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Meine Woche – 20/19

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

 

letzte Woche wurde bekannt, dass das oberste Gericht in den USA eine Klage gegen Apple und seinen App Store bezüglich einer Monopolbildung für zulässig erachtet: Dies könnte für Apple die Geschäftsgrundlage sowie den Ausbau der Dienste-Sparte nachhaltig und vor allem dramatisch verändern. Allerdings muss man sagen das Apple hierbei auch selbst Schuld ist wie meine App-Veröffentlichung in dieser Woche erst wieder zeigte.

Valve, der Anbieter der äußerst beliebten Gaming-Plattform Steam, konnte vergangene Woche endlich seine langerwartete iOS-App Steam Link im iOS App Store platzieren. Ursprünglich schon im Mai 2018 angekündigt und mit einer Freigabe durch das Review-Team versehen zog Cupertino diese Freigabe wenig später wieder überraschend zurück.

Als Begründung gab man an, dass die App gegen mehrere Richtlinen für App-Entwickler verstoße; dieses wurde sogar durch ein offizielles Statement von Phil Schiller untermauert.

Doch was war eigentlich genau passiert? In der ersten App gab es eine Kauf-Funktion, die allerdings direkt auf die Steam-Plattform verlinkte und dafür sorgte, dass Apple leer ausging. Somit konnte Cupertino auch nicht die üblichen 30% Provision einstreichen und verwehrte der App schlussendlich die Freigabe. Valve besserte zwar zeitnahe nach und entfernte die integrierte Kauf-Funktion, eine erneute Freigabe zog sich aber bekanntlich sehr lang hin wozu weder Apple noch Valve Stellung beziehen wollten. Unter diesen Geschäftspraktiken muss sich Apple also keineswegs wundern warum entsprechende Monopolklagen als zulässig entschieden werden!

 

Vergangene Woche gab es ja diverse Updates mit iOS 12.3, macOS 10.14.5, watchOS 5.2.1 und tvOS 12.3. Dabei wurde auch die neuen Apple TV Channels eingeführt die hierzulande allerdings seltsam stiefmütterlich behandelt werden. Ich meine, Apple hat dafür eine eigene Keynote abgehalten, im Vorfeld alle Hardware-Aktualisierungen zum neuen iMac 5k, neues iPad Air und den neuen AirPods via Pressemitteilungen rausgehauen und dann so ein kümmerlicher Start?

Dabei fiel nicht nur die fehlerhafte neue Benutzeroberfläche negativ auf sondern auch das nicht vorhandene Angebot – dabei versprach Apple doch ein mehr als üppiges Angebot welches sich in über 100 Ländern nutzen lässt.

Zurzeit lässt sich zumindest in Deutschland mit Starzplay genau ein kostenpflichtiger Channel für 4,99€ abonnieren der übrigens 1,00€ teurer als bei Amazon Prime ist. Überhaupt hat Amazon Prime hier im direkten Vergleich Einiges deutlich besser gemacht und zum Start deutlich mehr an kostenpflichtigen Kanälen angeboten.

Außerdem irritiert die neue Benutzeroberfläche mit dem gewohnten Fehler: Wer einen Film sucht, welcher nicht in iTunes verfügbar ist, wird immer auf die jeweilige App weitergeleitet. Umgekehrt muss man also nach wie vor jede erdenkliche Streaming-App auf seiner Apple TV 4k installiert haben. Somit hat sich also nichts an der bisherigen Funktionsweise geändert

Vor allem aber nervt dieses Ungleichgewicht zwischen den USA und dem Rest der Welt – dort liefert Apple ein ungleich größeres Angebot aus. Mit HBO, Starz, SHOWTIME, Smithsonian Channel, EPIX, Tastemade, MTV Hits sind deutlich mehr Kanäle vertreten als bei uns. In dieser Form ist das Angebot bei uns zumindest mehr als halbgar und Cupertino hätte besser noch ein paar Monate gewartet.

 

Ein anderes, ganz heißes Thema war vergangene Woche Software im Abo. Der Vorreiter Adobe machte nämlich mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. In einer entsprechenden Mail informierte der Anbieter seine Kunden nämlich, dass aufgrund von auslaufenden Lizenzen erstellte Werke mit älteren Adobe-Versionen diese wohl unter Umständen gegen Lizenzvereinbarungen verstoßen und deshalb von den betroffenen Unternehmen verklagt werden können. Adobe schreibt in seiner Mail an betroffenen Kunden wortwörtlich:

„Sollten Sie die eingestellten Versionen weiterhin verwenden, könnten Sie von dritter Seite wegen einer Lizenzverletzung verklagt werden“

Dies bezieht sich zwar nur auf altere Creative Cloud Versionen, Adobe weist im hauseigenen Blog darauf hin nur noch die beiden neuesten Versionen zu unterstützen, hinterlässt aber einmal einen mehr als pfaden Beigeschmack und zeigt auf welche Gefahren drohen, wenn es nur noch Software zum Mieten gibt.

In diesem Fall muss nun nämlich der Anwender seine erstellten Dateien in eine neue CC-Version importieren, gegebenenfalls Anpassungen vornehmen und hat eine Mehraufwand der nicht einmal bezahlt wird. Zudem wirkt der Eindruck, als hätte Adobe nicht mal ernsthaft versucht, entsprechende Lizenzen zu verlängern. Man könnte eher vermuten, dass dies Adobe für den Absatz seiner CC-Abos gerade recht kam; schon vergangene Woche wurde das Einstiegsabo von knapp 12,00€ auf 24,00€ pro Monat verdoppelt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Mit dieser Vorgehensweise sollte Jedem bewusst sein, dass erstellte Dateien mit Mietsoftware nicht mehr ohne Weiteres zu jeder Zeit voll umfänglich zur Verfügung stehen. Der Anbieter kann nämlich jederzeit durch Anpassungen seiner AGB, Lizenzen etc. pp. dafür Sorge tragen, dass man zum Handeln gezwungen wird und man zur Geisel des Anbieters wird.

 

Kommen wirnoch einmal zu Apple zurück denn es gibt neben der Implementierung von Apple Pay als Zahlungsmittel in die digitalen Shops von Apple (iTunes-, iOS App-, und macOS App-Store) noch eine weitere Meldung: Die NFC-Schnittstelle im iPhone wird sich etwas öffnen damit in Zukunft mit Apple Pay auch an sogenannten NFC-Sticker bezahlt werden kann. Das können Parkgebühren an einem Parkautomat, der Verleih von Fahrrädern oder Ähnliches sein. Die Funktion soll zeitnahe in den USA verfügbar sein, ein Start in Deutschland ist für dieses Jahr zumindest mal angedacht.

 

An dieser Stelle schreibe ich auch immer wieder über Datenschutz und den Umgang von Firmen damit. Leider zeigt sich immer wieder, dass wir nicht aufhören dürfen darüber zu berichten. So gab es diese Woche mal wieder eine Lücke bei twitter wo die iOS-Anwendung die Standort-Daten ohne Zustimmung des Nutzers gesammelt und mit einem Werbepartner geteilt worden sind. Dies betraf vor allem Nutzer die in der twitter-App mehr als einen Account eingerichtet haben und bei einem der Profile der Sammlung von Nutzerdaten zugestimmt haben. Dann wurden automatisch auch die Standort-Daten des zweiten Profils gesammelt.

Immerhin konnte twitter dies mit einem App-Update beheben und versicherte, dass lediglich Postleitzahl-, bzw. Städteinformationen weitergeleitet worden.

Auch die neuerliche Lücke in Intel-Chips namens ZombieLoad stößt in diese Lücke. Wie bekannt wurde, gibt es bei allen Chips eine strukturelle Schwachstelle wonach, Unter zugegeben sehr komplexen Bedingungen, sich nahezu sämtliche Nutzerdaten wie Passwörter, Festplattenschlüssel zur Verschlüsselung der Festplatte usw. abgreifen lassen.

 

Der Hammer aber schlechthin kam am gestrigen Sonntagabend von Google und betrifft den Netzwerk- und Smartphonehersteller Huawei. Durch das Auftauchen auf der schwarzen Liste durch die Trump Administration, nach der es amerikanischen Unternehmen ohne explizite Zustimmung der US-Regierung untersagt ist, Geschäfte mit dem betreffenden Unternehmen zu machen, gab Google die Einschränkung der Zusammenarbeit Huawei bekannt.

Trump rief dazu den nationalen Telekommunikationsnotstand auf und warf in dem dazugehörigen Dekret Huawei vor, mit mit seinen Produkten der chinesischen Regierung Spionage zu erlauben. Dies hat sowohl für Google als auch für Huawei sowie eine Reihe andere Firmen spürbare Folgen.

Zunächst einmal stellt Google dem Smartphone-Hersteller keine neuen Android-Versionen mehr zur Verfügung und untersagt die Implementierung von Google Mail und dem Google Play Store sowie Google Maps. Das schränkt auch die System-Updates für bisher ausgelieferte Huawei Smartphones ein denn diese dürfen in Zukunft nur noch über das „Android Open Source Projekt“ geschehen – was angesichts des starken Eingriffs von Huaweis eigener Benutzeroberfläche EMUI de facto der Nichtauslieferung von Updates gleich kommt.

Das zwingt Huawei andererseits dazu, seine Pläne für ein eigenes mobiles Betriebssystem mit deutlich mehr Nachdruck zu verfolgen und den Zeitplan vorzuverlegen denn ohne den Zugang zu den Google-Diensten ist jedes Android-Smartphone quasi wertlos und unattraktiv. Das es solche Pläne hat wurde von diversen leitenden Angestellten immer wieder hinter vorgehaltener Hand bestätigt. Angeblich sei ein eigenes Betriebssystem deutlich weiter fortgeschritten als ein Schreibtischprojekt. Manch einer raunt sogar, dass Huawei direkt bei einem Verbot das eigene System ausrollen kann.

Doch auch Google wird darunter leiden denn Huawei hat im Android-Segment mittlerweile einen Marktanteil von knapp 17% erreicht – und dieser fällt zukünftig weg. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, das neben iOS ein weiterer, starker Konkurrent für mobile Betriebssysteme erwächst.

Zudem werden von dieser Sanktion auch andere amerikanische Unternehmen wie Qualcomm in Mitleidenschaft gezogen denn auch diese dürfen aufgrund dieses Dekretes nicht mehr uneingeschränkt Geschäfte mit Huawei machen. Last but not least dürfte das den Aufbau einer flächendeckenden 5G-Infrastruktur deutlich zurück werfen denn Huawei hat Einiges an Zeit, Know-How und Geld in die Erforschung dieser Technologie gesteckt – auf das wir schlicht und ergreifend angewiesen sind. In diesem Zusammenhang muss man auch noch über die Fertigungskapazitäten von Huawei sprechen denn die Amerikaner werden diese nicht einfach so ersetzen können. Weder mit der Fläche, noch mit den Maschinen und erst recht nicht mit den Massen an Arbeitern. Nicht umsonst wird China als die Werkbank der Welt bezeichnet.

Donald Trump hat auf jeden Fall mal den gesamten Markt dazu gehörig in Aufruhr versetzt und wir dürfen gespannt sein wie sich das entwickeln wird. Persönlich habe ich da so ein dumpfes Gefühl, dass wir am Ende deutlich mehr Verlierer als Gewinner sehen werden.

 

An dieser Stelle kann ich leider nicht schweigen

Nachdem ich mit in den letzen Wochen und Monaten politisch nur zu Artikel 11, Artikel 13 und Artikel 17 geäußert habe; die ich nach wie vor für sehr gefährlich halte und deshalb unter allen Umständen verhindert werden müssen (durch eine entsprechende Abwahl aller Parteien, die das unterstützt haben), erschüttert mich der politische Skandal in Österreich bzw. wie er in Gang gebracht worden ist.

An dieser Stelle will ich weder Partei für Strache ergreifen noch seine Taten entschuldigen. Jemand mit solch einem Gedankengut, solch einem Verständnis von Demokratie und Recht gehört in keine verantwortliche Position – weder als Politiker noch als Angestellter!

Doch die Art und Weise der Aufdeckung lässt mich sprachlos zurück. Presse und Medien verwenden geheimdienstliche Methoden die meiner Meinung nach weit über die Kompetenzen für die Presse hinausgehen und keiner stellt diesbezüglich kritische Fragen? Hier geht es nicht mal um die heimliche Aufzeichnung eines Treffens sondern darum, dass das Video eine aktive Falle ist. Darauf lässt die Art und Weise, der Aufbau und der immense finanzielle Aufwand, mit dessen dieses Treffen und die teilnehmenden Personen neben Strache und Gudenus arrangiert worden sind , schließen.

Dabei ist diese Methodik selbst in der Strafverfolgung immens umstritten wo man über die Einsetzung zur Ermittlung von Prostitution, Drogen-, Menschen-, und Waffenschmuggel sowie Finanzdelikten nachdenkt.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, dass die Presse bzw. die Personen dahintersich mit dieser Enthüllung und wie diese zustande kommt, am Ende des Tages über die Justiz stellt und sich womöglich selbst strabar gemacht hat. Und alle Welt feiert das auch noch, insbesondere der österreichische Bundespräsident Van der Bellen und unsere Politiker. Dabei ist es beschämend zu sehen, wie sich die deutsche Politikerkaste in die Souveränität Österreichs einmischt. Nur zu Erinnerung, auch die CDU hatte teils jahrzehntelang schwarze Kassen mit höchst dubiosen Spendengeldern angelegt.

Ganz gefährlich ist zudem der Tenor, dass es ja den Richtigen erwischt hat. Wer entscheidet denn, ob und was richtig ist? Die Presse? Linke oder rechte Politiker? Ein eingetragener Verein? In meinen Augen ist die Grenze zur Diffamierung hier fließend und höchst gefährlich weswegen wir hier verdammt aufpassen müssen.

 

Wobei sich in der Zwischenzeit herausstellte, dass der österreichischen Presse dieses Video durch das „Zentrum für politische Schönheit“ zugespielt worden ist und zudem dieses Video von einer unbekannten Partei/Person aufgzeichnet worden ist und die österreichische Presse nur eine Auswertung vorgenommen hat – trotzdem bleibt ein bitterer Nebengeschmack haften.

 

Kommen wir zurück zum Video und der Tatsache was mich am Meisten irritiert! Das Video wurde 2017, kurz vor der Wahl in Österreich aufgezeichnet? Warum hat man bis jetzt mit der Veröffentlichung gewartet? Wie kann ein maximal drittklassiger, schmieriger Satiriker wie Jan Böhmermann, der sich zudem allzu gern auf Kosten anderer profiliert, schon Monate vorher genaue Details des Videos kennen?

Das sind Fragen auf die wir in möglichst naher Zukunft hoffentlich voll umfängliche Antworten bekommen werden denn mit dieser Vorgehensweise wurde die Demokratie nur vordergründig gerettet. Wer sich als Presse solch zweifelhafter Methoden bemächtigt ist in meinen Augen keinen Deut besser als diejenigen die man zu Fall zu bringen versucht!

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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