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Meine Woche – 14/19

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

Wisst Ihr, ich mag es zu bloggen, mit Worten kreativ zu sein, im Netz und draußen nach neuen Trends Ausschau zu halten. Ich mag die Kommunikation mit meiner Community, das Feilen an meinen Texten sowie die Layouten mit Bildern. Das ist etwas was mich auf einer persönlichen Ebene erfüllt.

Doch seit letzter Woche Dienstag, den 26.03.19, ist all dies in Gefahr. An diesem Tag hat das Europäische Parlament nämlich die Verabschiedung von Artikel 11 und Artikel 13 beschlossen. Laut Vorschriften müssen solche Beschlüsse innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre in geltendes Recht umgesetzt werden.

Schon mehrfach habe ich gerade hier in den vergangenen Wochen in meinem Wochenrückblick regelmäßig auf die einzig technisch mögliche Umsetzung sowie dem riesigen Gefahrenpotenzial hingewiesen – allein gebracht hat es leider nichts.

Ich betone nochmals an dieser Stelle, dass wir durchaus eine Reformierung des Urheberrechts benötigen doch insbesondere Artikel 13 wird die Art und Weise wie wir im Netz unterwegs sind, den Austausch als auch die Meinungsfreiheit und damit verbunden die Demokratie massiv und nachhaltig aushöhlen.

Wie kann es denn sein, dass Axel Voss, der sich laut eigenen Angaben seit mehr als anderthalb Jahre intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt hat, immer noch nicht genau erklären kann, welche Folgen das hat und wie sich das in der Praxis handhaben lassen soll?

Viel gravierender ist allerdings, dass Künstler und Autoren, die sich jetzt dafür einsetzten, bei der Umsetzung aus allen Wolken fallen werden weil Sie nämlich feststellen, das einzig und alleine Ihre Verlage, Manager, Studios etc. pp mehr Geld verdienen werden. Schließlich besitzen sie oftmals einen nicht unerheblichen Anteil an ihrem geistigen Eigentum. Soviel Naivität ist geradezu erschreckend und zeigt auf, wie gefährlich Ahnungslosigkeit sein kann – Hauptsache die sozialen Netzwerke werden mit schicken Bildchen gefüttert.

Kommen wir nun also zu Apple und da war die vergangene Woche etwas bemerkenswert. Denn Cupertino gab die Einstellung eines bereits zuvor vorgestellten Produktes bekannt – AirPower wird nämlich eingestellt. Schon seit Längerem kursierten Gerüchte, dass die Ingenieure aus Cupertino die Hitzeentwicklung der sich überlappenden Ladespulen nicht in den Griff bekommen hat.

 

Dabei ist Ingenieur das richtige Stichwort. Am Anfang vergangener Woche musste Apple einen dramatischen Verlust verkraften. Gerard Williams III, seines Zeichens maßgeblich federführend für die Entwicklung Apple´s A-Prozessoren, verließ das Unternehmen. Er war verantwortlich für die Architektur der iPhone/iPad Prozessorkerne A7 bis 12X und maßgeblich daran beteiligt, dass Apple hier einen signifikanten Wettbewerbsvorteil gegenüber Samsung und Qualcomm genießt. Sogar Intel muss sich vor dem A12X in Acht nehmen. Zudem schrieb er im Namen von Apple zahlreiche Patente und entwickelte den ersten mobilen 64-bit Prozessor für mobile Geräte. Ein Patent mit dem Apple den Chipgiganten Qualcomm extrem stark unter Druck setzt wie man im aktuellen Kartellrechtsstreit erfahren konnte. So war der kalifornische LTE-Chipgigant nicht in der Lage, das atemberaubende Entwicklungstempo von Apple mitzugehen und hatte enorme Schwierigkeiten damit seine Komponenten in einer 64-bit-Variante herzustellen.

Andererseits ist Apple im Bereich Hardware durchaus ein Coup gelungen und dürfte manch einem Konzernlenker in der Automobil-Industrie schlaflose Nächte bereiten. Cupertino konnte nämlich ein hochwertiges Prospect von Tesla abwerben. Niemand Geringeres als Michael Schwekutsch, seines Zeichens Leiter der Antriebsstrang-Entwicklung, wechselte zu Apple um sich dem ominösen „Project Titan“ anzuschließen. Jenes sagenumwobene Apple Car das durchaus einige turbulente Monate hinter sich hat. So zog man in Cupertino bis zu 400 Mitarbeiter ab was als Zeichen der Einstellung gewertet wurde. So wurde im Anschluss spekuliert, dass Apple eher eine Software-Plattform für Automobilhersteller entwickeln wolle. Doch mit dem Wechsel von Schwekutsch dürften die Spekulationen um ein neues Auto neue Nahrung bekommen.

 

Das Agieren von Apple mutet auf den ersten Blick etwas seltsam an. Hardware wie AirPower wird eingestellt und komplizierte Geschichten wie ein Auto werden weiter verfolgt. Dahinter gibt es allerdings eine Strategie und die verfolgt Tim Cook schon seit geraumer Zeit. Er will Apple nämlich zu einem Dienste.Konzern umbauen und die Umrisse werden immer deutlich sichtbarer. So weicht Apple seine eigene Maxime, dass die eigenen Services auf eigenen Geräten laufen sollen, immer mehr auf um möglichst viele Kunden ansprechen zu können. Apple möchte nun den umgekehrten Weg gehen und potenzielle neue Hardware-Kunden über die Dienstleistung gewinnen. Ein durchaus riskantes Spiel doch Apple hat gar keine andere Wahl denn ganz offensichtlich ist der so wichtige iPhone-Peak näher als wir alle dachten. Die Hardware verkauft sich zu den Preisen immer schwerer, vor allem in den Schwellenmärkten China und Indien steuert Apple mit diversen Preissenkungen gegen, und die Neuentwicklungen bewegen sich in immer feineren Details die nicht zwingend einen jährlichen Neukauf rechtfertigen. Zudem sind die Konkurrenten wie Google und Amazon auf diesem Gebiet des Diensteausbaus schon deutlich weiter.

Auch deshalb hat Apple neue Stellenausschreibungen für Siri geschaltet um den digitalen Assistenten schlauer und geistreicher zu machen. Konkret möchte Cupertino die Sektionen Sport und Wetter angehen und verbessern sowie die Persönlichkeit von Siri angehen. Apple will Dialoge in möglichst vielen Sprachen entwickeln lassen um Siri neben geistreichen Antworten auch mehr kulturelles Bewusstsein einzuimpfen.

Dabei ist der Ansatz von Apple gerade im Blick auf den Datenschutz für die Nutzer mehr als interessant und dürfte bei richtiger Durchführung relativ Cupertino schnell eine Vormachtstellung auf dem digitalen Dienste-Markt bescheren. Außerdem dürfte das Werbe- sowie das Tracking-Verbot weitere Kunden anziehen. Dazu kommt noch Apple Arcade welches Apple ohne lästige In-App Käufe anbieten will. Garniert wird das Ganze zudem mit der eigenen Kreditkarte die es Apple ermöglicht, wirklich Alles aus einer Hand anzubieten.

Ob wir hier in Europa, und im Speziellen in Deutschland, davon etwas haben werden bleibt abzuwarten. Zum aktuellen Zeitpunkt nämlich werden alle diese Sachen, bis auf Apple TV+ und Apple Arcade (die apple TV channels werden nur eingeschränkt kommen), nämlich nahezu ausschließlich in den USA angeboten. Dabei ist die Gefahr groß, dass das Apple Öko-System sich zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickeln könnte.

 

Damit will ich es für diese Woche belassen. Was waren denn Eure Highlights der vergangenen Woche? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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