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Meine Woche – 44/18

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

 

das Wetter wird heuer immer nebliger und läutet wohl den Winter ein wobei allerdings kommende Woche nochmals ca. 20° erreicht werden. Doch soviel hatte ich davon heute nicht, denn ich musste heute leider arbeiten. Verkaufsoffene Sonntage sind für mich immer wieder ein Phänomen; ist ja nicht so das die Geschäfte durchschnittlich 60 Stunden pro Woche geöffnet hätten… Denn meine Kollegen und ich haben nämlich auch Familie und Freunde mit denen wir gerne den Sonntag verbringen; nur mal so als Anmerkung. Dabei ist mir wohl bewusst, dass Krankenschwestern, Ärzte und Polizisten ebenfalls an Sonntagen arbeiten müssen, doch lässt sich hier festhalten, dass es sich um das Allgemeinwohl handelt. Verkaufsoffene Sonntage sind nichts anderes als private Belustigung…

Nun sei es drum, ich bin jetzt gerade auf dem Weg nach Köln, um eine Pilotfolge für eine neue Show abzudrehen und darauf freue ich mich und nutze nun die Zeit um auf die vergangene Woche zu schauen und zu gucken, was alles diese Woche passiert ist.

 

Fangen wir mal mit den etwas leichteren bzw. kompakteren Themen an; das Huawei Mate 20, Mate 20 Pro und die neuen Google Pixel 3 und Pixel 3XL sind nun offiziell in den Verkauf gegangen. Ob es am übersättigten Markt liegt, am hohen Verkaufspreis oder aber an beidem; auf jeden Fall hatten alle drei Geräte einen mehr als verhaltenen Verkaufsstart.

Vielleicht aber haben wir so langsam einen Zenit erreicht – große Displays mit einer Auflösung von jenseits der 326ppi, ausreichend starker CPU die mit allen Alltagsanforderungen zurecht kommt, Kameras für gute bis sehr gute Fotos bei Tageslicht, ausreichenden Speicher von 32GB gepaart mit guter Verarbeitung sowie einen Features wie einem Fingerprint-Sensor und Co findet der Kunde heute auch in einer Preisklasse zwischen 200,00 bis 500,00€. Aus rein technologischen Gesichtspunkten gibt es stand heute kein Muss, Geräte jenseits der Preisgrenze ab 750,00€ aufwärts zu kaufen.

genau daraus ergibt sich sowohl für den Kunden als auch für den Hersteller ein mehr als ärgerliches Dilemma. Durch die sinkenden Absätze verliert der Hersteller erstmals an Umsatz und versucht dies, durch deutlich höhere Endpreise wieder wett zu machen. Für den Kunden, welcher technisch interessiert ist, bedeutet das wiederum, dass er tiefer in die Tasche greifen muss.

Noch vor zwei Jahren war es nahezu unvorstellbar, dass Flaggship-Androiden ein Preisschild von 999,00€ oder jenseits umgehängt bekommen. Heute ist dies eher die Regel, denn alle drei großen Anbieter Samsung, Huawei und Google haben Smartphones mit solch einem Preis im Portfolio. Dabei nimmt man sich hier lediglich Apple zum Vorbild, die letztes Jahr mit dem iPhone X das erste Mal ein Massensmartphone für einen Preis jenseits der magischen 1000,00€-Grenze im Angebot hatten.

Mir ist bewusst, dass es auch schon früher beispielsweise mit der Vertu-Linie bei Nokia Luxus-Geräte gab bzw. Huawei seine Porsche-Linie immer wieder neu auflegt. Doch diese Geräte sind für Jeden da draußen ganz klar als Luxusgerät erkenntlich und bieten zudem auch Luxus-Features an. Bei den vertu-Geräten waren beispielsweise die Kontaktplatten unter den Tasten aus Rubinen gefertigt.

Ein Google Pixel 3XL, iPhone Xs Max oder ein Samsung Galaxy Note 9 sind nichts anderes als Massenware welche industriell unter zum Teil haarsträubenden Bedingungen gefertigt werden……

Erschwerend kommt noch hinzu, dass heutzutage die Produktionen der einzelnen Bauteile durch eine unfassbar geringe Ausschussquote wahnsinnig effizient abläuft und somit die Produktion in seiner Gesamtheit nach rein betriebswirtschaftlichen Aspekten günstiger sein müsste.

Weshalb in den vergangenen zwei Jahren die Smartphone-Preise immer schwindelerregendere Höhen erreicht haben; man weiß es nicht.

 

Warum ich die oben genannten Zeilen überhaupt niedergeschrieben habe? Nun, sie stehen durchaus in direktem Zusammenhang mit Apple. Denn nur einen Tag nach der durchaus wegweisenden Keynote in New York fand einen Tag später im neuen Apple Campus die turnusmäßige vierte Quartalskonferenz von Apple statt, welche traditionell das Geschäftsjahr von Apple abschließt. Schlüsseln wir zunächst einmal die nackten Fakten in den wichtigen Kategorien auf:

  • 62,9 Mrd. Dollar Umsatz (Vorjahresquartal 53,3 Mrd. Dollar Umsatz)
  • 14,1 Mrd. Dollar Gewinn (Vorjahresgewinn 11,5 Mrd. Dollar Gewinn)
  • 10 Mrd. Dollar Umsatz in der Service-Sparte (iCloud, Apple Music, iTunes-Store und App-Store
  • 4,2 Mrd. Dollar Umsatz bei „Sonstige“ (Apple TV,Apple Watch, Beats-Kopfhörer und HomePod)
  • 46,9 Mio. verkaufte iPhone-Modelle
  • 9,7 Mio verkaufte iPad-Modelle
  • 5,2 Mio. verkaufte Mac-Modelle

Das sind durchaus beeindruckende Zahlen, wobei der erste Blick doch etwas trübt. Apple konnte die absoluten Stückzahlen bis auf den Mac (was allerdings eher dem absurd langen Produktzyklus der Mac-Reihen geschuldet ist) den Absatz gerade mal stabil halten, bestenfalls marginal steigern. Doch der Umsatz schießt in immer neuen Rekordhöhen, wie geht das?

Ganz einfach, über die immer höheren Preise – einfachstes Basiswissen eines jeden BWLers (ein Schelm wer hierbei Böses denkt). Der Durchschnittspreis eines iPhone wird auch dieses Mal wieder signifikant steigen und das ergibt solche Quartalsergebnisse.

Doch auch Apple hat schlußendlich dieses Phänomen erkannt bzw. es durch die Blume der Weltöffentlichkeit erklärt. Zukünftig werde man keinerlei Stückzahlen zu einzelnen Produktkategorien ausweisen, sondern lediglich die Umsätze. Die Anleger sowie andere kritische Stimmen merkten in der Vergangenheit immer wieder an, dass der Markt wohl gesättigt sei und es mit der aktuellen Produktentwicklung immer schwerer falle, neue Rekordabsatzzahlen zu generieren. Solange aber mit immer höheren Preisen sinkende Stückzahlen aufgefangen bzw. neue Rekordumsätze generiert werden können wird da wohl niemand kleinlich werden bzw. genauer auf die Details schauen.

Das Apple diese Strategie mit aller Macht durchziehen will, konnte man schon bei der Keynote vom 30.10.2018 erfahren. Apple stellte nämlich ein neues MacBook Air, einen neuen Mac Mini und die neuen iPad Pro 2018 vor. Das neue iPad Pro ist durchaus ein herausragendes Tablet mit herausragenden Leistungswerten, das MacBook Air sowie der Mac Mini sind von Apple lediglich auf den aktuellen Stand der Technik gebracht worden. Doch bei allen drei Geräten hat man in Cupertino an der Preisschraube gedreht – und zwar ordentlich. Nie war ein MacBook Air in der Maximalausstattung teurer als das 2018er Modell mit 3.089,00€. Der eine oder andere geneigte Leser mag hier anmerken, dass man die 1,5TB nicht braucht, doch die mehr als mageren 128 GB Speicher in der Grundkonfiguartion für immerhin „schlanke“ 1.349,00€ dürfte für die allermeisten Anwender allerdings deutlich zu gering ausfallen.

Das gleiche Spiel lässt sich mit dem iPad Pro aufzeigen, wobei hier der Preis für die Maximalausstattung eines iPad Pro 12,9″ mit Cellular und 1TB Speicher bei „nur“ 2099,00€ liegt – für ein Tablet mit einem OS welches immer noch massive Einschränkungen gegenüber dem Desktop-OS mit sich herum schleppt.

Gleiches gilt selbstverständlich auch für den Mac Mini dessen Basiskonfiguration mit  immerhin 899,00€ zu Buche schlägt. Display, Maus und Tastatur muss man sich dann noch zusätzlich besorgen, wenn man nicht auf darauf zurückgreifen kann. Doch gnädiger weise kann man den RAM nun wieder dank Standard-Sockel selbst aufrüsten; nicht das Apple dies nicht anbieten würde. Die dafür aufgerufenen Upgradepreise lassen sich mit dem Schlagwort „Apothekerpreis“ nur unzutreffend beschreiben; „bestehlen“ trifft es da schon eher….

Die knapp 20% Aufpreis für den neuen Apple Pencil bzw. dem neuen Smart Keyboard Folio (wobei dieses in der dritten Generation endlich auch die Rückseite des iPad Pro zu schützen vermag) und dem neuen Apple Care+ vernimmt man wohl nur noch achselzuckend.

Die drei letztgenannten Produkte lassen den Preis für die Maximalausstattung des 12,9″ iPad Pro auf staatliche 2592,00€ steigen – mein 15″ MacBook Pro Retina Late 2013 war mit 2399,00€ fast 20% günstiger. Zwar hat das iPad Pro mehr Rechenleistung, dafür habe ich ein vollwertige Betriebssystem nebst zwei Standard-USB-Ports, einem SD-Kartenslot sowie einem HDMI-Anschluss. Der iPad Pro Kunde muss hierfür noch mal zwei separate Adapter für ca. 150,00€ dazu erwerben. Taschengeld, würde wohl Tim Cook dazu sagen.

Dabei waren das mitnichten die einzigen Hiobsbotschaften aus dem Hause Apple- die berühmt-berüchtigte Akkudrosselung schlägt wieder zu. Mit dem Update auf iOS 12.1 aktivierte Apple diese nun auf dem iPhone 8, iPhone 8 Plus sowie dem iPhone X und sorgt für das altbekannte Spiel, dass die signifikante Drosselung der Leistung bei Unterschreiten einer gewissen Akkukapazität von 80% oder geringer wieder eintritt.

Man beruft sich wieder auf die gleiche Argumentation, dass man mit der Einführung der Drosselung der plötzlichen Hardware-Abschaltung entgegen wirken wolle. Was vor einem Jahr für einen massiven Aufschrei führte geht in 2018 aufgrund des noch laufenden Akku-Austauschprogramms, bei dem man den Akku für kostengünstige 29,00€ statt für 89,00€ austauschen kann, etwas unter. Dabei wird wohl vergessen, dass die iPhone 8- und iPhone X -Modelle nicht unter dieses Programm fallen..

Als Zugeständnis drosselt Apple die Leistung nicht sofort nach dem Update auf iOS 12.1  sondern lässt diese erst dann eintreten wenn sich das Gerät wegen einer zu schwachen Batterie von selbst abschaltet.

 

Zum Abschluss noch etwas „Positives“ – das zweite Quartal in Folge hat Facebook nämlich eine Million aktive Nutzer in Europa verloren. Dies ist mit Sicherheit auf die diversen Datenskandale rund um Cambridge Analytics und Co zurück zu führen. Trotz dessen kommt Facebook immer noch auf eine Summe von insgesamt 374 Mio. aktiver Nutzer in Europa. Ob das so bleibt wird abzuwarten, denn Facebook musste neulich einen Hacker-Angriff vermelden bei dem rund 30 Mio Kundenkonten kompromittiert worden sind.

Was war Euer Wochenhighlight und wie findet Ihr die neuen Produkte der vergangenen Keynote? Schreibt mir Euer Feedback in die Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Wochenbericht hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

 

 

 

 

 

 

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