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Meine Woche – 05/19

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

die Woche war für mich persönlich ziemlich hart dank der Frühschicht und dem damit verbundenen Aufstehen um 06:15 doch DAS Highlight war definitiv der Superbowl LIII (Superbowl 53) zwischen den Los Angeles Rams und den New England Patriots. Es war auch ein Duell der Generationen; und zwar auf den beiden wichtigsten Positionen – Headcoach und Quarterback. Die junge Garde um Sean McVay und Jared Goff forderte die Arrivierten um Bill Belichick und Tom Brady heraus.

Heraus kam kein sonderlich schönes Spiel, schließlich waren es die wenigsten Punkte aller Zeiten, aber ein spannendes Spiel welches von den beiden Defensives geprägt worden.  Dabei haben weniger die beiden Quarterbacks geglänzt sondern vielmehr der Coaching Staff der Patriots. Bill Belichick als defensiv geprägter Head Coach hat seinen Gegenüber ganz klassisch ausgecoacht und somit den 6. Ring für Tom Brady erst ermöglicht.

Nun wie dem auch sei, wenden wir uns nun wieder den News aus der Welt von Apple und Co zu. Vor allem aber müssen wir noch einmal über die Zahlen aus der letzten Quartalskonferenz von Apple sprechen die nicht nur das Weihnachtsgeschäft sondern auch das erste Quartal des neuen iPhone-Lineup widerspiegeln.

Schlüsseln wir die wichtigsten Zahlen noch einmal ganz konkret auf:

  • Umsatz von 84,3 Mrd $ (statt erwarteter 89 Mrd. $)
  • Erzielter Gewinn von 19,97 Mrd. $
  • iPhone-Sparte verlor 15% Umsatz
  • iPad-Sparte legte um 17% zu
  • Die Marge über alle Produkte liegt bei 34%
  • Apple verzeichnet knapp 360 Mio. laufende Abos
  • Apple Music verzeichnet 50 Mio angemeldete Kunden
  • Insgesamt gibt es 1,4 Mrd. aktive Applegeräte wobei das iPhone mit knapp 900 Mio. aktiv genutzter Geräte den Löwenanteil ausmacht
  • Forschung & Entwicklung verschlangen zuletzt 500 Mio $

Das sind absolut beeindruckende Zahlen, wobei wir nicht vergessen dürfen, dass Umsatz und Gewinn deutlich hinter den Erwartungen lagen. Zum ersten Mal in der iPhone-Dekade musste man eine entsprechende Gewinnwarnung herausgeben. Dazu nahm Tim Cook noch einmal ausführlicher Stellung und erklärte, dass dafür ein Mix aus Absatzschwächen im so wichtigen chinesischen Markt, gesunkene Subventionen im südostasiatischen Markt sowie höhere Dollar-Preise verantwortlich seien. Auch das Akkuprogramm habe dafür gesorgt, dass viele Kunden einen Neukauf verschoben haben. Über die (hohen) Preise äußerste sich Tim Cook nur vage und erklärte lediglich, dass das neue iPhone XS auf dem gleichen Niveau wie sein Vorgänger liege, das iPhone Xr preislich zwischen dem iPhone 8 und dem 8 Plus positioniert sei und das iPhone XS Max die neue Speerspitze darstelle.

Unisono betonten Tim Cook und Luca Maestri, dass man weiterhin an dem in 2016 ausgegebenen Ziel festhalten will den Umsatz in der Service-Sparte (zu dem iTunes, iCloud, Apple Care+, App Store, Apple Music und Co zählen) bis 2020 zu verdoppeln.

Dazu soll auch ein „Netflix für Spiele“ beitragen mit dessen Hilfe Apple die Kontrolle der Spiele-Entwickler brechen und in die eigenen Hände nehmen will. Bisher ist es ja so, dass die Spiele auf dem Freemium-Prinzip basieren. Das eigentliche Spiel ist zwar kostenfrei doch um Erfolg im Spiel zu haben müssen sogenannte In-App Käufe getätigt werden. Apple will hier für einen monatlichen Festpreis hochwertige Spiele in vollem Nutzungsumfang anbieten. Noch sind diese Pläne allerdings nicht über ein Entwicklungsstudium hinausgekommen; frühestens Mitte7Ende 2020 dürfte es konkreter werden.

Dafür ist es elementar wichtig das eigene Öko-System zu stärken und zu schützen, was Apple in der vergangenen Woche eher so semigut gelungen ist. Zum Einen hat man diversen Großkonzernen wie Facebook den Enterprise-Zugang abgedreht, weil man interne Apps testete die sehr wohl im Hintergrund Daten seiner Nutzer abgriff und an seine Server weiterleitete. Das verstieß eklatant gegen die Nutzungsbedingungen und sorgte für ordentlich Frust bei Facebook denn diverse intzerne Entwicklerapps funktionierten auch nicht mehr. In der Zwischenzeit hat Apple den Enterprisezugang allerdings wieder freigegeben.

Blöd ist allerdings, dass man in punkto Datenschutz diese Woche selbst nicht so glänzen konnte. Die Rede ist vom sogenannten FaceTime-Backdoor Bug wodurch ein Anrufer vor dem eigentlichen Abnehmen des Anrufers Audio- und Videodaten übertragen bekommen hat. Man hat zwar reagiert, allerdings indem man die betreffenden Server für die FaceTime-Gruppenchats einfach deaktivierte.

Wenig überraschend ist es deshalb, dass in den USA erste Klagen wegen dieses Fehlers eingereicht wurden.

Das entsprechende Update auf iOS 12.1.4, welches eigentlich am Freitag kommen soll, wurde von Apple auf die kommende Woche verschoben; vermutlich um letzte finale, interne Tests durchlaufen lassen zu können.

Pikant ist allerdings, dass Apple schon seit knapp zweieinhalb Wochen darüber Bescheid wusste. Gerade auf twitter bekam der Konzern aus Cupertino zahlreiche Nutzerfeedbacks und reagierte trotzdem nicht. Für einen Konzern der in letzter Zeit ständig das Thema Datenschutz und Privatsphäre in den Vordergrund stellt, ein Armutszeugnis. Zu allem Überfluss wurde nun auch bekannt das in den Vereinigten Arabischen Emiraten hunderte von iPhones ausspioniert worden sind. Wer die treibende Kraft dahinter oder welche iOS-Version dafür „verantwortlich“ war, erfuhr man indes nicht.

Doch das Karma schlägt zurück und so wurde bekannt, dass Apple mal wieder Opfer eines versuchten Datendiebstahls wurde. So soll ein Ingenieur versucht haben Rohdaten von Applés Titan Projekt auf eine Festplatte zu kopieren um damit seinen Oneway Flug nach China anzutreten. Gott sei Dank wurde dieser Vorfall von den internen Sicherheitsmechanismen bemerkt und Cupertino konnte somit die örtlichen Polizeibehörden verständigen welchen den Verdächtigen direkt zuhause verhaften konnten.

 

Kommen wir noch einmal zu Facebook zurück denn wie bekannt wurde möchte man die drei verschiedenen Plattformen facebook, Instagram und WhatsApp spätestens Ende 2020 auf eine einheitliche technische Plattform aufstellen. Bekanntlich hat Mark Zuckerberg Instagram und WhatsApp (für viel Geld) zugekauft allerdings aber bisher auf eigenständiger Basis laufen lassen; zumindest aus technischer Sicht betrachtet. Doch das bedeutet im Zweifelsfall drei Enwicklungsteams, die entsprechende Kosten nach sich ziehen und Lösungen sowie neue Funktionen erheblich verteuern bzw. verzögern. Deshalb verwundert diese Nachricht nicht wirklich zumal Mark Zuckerberg dringend die Profitabilität angehen muss; seine Aktionäre erwarten schließlich eine Refinanzierung der eingesetzen Investitionen.

Aus datenschutztechnischer Sicht bleibt abzuwarten inwieweit die einzelnen Informationstränge der Nutzer gesondert behandelt werden. Mit Sicherheit dürfte das im Rahmen der Zusammenlegung eine DER zentralen Fragen werden und facebook sollte alles daran setzen die Sorgen der Nutzer ernst zu nehmen. Denn zurzeit steht facebook mit seiner Auffassung von Datenschutz am Scheideweg, eine erneute eklatante Missachtung der Privatsphäre könnte für den Untergang des Zuckerberg-Imperiums sorgen zumal etwaige Regulierungsbehörden mit Sicherheit ein erhöhtes Augenmerk darauf legen werden.

 

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