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Meine Woche – 42/18

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenbeitrag auf meinem Blog,

 

ich schaue gestern Ran NFL, meine Patriots spielen auswärts in Chicago und brachten mich etwas in Rage. Außerdem haben meine Frau und ich ein Video geshootet, leider sind die Aufnahmen überhaupt nichts geworden. Die Sony Alpha 58 macht zwar tolle Bilder, ist aber nicht wirklich für Videoaufnahmen zu gebrauchen. Dementsprechend muss ich dieses Projekt leider auf kommende Woche terminieren – ist aber nicht so dramatisch nur ärgerlich. Kommende Woche dann auf ein  Neues.

 

Das dachte sich Apple auch, denn diese Woche verschickte man Einladungen für ein neues Event am 30.10.2018, welche mit dem Slogan „There´s more in the making“ angekündigt wurde. Das Event findet dieses Mal in New York statt und aufgrund dessen werden wohl die Wenigsten das Event live verfolgen können; es ist nämlich um 15 Uhr MEZ. Man vermutet neue iPad Pro- und neue Mac- Modelle; allerdings machen mich da die nun insgesamt 400 verschiedenen Logos etwas stutzig. Lassen wir uns überraschen.

Ganz anders sieht es bei der iPhone-Sparte aus, am vergangenen Freitag ließ sich ja auch bekanntlich das letzte iPhone des 2018er Lineup, das iPhone Xr, offiziell vorbestellen. Mit einem 6,1″ LCD-Bildschirm, Apple nennt es Super Liquid Retina Display, bunten Gehäuse aus 7000er Aluminiumlegierung, dem A12 Bionic Chip, Face ID zur Entsperrung und einer 12 MP-iSight Kamera erfreut sich dieses Gerät durchaus einer großen Beliebtheit. Denn bei einigen Konfigurationen steigen die Lieferzeiten merklich an. Für mich zwar etwas unverständlich, denn Apple hat hier bemerkbar den Rotstift angesetzt und verlangt trotzdem 849,00€. Das iPhone XR bietet dafür lediglich eine Auflösung von 326ppi an, verzichtet auf 3D Touch und hat keine Dualkamera. Meiner Meinung nach ist das für den Preis keinesfalls gerechtfertigt; der Preis dürfte für die gebotene Ausstattung bei maximal 699,00€ liegen.

 

Passend zu dem Vorbestellstart des iPhone XR hat Apple auch sein Zubehör-Sortiment überarbeitet. Über den Ladepuck für die Apple Watch habe ich ja schon berichtet und zusätzlich bietet man nun für das iPhone XR auch entsprechende Hüllen ein. Außerdem offeriert Apple dafür auch entsprechende Schutzfolien an; ein lukrativer Markt denn man nicht mehr den Third-Party-Herstellern überlassen will.

Zusätzlich legte man neue Farben und Designs für die Beats-Kopfhörer auf. Das „Top“-Modell, der Beats Studio 3, ist nun auch in der sogenannten „Skyline Collection“ erhältlich. Dabei sind das eher gedeckte Farben, die allerdings mit goldenen Akzenten aufgehübscht werden. Das viel coolere Design hat Apple sich aber für den Beats Solo3 aufgehoben. Denn anlässlich zum 90. Geburtstag von Disneys bekanntester Figur, Mortimer Mouse a.k.a Mickey Maus, legt Apple da eine Sonderedition auf. Der ansonsten in Grau gehaltene Kopfhörer bekommt ein ganz auffälligen Mickey Maus-Print verpasst.

Bildschirmfoto 2018-10-21 um 22.15.50

Zur Abrundung legt Apple noch ein passendes Filz-Etui, einen Aufkleber sowie einen Sammel-Pin dazu. Erhältlich ist das Paket ab dem 18. November zu einem Preis von 329,95€ im Apple Store. Technisch hat sich allerdings zu den regulären Beats Solo3 nichts geändert.

 

Erfolgreiche Produkte/Dienstleistungen rufen heute nicht mehr nur Ehrgeiz hervor, sodnern auch oftmals Neider und Patenttrolle. Das Apple sich derartigen Angriffen ausgesetzt sieht ist nichts Neues.

Nachdem in der Vergangenheit gegen die Verschlüsselung von iOS, Patente für FaceTime und Co Klage gegen Apple eingereicht wurde, sehen sich die Kalifornier nun einer Patentklage gegen den in iOS integrierten Messenger-Dienst „iMessage“ ausgesetzt.

Ursprünglich wollte Apple diesen Dienst gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern entwickeln, sah sich dort aber zu großen Repressionen ausgesetzt. Die Mobilfunkanbieter verdienten damals noch Milliarden mit der SMS – ein Umsatz den man sich nicht entgehen lassen wollte. Ironischerweise spricht heute eigentlich keiner mehr über die SMS.

Nun hat ein Berliner Unternehmen namens E-Message vor dem Braunschweiger Landgericht (an meinem Wohnort übrigens.. Außerdem ist das Braunschweiger Landgericht mittlerweile dafür bekannt, extrem kritisch gegenüber angeklagten Unternehmen zu agieren; ein rein taktisches Manöver). Das Unternehmen bietet eine Art Pager-Dienst an, welcher auf über 800 Sendestationen zugreift und somit Alarme auf das entsprechende Smartphone sendet. Feuerwehr, Ärzte, örtliche Energieversorger und sogar Schulen greifen auf das System zu. Dabei hat das Unternehmen auch eine eigene Service-Hotline, wo immer wieder Kunden mit einem iMessage-Anliegen anrufen. Der Betreiber sei die Verwechslung einfach leid, so eine Argumentation von Dietmar Gollnick, Unternehmenschef von E-Message, gegenüber dem Spiegel.

Dabei könnte er sogar Recht bekommen, denn das Unternehmen E-Message existiere seit dem Jahr 2000, Apple registrierte iMessage als Marke hingegen erst 2011. Somit habe das Unternehmen die älteren Markenrechte.

Ich finde das etwas absurd und lächerlich, denn es ist lediglich eine Sache der Linguistik; also der eigenen Aussprache. beim besten Willen kann ich auch nach mehrfacher Aussprache für mich keine Verwechslungsgefahr für mich entdecken…. Andererseits wäre es für Apple eine Karma-Entscheidung, geht das Unternehmen doch genauso rigoros gegen alle Unternehmen vor, die Obst als Bestandteil ihres Markenlogos verwenden. Ich erinnere mich da nur an ein Mutter-Kind-Cafe aus Bonn, welches von Apple im Jahr 2011 verklagt wurde…..

Erwartungsgemäß äußert sich Apple nicht zu einem laufenden Verfahren, ein Urteil diesbezüglich wird zu Ende November erwartet.

 

Doch Apple ist nicht das einzige Unternehmen, welches Rechtsstreitigkeiten ausfechten muss. Auch der größte Wettbewerber, der Konzern Alphabet, welcher der Mutterkonzern von Google ist, wurde gerade erst von der EU-Wettbewerbskommission zu einem Rekordbußgeld i.H.v 4,3 Mrd. Euro verdonnert.

Google beugt sich nun dieser Entscheidung, was kein Wunder angesichts von über 500 Mio. potenziellen Kunden der 1. Welt ist, und kündigte zeitgleich eine massive Umstrukturierung seines Geschäftsgebahrens rund um die Lizenzierung des Betriebssystem Android an.

Bisher war es so, dass Google vorschrieb, dass sowohl die Google Suche als auch der eigene Browser Google Chrome zwingend auf dem gerät vorinstalliert sein mussten, wenn Smartphone-Hersteller ihre Geräte mit Android als OS ausstatten wollten. Außerdem vereinbarte Google in diesem Zuge auch die Installation seiner anderen kostenfreien Apps wie Google Mail, Google Docs und Co. In den Augen der Wettbewerbshüter hat Google damit einen freien Wettbewerb verhindert indem dem Kunden von vornherein die Entscheidung zur einer Installation von Wettbewerbsprodukten abgenommen wurde. Laut dem Bußgeldbescheid muss Google diese Praxis nun zum 31.10.18 entsprechend ändern.

Google kündigte deshalb an, dass man nun auch Lizenzgebühren für das bisher kostenfreie offizielle Google-Apps Portfolio auflegen werde. Diese Lizenverträge gelten ab dem 01.11.2018 für ausnahmslos alle Google Apps; inklusive der Google Suche und Google Chrome.

Somit sind Hersteller nicht mehr verpflichtet, alle Apps von Google vor zu installieren. Sie können nun auch andere Apps vorinstallieren, entsprechende Verträge vorausgesetzt.

Google selbst gab übrigens noch keine konkreten Kosten an, angesichts des hohen Bußgelds gehe ich davon aus, dass Google die Lizenzgebühren auf ein branchenübliches Niveau  festlegen wird. Eine symbolische Gebühr wird Google selbst nicht riskieren, da sich sonst das Bußgeld noch einmal drastisch erhöhen könnte.

Damit wird mit Sicherheit eine spürbare Preisanhebung stattfinden denn die Smartphone-Hersteller verdienen selbst mit einer kostenfreien Lizenzierung schon kein Geld. Die neuen Lizenzgebühren NICHT weiterzugeben, kann sich ein Großteil der Hersteller schlicht nicht leisten. Lediglich Samsung und Huawei könnten hier eine Ausnahme bilden, sind sie doch als Marke mittlerweile ganz fest im Smartphone-Markt etabliert. Fairerweise muss gesagt werden, dass diese Vorgehensweise nur für den europäischen Markt gilt, was sich aber in ein Gegenteil umwandeln kann.

Denn entweder werden die Geräte von den Anwendungen her sparsamer ausgestattet oder die Preise steigen an. Schon jetzt ist es so, dass ein Großteil der Android-Geräte in den internationalen Märkten besser ausgestattet sind als hierzulande – Stichwort Arbeitsspeicher und Dual-SIM-Funktion.

 

Kommen wir nochmal kurz zurück zu Apple bzw. zu den jeweiligen App Stores auf dem iPhone respektive dem Mac. Bei beiden Plattformen hat Apple den Store in den Bereichen Optik und Navigation grundlegend umgebaut – jetzt folgt die inhaltliche Überarbeitung.

Dabei hat Apple den Mac App Store in einem Punkt endlich dem iOS App Store angeglichen. Denn ab sofort bietet Apple auch auf dem Mac sogenannte App-Bundles an. Diese haben sich gerade im Bereich der produktiven Apps unter iOS nachhaltig bewährt. Mithilfe der App-Bundles fassen Entwickler ihre Apps zu einem Paket zusammen, welches der Kunde mit einem Preisnachlass erwerben kann. Dadurch erhoffen sich die Entwickler eine Nutzersteigerung der Apps, die der Kunde sonst nicht genutzt bzw. gekauft hätte.

Das App Bundle wird dabei wie im iOS App Store von Apple entsprechend geprüft und darf nur plattformkonform angeboten werden – ein Bundle aus macOS- und iOS-Apps ist somit nicht möglich.

Zusätzlich geht Apple ab sofort strikter gegen Anbieter mit betrügerischen Abo-Mechanismen vor. Diese hat man zumindest aus dem us-amerikanischen App Store kommentarlos entfernt. Perfide war daran die Art und Weise, wie man Kunden mittels Werbeeinblendungen darüber täuschte, dass eigentlich ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen wurde. Als Prototyp einer solchen App wurde der QR-Scanner von TinyLabs genannt; welcher mit der Testversionsmechanik und Touch ID einen jährlichen Umsatz von 5,4 Mio. US-Dollar generierte.

Im deutschen App Store lassen sich die Apps des Entwicklers noch auffinden, doch Apple wird auch hier zeitnahe die Apps entfernen; seit also bis dahin auf der Hut und meidet die Apps dieses Anbieters!

 

Etwas weiter oben habe ich ja schon über das kommende Event von Apple und die erwartete Vorstellung neuer iPad Pro Modelle geschrieben. Man wird wie immer die .x Generation des aktuellen iPhone-Chip vorstellen ( in diesem fall den A12x), das Display sowie die Lautsprecher etwas verbessern und sich dafür feiern, dass man das beste und leistungsstärkste tablet am Markt hat.

Dabei ist die Hardware gar nicht das Problem, wie ich in meinem Review zum iPad Pro 10,5″ mehrfach anmerkte, denn die ist locker auf dem Niveau eines aktuellen MacBook pro 13″ ohne Touchbar. Vielmehr ist es iOS und die teilweise immer noch schludrig programmierten Apps, die ihren Desktop-Varianten in punkto Funktionsumfang eklatant hinterherlaufen.

Deshalb überraschte mich das Interview von Phil Schiller und die Ankündingung von Adobe, im kommenden Jahr ein vollwertiges Photoshop auf das iPad zu bringen, keinesfalls. Man nahm bei Apple mit der Vorstellung des ersten iPad pro massiv Geld in die Hand um der Tablet-Sparte den entsprechenden Schwung zu verleihen und trotzdem gab es keine signifikanten Absatzsteigerungen. ursprünglich war ja gedacht, das iPad als Ersatz für den Personal-Computer zu platzieren, doch dies hat aufgrund der Software niemals geklappt. Dies ist auch der Grund, warum Apple nun wieder zweigleisig fährt und entsprechende ARM-Chips für den Mac entwickelt.

Was sich allerdings für Adobe als Hürde erweisen könnte, ist schlicht und ergreifend deer Wettbewerb im iOS App Store. Denn Pixelmator und Affinity Photo haben die Lücke einer vollwertigen, professionellen Fotobearbeitung auf dem iPad, weitestgehend geschlossen und sich zudem klar und deutlich gegen ein Abo-Modell positioniert. Attribute, die von den Kunden dankend angenommen wurden und es Adobe schwer machen werden, auf dem iPad wieder Fuß zu fassen. Vor allem, da Adobe ankündigte, das komplett neuentwickelte Photoshop CC 2019 schnellstmöglich in einer Grundversion anzubieten und mit späteren Updates die fehlenden Funktionen nachzureichen…

 

Zum Schluss leider noch eine traurige Nachricht – der Mitgründer von Microsoft, Paul Allen, unter anderem Besitzer des NFL-Teams Seattle Seahawks, ist vergangene Woche nach kurzer schwerer Krankheit an seinem Krebsleiden gestorben. Dabei war Paul Allen durch seinen Geschäftssinn maßgeblich entscheidend für den Erfolg von Microsoft. Seinerzeit führte er nämlich die Verhandlungen mit IBM; die damals auf der Suche nach einem Betriebssystem für den neuentwickelten IBM-PC waren. Er kaufte „86-DOS“ ein und linzensierte das als „MS-DOS“ und verkaufte es IBM. Diese Lizenzgebühren sorgten letztendlich für den immensen Reichtum der beiden Microsoft-Gründer Paul Allen und Bill Gates.

Das waren, wie immer, meine Highlights der vergangenen Woche; was hat Euch am meisten in der Tech-Welt bewegt? Schreibt es mir in die Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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