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Das iPhone XS Max – Das bisher beste iPhone

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

 

Heute soll es um mein iPhone XS Max m. 256 GB in Space-grey gehen, welches ich kurz nach der Veröffentlichung in einer VVL (Vertragsverlängerung) bei der Telekom erwarb. Der Zuzahlungspreis mit 699,00€ im Magenta Mobil L+ für monatlich 89,95€ ist als durchaus teuer zu bezeichnen – ein Thema, was sich gerade 2018 bei Produkten von Apple wie ein roter Faden durch das Jahr zog. Doch wie schlägt es sich im Langzeittest und ist es immer noch ein  gutes Smartphone?

 

Verpackung 

Ich kann es nicht oft genug betonen, doch Verpackungen kann man in Cupertino einfach. Auch wenn man Sie schon so oft gesehen hat, sie ist immer noch extrem wertig und kompakt. Vorne sehen wir das iPhone XS Max inklusive dem auf der Keynote gezeigten Wallpaper.

 

Lieferumfang:

Normalerweise handele ich das immer mit dem oben genannten Punkt hab, hier muss ich jedoch noch einmal einzeln darauf eingehen.

Nach dem Abheben des Verpackungdeckels kommt das übliche „Heftchen“ zum Vorschein, wo sich der QuickStart-Guide, das SIM-Eject Tool sowie die begehrten Apple Sticker befinden. Direkt darunter kommt das Xs Max zum Vorschein.

Quasi ganz unten in der Kartonage liegen dann säuberlich aufgerollt das Lightning-auf-USBKabel sowie der 5 Watt USB-Poweradapter; was für mich einfach unverständlich ist.

Das iPhone XS Max unterstützt Fast Charging, wir haben einen Startpreis von 1249,00€ (bezogen auf das Xs Max) und das Jahr 2018/2019 und Cupertino kommt mit einem lächerlichen 5 Watt Adapter um die Ecke?! Dieser Geiz von Tim Cook ist schon ein Schlag ins Gesicht der Kunden – das man mit dem mitgelieferten Equipment sein iPhone nicht direkt an den neuen MacBook-Modellen, aufgrund der USB-C Anschlüsse, anschließen kann fällt da schon nicht mehr so recht ins Gewicht.

Außerdem fehlt der Lightning-auf-Klinke Adapter, welcher schlicht gestrichen wurde; wie bemerkt bei einem Gerät jenseits der magischen 1000,00€ Grenze.

Immerhin war man so „fair“, diese „Gewichtsoptimierung“ auch den iPhone 7 und iPhone 8 Modellen angedeihen zu lassen die nach dem 01.10.2018 ausgeliefert wurden. Das Apple direkt im Anschluss den Preis des Adapters von 9,00€ auf 10,00€ erhöhte ist selbstverständlich purer Zufall.

 

Technische Ausstattung sowie Abmessungen des iPhone Xs Max

Das iPhone XS Max hat eine Höhe von 157,5 mm bei einer Breite von 77,4 mm und einer Tiefe von 7,7 mm. Dadurch ergibt sich ein Gewicht von 208 g weshalb das Gerät somit eine gewisse Wertigkeit zu vermitteln mag. Die folgenden technischen Daten stellen meiner persönlichen Meinung nach die Wichtigsten dar; alle weiteren technischen Spezifikationen lassen sich auf der Webseite von Apple evaluieren.

 

  • 6,5″ OLED-Display mit einer Auflösung von 458 ppi bei einem Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 sowie dem erweiterten Farbraum P3 und True Tone
  • maximale Helligkeit von 660 Nits oder 625 cd/m
  • Unterstützung von Dolby Vision sowie HDR10
  • A12 Bionic Hexacore-Chip in der 64-Bit Architektur m. 2x 2,49 GHz und 4x 1,59 GHz, gefertigt im 7 nm Verfahren inklusive eigens entwickeltem Energiemanagement-Controller
  • Quad-Core Grafikchip Apple G11P
  • 4 GB RAM
  • Face ID

 

  • iSight Dual-Kamera mit 12 MP Weitwinkel-Objektiv und f/1.8 Blende sowie 12 MP Tele-Objektiv m. f/2.4 Blende
  • Objektiv m. 6 Elementen
  • Objektivabdeckung aus Saphirkristall
  • Dualer IOS (Optischer Bildstabilisator)
  • 2x optischer Zoom, 10x digitaler Zoom
  • Smart HDR für Fotos
  • Portrait-Modus inklusive Echtzeitkontrolle der Tiefenschärfe
  • Portraitlicht m. 5 Effekten (Natürlichlich, Studio, Kontur, Bühne, Bühne Schwarz/Weiß)
  • 4fach-LED True Tone Blitz
  • Panoramabild m. 63 MP
  • 4k Videoaufnahme m. 24 fps, 30 fps oder 60 fps
  • Optische Bildstabilisierung f. Videos
  • Stereoaufnahme

 

  • TrueDepth Kamera m. 7 MP f/2.2 Blende
  • Portraitmodus m. fünf Effekten (wie die iSight-Kamera)
  • Animoji und Memoji
  • 1080p HD Videos mit 30 fps oder 60 fps
  • Smart HDR

 

  • Gigabit fähiges LTE m. 4×4 MIMO Antennen
  • W-LAN m. 2,4 GHz und 5 GHz u. 2×2 MIMO Antennen
  • Bluetooth 5.0
  • NFC m. Lesemodus
  • Assistant GPS, Glonass, Galileo und QZSS
  • Digitaler Kompass
  • iBeacon Mikro-Ortung
  • Stereo-Lautsprecher
  • Lightning-Anschluss
  • Akku m. 3.174 mAh
  • Barometer
  • 3-Achsen Gyrosensor
  • Beschleunigungssensor
  • Näherungssensor
  • Umgebungslichtsensor

 

Einrichtung des iPhone Xs Max

Nachdem nun das Xs Max ausgepackt und angeschaltet wurde, begrüßt einem der bekannte Startbildschirm. Einfach die Sprache sowie das Land einstellen sowie die Apple ID nebst Passwort eintragen. Anschließend kann man die seit iOS 11 bekannte Schnellstartfunktion nutzen; dazu muss lediglich das bisher genutzte iPhone direkt neben dem neuen iOS-Device liegen und ein aktiviertes Bluetooth haben. Anschließend werden alle Informationen direkt übertragen was allerdings nur bei einem aktuellen iCloud-Backup geht. Sollte dies nicht vorhanden sein, erscheint auf dem alten iPhone ein entsprechender Hinweis.

Nach wie vor unverändert bleibt die Tatsache, dass die iOS Version auf dem neuen Gerät gleich oder höher sein muss – so wie bei mir. Ich musste zuerst einmal das Xs Max auf die aktuellste iOS-Version updaten, um meine Daten überspielen zu können. Aus diesem Grund empfehle ich immer erst eine Aktualisierung des neuen Devices; so spart man sich diesen Frust

Nachdem dies erledigt war, ging das eigentliche Update wirklich schnell vonstatten was meiner Meinung nach ein Zusammenspiel sowohl von Hard- als auch Software ist. Dies lies sich schon bei der Apple Watch Series 4 beobachten.

Im Anschluss war noch die Neueinrichtung von Face ID vonnöten. Diese unterschied sich in wesentlichen Dingen vom iPhone X. Zum Einen ist der eigentliche Scan meines Gesichtes wesentlich schneller erledigt gewesen und zum Anderen musste ich einen zweiten Scan ausführen. Hier spürt man zum ersten Mal den enormen Leistungszuwachs des A12 Bionic, dazu später mehr.

Die eigentliche Wiederherstellung war dann recht schnell erledigt. Die Apps wurden flott aus dem App Store geladen, die persönlichen Daten aus der iCloud waren schnell auf dem Telefon und somit konnte ich das iPhone XS Max nach knapp 75 Min. wieder wie gewohnt nutzen.

 

Funktionsweise von Face ID

Im oberen Satz schon angedeutet ist Face ID der neue biometrische Sensor in den aktuellen iPhone-Modellen und wurde erstmals mit dem iPhone X eingeführt. Um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten hat man einige Sensoren verbauen müssen, welche in der „Notch“ untergebracht sind; einfach weil es nicht anders geht.

Ich erinnere mich noch, wie einige Hersteller sich über die „Notch“ lustig machten und in der Zwischenzeit selbst eine verbauen – wenn auch nur als designtechnischen Gründen. Jedoch machen sich immer noch einige Kunden darüber lustig, was für mich etwas irritierend ist. Sie scheinen offensichtlich immer noch nicht verstanden zu haben, welche Meisterleistung den Ingenieuren von Apple gelungen ist!

Kommen wir noch einmal kurz zum technischen Aufbau von Face ID bzw. den in der Notch verbauten Sensoren:

  • Infrarot Kamera
  • Infrarotbeleuchter
  • Punktprojektor
  • Näherungssensor
  • 7 MP Frontkamera
  • Umgebungslichtsensor
  • Lautsprecher
  • Mikrofon

Insgesamt werden hier also auf dieser kleinen Fläche acht Sensoren verbaut die zudem unterschiedlichste Aufgaben erfüllen müssen. Deshalb ist die Notch für mich nach wie vor kein ästhetisches Merkmal des iPhone sondern eine rein notwendige Sache und dürfte durchaus mehr gewürdigt werden – einfach wegen der Ingenieurleistung.

Hauptgrund für die Notch ist allerdings das neue biometrische Entsperrsystem namens Face ID welches Touch ID und somit auch den seit Bestehen des iPhone so charakteristischen Home-Button ersetzt. Das war ein durchaus mutiger Schritt von Apple und sorgte dafür, dass man wieder einmal bestehende Technologien neu betrachten und entwickeln musste. Bisherige Gesichtsscanner waren leider alles Andere als zuverlässig respektive sicher. Allzuoft reichten schon einfache Fotos von den eigentlichen Benutzer aus um das Telefon entsperren zu können.

Da Apple aber die Secure Enclave des jeweiligen A-Chips sowie alle hoch sensiblen Daten wie den iCloud-Schlüsselbund, die Health-Daten oder aber Apple Pay in Kombination mit der biometrischen Entsperrmethode verschlüsselt, musste was Neues her.

Aus diesem Gründen hat Apple bei die Face ID die eigentliche Gesichtserkennung um die so wichtige dritte Ebene, also um 3D sozusagen, erweitert. Genau hier kommt nämlich der Punktprojektor zum Einsatz welcher durch seine 30.000 erfassten Punkte einen virtuellen 3D-Scan Eures Gesichtes anlegt – und zwar in Echtzeit, wohlgemerkt.

Nur aus diesem Grund verhindert Apple, das ein einfaches Foto das Gerät entsperren kann wie es so häufig bei den Wettbewerbern möglich war. Doch das ist noch nicht alles, Face ID ist zudem in der Lage, dazu zu lernen. So spielt es keine Rolle, ob Ihr ein Cap, eine Mütze, eine Brille, Make-up oder eine Sonnenbrille trägt. Face ID entsperrt trotzdem zuverlässig und sicher das Gerät. Ermöglicht wird das hauptsächlich durch die Neural Engine im neuen A12 Bionic

 

Der A12 Bionic – seiner Konkurrenz auch in 2019 voraus

Der A12 Bionic, welcher zwar durch den Tablet-Ableger A12x im aktuellen iPad Pro 2018 geschlagen wurde, bietet im gesamten Smartphonemarkt eine Performance die ihresgleichen sucht doch dazu später mehr. Bevor wir etwas konkreter einsteigen, schauen wir uns ein paar Kennzahlen an:

  • Hergestellt im 7nm-Verfahren, als erster Chip in der Massenproduktion
  • 6,9 Mrd. Transistoren sind verbaut
  • Neural Engine mit bis zu 5 Billionen Operationen pro Sekunde, der Vorgänger musste sich noch mit 600 Mrd. Operationen pro Sekunde begnügen

Als aktueller SoC bietet der A12 Bionic einen extrem leistungsstarken Dual-Core-Rechenkern mit einer Maximaltaktung von 2,49 Ghz. Dem zur Seite steht ein äußerst energieeffizienter Quad-Core mit einer Taktfrequenz von max. 1,59 GHz – natürlich alles als 64-bit Architektur. Die Berechnung der Grafik übernimmt eine von Apple entwickelte Quad-Core GPU deren Rechenleistung im Vergleich zum Vorgänger im A11 Bionic um bis zu 50% verbessert wurde. Außerdem kommt ein eigens entwickelter Controller-Chip zum Einsatz der für das Energiemanagment verantwortlich ist. Zudem ist der M12-Motion-Koprozessor integriert, der dem gesamten A12 Bionic zur Verfügung steht.

Um es vorweg zu nehmen; der A12 Bionic ist ein absolutes Biest und hackt alles in Grund und Boden – sowohl Apps als auch SOC´s der Mitbewerber. Ich habe nicht eine App gefunden, die den A12 Bionic ins Schwitzen gebracht hat und es war egal ob es Games wie Asphalt 9, Dead Trigger 2 oder produktive Apps waren. Bestätigt wird der subjektive Eindruck vor allem durch Geekbench 4. Der Benchmark-Test weist einen Score von knapp 4800 Punkten im Single Core Modus und sagenhafte 11.300 Punkte im Multi-Core Modus auf.

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Das ist beeindruckend, vor allem wen man bedenkt, dass die Zahlen selbst nach mehrmaligen Durchlauf nur geringfügig in den Keller gehen. Die Ingenieure aus Cupertino haben auch bei der Wärmeentwicklung ganze Arbeit geleistet!

Wesentlich beeindruckender ist allerdings die neue Neural Engine im A12 Bionic womit sich der Kreis zu Face ID schließt. Cupertino hat die dafür notwendige Anzahl der Kerne von zwei auf insgesamt 8 Kerne vervierfacht und erreicht dadurch eine Leistung von insgesamt 500 TeraFlops (500 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) was aus Sicht der Leistung eine Steigerung um das Achtfache entspricht. Der direkte Vorgänger musste sich noch mit 600 GigaFlops (600 Mrd. Rechenoperationen pro Sekunde) begnügen – indes, über mangelnde Kraft konnte man sich auch nicht beim A11 Bionic beschweren. Flankiert wird das Ganze von 4 GB RAM wo Apple neben dem eigentlichen A12 die Zugriffsraten im sogenannten Level2-Cache grundsätzlich durch die Bank weg verdoppelt hat.

Diese Verbesserungen sind für den immensen Leistungssprung der Next-Gen Neural Engine verantwortlich und lassen Face ID noch einmal deutlich geschmeidiger laufen da nun ein zweiter Face ID Scan hinterlegt wird.

Die Kombination dieser Faktoren sorgt dafür, dass weder der Huawei Kirin 980, welcher auf der IFA 2018 als erster Chip im 7nm-Verfahren vorgestellt wurde, noch der aktuelle Samsung Exynos bzw. der Snapdragon 855 von Qualcomm an die Leistung des A12 Bionic herankommen; zumal im neuen iPad Pro 2018 die aufgebohrte Variante A12 Bionic X den Abstand nochmal deutlich vergrößert.

 

Das Display – OLED-Technologie in Perfektion?

Zugegeben, ich war beim iPhone X bezüglich des OLED-Displays mehr als skeptisch. Persönlich bevorzuge ich ja eher eine neutrale und harmonische Farbdarstellung und da konnten mich die bisher verbauten OLED-Displays bei den Wettbewerbern nicht so recht überzeugen. Vor allem Samsung schafft es nicht, diese bunte, bonbonfarbene Optik in den Griff zu bekommen. Außerdem ist dort immer wieder ein leichter, aber eben vorhandener Blaustich bei seitlicher Betrachtung zu sehen und das obwohl ja fast alle OLED-Displays in Smartphones von Samsung produziert werden.

Nun hat Cupertino direkt aus dem Stand heraus einfach mal das beste OLED-Display im iPhone X verbaut und dieses im iPhone Xs Max nochmalig verbessert. Schon im iPhone X hat das Display in puncto Farbbrillianz, Farbtreue, Weißwert, Kontrast und Farbgenauigkeit neue Maßstäbe gesetzt und dürfte als Ohrfeige für Samsung gelten. In der Zwischenzeit hat Samsung sein neues sAMOLED Infinity-O-Display vorgestellt und mit dem eigenen HDR10+ Standard ausgestattet doch das knapp fünf Monate alte iPhone XS-Display muss sich dahinter keinesfalls verstecken.

Im iPhone Xs Max hat Apple all diese Punkte nochmalig verbessert und das hervorragende Display nochmals auf ein höheres Level gehoben. Als größte Verbesserung sehe ich die maximale Helligkeit die Apple nun auf insgesamt 660 nits hochgeschraubt hat – selbst bei direkter Sonneneinstrahlung lassen sich die Bildschirminhalte vergleichsweise gut ablesen. Die Verbesserungen in der Farbgenauigkeit sind auf einem so hohen Level, dass laut DisplayMate das iPhone XS Max Display selbst hochwertige UHD-Fernseher überbietet

Nach wie beeindruckend ist es wie Apple die Abrundungen der Ecken im Display hinbekommen hat; selbst bei direkter Betrachtung lässt sich keine Treppchenbildung erkennen – Well done, Apple!

Noch ein Wort zur Auflösung, die beträgt nach wie vor 458 ppi. Das ist in meinen Augen mehr als ausreichend, alle Inhalte sind für mich knackscharf, Texte lassen sich entspannt ablesen und die Fotos sind brilliant. Persönlich hatte ich kein Bedarf nach einer höheren Auflösung zumal diese einen höheren Akkuverbrauch nach sich zieht.

Als Anmerkung muss ich nochmal das Seitenverhältnis ansprechen denn das fiel mir beim Wechsel von meinem iPhone 7 Plus auf das iPhone X negativ auf. Damals hatte mich das schmalere Display, die Breite im Hochkantformat betreffend, mehr als nur frustriert und auch ein Grund warum ich mit dem iPhone X eher unzufrieden war. Mit dem iPhone Xs Max hat Apple Gott sei Dank diesen Umstands behoben und bietet mir zumindest wieder in der Breite mehr Platz; nicht unerheblich.

Natürlich sind in der Zwischenzeit mit der S10-Reihe von Samsung neue Displays auf den Markt gekommen doch das iPhone Xs Max muss sich da keinesfalls verstecken – insbesondere da es ein gutes halbes Jahr älter ist.

 

Die Kamera – größere Überarbeitung als allgemein bekannt

Für viele von Euch da draußen, mich eingeschlossen, nimmt die Kamera in einem Smartphone einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Persönlich wähle ich mein Smartphone zwar nicht nach der Kamera aus jedoch sollte die Kamera eine gute Gesamtperformance besitzen und deshalb war das iPhone X für mich eine einzig herbe Enttäuschung. Gerade im Portraitmodus waren im Vergleich zu meinem iPhone 7 Plus klare Rückschritte zu erkennen.

Auch Apple hat dies erkannt und der Kamera im iPhone Xs (Max) eine deutlich umfangreicheres Update spendiert als man dies allgemein wahrgenommen hat. Zum Einsatz kommen weiterhin zwei 12 MP-Sensoren mit einem OIS (optischer Bildstabilisator) deren Sensor allerdings um 32% vergrößerst wurde um mehr Lichtinformationen aufnehmen zu können. Zusätzlich hat man den kompletten Aufbau der Linsen neugestaltet und einen neuen Bildprozessor integriert welcher direkt an die schier unfassbare Rechenleistung des A12 Bionic und seiner Next-Gen Neural Engine gekoppelt ist.

Dabei ist zu beachten, dass es sich hierbei um zwei eigenständige Kameras mit jeweils eigenen Bildsensoren handelt und nicht, wie allgemein angenommen, um eine Dual-Kamera im klassischen Sinne

Dabei setzt Apple nicht nur stupide auf ein Hardware-Upgrade sondern verknüpft Diese mit gelungener Software wie dem neu eingeführten Smart HDR welches gerade bei Aufnahmen im Gegenlicht mit hohen Kontrasten seine Muskeln spielen lässt.

Die Ergebnisse sind absolut beeindruckend, die Schärfe ist da, die Belichtung passt, Farben werden in der Regel neutral und natürlich wiedergegeben aber vor allem sind nun auch Details zu erkennen die vorher einfach abgesoffen sind. Hier zeigt sich, dass das die Software im iPhone vergleichsweise moderat in das Bild eingreift und nicht so überdreht wie in einigen Android-Smartphones.

 

Das wirklich Beeindruckende daran ist allerdings, dass diese Funktionen und Vorteile nun in Echtzeit und vom iPhone selbstständig berechnet bzw. entsprechend justiert werden können. So ist nun beispielsweise auch das Anpassen der Brennweite im Portrait-Modus während der Aufnahme möglich; bei den älteren Geräten ist das erst nachträglich in der Fotobearbeitung in der Fotos- App möglich. Apple dürfte diesbezüglich seinen Konkurrenten um ein bis zwei Jahre voraus sein. Es gibt zwar mittlerweile Konkurrenten da draußen, die eine vergleichbare Fotoqualität bieten jedoch in einer weiteren Disziplin absolut unterlegen sind – die Videofunktion.

 

Die Videoqualität ist nach wie vor unerreicht

Mit dem iPhone Xs Max lassen sich 4k-Videos mit 60 fps drehen, die wirklich butterweich laufen. Dazu tragen auch die beiden optischen Bildstabilisatoren bei, die Aufnahmen selbst in ungünstigen Haltungen unglaublich ruhig erscheinen lassen. Der Autofokus hält sich angenehm zurück und hält den einmal gesetzten Fokus ziemlich zuverlässig. Auch das Zoomen klappt deshalb ausgezeichnet auch wenn hierbei in schwierigen Situationen ein klein wenig die Schärfe verloren geht.

Ein gutes Video besteht nicht nur aus gutem Bildmaterial, auch der Ton muss passen. Hier hat Apple auf jeden Fall ganze Arbeit geleistet denn die beiden Stereomikrofone sind hervorragend abgestimmt. Die Stimme kommt für ein integriertes Mikrofon wirklich gut, klar verständlich und in ausreichender Lautstärke rüber. Manchmal sind sie sogar fast zu empfindlich denn Windgeräusche können aufgrund der Leistung schnell mal unangenehm werden. Trotz dessen sind die Videos mit dem iPhone XS Max die besten Videos, die ich je mit einem Smartphone gedreht habe.

 

Smart HDR zeigt die enorme Leistung von Kamera und dem A12 Bionic

Dabei will ich nochmal auf das Smart HDR eingehen, denn dadurch ist das iPhone gerade bei schwierigen Lichtbedingungen (wenn man beispielsweise gegen die Sonne fotografiert) in der Lage beeindruckende Ergebnisse zu erzielen; der direkte Vorgänger hatte hier absolut keine Chance wie das nachfolgende Bild eindrucksvoll belegt.

 

Das linke Bild ist mit dem iPhone X aufgenommen, das rechte Bild hingegen ist mit dem iPhone Xs Max aufgenommen

Vereinfacht gesagt schießt das iPhone Xs Max mit Smart HDR (welches automatisch aktiviert ist) statt drei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten eben 12 Bilder und berechnet daraus das ideale Bild mit der stimmigsten Belichtung was eben nur durch den neuen ISP geht welcher mit dem A12 Bionic verknüpft ist.

Aus diesen Gründen verwundert es mich nicht, dass das iPhone XS Max gemeinsam mit dem Google Pixel 3 (XL) die beste Smartphone-Kamera 2018 hat. Durch die Bank weg hat Apple es geschafft, dass man als Nutzer grundlegend gute Bilder erzielen kann ohne sich großartig mit den Einstellungen auseinander zu setzen. Wer darauf Lust hat, kann sich diverse Kamera-Apps wie Focos, Halide, ProCam und Co runter laden die einem deutlich mehr Flexibilität einräumen und die ich selbst auch nutze.

In der Zwischenzeit sind mit dem P30 Pro von Huawei und dem Samsung Galaxy S10 Plus Smartphones auf den Markt gekommen die durch das halbe Jahr Entwicklungszeit in bestimmten Bereichen unter guten Bedingungen bessere Bilder als das iPhone produzieren doch man muss hier ein paar Dinge einschränkend beachten:

Die Bilder sind bei allen Geräten mit der Stock Kameraapp aufgenommen worden wobei traditionsgemäß Apple gar keine Korrekturmöglichkeiten bezüglich ISO und anderen Werten. Zudem gibt es mittlerweile eine Menge Kameraapps die aus der iPhone-Kamera bdeutlich mehr herausholen als Apple selbst – stellvertretend sei Halide, Focos, ProCam und Co genannt von denen ich alle selbst regelmäßig nutze

Zum Anderen aber ist durch die umfangreiche Benutzeroberfläche und dem damit verbundenen tiefgreifenden Eingriff der Hersteller-Software in die Kamera selbst der Nutzer eines P30 Pro oder S10 auf Gedeih und Verderb dem Hersteller ausgeliefert oder muss entsprechend stark nachbearbeiten.

Nach wie vor ist das iPhone Xs Max für mich eine der besten Shot-on-Point-Kamera auf dem Markt; also einfach das iPhone aus der Tasche holen und losknipsen. Zudem kann man mit ein wenig Know-How noch Einiges aus dem iPhone herausholen!

 

Frontkamera

Keinesfalls vergessen will ich die Frontkamera welche ich ausschließlich für FaceTime-Video Telefonie sowie meine Instagram-Stories benutze. Laut Datenblatt scheint es keinerlei technische Verbesserungen im Vergleich zum iPhone X gegeben zu haben. Gleichwohl ist insbesondere der Portraitmodus deutlich verbessert worden obwohl er keinesfalls als gut zu bezeichnen ist. Schlimmer noch, er hängt deutlich hinter einem Google Pixel 3 zurück.

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Trotzdem hat gerade die Kantenschärfe im vorderen Bildbereich enorm zugenommen und bietet deutlich mehr Details als der Vorgänger.

Ich gehe stark davon aus, dass Apple hier die Software entsprechend nachgebessert hat.

 

Wie sich das iPhone im Alltag schlägt

Hierbei geht es weniger um Leistung und Performance sondern eher um den Akku und, viel wichtiger, das Handling. Denn das iPhone XS Max hat ja eine Displaygröße von 6,5″ und ist dementsprechend groß. Vor allem, wenn man kleine Hände wie ich hat. Doch das iPhone lässt sich für mich bequem in meine Gesäßtasche meiner Jeans unterbringen ohne dass es ständig herausfällt.

Eine Ein-Hand-Bedienung ist allerdings so gut wie unmöglich damit; nicht mal mit dem sogenannten Einhandmodus. Doch das ist ein Kompromiss denn ich gerne in Kauf nehme, zugunsten der deutlich größeren Displayfläche. Vor allem, weil nach dem Wechsel von meinem iPhone 7 Plus zum iPhone X für mich endlich wieder die Symmetrie des Displays stimmt. Ich mag es wenn das Display in der Breite ein wenig mehr Platz bietet und die Tastatur somit größer ist. Dabei kommt meiner Meinung auch das nahezu randlose Design des Display erst richtig zum Tragen. Mit dem eher länglichen Display des iPhone X habe ich mich nie so recht wohlgefühlt.

Die Display-Größe ist für mich auf jeden Fall schon nahe dran an der Perfektion. Mit den 6,5″ lässt sich entspannt im Netz surfen, für Instagram hat man ausreichend Platzt und auch das Schauen von Netflix-Inhalten oder Live-Streams ist wirklich klasse. Lediglich beim Verfassen von Mails stört das Display etwas, was allerdings am fehlenden Zeilenumbruch innerhalb von Apple Mail liegt. Brauche ich unterwegs mehr Platz, kann ich bequem zu meinem iPad Pro 10,5″ zurückgreifen welches aufgrund der Differenz von 4″ einen nutzbaren Mehrwert bringt ohne das eines der beiden Geräte obsolet wäre. Diesen Spagat hat Cupertino wirklich gut hinbekommen.

Mit dem Display ist auch der Akku gewachsen, welcher nun laut diversen Registrierungsbehörden eine Kapazität von knapp 3.174 mAh beträgt. Laut Apple sind somit ca. 15 Stunden Video schauen möglich.

Im Alltag bekommt man eine vernünftige Akkulaufzeit, die keinesfalls überragend ist – wie bei jeder iPhone-Generation.

Doch bisher hatte ich keine großen Probleme und der Akku hat mich eigentlich gut über den Tag gebracht. Ich surfe zwischen drei und fünf Stunden im Netz, füttere meine Social-Media-Feeds und bekomme so am Tag zwischen 30 und 80 Mails, die ich via Push abrufe. Dazu kommt durchschnittlich 90 Minuten Telefonie dazu und am abend habe ich so ca. 35 – 50% Reskapazität. Keinesfalls überragend doch für mich mehr als ausreichend. Damit komme ich vernünftig durch meinen Alltag, nicht mehr erwarte ich von einem Smartphone. Zwar gibt es diverse Test, die beispielsweise dem iPhone Xr oder dem Huawei Mate 20 Pro eine bessere Akkuleistung bescheinigen. Die relevante Frage ist dabei allerdings zu welchen Kompromissen. Das iPhone Xr hat im direkten Vergleich die deutlich schlechtere Ausstattung, nur 2×2 MIMO LTE-Antennen, LCD-Display statt OLED, geringere Auflösung, und Huawei ist recht aggressiv im Powermanagement was das erzwungene Beenden von Apps im Hintergrund angeht.

Es ist doch so; wir laden unsere Smartphones jeden Abend auf und solange wir die Lithium-Ionen-Technologie in den Akkus verwenden, ist eine Verbesserung der Akkulaufzeit nur mit Kompromissen erreichbar!

 

Ansonsten ist das iPhone im Alltag eine wahre Freude denn Apple hat es wieder einmal geschickt verstanden, alle Komponenten zu einem homogenen Erlebnis zusammenzufügen wodurch es einfach Spass macht, das iPhone zu nutzen. Das fängt beim Entsperren durch Face ID an, geht über das große Display mit einer wirklich guten Darstellungsqualität einher und die Leistung ist definitiv über jeden Zweifel erhaben. Die Kamera schießt für mich tolle Fotos ohne das ich groß irgendwas daran verstellen muss. Wenn ich ein spezifisches Fotomotiv habe was ein Eingreifen in die Einstellungen meinerseits benötigt greife ich einfach auf eine der zahlreichen Drittanbieter-Apps zurück

 

 Fazit

Naturgemäß ist das iPhone Xs Max die aktuelle Sperrspitze des iPhone-Lineup und alles andere hätte mich auch gewundert. Über die Qualität der veschiedenen Komponenten ist schon alles geschrieben worden und ich möchte diesbezüglich nur noch einmal auf die Displaygröße von 6,5″ eingehen die einfach phänomenal ist. Für mich genau richtig um unterwegs entspannt im Netz surfen zu können und trotzdem noch kompakt genug um es in die Hosentasche zu stecken. Vor allem aber habe ich mit dem Xs Max nun endlich wieder das für mich passende Displayverhältnis denn das normaler iPhone X war mir einfach viel zu schmal. Erreicht wird dies durch die wirklich schmalen Displayränder- Fairerweise muss man sagen, das in der Zwischenzeit Huawei und Samsung ihre neuen Flaggschiffe mit noch schmaleren Displayrändern vorgestellt haben. Doch die beiden Hersteller haben an der Front drei unterschiedlich dicke Rahmen am Display und das ist alles andere als ästhetisch. Zu der grottigen Platzierung der Frontkamera ist auch schon alles gesagt worden.

Überhaupt bieten diese beiden Hersteller individuell leistungsfähigere Hardware doch Apple hat ja mit dem OS bekanntermaßen ein absolutes Faustpfand in der Hand. Dank iOS 12 fühlt sich das iPhone geschmeidig an, hat einige durchdachte Funktionen und bietet vor allem eine ganz andere Qualität an Apps – den strengen Auflagen sowie der engmaschigen Kontrolle sei Dank.

Somit ist das iPhone Xs Max ein rundherum gelungenes iPhone und ich würde es uneingeschränkt empfehlen wenn da nicht ein Detail wäre – und das ist der unverschämte Preis.

Selbst nach einem knapp sechs Monaten am Markt ist der Preis, bis auf wenige Ausnahmen, stabil bei der UVP geblieben und die ist mit 1.249,00€ viel zu teuer. Dabei reden wir hier von der 64 Gb Variante. Will man die von mir empfohlenen 256 GB haben liegt man schon bei 1419,00€ – dafür kaufen sich andere ein Auto oder fliegen für zwei Wochen All Inclusive auf die Kanaren.

Zwar hat sich der Straßenpreis um ca. 100,00€ , was immer noch eine Menge Geld ist, nach unten korrigiert wie man hier ersehen kann

Versteht mich nicht falsch, Produkte von Apple waren schon immer etwas teurer und Cupertino liefert neben der reinen Hardware auch zusätzliche gewichtige Argumente für ein iPhone. Es wird deutlich mehr Wert auf den Datenschutz gelegt, mit iWork ist eine vollwertige Office-Suite an Board, iMovie und Garageband für Kreative ist ebenfalls kostenfrei mit dabei und dann ist da noch der lange Software-Support. Bis zu 5 Jahre lang liefert Apple das jeweils aktuelle iOS aus. Auf der anderen Seite aber knausert man extrem beim Zubehör; der mitgelieferte 5 Watt Poweradapter ist ob der integrierten Fastcharge-Technologie ein Witz und das Wegrationalisieren des Lightning-auf-Klinke-Adapter schlicht eine Frechheit.

So ist es für mich auch nicht verwunderlich das der hohe Preis Apple bei den iPhone-Modellen das Genick zu brechen zu scheint. Alleine in Q2 2019 hat Cupertino bis zu 30% weniger iPhones verkauft (im Vergleich zum Vorjahresquartal) und laut Insidern sind die Lager üppig gefühlt. Tim Cook hat sich mit der Hochpreisstrategie mit Preisen über 1000,00€, seit dem iPhone X auch für das Einstiegsmodell, in eine Sackgasse manövriert aus der man nicht so einfach herauskommt. Denn das neue iPhone muss, um dem Premiumanspruch gerecht werden zu können, ebenfalls einen Preis über 1000,00€ aufweisen und dann sind da noch die unliebsamen Wettbewerber. Die haben die Steilvorlage dankend angenommen und bieten Ihre neuen Flaggschiffe ebenfalls mit Preisen jenseits der 1000,00€ Grenze an.

Meiner Begeisterung für das iPhone Xs Max tut das keinen Abbruch. Dafür hat Apple zu viel richtig gemacht und robust ist es obendrein auch noch. Alleine in den letzten drei Wochen ist mir das Gerät, mit Schutzhülle zwar, viermal auf die Fliesen gedonnert und das Xs Max hat nicht einen Kratzer – chapeau´Apple. Das liegt auch daran, dass Apple die Eloxierung am Rahmen deutlich robuster gestaltet hat. Der Vorgänger hatte hier mit recht schnellen Abplatzern zu kämpfen.

Wer von Euch hat denn sich ebenfalls ein iPhone Xs Max gegönnt und wie zufrieden seit Ihr damit? Euer Feedback ist wie immer in den nachfolgenden Kommentaren erwünscht.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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