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Meine Woche – 19/19

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

 

das vergangene Wochenende waren meine bessere Hälfte und ich in Holland wo wir den berühmten Keukenhof mit seinen Tulpenfeldern besucht haben. Direkt beim Verlassen des Parkplatzes hatten wir riesiges Glück denn keine fünf Sekunden später ist ein großer, schwerer Baum direkt in die Ausfahrt gekippt. Nur fünf Sekunden länger beim Bezahlen und der Baum hätte uns erwischt. Das war schon ein ganz schön riesiger Schrecken.

Zum Glück ist alles gut gegangen und wir hatten ein entspanntes Wochenende. Der Italiener sowie der Sonnenuntergang in Zandvoort waren der absolute Wahnsinn. Den Sonntag haben wir dann noch in Amsterdam verbracht weshalb ich erst jetzt zum Wochenrückblick komme und da gab es eine Meldung, die hatte es in sich.

 

Vor exakt einer Woche verkündete Freenet, der Büdelsdorfer Mobilfunkkonzern welchen man aus den Media-Saturn Häusern kennt, nichts anderes als eine absolute Revolution auf dem deutschen Mobilfunkmarkt: Unbegrenztes mobiles Internet mit LTE für knapp 30,00€ im Monat mit dem neuen Tarif namens „FUNK“

Wie geht das und vor gibt es den obligatorischen Haken an der Sache?

Zunächst einmal die Fakten. Der neue Tarif von Freenet läuft über die eigens dafür entwickelte Smartphone-App die es sowohl für iOS als auch für Android gibt. Dort registriert man sich, lässt sich die SIM-Karte nach Hause schicken und nach Erhalt scannt man den pro Karte individuell vergebenen QR-Code in der App ein, fertig ist das Ganze.

Anschließend kann man in der App aus zwei verschiedenen Datentarifen auswählen, Telefonie- und SMS-Flat sind immer mit inbegriffen. Man kann entweder 1 GB pro Tag für 0,69€ oder aber unlimitiertes Datenvolumen für 0,99€ auswählen – macht also entweder knapp 21,00€ für 30 GB Datenflat oder aber knapp 30,00€ für unlimitiertes Datenvolumen aus. Ein bisher nicht dagewesenes Angebot auf dem deutschen Mobilfunkmarkt.

Zum Vergleich: für 30 GB Datenflat bezahle ich bei der Telekom als Magenta1-Kunde mit Handy- und dazugehörigem Festnetzanschluss 149,00€ pro Monat wobei ich hier die 69,00€ für den Festnetzanschluss eigentlich raus rechnen müsste; ohne den läge mein Datenvolumen allerdings nur bei 15 GB. Unlimiertes Datenvolumen ist bei der Telekom erst ab dem Magenta XL zu einem monatlichen Grundpreis von 79,95€ verfügbar. Ähnlich schaut es bei Vodafone in ihrem Red-Tarifen aus.

Der neue Tarif „FUNK“ von der Freenet ist also über 62% günstiger als die Vergleichsangebote der beiden größten Wettbewerber, wie geht das?

Zum Einen ist das natürlich nur durch die enorm effiziente Vertriebsstruktur möglich. Da der Kunde quasi alles über die Smartphone-App erledigt entfällt de facto die gesamte Vertriebsstruktur. Keine Shops, keine Mitarbeiter, kein Kassenssystem denn die Bezahlung erfolgt über den PayPal-Account. Zum Anderen setzt man auf das deutlich günstigere Netz von o2 welches leider nach wie vor große Versorgungslücken außerhalb von Ballungszentren und größeren Städten hat. Außerdem sollte man nicht vergessen das der Tarif bis jetzt kein Roaming inkludiert hat, er sich also nur in Deutschland nutzen lässt. Für den Urlaub muss man sich also nach einer anderen Lösung umschauen.

Das absolute Highlight ist aber die Flexibilität denn Freenet damit anbietet. Der Tarif kann individuell pro Tag gebucht werden, kann täglich gekündigt oder bis zu 14 Tage am Stück ausgesetzt werden, hier ist dann allerdings wieder ein Nutzungstag notwendig.

Dieser Tarif ist wirklich einzigartig in Deutschland und hat das Zeug dazu, die angestaubten Tarife bzw. Geschäftsstrategien von Telekom und Vodafone auf den Kopf zu stellen. Mehr denn je scheint eine zweijährige Vertragsbindung, vor allem zu den Preisen, aus der Zeit gefallen zu sein. Zusätzlich erhöht das enorm den Druck auf die Bestandstarife der beiden Anbieter denn nur noch wenige Kunden dürften mit dem Erhöhen des Datenvolumens zu gleichen Preisen zufrieden zu stellen sein – und große Subventionen bei aktuellen Smartphones sind ob der immer höher steigenden Verkaufspreisen auch nicht drin.

 

Höhere Smartphonepreise sind ein gutes Stichwort denn der Umsatzrückgang bei Apple ist mit 30% bekanntlich enorm hoch. Das Geschäft auf dem heimischen Markt schwächelt und Apple versucht dem Trend mit einem eigens aufgelegten „Trade-In“-Programm entgegenzusteuern. Nun zündet Apple diesbezüglich die nächste Stufe und platziert einen mehr als pathetischen Werbespot diesbezüglich:

Wer sein altes iPhone in Zahlung gibt tut nicht nur sich und Apple etwas Gutes sondern schont zudem die Umwelt

In dem einminütigen Video schildert die Erzählerin wie Apple mit einem zurückgegebenen iPhone verfährt und wie sich das auf die Umwelt auswirkt – entweder bereitet man das iPhone auf oder recycelt es um die Rohstoffe wieder zu verwerten.

Dabei sind es nicht nur die steigenden Preise die für einen Umsatzrückgang sorgen sondern auch das Einkaufserlebnis selbst in den Apple Stores.

Gerade in den USA mehren sich die kritischen Stimmen nach Angela Ahrendt´s Abgang und merken an, dass man sich in einzelnen Bereichen zu sehr auf das Markenimage konzentriere – und weniger auf den Kunden welcher sein Geld im Laden lassen möchte. Da können schon mal bis zu 20 Minuten vergehen bis die Kreditkarte für den Einkauf akzeptiert wird.

Interessant ist hierbei, dass sowohl Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen unzufrieden sind. So wurde die Abschaffung der eigentlichen Genius Bar nur deshalb durch im Geschäft laufende Mitarbeiter ersetzt weil Ahrendts Warteschlangen um jeden Preis vermeiden wollte. Das der Kunde aber nicht mehr zwischen Verkaufs- und Servicepersonal unterscheiden kann – geschenkt. Auch die teils absurd langen Wartezeiten auf einen Termin für einen benötigten Service sind absurd. Will man zur Genius Bar muss man online unter seiner Apple ID einen Termin buchen. Doch diese sind oftmals vollständig ausgebucht und nur eine Woche im Voraus einsehbar. Angesichts der Massen an Servicefällen sorgt das für unheimlich viel Frustration. Hat man aber erstmal einen Termin ergattert wird es auch nicht viel besser. Einen Termin eigenständig verlegen, weil man aufgrund der Verkehrslage früher angekommen ist – ein Ding der Unmöglichkeit und man wird oftmals lapidar vor die Tür gesetzt mit dem Hinweis, zum vereinbarten Zeitpunkt wiederzukommen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man der erste bzw. einzige Kunde im Store ist.

Wer nun jetzt denkt, dass ich das alles aus Kommentaren zusammen gesammelt habe der irrt gewaltig. Mir ist das alleine mehrfach im Apple Store in Hannover passiert; wobei es hier noch eine Genius Bar gibt. In der Kölner Schildergasse hat man nur noch diese unbequemen Sitzwürfel. Auf jeden Fall hat das Einkaufserlebnis bei Apple dramatisch nachgelassen und dies schlägt sich auch in den Umsatzzahlen nieder auch wenn es keiner wahrhaben will.

 

Dabei kann Apple nach wie vor begeistern, nach wie vor tolle Produkte und Innovationen liefern. Ein Beweis dafür ist das OLED-Display der Apple Watch Series 4. Dieses wurde vergangene Woche als „Display of the Year“ ausgezeichnet. Durch die Verwendung der LTPO-Technologie (low-temperature polycrystalline silicon) schaffte es Cupertino, dem Display unter Beibehaltung des ursprünglichen Uhrendesigns 30% mehr Anzeigefläche zu verschaffen und dabei trotzdem energieeffizienter zu arbeiten.

 

Innovation ist auch beim iPhone im Bereich der Kamera dringend notwendig denn andere Hersteller sind längst an der ehemaligen Königsdisziplin vorbeigezogen. Nun ist ein weiterer Konkurrenzgerät mit dem Pixel 3a und 3a XL aufgetaucht die den Smartphonemarkt gehörig durcheinander wirbeln werden. Beide Geräte liegen unter 500,00€ und bieten trotzdem ausgezeichnete Kamera des „normalen“ Google Pixel 3 an. Dessen Bilder sind insbesondere bei Dämmerung und Nacht teils deutlich besser als bei den aktuellen iPhone-Modellen; ein Umstand denn Google mit aktueller Werbung gezielt aufgreift. Zwar bietet das iPhone in Verbindung mit der Videofunktion ein immer noch gutes Gesamtpaket an doch wird man das in Cupertino (hoffentlich) mit Sorge betrachten und sich beim neuen iPhone mehr ins Zeug legen.

 

Mit jedem neuen iPhone gab es in der Vergangenheit auch immer eine neue iOS-Version und auch dieses Jahr dürfen wir davon ausgehen. Aller Voraussicht nach iOS 13 getauft will Apple weiterhin an der Performanceschraube drehen und das Thema AR weiter ausbauen. Unter diesem Gesichtspunkt häufen sich die Gerüchte wonach Apple die iPhone 6S-, und iPhone SE Modelle mit dem A9-Chip außen vor sein sollen.

Das wäre ein ungewöhnlicher Schritt da die Geräte erst seit knapp vier Jahren, das iPhone SE sogar erst dreieinhalb Jahre, auf dem Markt sind. Üblicherweise werden die Geräte ziemlich genau fünf Jahre lang mit entsprechenden Updates versorgt – wobei einige der neuen Funktionen nicht für alle Modelle gleichermaßen verfügbar waren.

Offensichtlich hat Cupertino hier einen weiteren Faktor für schwindende Absätze ausgemacht denn für viele Kunden scheint das kostenfreie Update auf das aktuellste iOS ausreichend zu sein – die Update-Zyklen werden also immer länger. Dem möchte Apple wohl mit diesem Schritt einen Riegel vorschieben und die Millionen von Kunden, die zurzeit noch mit einem iPhone 6S oder älter in der Gegend rumlaufen, zu einem Neukauf animieren. Wie das allerdings zur Nachhaltigkeitsstrategie von Apple passen soll ist mir ein Rätsel. Doch ich bin mir sicher, auf der bald stattfindenden WWDC-Keynote wird Apple uns wieder einmal alle erleuchten.

Das waren meine Highlights der vergangenen Woche. Was hat Euch denn so bewegt? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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