: ungemein praktisch und trotzdem unterschätzt

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  1. Benutzt noch ein iPhone 4S mit iOS 6? Falls ja, wie findest du es? Also eine Erfahrung machen in die Vergangenheit 😉

    Mal eine Abwechslung.

    1. Hallo Lars, vielen Dank für dein Feedback. Ein iPhone 4S habe ich nie besessen daher kann ich bei diesem Modell nicht mitreden

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