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Meine Woche 32/18

Hallo und herzlich willkommen zum aktuellen Wochenrückblick auf meinem Blog,

mein Wochenende war stressig, da ich für eine Telekom-Werbeaktion Do, Fr und Sa in die nächste Stadt reisen musste und das Herumlaufen nicht ganz so gut für mein Knie war. Habe davon nämlich wieder eine leichte Baker-Zyste bekommen. Aktuell hilft dagegen nur Schonung, Kühlen und Voltaren Schmerzgel.

Nichts desto trotz habe ich natürlich auch aufmerksam die letzte Woche verfolgt und da stand ausnahmsweise mal nicht Apple im ganz großen Fokus sondern der größte Wettbewerber Samsung – Wobei so ganz stimmt das nicht mehr, aber dazu später mehr.

Denn Samsung stellte am 09.08.18 nämlich sein neuestes Phablet Samsung Galaxy Note 9 vor. Die ganz große Überraschung war es nicht, denn relativ viele Details sind schon im Vorfeld durchgesickert und so hielt sich das mediale Echo in den sozialen Netzwerken auch stark in Grenzen. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass es eigentlich ein aufgebohrtes Samsung Galaxy S9+ ist, aber schaut doch selbst auf die Specs:

  • 6,4″ Super-AMOLED Display, 1440 x – 2960 x p bei 514 ppi und Corning Gorilla Glass 5
  • Samsung Exynos Octa-Core 9810 m. 4 x 2,70 GHz und 4 x 1,70 GHz
  • 6 GB RAM
  • Aluminium Gehäuse mit Aluminium 7000
  • 128 GB interner Speicher, erweiterbar durch microSD-Kartenslot um bis zu 512GB
  • Dual-Kamera mit 12 MP und 2 x optischen Zoom sowie variabler Blende wie im S9+
  • Frontkamera m. 8 MP
  • 4.000 mAh Akku
  • Android Oreo 8.1 mit Samsung Experiance 9.5
  • Wasserdicht nach IP 68
  • S-Pen, mit offener Schnittstelle zur App-Verknüpfung sowie Quick Charge Funktion

Zudem hat Samsung einen Fingerabdrucksensor sowie eine Gesichtserkennung und einen Iris-Scanner verbaut. Die beiden letztgenannten Features waren in der Vergangenheit eher so mittelprächtig umgesetzt, die Gesichtserkennung ließ sich mit einem einfachen Foto austricksen.

Grundlegend lässt sich sagen, dass das Gehäuse etwas größer ist, der Akku etwas kräftiger und der S-Pen dabei ist. Interessenten sollten sich gut überlegen, ob Sie den S-Pen wirklich nutzen wollen oder nicht. Bei Verneinung dieser Frage dürfte das Samsung Galaxy S9+ mit Sicherheit die preisgünstigere Alternative darstellen, denn das Samsung Galaxy Note 9 liegt wie der Vorgänger bei 999,00€.

Das laut ersten Benchmark-Tests das Galaxy Note 9 teilweise deutlich hinter dem knapp zehn Monate „alten“ iPhone X liegt, finde ich persönlich ja sehr interessant. Meiner bescheidenen Meinung nach dürfte hier aber die hauseigene Oberfläche von Samsung der Bremsklotz sein. Ein Test mit purem Android wäre da deutlich aussagekräftiger..

Warum Samsung den Preis so hoch ansetzt will mir nicht so recht in den Kopf. Denn auch der Vorgänger, das Note 8, war kein wirklicher Verkaufsschlager. Aktuell kommt es sogar noch schlimmer, denn das Samsung Galaxy S9 liegt deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Gerade die Zahlen in China sind alarmierend – war man vor wenigen Jahren mit knapp 20% Marktanteil im Reich der Mitte gut aufgestellt, dümpelt man nun bei 1% Marktanteil herum. Aus diesem Grund überlegt Samsung wohl nun, eine Produktionsstätte in China zu schließen. Neben der sehr konservativen Produktpolitik, sowohl das S9/S9+ als auch das Note 9 sind eher Evolutionen, dürften vor allem die heimischen Rivalen wie Huawei, Oppo, Xiaomi und Co Samsung und Apple massiv zusetzen.

Huawei hat sogar gerade Apple als Nummer zwei in den weltweiten Smartphone-Verkäufen abgelöst. Mit nun 52 Mio. Geräten in Q2/2018 hat man Apple mit 41 Mio. iPhone deutlich hinter sich gelassen. Noch beeindruckender wird allerdings die Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahresquartal – denn die liegt bei sagenhaften 41% Zuwachsrate. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass Huawei ähnlich wie Samsung ab 2012 den Markt mit neuen Geräten in nahezu jeder Preisklasse flutet. Ob das sinnvoll ist, sei dahin gestellt. Persönlich mag ich ein etwas reduzierteres Line-Up ist doch damit erfahrungsgemäß die Supportquote bezüglich Software-Updates etc. deutlich besser.

Samsung hat genau wie Apple die Zeichen der Zeit erkannt und versucht sich genauso wie der Konzern im Smartphone-Segment breiter aufzustellen.

Aus diesem Grund stellte Samsung noch überraschend zwei weitere Geräte vor.

Zum Einen präsentierte man eine neue Smartwatch. Diese hört nun auf den Namen „Galaxy Watch“ und kommt in zwei Displaygrößen daher. Man kann zwischen einem 1,3″ großen Display bei 46mm oder einem 1,2″ großem Display bei 42mm rechnen. Die Technik des Displays ist nach wie vor sAMOLED und zum Einsatz kommt das hauseigene Betriebssystem „Tizen Wearable 4.0“. Angetrieben wird die Uhr von einer Exynos 9110 Dual-Core CPU und 768 MB RAM bei der Bluetooth-Variante und satten 1,5 GB RAM bei der LTE-Variante. Diese kommt mit einer inkludierten eSIM. Samsung hat zudem 4GB an internem Speicher spendiert.

Beim Design geht Samsung keine Risiken ein, die Uhr ist nach wie vor rund und kommt mit einer zusätzlichen drehbaren Lünette. Außerdem sind zahlreiche Sensoren an Board wie Barometer, Höhenmesser und ein Pulssensor. Zusätzlich will Samsung eine Funktion zur Erkennung des aktuellen Stresslevel implementiert haben. Das ist auf jeden Fall interessant.

Preislich liegt die Uhr auf jeden Fall deutlich unter der Apple Watch, für die 46 mm mit LTE ruft Samsung 399,00€ auf, ohne LTE liegt man bei 329,00€. Für die Version mit 42 mm Version mit LTE müssen 379,00€ hingelegt werden, ohne LTE sind 309,00€ fällig.

Das Highlight war allerdings der „smarte“ Lautsprecher Samsung Home. Das „smart“ ist deswegen in Häkchen gesetzt, da dieser mit dem Assistenten bixby läuft. Wir wir alle wissen ist bixby in Deutsch noch weniger zu gebrauchen als Siri von Apple. Was den Lautsprecher allerdings so interessant und gefährlich für all die HomePod, Google Max und Amazon Echo macht, ist die Hardware. Denn niemand anderes als AKG zeichnet sich für die Lautsprecher-Technik verantwortlich.

AKG, da war doch was?! Richtig, Samsung kaufte Ende des Jahres 2016 den Mutterkonzern Harman/Kardon auf. Nach einigen Schwierigkeiten rund um die Übernahme, eine Investorengruppe fand das Übernahmeangebot von 8 Mrd. $ aufgrund der außerordentlichen Stellung von Harman/Kardon im Automotive-Bereich als zu gering, ist das neben den Kopfhörern und dem Dolby Atmos im Galaxy S9 die erste richtig fruchtbare Zusammenarbeit. Aus diesen Gründen erwarte ich mir klanglich einiges von dem Samsung-Speaker. Auch optisch durch das dreibeinige Design weiß der Samsung Home zu gefallen.

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Für die Musik hat Samsung sich auf eine Kooperation mit dem weltweit größten Streaminganbieter Spotify geeinigt. Damit soll nicht nur der Samsung Home befeuert werden, Spotify soll in Zukunft auf allen kommenden Samsung Smartphones und Fernseher vorinstalliert sein.

Eine Kooperation die für beide Seiten Sinn ergibt. Samsung erspart sich einen langwierigen Aufbau inklusive zeit- und ressourcenfressender Investionen und Spotify bekommt auf einen Schlag eine nochmals erhöhte Reichweite. Denn Im Gegensatz zum ärgsten Konkurrenten Apple Music lässt sich Spotify auch kostenfrei nutzen – wenn auch mit deutlichen Einschränkungen.

Leider äußerte man sich nicht zu einem konkreten Verkaufsstart bzw. einem Verkaufspreis, was etwas schade ist.

Apple Pay war ja letzte Woche das alles beherrschende Thema. Nachdem sich nun alle relevanten deutschen Banken äußerten haben die Volksbanken/Raiffeisenbanken nun ihr eigenes mobiles Bezahlsystem eingeführt.

Das ist für mich im Bereich „Deutschland und seine Digitalisierung“ ein weiteres Paradebeispiel wie man es nicht machen sollte. Ich verstehe einfach nicht wie technologiefeindlich man hier in Deutschland ist und sich deshalb neuen Trends bzw. Standards mit Vehemenz widersetzt. Stattdessen versucht man lieber eine Frickelei mit seinem eigenen System; ich erinnere da nur an die EC-Karten – schon mal damit versucht im Ausland ein Auto zu mieten?

Wir verschlafen solche Trends mit solch einer traumwandlerischen Sicherheit, dass Konrad Zuse mit Sicherheit im Grabe rotieren würde wenn er könnte. Diese Einstellung wird mittelfristig unsere Gesellschaft und unseren Standort in der Weltwirtschaft bedrohen denn die produzierende Industrie wird nicht für Ewigkeiten das BIP Deutschlands sichern. Zu gewaltig sind die Investionen in China und Co über die reine Produktion hinaus. Die zugrunde gegangene Solarindustrie sollte warnendes Beispiel genug sein….!

Seit dem 07.08.18 ist übrigens die neue Android-Version Android 9 Pie offiziell gelauncht worden. Die Nutzer der Google Pixel-Smartphone können es seitdem direkt installieren, während Anwender von Drittanbieter-Hardware sich in Geduld üben müssen – sofern der Hersteller überhaupt gedenkt Android P für das jeweilig betreffende Smartphone zu portieren.

Auffällig ist dabei die neue Bedienung mithilfe diverser Wischgesten die wir so schon vom iPhone X und iOS 11 kennen.

Interessanter Fakt:

Der Vorgänger von Android 9, Android 8.1 a.k.a Android Oreo, ist gerade mal auf 12% aller aktiven Adnroid-Smartphones installiert. Die überwiegende Zahl der Android-Smartphones muss mit noch älteren Versionen aus 2016, 2015 oder aus 2014 leben.

iOS 11 hingegen war 4 Monate nach Veröfffentlichung auf 65% aller iOS-Geräte installiert.

Last but not least noch ein kleiner Sieg für die Privatssphäre. Denn CloudMagic gab bekannt, dass das bekannte Mail-Programm Newton zum 25.09.18 vollständig eingestellt wird. Das klingt grundsätzlich erstmal nach einer schlechten Botschaft, denn gute Mail-Programme sind trotz Existenzberechtigung rar gesät. Apple Mail fehlen nach wie vor elemante Dinge eines guten Mailprogramms; zeitgesteuerten Versand von Mails greife ich da mal explizit heraus.

Deshalb habe ich mich auch vor knapp 3 Jahren mit der Mail-App „Newton“  bzw. dem Vorgänger „CloudMagic“ beschäftigt und diese zeitweilig genutzt. Doch CloudMagic stellte damals auf ein recht preisintensives Abo-Modell um, 9,99€ pro Monat wollte man haben. Aus diesen Grund konnte man nur 1% der über 4 Mio Kunden für dieses Preismodell begeistern. Die knapp 40.000 Kunden ermöglichten wohl keinen rentablen Betrieb. Der endgültige K.O. dürfte aber das damit verbundene Geschäftsgebaren gewesen sein. Um überhaupt einen relevanten Mehrwert für das Abo-Modell zu bieten, versprach CloudMagic in Newton unter anderem eine intelligente Sortierung der Mails im Posteingang. Ermöglicht wurde dies nicht nur mithilfe von Algorithmen sondern auch durch die händische Auswertung der Mitarbeiter von CloudMagic. Ermöglicht wurde dies dadurch, dass die Mails laut Datenschutzbestimmung über eigene Server von CloudMagic lief. Das finde ich so unfassbar, alleine die Sicherheitsrisiken sind fast grenzenlos. Nahezu jedes Online-Konto lässt sich mithilfe einer entsprechenden Email und dem damit verbundene Passwort-Reset sowie der Zusendung eines temporären Passworts zurücksetzen. Alleine deshalb solltet Ihr den Zugriff auf Eure Emails so schwer wie möglich machen, ein Passcode auf eurem Smartphone wäre ein guter Anfang dazu.

Das waren meine Highlights der Woche; auch wenn noch viele andere Dinge diese Woche passierten.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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