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Ein guter Monat mit Apple Pay – Ein Erfahrungsbericht

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag hier auf meinem Blog,

Heute will ich Euch einmal meine bisherigen Erfahrungen rund um Pay nahebringen – ein Dienst auf den wir fast vier Jahre warten mussten, bis er endlich zu uns nach Deutschland kam.

 

Zur Erinnerung:

Anfang des vergangenen Frühlings verkündete Tim Cook etwas überraschend, dass man Pay bis Ende des Jahres 2018 auch in Deutschland an den Start bringt; wobei man die allgemein übliche Formulierung „later this year“ nutzte. In der Zwischenzeit nämlich war Deutschland so eine Art Gallisches Dorf, wie aus einem berühmten französischen Comic, geworden denn nahezu alle Nachbarländer konnten diesen Dienst schon vorweisen. Selbst in Ländern wie Kasachstan ging der Dienst vor hier an den Start; und diese sind mitnichten so im technologischen Bereich und im Handel aufgestellt wie wir.

Wie dem auch sei, am 11.12.2018 war es endlich soweit und die Einführung erfolgte dann doch etwas schmucklos. Bei den meisten Nutzern poppte lediglich in der Wallet-App auf dem iPhone ein entsprechender Hinweis auf oder man stolperte über einen aktualisierten Eintrag in der Tipps & Tricks-App darüber.

 

Einrichtung

Die Einrichtung hatte ich im oben verlinkten Beitrag schon einmal genauer erklärt, führe sie aber noch einmal kurz aus; sie ist wirklich superleicht. Alles was Ihr benötigt, ist ein iPhone mit einem NCF-Chip (ab iPhone SE oder höher) sowie eine Kreditkarte einer teilnehmenden Bank. Stand heute sind das folgende Banken:

  • Deutsche Bank (wobei sich hier direkt aus der App heraus eine kostenfreie virtuelle Kreditkarte OHNE Schufa-Abfrage beantragen lässt)
  • Comdirect Bank
  • N26
  • Hanseatic Bank
  • O2 Banking by Fidor Bank
  • American Express (nur als originale Kreditkarte)

Außerdem sind folgenden Finanzdienstleister zugelassen, wo man entweder ein Guthaben aufladen muss oder eine Ermächtung zum Lastschriftverfahren ausgeben muss

  • VimPay
  • bunq
  • Boon

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Einfach die Wallet-App auf dem iPhone öffnen und anschließend in der rechten oberen Ecke auf das +-Symbol tippen. Anschließend die genutzte Bank auswählen und im nächsten Schritt die Kreditkarte in das Kamerafeld halten und abscannen lassen (ein manuelles Eintragen der Kreditkartendaten ist ebenfalls möglich)  Im nächsten Schritt müsst Ihr noch die sogenannte CV-Nummer (die Sicherheitsnummer auf dem Unterschriftenfeld, auffindbar auf der Rückseite der Kreditkarte) eintragen.

Anschließend überprüft Apple die Daten und fragt eine Autorisierung an. Das sollte innerhalb von zwei bis fünf Minuten erledigt sein. Damit ist die Einrichtung Pay abgeschlossen – ganz easy.

 

Funktionsweise bzw. Vorteil von Pay

Der Clou an der Sache ist dabei Folgender: Apple speichert nicht die Kreditkarte im eigentlichen Sinne sondern legt für jede Karte einen Software-Token an; einen willkürlich erstellen Software-Schlüssel welcher auf dem iPhone gespeichert wird. Dadurch können auch mehrere Kreditkarten innerhalb der Wallet-App für Apple Pay abgelegt werden. Besagter Token dient bei einer Transaktionsanfrage nun dazu, die Identität zwischen Apple, der Bank und dem Kunden zu gewährleisten. Im Anschluss wird lokal auf dem Gerät, mit welchem die Zahlung autorisiert werden soll, ein individueller Transaktionscode generiert.

Das sorgt dafür, dass keinerlei Klardaten wie Name, Kreditkartentyp oder Kreditkartennummer an den Händler übertragen werden. Aufgrund dessen lassen sich auch keinerlei Rückschlüsse auf Euch ziehen. Gleiches gilt auch für die Bank, die zudem nicht mehr ohne Weiteres den Grund der Transaktion nachvollziehen kann. Somit werden der Händler und die Bank durch die fehlenden Informationen in der Maßanfertigung von individueller Werbung eingeschränkt und ihr erhaltet ein Stück weit die Kontrolle bzw. Anonymität zurück. Ihr habt Euch doch bestimmt auch schon mal gefragt, wie bestimmte Werbung in eurem Briefkasten landet. Übrigens, auch Apple speichert diesbezüglich keinerlei Daten zu der Transaktion; ergo ist auch hier keine Nachverfolgung möglich – alle Transaktionen werden innerhalb der Wallet-App durch die Apple ID und das dazugehörige Passwort verschlüsselt!

 

Sind mehrere Kreditkarten möglich?

Stand heute kann ich sagen, dass sich die jeeiligen Kreditkarten zweier verschiedener Banken völlig unproblematisch nutzen lassen. Zu Testzwecken habe ich jetzt noch einmal eine dritte, virtuelle Kreditkarte des Bankkontos bei der Deutschen Bank angefragt.

 

Akzeptanz von Apple Pay

Wie Ihr alle wisst, benutzt Pay zur Kommunikation zwischen dem genutzten Endgerät und dem Bezahlterminal den Funkstandard NFC. Diese Technik existiert schon seit ein paar Jahren und hat den großen Vorteil, dass der Datenaustausch zwischen den beiden Geräten nur auf extrem kurzen Distanz funktioniert. Das bedeutet, dass die Geräte direkt über das Terminal gehalten werden müssen und das Abfangen der Kommunikation deutlich erschwert wird.

Der größere Vorteil ist allerdings die generelle Verbreitung von NCF-Terminals. De facto besitzt eigentlich jedes Geschäft solch ein Terminal; ob es der Starbucks, der Mediamarkt oder das Hipster-Cafe´bei mir im Viertel ist. Technisch kann man also überall bezahlen. Etwas schwerwiegender fällt da die Akzeptanz von Kreditkarten aus wobei Pay in vielerlei Hinsicht diverse Händler zum Umschwenken motiviert hat. So kann ich beispielsweise nun auch beim Penny bei mir um die Ecke damit bezahlen; vorher hat er sich strikt gegen die Annahme von Kreditkarten geweigert!

 

Der alltägliche Einsatz

Im Grunde genommen unterscheidet sich Apple Pay durch das NFC-Verfahren gar nicht so grundlegend von bisherigen EC-Karten mit der gleichen Technik. Wie oben beschrieben, muss die Karte bzw. die Apple Watch oder das iPhone über das Terminal gehalten werden und die Zahlung wird autorisiert.

Der große Vorteil während des Bezahlen ist allerdings die Autorisierung mithilfe der biometrischen Sensoren mittels Face ID oder Touch ID welche3 innerhalb eines Sekundenbruchteils erledigt ist. Bei einem iPhone 8/ 8 Plus oder niedriger tippt man einfach kurz doppelt auf den Homebutton und Pay kann genutzt werden. Bei einem iPhone mit Face ID reicht ein kurzer Doppeltipp auf die Seitentaste inklusive eines kurzen Blicks auf das Display aus. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, ohne diese biometrische Autorisierung kann keine Zahlung abgeschlossen werden. Eine liegengelassene EC-Karte kann sehr wohl zur Zahlung genutzt werden, wenn auch nur bis 25,00€ – darüber ist der Pin erforderlich.

Noch einfacher geht es allerdings mit der Apple Watch und der aktivierten Handgelenkserkennung. Ein Doppeltipp auf die Seitentaste reicht aus, die Uhr über das Terminal halten und fertig. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich zudem die hinterlegten Kreditkarten deutlich komfortabler verwalten lassen. Ein einfacher Wisch nach links lässt mich durch die Karten scrollen. Lebensmitteleinkäufe im Penny werden über das Haushaltskonto durchgeführt, während ich den neuen Sneaker lieber über mein privates Konto bezahle – besser für den Haussegen.

Während der bisherigen Nutzungsdauer sind mir drei Dinge aufgefallen, die sich nachhaltig festgesetzt haben.

Da wäre zum Einen, dass für eine Zahlung mit der Apple Watch offensichtlich keine direkte Bluetooth- oder W-Lan Verbindung vonnöten ist denn die Zahlung an der Tankstelle in Tschechien war trotz unterbrochener Verbindung absolut problemlos möglich. Zwar hatte ich bisher keinen weiteren Fall aber würde das nicht gehen, hätte es mit Hoher Wahrscheinlichkeit direkt bei der betreffenden Zahlung eine Fehlermeldung gegeben.

Zum Anderen lassen sich auch vergleichsweise hohe Beträge damit problemlos OHNE Eingabe des Pin-Code zahlen, das iPhone SE als Weihnachtsgeschenk für den Schwager lag bei 250,00€ und die Zahlung bei Mediamarkt war innerhalb weniger Sekunden erledigt.

Der dritte Punkt ist allerdings am Beeindruckendsten – Nie war Bezahlen für mich einfacher, unkomplizierter und gleichzeitig mit einem höheren Sicherheitsstandard versehen.

Ich muss mir keine Gedanken mehr über all die Eingabe-Pins für die jeweiligen Karten machen, sie irgendwo notieren wo sie mir vielleicht doch gestohlen werden können oder mich vor einem Verlust/Diebstahl meiner Geldbörse an öffentlichen Plätzen wie eine Disko, Flughafen oder Weihnachtsmarkt fürchten.

Das meine ich übrigens wortwörtlich denn direkt am ersten Tag habe ich glatt mein Ridge Wallet zuhause liegen lassen – und ich musste noch Weihnachtsgeschenke einkaufen.

Dies als Ausrede zu nutzen um mich vor der nächsten Runde zu drücken ist dann allerdings auch hinfällig; einen Tod muss man ja sterben….

 

Fazit

Wie Ihr bereits bemerkt habt, bin ich von Apple Pay begeistert. Es ist kinderleicht einzurichten, wirklich einfach in der Alltagsbedienung und gleichzeitig mit einem hohen Sicherheitsstandards ausgestattet. Die Anonymisierung nehme ich als Sahnebonbon gerne mit. Kurzum – endlich mal wieder eine Softwarelösung die wirklich Apple-like ist.

Last but not least dürfte durch die Kombination all dieser Faktoren inklusive der immensen Verbreitung der dafür ausgelegten iPhone-Modelle das Thema Mobile Payment die lange vermisste Dynamik bekommen um das Thema voranzutreiben.

Kleine Notiz am Rande – In Deutschland hat Apple Pay bzw. die Verweigerung von Apple Pay durch  die Sparkassen, Postbank und Co für eine nachweisbare abwanderung von Kunden zu unterstützenden Finanzinstituten geführt. Alleine die Comdirekt Bank hat seit dem Start knapp 100.000 neue Kunden hinzugewonnen – eine beachtliche Leistung.

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