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Warum die Apple Watch Series 4 das beste Apple-Produkt aus 2018 ist

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Review auf meinem Blog,

Heute soll es um die Apple Watch Series 4 gehen; dem heimlichen Star aus der vergangenen September-Keynote und das absolut zu Recht. Glücklicherweise konnte ich die Series 4 zwei Wochen nach dem offiziellen Verkaufsstart mein Eigen nennen und habe sie seitdem jeden einzelnen Tag in Gebrauch.

In diesem Review möchte ich Euch meine Langzeiteindrücke schildern und die oben genannte These näher bringen.

 

Verpackung

Die Verpackung der Apple Watch Series 4 Nike Edition kommt in einem schlichten Schwarz daher wobei man den „Verschlussmechanismus“ etwas geändert hat. In dem Paket befinden sich zwei weitere Verpackungen – einmal das Armband und dann noch Apple Watch sowie das gesamte Zubehör; bestehend aus dem Ladepuck sowie dem Netzteil.

Ausmaße und Optik

Die Apple Watch Series 4 44 mm sieht auf den ersten Blick deutlich größer als die bisherigen Generationen. Das täuscht allerdings gewaltig und wird durch das größere Display suggeriert. Der Zuwachs des Gehäuses beträgt lediglich 1,6 mm in der Breite, 1,5 mm in der Höhe und 0,7 mm in der Dicke. Da muss man wirklich schon sehr genau schauen um das zu erkennen. Trotzdem hat man es geschafft, der Series 4 einen eigenen und frischeren Look zu verpassen in dem man die Rundungen der Ecken sanfter und fließender gestaltete.

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Gott sei Dank geht das nicht Zulasten der Aufnahme für die jeweiligen Apple Watch Armbänder, denn diese ist von den Proportionen gleich geblieben.

Ich kann also alle meine bisherigen Bänder weiter nutzen; was knapp 30 Armbändern nicht unerheblich ist. Dabei hat sich das Edelstahl Gliederarmband und die diversen Watchpop Armbänder von Bluestein, das Lederarmband mit Schlaufe von Apple sowie das Nike Sportarmband als meine Alltime-Favoriten herausgestellt. Wäre ziemlich teuer geworden, diese zu ersetzen!

 

Die Inbetriebnahme

Da ich bisher eine Apple Watch Series 1 (die ich mir über den Support „erstritten“ habe) nutze, war die eigentliche Inbetriebnahme der Series 4 recht unspektakulär.

Ich musste die alte Series 1 schlicht und einfach in der Apple Watch App auf dem iPhone entkoppeln und anschließend „Neue Apple Watch koppeln“ tippen.

Anschließend die Series 4 einschalten, die Sprache auf Deutsch umstellen und dann ebenfalls auf Koppeln tippen. Schon zeigte die Series 4 die bekannte „Nebelwolke“ und das iPhone drüber halten; fertig war die Kopplung

Anschließend nur noch die Apple ID eintragen und den Anweisungen folgen. Zum Abschluss einfach das Backup auswählen aus dem die neue Apple Watch wiederhergestellt werden soll. Da ist leider irgendetwas schiefgegangen, denn mein aktuellstes Backup war knapp 2 Monate alt. Das hat mich im ersten Moment zwar geärgert, war jedoch kein größeres Drama. Damit läute ich auch den nächsten Punkt ein, denn da sind die Verbesserungen wirklich eklatant…..

 

Der neue S4-Chip und andere Verbesserungen der Hardware

Direkt danach wurde die Series 4 nämlich aus dem Backup wiederhergestellt und zeigt den Fortschritt mit einem zulaufenden Ring auf dem Display an – und das war so unfassbar schnell, das ich nur staunen konnte. Innerhalb von knapp 35 Min. war die Uhr aus dem Backup komplett wiederhergestellt und betriebsbereit was der absolute Wahnsinn ist. Selbst das Update hat nach dem eigentlichen Download keine 15 Min. zur Installation benötigt. Hier zeigt sich die beeindruckende Power des S4 Chips welcher zudem in der 64-bit Architektur daherkommt und ihn deutlich effizienter werden lässt.

Das war gerade mit der Series 1 und ihrem S1P-Chip doch eher ein Krampf und die Uhr war gerne mal gute anderthalb Stunden mit der Installation beschäftigt.

Am Auffälligsten ist der Zugewinn der Leistung bei einem Bootvorgang bzw. Neustart der Series 4; knapp 32,61 Sek. benötigt die Apple Watch Series 4 für das Hochfahren. Bei meiner Series 1 konnte ich in der Zwischenzeit ein Haus bauen, Baum pflanzen usw. Auch die Series 3 mit einer Bootzeit von knapp 1:12 Min wurde mehr als deutlich geschlagen.

Doch auch im Alltag macht sich die Performancesteigerung positiv bemerkbar. Wo die Series 1 oftmals mit Gedenkpausen und Ladezeiten „glänzte“ setzt die Series 4 alle Befehle im Nu um. Gerade bei „Hey Siri“-Befehlen zur Steuerung von HomeKit ist das ein eklatanter Sprung nach vorne denn die Szene oder der Befehl wird umgehend umgesetzt respektive geschaltet. Ladezeiten für App-Inhalte sind massiv nach unten gegangen und die benötigen Informationen sind quasi instant da und können abgelesen werden. Mit Sicherheit wird auch watchOS 5 seinen Teil dazu beitragen, denn einige der angesprochenen Dinge haben sich auch auf der Series 1 verbessert; aber dazu komme ich später.

Außerdem hat Apple die Digital Crown sowie den Pulssensor überarbeitet und, obwohl es nur nach Kleinigkeiten klingt, sind diese Veränderungen federführend dafür, dass ich die Series 4 als bestes Apple-Produkt aus 2018 betrachte.

War der Pulssensor bisher ein reiner optischer Sensor der mithilfe von grünem Infrarot-Licht den Puls maß hat Apple den Aufbau in der Series 4 komplett geändert.

Im neu gestalteten Sensor, der zwar immer noch auf einem optischen Verfahren beruht, hat Apple kreisförmige Elektroden eingesetzt, durch die eine ganz schwache magnetische Spannung fließt. Dadurch wird zum einen die Genauigkeit sowie die Zuverlässigkeit erhöht und schafft die (technische Möglichkeit) mit dem zweiten, kleinen, Sensor in der Digital Crown ein einfaches EKG anzufertigen um erste Hinweise auf eventuelle Herzrhytmusstörungen zu bekommen.

Anmerkung des Redakteurs: Diese Funktion bedarf einer medizinischen Zulassung, welche Apple hier in Deutschland durch die Gesundheitsbehörden bisher nicht erreichen konnte. Deshalb steht die EKG-Funktion hierzulande bis zur Beendigung des Reviews nicht zur Verfügung!

Aufgrund dessen wurde aber auch eine neue Gehäuseunterseite notwendig, welche nun aus Keramik besteht. Sie ist nun deutlich robuster und verbessert gleichzeitig die Funk-Eigenschaften des Bluetooth 5.0 Moduls sowie der integrierten W-LAN Antenne.

Gott sei Dank sind die Zeiten dieses elendigen Komposit-Materials vorbei wo es neben dem Sensor immer wieder unschöne Abplatzer gab weshalb ich die allererste Apple Watch auch mehrfach tauschen musste (weshalb ich dann eine Wandlung auf die Series 1 bekam).

DAS Highlight schlechthin an der Series 4 ist aber zweifelsohne die Digital Crown bzw. die dort verbaute Taptic Engine. Die erzeugt nämlich so feine Vibrationen die sich wie die feine Mechanik eines hochwertigen, analogen Chronographen anfühlt. Die Vibrationen sind beim Scrollen durch Listen oder dem App-Raster deutlich wahrnehmbar und doch so fein und dezent, dass ich darüber immer wieder auf´s Neue

Kommen wir nun zum Display und da werden viele von Euch verwundert sein, dass das nicht mein Highlight im eigentlichen Sinne ist – Es ist ganz einfach, Apple hat bei nahezu identischen Abmaßen des Korpus lediglich die eigentlichen Ränder am Display verkleinert und konnte somit die Displayfläche um knapp 32% steigern.

Keineswegs möchte ich hier die Ingenieursleistung aus Cupertino schmälern doch ansonsten ist kommt das Display mit den gewohnten technischen Merkmalen daher.

Das bedeutet, dass wir die gewohnte OLED-Technologe mit der identischen Auflösung zu sehen bekommen. Leider ist es nach wie vor kein Always-On Display sondern aktiviert sich erst nach dem Anheben des Arms. Persönlich stört mich das nicht; Einige hätten sich dieses Feature aber gewünscht doch hat man hier einen Kompromiss zur Akkulaufzeit gemacht. Die Schärfe ist durch die identische Displayauflösung wie gewohnt, durch die OLED-Technologie hat man satte Kontraste und die maximale Helligkeit von 1000 Nits ist beeindruckend; besonders wenn man von einer Series 1 kommt.

Mehr als gelungen ist es allerdings, wie Apple den zusätzlichen Platz auf dem Display ausnutzt. Dabei werden nicht einfach nur stumpf mehr Informationen angezeigt sondern der Inhalt wird dynamisch angepasst.

 

watchOS 5 als fehlendes Puzzleteil

Dabei bieten spezielle Watchfaces von watchOS 5 wie das Infograph-Face eine gelungene Möglichkeit, den zusätzlichen Platz auszunutzen. Denn neben der Uhrzeit kann ich insgesamt weitere acht (8!) Komplikationen zur Bedienung der Series 4 dort ablegen wodurch ich eigentlich meinen ganzen Workflow sowie alle wichtigen Funktionen und Menüs auf einem Ziffernblatt habe.

Mein Arbeitskollege mit seiner Series 3 ist ganz neidisch auf das Watch-Face.

Doch auch in dem „Aktivität Analog“ Watchface ist es schön zu sehen, dass der zusätzliche Platz effizient genutzt wird. Fügt man unten nämlich das Wetter ein verändert sich die Schrift auf eine angenehm zu lesende Größe; wie man hier sehen kann

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Hier hat Apple mal wieder gezeigt, was es bedeutet Hard- und Software aus einer Hand zum entwickeln!

Insgesamt fühlt sich watchOS 5 aber nun endlich nach einer absolut marktreifen Software an. Ich konnte bisher keine Bugs, Abstürze oder Ähnliches bemerken. Es läuft angenehm stabil, zuverlässig und sorgt zusammen mit dem S4-Chip für eine überraschend gute Akkulaufzeit; wobei der Chip den deutlich größeren Anteil daran haben dürfte.

Morgens voll aufgeladen und den ganzen Tag mit normal intensiver Nutzung versehen, also ca 40-140 Benachrichtigungen, 3-10 Beantworter iMessages durch die Speech-to-Text Funktion sowie 1-5 Zahlungsvorgängen mit Pay habe ich abends regelmäßig noch zwischen 60%-75% verbleibende Akkukapazität. Unter normalen Gesichtspunkten ist somit vergleichsweise entspannt ein zweiter Tag ohne Aufladen drin; auch nach knapp dreieinhalb täglicher Benutzung. Die Series 1 musste da definitiv jeden einzelnen Abend auf den Ladepuck gepackt werden.

Einzige Ausnahme bildet da die Walkie-Talkie Funktion von watchOS 5. Die ist dermaßen stromintensiv, dass man dem Sinken des Akkustandes quasi zuschauen kann und somit definitiv auch die Series 4 jeden Abend laden muss. Wer mehr über die Walkie-Talkie Funktion erfahren will, schaut sich hier mein Quick-Review auf Apfelpage.de an.

Pay als Vollendung:

Seit Apple den Bezahldienst am 17.12.2018n in Deutschland startete, ist Pay in aller Munde. Deshalb will ich auch nicht großartig auf die Vor- und Nachteile eingehen. Nur soviel sei gesagt; ich benutze Pay seitdem durchaus intensiv und es ist für mich mehr als praktisch. Die Seitentaste doppelt klicken, Uhr über das Terminal halten, fertig ist die Laube.

Das Mobile Payment mit der Apple Watch hat sich für mich zu einem so wesentlichen Produktfeature entwickelt, dass eine andere Smartwatch ohne diese Funktion für mich persönliche keine Wahl mehr ist!

Dadurch hat sich die Apple Watch endlich mit einem vollwertigen Workflow in meinem Alltag integrieren können, da ich selbst für solche Schritte nicht extra mein iPhone zücken muss. Der nächste Schritt wären dann Fahrkarten des ÖPNV und Co auf der Watch – bis dahin wird aber wohl noch verdammt viel Wasser die Oker herunterfließen…

 

Fazit:

Ihr habt es vielleicht schon mitbekommen, dass mich die Series 4 wirklich überzeugt hat. Dabei sind es für mich nicht einzelne Details wie das größere (hellere) Display, der schnellere Chip, der neue Pulssensor oder die verbesserte Akkulaufzeit, sondern die Summe dieser Teile die das Upgrade so besonders machen.

Cupertino hat es geschafft, bestehende Dinge wie die gleichgebliebene Aufnahme der Armbänder beizubehalten und andererseits gute Funktionen konsequent weiterzuentwickeln. Mehr denn je ist die Apple Watch, beispielsweise durch die automatische Workout-Erkennung von watchOS 5, im Healthy-Lifestyle Segment angekommen ohne ihren Ursprung zu verleugnen.

Nach langer Zeit hat Apple es mit der Series 4 geschafft, einem bestehenden Produkt ein stringentes Update in nahezu allen Aspekten des Produktes zu verpassen so dass die Series 4 sich durchaus wie ein neues Gadget anfühlt.

Für mich ist es die bisher beste Apple Watch aller Zeiten und definitiv lohnenswert; vor allem da der Sprung zur Vorgängerversion bisher nirgends größer war als zwischen Series 3 und Series 4.

Versteht mich nicht falsch, die Series 3 ist nach wie vor richtig gut und ausreichend performant; auch wenn der Zugewinn in der Performance an manchen Stellen wirklich eklatant ist. Es lassen sich alle wichtigen Funktionen von watchOS 5 weiterhin damit nutzen. Wer allerdings eine Series 2 oder, wie ich, von einer Series 1 kommt, sollte sich definitiv das Upgrade können.

Noch ein Wort zur Cellular-Version……

Da ich immer mein iPhone dabei habe, benötige ich dies nicht, zumal das hier in Deutschland leider (und völlig unverständlich; da für die eSIM lediglich ein virtuelles Profil beim Provider eingerichtet werden muss. Es wird also keine physische SIM-Karte, wo Material- und Versandkosten entstehen könnten, benötigt) immer noch mit monatlich 5,00€ zu Buche schlägt. Außerdem hat Pay auch problemlos außerhalb der Bluetooth-Reichweite meines iPhone funktioniert.

 

Das war es von meiner Seite zur Apple Watch Series 4. Wie schaut es denn bei Euch aus? Wer hat sich denn eine Series 4 geholt und wenn ja, wie zufrieden seit Ihr damit? Schreibt mir Euer Feedback einfach in die Kommentare

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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