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Neue Bose Soundbars und Lautsprecher = Neues Okö-System

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

 

ich durfte gestern an einer sogenannten Trainingsroadshow von Bose in Berlin im legendären Hollywood Media Hotel in Berlin teilnehmen. Konkret ging es dabei um neue Produkte und die damit verbundene Neuausrichtung.

Schon seit etwas geraumer Zeit hat Bose ja ein neues Markenversprechen eingeführt. Sinngemäß steht die Botschaft dafür mit den einzelnen Produkten das Potenzial in jedem Kunden für sein individuelles „Mehr an Leistung“ zu wecken. Aus diesem Grund hat Bose für sich auch ein neues Geschäftsfeld erschlossen, nämlich das Themenfeld Wellness. Dazu später mehr.

Ganz konkret bringen die Amerikaner zwei neue Soundbars, einen Smartspeaker und eine weitere Lifestyle-Anlage unterhalb der Lifestyle 600 auf den Markt.

Die neue Lifestyle-Anlage 550 soll preisbewusstere Kunden ansprechen, die eben für ein 5.1-Heimkinosystem keine 3500,00€ oder mehr ausgeben wollen. Hierbei bleiben die Steuerkonsole und das Bassmodul identisch, lediglich die 5 Boxen haben sich verändert. Hier bekommt man nun die kleinen Virtually Invisible mitgeliefert. Wichtig dabei ist, dass diese ausschließlich direkt via Kabel an die Konsole angeschlossen werden.

Wer für die rückwärtigen Lautsprecher nicht an die Konsole verkabeln will; muss die Virtually Invisible separat dazu kaufen hat aber dann zwei Boxen über.

Auch bei den Soundbars ändert sich Einiges, wobei nicht alles positiv ist. Die allseits beliebte und leistungsstärkste Soundbar Soundtouch 300 von Bose bekommt mit der Bose Soundbar 700 einen Nachfolger. Von den Abmaßen, den verwendeten Materialen und der integrierten Boxentechnik ist diese mit der Soundtouch 300 absolut identisch. Neu hinzugekommen sind acht, von Bose selbstentwickelte, Mikrofone für den integrierten Sprachassisten Amazon Alexa.

Völlig neu hingegen ist die kontextbezogene Fernbedienung, die zwar etwas futuristisch daherkommt, im Alltag aber eine deutlich verbesserte Übersicht bringt. Physische Tasten gibt es nicht mehr; man bekommt ein Soft-Layout welches von unten illuminiert wird und zudem über einen Helligkeitssensor verfügt.

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Der Clou daran ist, dass nun nur die für die gerade genutzte Funktion die jeweilig notwendigen Tasten beleuchtet werden. Darauf hält man bei Bose sogar ein Patent drauf. Unverändert bleiben als zusätzliche Option das bekannte Bassmodul Acoustimass 300 Wireless Bassmodul (welches in Zukunft als Bass Module 700 gelistet wird) und die Virtually Invinsible 300 Wireless Rear Speaker. Diese beiden Komponenten bekommen nur einen neuen Namen, der für eine verbesserte Eingliederung in das neue Produktportfolio sorgen soll.

Der UVP der neuen Soundbar 700 liegt bei 899,99€ und soll offiziell ab dem 04.10.18 in den Verkauf gehen und ist zudem nun auch endlich in Weiß erhältlich.

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Etwas weiter unterhalb ist die neue Bose Soundbar 500 angesiedelt. Diese soll die Bose Solo 5 ersetzen, welche von der Preis/Leistungsgestaltung nicht mehr zeitgemäß war. Die Optik lehnt sich an den großen Bruder an, verzichtet aber beispielsweise auf die Abdeckung aus wärmebehandeltem Glas. Hier kommt mattierter Kunststoff zum Einsatz. Auch die internen Treiber bzw. Boxen sind deutlich abgespeckt. Insgesamt kommen drei Treiber in der Front zum Einsatz und jeweils ein Treiber pro Seite. Verzichten muss man allerdings auf die patentierte Phase Guide Arrays, die sich schon in der Soundtouch 300 mehr als bewährt haben. Leider macht sich dies im Klang bemerkbar. Dies ist nicht nur der preislichen Platzierung sondern auch den kompakteren Abmaßen geschuldet. Des Weiteren verzichtet man auf die Wiedergabe von DTS und unterstützt hier lediglich Dolby Digital.

Die neue Soundbar 500 kommt nämlich auf eine Breite von 80 cm bei einer Tiefe von 10 cm und einer Höhe von knapp 5 cm. Sie ist also deutlich kompakter geworden. Selbstverständlich ist auch hier Amazon Alexa integriert und wird durch die acht integrierten Mikrofone gestützt.

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Zusätzlich muss man bei der Fernbedienung deutliche Abstriche machen. Diese wurde auf die wesentlichen Bedienfunktionen der Soundbar 500 zusammengeschrumpft. Sie ist somit keine Universalfernbedienung mehr.

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Allerdings lässt sich optional die neue kontextbasierte Fernbedienung der Soundbar 700 für separate 49,00€ erwerben womit dann man dann wiederum eine entsprechende Universalfernbedienung bekommt.

Leicht verändert wurden die LED´s bei beiden Soundbars. Während bei der SoundTouch 300 fünf einzelne LED`s den jeweligen Betriebsmodus anzeigten, kommt bei den neuen Soundbars eine etwas breitere LED zum Einsatz, die lediglich das visuelle Feedback zu Amazon Alexa anzeigen.

Beiden Soundbars ist zudem die Ausstattung der Anschlüsse gemein. Sie besitzen nun nur noch lediglich einen HDMI-Ausgang welcher weiterhin ARC-fähig aber durch das neueProtokoll eARC eine umfangreichere Datenübertragung gewährleisten sollen. Dies ist auch die Begründung für den Wegfall des HDMI-Eingangs. eine Entscheidung, die ich persönlich nur schwer nachvollziehen kann. Daneben gibt es noch die RJ45 Ethernet-Buchse, den Toslink-Anschluss und ein 3,5mm Klinke. Das patentierte und bewährte AdaptIQ-Einmesssystem mit dem bewährten Mikrofon bleibt ebenfalls weiterhin bestehen; nur das Setup zum Einmessen hat sich geändert.

Passend zu der neuen Soundbar 500 wird es ein neues Bassmodul geben, das auf den Manen Bassmodul 500 hört. Dieses ist nochmal deutlich kleiner und kompakter; 25cm x 25cm x 25cm in der Höhe, Breite und Länge.

Dieses kommt nun in einem Kunststoffkleid mit angenehm angerauter Oberfläche. Verzichten muss man allerdings auch hier auf die Abdeckung aus wärmebehandeltem Glas und man setzt auf das Downfire-Prinzip. Natürlich arbeitet das Bassmodul 500 kabellos mit der neuen Soundbar 500 zusammen; es muss nur am Strom angeschlossen werden.

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Auch hier können bei Bedarf die Virtually Invisible 300 als rückwärtige Lautsprecher angeschlossen und das System somit zu einem 5.1-Setup ausgebaut werden. Bose veranschlagt für das neue Bassmodul 500 eine UVP von 449,99€ und geht ebenfalls ab dem 04.10.18 in den Verkauf

Erfreulicherweise lässt sich das neue Bassmodul 500 auch mit der „alten“ SoundTouch 300 Soundbar verbinden. Angesichts des aktuellen Straßenpreises von knapp 650,00€ – 699,00€ waren viele Kunden nicht bereit sich dazu noch das Acoustimass 300 Wireless Bassmodule für 799,00€ dazu zu kaufen.

Das war es auch mit den rundum positiven Nachrichten. Wie man vielleicht schon an der Nomenklatur erkennen konnte, tragen die neuen Soundbars nicht mehr den Zusatz „Soundtouch“ im Namen. Das bedeutet ganz konkret, dass sich die neue Soundbar 500 und Soundbar 700 nicht mit den „alten“ SoundTouch-Lautsprechern SoundTouch 10, SoundTouch 20 und SoundTouch 30 sowie der SoundTouch 300 im Multirooming miteinander vernetzen lassen. Wie das genau mit den Lifestyle-Systemen Lifestyle 550, Lifestyle 600 und Lifestyle 650 verhält wurde leider nicht ganz ersichtlich. Vermutlich werden sich Diese ebenfalls nicht mit den neuen Komponenten verstehen.

Bose begründet diese Entscheidung mit technischen Aspekten und der generellen Ausrichtung des Produktportolios.

Technisch sei man nämlich bei der bisherigen SoundTouch-App und den bisherigen SoundTouch-Produkten nahezu am Limit der technischen Weiterentwicklung gekommen. Zusätzlich haben die neuen Soundbars einen deutlich verbesserten HMDI-Anschluss bekommen, mit dessen Hilfe man nun auch an den neuen Smart-Speaker ohne Zeitversatz streamen kann. Aus diesem Grund habe man sich die Frage gestellt, wie sinnvoll eine Einbindung der neuen Produkte in die Soundtouch-App ist. Der zweite Faktor ist die Ausrichtung des Produktportfolios bzw. der Erschließung des neuen Themenfelds „Wellness“. Mittelfristig will man alle Apps in der neuen Bose Music App vereinen um ein einheitliches Benutzererlebnis zu schaffen.

Doch die neue App hat neben dem aufgeräumten Interface auch zwei weitere Vorteile. Wenn man neue Komponenten zu der Soundbar hinzufügen will oder den AdaptIQ-Prozess starten will muss man in Zukunft nur noch die App starten. Das Drücken einer Tastenkombination entfällt in Zukunft und man kann die diversen Universalcodes der programmierbaren Fernbedienung besser pflegen und einspielen lassen.

Wesentlich praktischer ist aber eine Funktion bezüglich der Stationstasten. Bisher konnten die SoundTouch-Lautsprecher nur in ein Konto eingebunden werden bzw. die Stationstasten wurden aus dem Konto heraus für alle Lautsprecher übernommen. In der neuen App kann man den Smart-Speaker quasi als „Familienfreigabe“ teilen um eine individuelle Anmeldung des SoundTouch-Kontos zu erlauben. Damit kann nun jedes Familienmitglied seine eigenen Favoriten auf den jeweils freigegebenen Lautsprecher hinterlegen.

Die Vorteile sind auf jeden Fall nicht von der Hand zu weisen, die Argumentation mit den technischen Aspekten teile ich nicht zu 100%. Diverse Mitbewerber schaffen es ja auch, neue Lautsprecher mit entsprechend neuer Hardware in eine bestehende App einzubinden – in der aktuellen Sonos App lassen sich bis zu 10 Jahre alte Sonos-Lautsprecher einbinden und steuern. Es wird definitiv eine Menge Kunden geben, die gerne die neue Soundbar 700 mit ihrem bereits gekauften Soundtouch 20 III miteinander koppeln möchten und sich deshalb vor den Kopf gestoßen fühlen.

Unter Umständen gibt es da aber noch eine Hintertür. Laut diversen Quellen sollen die SoundTouch 10, SoundTouch 20 III, SoundTouch 30 III, SOundTouch 300 und die neuen Soundbar 500 und Soundbar 700 im Frühjahr 2019 ein Update für Apple AirPlay2 erhalten. Damit hätten zumindest theoretisch alle Apple Kunden mit aktuellen iPhone-, iPad- und Mac-Modellen die Möglichkeit, Multirooming über Umwege zu realisieren. Es sind allerdings deutliche Wenn und Aber enthalten; zudem müsste Apple die Synchronisationsprobleme von AirPlay endlich in den Griff bekommen. Und gerade bei solch einer diffizilen Sache wie Musikstreaming auf eine externe Schnittstelle bzw. einen externen Dienst zu vertrauen war in der Vergangenheit etwas schwierig.

Abgerundet wird das Audio-Portfolio mit dem ersten Smart Speaker aus dem Hause Bose. Er hört auf den Namen Bose Home Speaker 500. Er wartet mit einem formschönen Aluminium-Gehäuse, analog zu den Bose SoundLink Revolve-Lautsprechern, inklusive einem integrierten Farb-LCD-Display auf. Auf dem Display kann man sich, je nach Verfügbarkeit, das Albumcover oder sogar Fotos von dem aktuellen Moderator, anschauen. Für die Musikwiedergabe hat man zwei entgegengesetzte Lautsprecher in das Gehäuse integriert die somit eine möglichst breite Bühne sorgen und sollen und mit denen ein Stereo-Effekt erzielt wird. Für eine reibungslose Spracherkennung setzt man, wie bei den beiden neuen Soundbars, acht eigens entwickelte Mikrofone ein..Direkt zum Start des Lautsprechers wird der Amazon Alexa Sprachassistent ausgeliefert, ein Update für den Google Assistant soll im Laufe des Frühjahr 2019 erfolgen. Auf der Oberseite hat meine Softtouch-Oberfläche mit den bisher bekannten sechs Stationstasten eingesetzt.

Die Größe und der Klang des neuen Home Speaker 500 ist zwischen dem bekannten SoundTouch 10 und dem SoundTouch 20 III einzusortieren.

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Preislich sortiert sich der neue Bose Home Speaker 500 bei einer UVP von 449,95€, erhältlich ab dem 04.10.18, ein und ist eher am oberen Ende der Preisskala einzuordnen.

Last but not least gibt es für das Wellness-Segment die neuen Bose Noise-Masking Sleepbuds. Diese wiegen gerade einmal 1,4 Gramm, kommen in weiß daher und verfügen durch Bluetooth 3.0 über eine Akkulaufzeit von 16h die sich mithilfe des mitgelieferten Ladecase nochmal auf weitere 16h verdoppeln lassen.

Wichtig zu beachten sind hier folgende zwei Dinge:

  • Die SleepBuds streamen keinerlei Musik. Denn dafür wäre eine größere Bauform durch einen stärkeren Akku und ein höherwertiges Bluetooth-Modul notwendig gewesen
  • Noise-Masking ist ein absolut anderes Verfahren als Noise-Cancelling. Das Noise Masking überdeckt dabei über eine recht identische Frequenz durch ausgewählte und speziell bearbeitete Klänge die Störgeräusche wie Schnarchen des Partners, den Straßenlärm bei geöffnetem Fenster usw. Noise-Cancelling hingegen würde die Störgeräusche durch das Einspielen eines genau gegenfrequentigen Geräusches aufheben. Zudem gibt es keinen ANC-Kopfhörer der so klein gebaut werden kann, es existiert bisher keine hundertprozentige Stille bei ANC-Kopfhörern und man würde unter Umständen seinen eigenen Puls bzw. das Blutrauschen hören. Beides kann sich sehr schnell zu einem extrem unangenehmen/beklemmenden Gefühl entwickeln.

Wie oben angedeutet, werden die Noise-Masking Sleepbuds mit einem Ladecase mitgeliefert, welches in einem Aluminiumfinish daherkommt. Der integrierte Akku sorgt für eine zusätzliche Laufzeit von weiteren 16h und wird mittels Micro-USB Aufgeladen. Ein USB-C-Anschluss am Ladecase wäre mehr als wünschenswert gewesen, vor allem ob der UVP von 269,99€. Auch hier geht der offizielle Verkaufsstart am 04.10.18 bei allen bekannten Händlern los

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Mithilfe dieses Produktes will Bose in das Wellness-Segment eintreten denn dieser Markt hat schätzungsweise ein Gesamtumsatzvolumen von knapp 10 Mrd. US-$. Immer mehr Menschen leben in immer größeren Städten und haben somit immer häufiger Schlafstörungen.

Hiermit habt Ihr einen ersten Einblick auf die neuen Produkte von Bose bekommen, welche ja auch schon durch die verschiedenen Netzwerke von Bose selbst angeteasert wurden. Schreibt mir doch in die Kommentare wie Ihr die neuen Produkte findet bzw. ob Ihr vorhabt, Euch eines der neuen Produkte zu zulegen.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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