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Meine Woche – 47/18

Hallo herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

 

Thanksgiving ist Vergangenheit und mit ihm auch der sogenannte Black Friday. Ein Shoppingevent welches ursprünglich aus den Staaten kommt und das traditionelle Weihnachtsgeschäft einläutet. Auch hierzulande „erfreut“ sich der Tag immer größerer Beliebtheit was dementsprechend teilweise völlig groteske Blüten treibt.

Dabei war die Attraktivität der diesjährigen Angebote für meine Begriffe überschaubar obwohl die Rabattangebote immer mehr in der Quantität zunehmen. Teilweise wirkte es so, als würden die einzelnen Händler auf Teufel komm raus irgendwas reduzieren, nur um etwas Reduziertes im Angebot haben zu können. Aus diesen Gründen war die Masse der Angebote einfach schier unüberschaubar und teilweise auch extrem undurchsichtig. Da wurde mit Rabatten geworben, die einfach nur absurd waren. Denn diese bezogen sich auf die UVP der Hersteller, die jedoch schon seit Wochen oder gar Monaten nicht mehr existent waren.

Auch wenn ich selbst im Handel arbeite, frage ich mich doch ob und wie lange das noch gutgehen soll. Ehrlich muss man sagen, dass der Kunde mittlerweile angebotsmüde geworden ist. Wir Händler müssen immer extremere Rabatte auffahren um das Interesse des Kunden zu gewinnen. Doch größere Preisreduzierungen bedeuten weniger Marge, also weniger Gewinn was schlussendlich mein Gehalt sichert – und bei einem Samsung Galaxy S9 für 455,00€ ist keinerlei Marge mehr vorhanden. Da bringen dann auch irgendwelche Backkonditionen herzlich wenig.

Versteht mich nicht falsch; wir Händler brauchen das Instrument „Preisnachlass“ um das regelmäßige Interesse des Kunden zu gewinnen und beizubehalten. Natürlich werden Rabatte auch mal genutzt um Ladenhüter loszuwerden. Aktuelle Produkte nur über den Preisnachlass zu verkaufen, halte ich persönlich für den völlig falschen Weg.

Natürlich habe ich an diesem Black Friday persönlich von diesen Rabatten profitiert und mir einen neuen LG OLED 55″ Fernseher für 1199,00€ gegönnt. Dabei war ich keineswegs so naiv zu glauben, dass ich 1.100,00€ gespart hätte. Die 2300 war auch hier nämlich eine völlig überzogene UVP denn der 55B87 (so die korrekte Bezeichnung des Fernsehers) hat zwar ein Panel der aktuellen 2018er OLED Serie kommt aber ansonsten mit 2017er Technik und Optik. Darum liegt der Wert des Fernsehers eher so bei um die 1500,00€ und die Ersparnis schrumpft von 1100,00€ auf „nur“ noch 300,00€. Selbstverständlich ist das immer noch ein Superpreis, doch eben auch kein Rabatt von knapp 50%.

Das scheint nun wohl auch endgültig beim Verbraucher angekommen zu sein denn der Black Friday verlief recht schleppend. Zwar werden diverse Händler wieder Rekordumsätze vermelden doch insgesamt war es ein eher unbefriedigendes Ergebnis. Nicht zuletzt zeugen davon auch die Verlängerungen diverser Händler dieses Jahr davon. Comtech zum Beispiel hat seine Preisreduzierungen bis zum 30.11.2018 verlängert; andere folgen dem Beispiel.

Dabei noch ein Wort zu Apple selbst- deren Black Friday aktion war ja mehr als peinlich. Groß angekündigt und extra auf vier Tage ausgedehnt, gewärhte man am Ende des Tages seinen Kunden wieder nur die üblichen Gutscheine. Also im Prinzip das, was man in den letzten Jahren ebenfalls gefahren ist. Richtig ärgerlich wird es dabei allerdings, wenn man bedenkt, dass einige aktuelle Geräte wie das iPhone Xs oder die Apple Watch Series 4 davon ausgenommen waren – Apple, das war leider gar nichts!

Preissenkung ist dabei ein gutes Stichwort – Apple verkauft deutlich weniger iPhone Xr als ursprünglich anvisiert. Nachdem in der Vergangenheit erste Details über die Zuliefererkette zutage traten, reagiert nun auch der Konzern aus Cupertino. Apple plant nämlich, das iPhone Xr mit größeren Rabatten an japanische Mobilfunkprovider zu verkaufen, damit diese die Rabatte an die Kunden weitergeben.

Damit geht allerdings ein generell sinkendes Interesse an den neuen iPhone-Modellen einher. Schon in der jüngeren Vergangenheit äußerte ich mich dazu; es ist wohl ein Mix aus zu hohen Preisen, guter Verarbeitungsqualität der Vorgängergeneration und deren immer noch mehr als ausreichender Performance.

Außerdem lässt Apple deshalb wieder das iPhone X produzieren – hauptsächlich um die gefertigten OLED-Displays von Samsung abzunehmen. Die überschüssigen Displaykapazitäten des iPhone Xr werden somit einfach umgeleitet.

Generell geht Apple davon aus, die bisherigen Absatzzahlen nicht aufrecht erhalten zu können. Dementsprechend erwarten auch die ganzen Zuliefererbetriebe wie Foxconn und Co. ein schwieriges Jahr 2019.

Mit Sicherheit dürfte dies auch einer der Gründe sein, warum Apple die Zusammenarbeit mit Amazon wieder aufleben lässt. Denn seit vergangener Woche verkauft Amazon über seine Plattform nämlich wieder Produkte aus Cupertino mit einer Ausnahme allerdings – der HomePod bleibt als direkte Konkurrenz zu den Echo-Lautsprechern außen vor. Das ist zwar gut für Blogger und Influencer wie mich, wird allerdings für massive Verwerfungen am Markt führen.

Denn kleineren Händlern wird durch die erdrückende Macht von Amazon quasi die Luft abgedrückt und dürfte somit für massive Probleme sorgen. Wie sich damit die Preise entwickeln werden bleibt abzuwarten.

Apple selbst kann sich auch nicht davor schützen und versucht entsprechend gegenzusteuern. Gerüchten zufolge plant man in Cupertino einen preisgünstigen Apple TV Stick. Dieser soll zu einem das schwächelnde Hardwaregeschäft aufpäppeln. Im Wesentlichen soll er aber dazu dienen, Apple als Dienstleister weiter wachsen zu lassen. Hinter den Kulissen laufen nämlich die Arbeiten für einen hauseigenen Streamingdienst auf absoluten Hochtouren. Damit dieser ein voller Erfolg wird, muss Apple aber so viele Kunden, vor allem aber neue Kundenschichten, ansprechen können. Ein preiswerter Streaming Stick aus dem Hause Apple ist da sicherlich nicht die verkehrteste Idee; Amazon hat es ja erfolgreich vorgemacht.

Dann gab es diese Woche noch etwas Bemerkenswertes;  Final Cut Pro X wird in absehbarer Zeit sogenannte Plugins von Drittanbietern unterstützen. Lange Zeit hat Apple sich ja massiv dagegen gewehrt und lieber eigene Ressourcen in die Entwicklung des Programms gesteckt. Doch nun hat man eingesehen, dass es effizienter ist die Schnittstellen des Programms zu öffnen. Damit gehen allerdings auch einige massive Veränderungen einher. In absehbarer Zeit werden bestimmte ältere Video-Codecs nicht mehr unterstützt werden. Hauptsächlich sind Projekte mit dem Legacy-Codec betroffen. Apple empfiehlt eine zeitnahe Fertigstellung dieser Projekte um diese dann abschließend mit Apple ProRes 422 zu exportieren. Ob dies ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Plattformwechsel weg zu Intel und hin zu ARM-Chips ist, kann nicht konkret beantwortet werden.

Zu guter letzt gab es mal wieder ein Interview von Tim Cook in dem er ein bisschen aus seinem Alltag geplaudert hat. Er stehe morgens um 04:00 um im Anschluss eine Stunde lang Emails von Nutzern zu lesen – das dürfte unter den führenden CEO´s mit Sicherheit einzigartig sein. Direkt danach geht es ab zum morgendlichen Workout um sich anschließend dem Tagesgeschäft zu widmen. In dem Interview ging es natürlich auch um das Thema Datenschutz und Sicherheit der Privatsphäre der User und wie das in Einklang mit dem neuen Deal mit Google stehe. Der Konzern aus Mountain View hat nämlich für 9 Mrd. $ quasi das „Recht“ gekauft, für ein weiteres Jahr die Standardsuchmaschine bei den Produkten aus Cupertino zu sein. Die Antwort darauf war ziemlich spannend. Zum Einen erklärte Cook, dass Google schlicht die beste Suchmaschine der Welt ist und Apple bestrebt ist seinen Usern die besten Produkte an die Hand zu geben. Auf der anderen Seite erklärte Er, dass Apple diverse Technologien zur Verschleierung nutze. Diese seien zwar noch nicht perfekt, böten aber dennoch einen ausreichend guten Schutz.

Last but not least kam sein Lieblingsthema Augmented Reality zur Sprache. Dabei weiß ich nicht so recht, ob Tim Cook das Thema deswegen so häufig anschneidet, weil es ein wirklich marktveränderndes Potenzial besitzt oder weil er AR unbedingt herbei reden will.

Wie dem auch sei, auf jeden Fall hat Tim Cook in rhetorischen Dingen einiges gelernt. Er ist nun deutlich entspannter und souveräner was allgemein einfach auch mehr Spass beim Zuschauen und Zuhören macht. Das Interview findet Ihr auf YouTube, einfach mal suchen.

Natürlich gab es noch einige andere Meldungen diese Woche, unter anderem wie die klassischen Uhrenhersteller auf den Erfolg der Apple Watch reagieren usw. Doch dies waren meine Highlights der zurückliegenden Woche.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

 

 

 

 

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