Werbeanzeigen

Meine Woche 31/18

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

Am Wochenende waren meine bessere Hälfte und ich im Harz und haben Ihren Namenstag zusammen gefeiert. Das genießt in Ungarn einen ungleich höheren Stellenwert als bei uns in Deutschland. Zudem musste ich am Montag noch einmal kurzentschlossen in einen Einsatz gehen, deshalb gibt es den Wochenrückblick erst heute.

Starten wir wie üblich mit dem namensgebenden Konzern für meinen Blog aus Cupertino/Kalifornien. Vor etwas mehr als drei Wochen stellte man überarbeitete MacBook Pro Modelle (m. Touchbar) vor die neben einer verbesserten Tastatur auch die aktuellen Intel Core-i Chipsätze haben. Nachdem diese Chipsätze für ein Hitzeproblem sorgten, was Apple durch ein Bugfix-Update beheben konnte bahnt sich nun ein neues Problem mit der 2018er Generation an. Die Lautsprecher sollen nämlich für störende Knistergeräusche bei einer laufenden Audio-Wiedergabe führen, ähnlich wie es zum Marktstart des iPhone 8/ 8 Plus der Fall war. Außerdem ist vereinzelt ein „Plopp“-Geräusch zu hören. Dabei scheint sich das Problem nicht auf eine bestimmte Software bzw. bestimmten Anwendungsfall zu beschränken sondern ist bei sämtlichen Arten von Audio-Output zu vernehmen.

Sowohl ein Neustart, ein PRAM-Reset als auch ein SMC-Reset waren nur von vorübergehendem Erfolg gekrönt.

Vereinzelt konnten Anwender über das Verändern der Audio-Ausgabe auf 48 kHz bzw. alternativ 96 kHz im Audio-MIDI-Setup die Problematik eindämmen. Als letzte Alternative bietet sich die Installation der aktuellen Beta von macOS Mojave an.

Dabei ist bisher nicht bekannt, ob es sich bei den beiden letztgenannten Schritten um eine Dauerlösung handelt. Apple hat sich bislang nicht konkret dazu geäußert.

Für mich ist es arg irritierend, das die neuen MacBook Pro Modelle im Preis massiv gestiegen ist, jedoch die Qualität augenscheinlich nicht Schritt gehalten hat. Apple ist hier für meine Begriffe drauf und dran, alles zu verspielen was man sich über Jahre hart und mühselig aufgebaut hat.

Meine These wird dabei von den letzten Quartalszahlen gestützt. Versteht mich nicht falsch, Apple ist nach wie vor eines der profitabelsten Unternehmen der gesamten Weltwirtschaft. Anders kann man die folgenden Zahlen nicht deuten:

  • 53,3 Mrd Dollar Umsatz (Vorjahr: 45,1 Mrd. Dollar)
  • 11,52 Mrd Dollar Gewinn (Vorjahr: 8,72 Mrd. Dollar)
  • 41,3 Mio abgesetzte iPhones
  • 11,5 Mio abgesetzte iPads
  • 31% Zuwachs auf 9,5 Mrd Dollar Umsatz in der Dienste-Sparte (App-Store, iCloud, iTunes, Apple Music, HomePod, Apple Watch, Apple TV sowie Hüllen und Taschen für iOS und Mac)
  • 300 Mio Abonnenten für hauseigene Dienste und Dritthersteller-Apps
  • 3,7 Mio abgesetzte Macs

Das sind auf dem Papier beeindruckende Zahlen, doch darf man nicht vergessen, dass bis auf die Dienste nahezu alle Sparten stagnieren bzw. rückläufig sind. Woher kommen dann diese „absurden“ Finanzdaten her.

Apple erreicht dies ganz einfach mit immer höheren Preisen. Alleine durch das iPhone X wurde der Durchschnittspreis eines iPhone innerhalb eines Jahres von 606$ auf 724$  um knapp 1/5 angehoben bzw. um 19,5%.

Der Mac hingegen zeigt allerdings bei den aktuellen Höchstpreisen in der maximalen Ausstattung des MacBook Pro m. Touchbar, dass sich die Schraube, immer höhere Preise zu nehmen, nicht endlos weiterdrehen lässt. Denn erstmals seit langem brechen die Umsatzzahlen des Mac signifikant auf unter 4 Mio Einheiten ein. War Apple während der letzten 32! Quartale im Dekstop-Bereich immer stabil bei 4,1 Mio bis 4,5 Mio Einheiten ist das nun aktuell doch ein krasser Einbruch. Besonders wenn man bedenkt, das die mobilen Mac-Modelle das Rückgrat der Mac-Sparte bilden.

Die Gründe dafür sind mit Sicherheit vielfältig, Einige davon hausgemacht und andere wiederum aufgrund äußerer Einflüsse bedingt. Ein wichtiger Außeneinfluss dürfte Intel darstellen bzw. deren wiederholte Verzögerungen bei der Auslieferung der aktuellen Chip-Plattform. Doch auch andere Notebook-Hersteller müssen damit im Bereich der Produktneuheiten leben. Daher ist der Einfluss als etwas geringer zu werten. Viel interessanter sind die hausgemachten Probleme.

Da fällt mir zuallererst einmal das mittlerweile stark aufgeblasene Produktportfolio auf. Warum soll der Kunde statt einem MacBook Air ein 12″ MacBook kaufen? Oder was ist der Unterschied zwischen einem 13″ MacBook Pro ohne Touchbar und einem 13″ MacBook Pro m. Touchbar?(wobei die Touchbar das augenscheinlichste Unterscheidungsmerkmal ist, aber was unterscheidet die Geräte darüber hinaus?)

Dadurch werden die Baureihen unübersichtlich und durch veraltete Hardware unattraktiv; denn das MacBook Air kostet immer noch 1200,00€. Da noch auf die hervorragende Verarbeitungsqualität zu setzen (von den MacBook Pro m. Touchbar-Modellen mal abgesehen) ist heute nicht mehr ausreichend denn auch andere Hersteller bieten mittlerweile eine vernünftige Verarbeitungsqualität. Da könnte man fast schon von Täuschung des Kunden sprechen; zumal das aktuelle macOS High Sierra auch nicht gerade Bäume ausreißt.

Hier von einem Low-End Segment zu sprechen ist gerade noch hart an der Grenze. Ein mittleres Preissegment existiert gar nicht mehr und im Pro-Bereich hat man mal gute 500€ bis 900€ draufgesattelt. Mein MacBook Pro 15″ Late 2013 als „rechtes“ Model auf dem Modellbaum kostete damals in der Topausstattung ab Werk 2399,00€. Will ich das eins zu eins gegen ein aktuelles Modell austauschen muss ich 3299€ auf den Tresen legen – 900€ Aufpreis. Man könnte nun sagen, ich bekomme eine 15x schnellere Grafik, eine 7x schnellere SSD und eine aktuelle prozessor-Architektur. Andererseits reden wir hier auch über fünf Jahre Entwicklung in dem zudem Produktionskosten für diese Komponenten mit Sicherheit nicht mehr so hoch sind wie beim allerersten MacBook Pro mit einer via PCI-Express angeschlossenen Festplatte. Was also bleibt dann unter dem Strich. Moderne Schnittstellen, die leider mit aktueller Profi-Hardware nur mit zusätzlichen Adaptern nutzbar sind (noch mehr Ausgaben), und dabei aber elemante Worklflows außer Acht lassen. Oder schon mal aus einem Fotoshooting die geschossenen Bilder via W-Lan übertragen? Das gleichzeitige Fotografieren gestaltet sich recht schwierig zudem dabei die Akkulaufzeit der Kamera rapide sinkt. Da war Speicherkarte raus, ins MacBook einschieben, kopieren und eine zweite Karte in die Kamera rein deutlich effizienter. Über den wegrationalisierten HDMI-Port lässt sich streiten; persönlich möchte ich ihn nicht missen.

Als Sahnehäubchen kommt die nicht vorhandene Erweiterbarkeit oben drauf sowie das völlige Verrammeln durch verklebte und verlötete Komponenten. Somit kann sich ein Akkuaustausch nach Ablauf der Garantie zu einer mehr als kostspieligen Angelegenheit entwickeln müssen doch im selben Zuge das Bottomcase, das Trackpad sowie die Tastatur mit getauscht werden. Nutzerfreundlich ist das keinesfalls und gerade die Profis überlegen sich eine Anschaffung zweimal.

Zudem möchte ich nochmal auf die schwindelerregenden Gewinne kurz eingehen. Denn Apple setzt dafür nämlich auch alle möglichen Steuertricks zur Steuervermeidung ein; wobei legal mitnichten auch moralisch ist. Fairerweise muss man sagen, dass Apple nicht der einzige Konzern mit solchen Mitteln ist. Wohl aber der bisher erste Konzern, der auch deshalb einen zeitweiligen Börsenwert von 1 Billion US-Dollar erreichte. Dies ist umso „bemerkenswerter“ bedenkt man, dass Apple vor ziemlich genau 22 Jahren (1996) fast vollständig pleite war.

Ich habe mich dazu mal an anderer Stelle etwas ausführlicher zu den Steuerpraktiken von Apple geäußert >> Steuern und die Steuerehrlichkeit – Wie Steht es um die Steuermoral von Apple.

Da ist die Meldung, dass Apple nun über zwei Drittel der fälligen Steuernachzahlung i.H.v. 13 Mrd Euro nach Irland auf ein Treuhänder-Konto überwiesen hat, irgendwie grotesk in dem Kontext. Schließlich hat Apple diese Summe fast vollständig als Gewinn! im abgelaufenen Quartal erwirtschaftet.

De Konzern tut aber Einiges, um seine Spitzenposition in den Finanzdaten weiterhin zu halten. Deshalb hat Apple seine Ausgaben in Forschung & Entwicklung erstmals auf über 3 Mrd. $ aufgestockt. Die Sicherheit ist dabei wohl nicht immer gewährleistet denn die aktuellste Beta verriet schon wieder die Form des kommenden iPad. Findige Entwickler entdeckten nämlich ein neues, bisher nicht genutztes iPad-Icon, welches auf die die gleichen Displayränder wie beim iPhone X hindeutet. Somit entfällt der Home-Button und es wird wohl abgerundete Display-Ecken geben. Dabei ist es seltsam, dass Apple dieses Malheur zum zweiten Mal in Folge passiert; war doch so schon das 10,5″ Modell aus 2017 bekanntgeworden.

Das Highlight allerdings war die Ankünding des Deutschland-Start vonm Apple Pay. Was haben wir alle sehnsüchtig drauf gewartet; Ende des Jahres wird es wohl soweit sein. Warum es solange dauerte, weiß keiner so genau. Wer sich aber die Pressemitteilung sowie Facebook- und twitterkanäle der hiesigen Banken so anschaut, kann eine geraume Vorstellung davon bekommen. Da fordern Dorfsparkassen mit ihren Ü-60 Kunden, dass ein weltweit eingesetztes und bewährtes technisches Prinzip mal eben so für den Dorfdirektor über Board geworfen wird. Als wäre das noch nicht schlimm genug; geben die Sparkassen sogar recht unverblümt zu, ausschließlich den eigenen, kostenpflichtigen, Dienst am Markt platzieren zu wollen. Ist ja auch eine bequeme Möglichkeit, seine eigenen Kunden noch weiter zu schröpfen und zu isolieren. Andere Banken, die so gut wie nur in Deutschland operieren, stellen mal so eben den weltweiten Erfolg von Apple Pay in Frage. Kurios ist dabei, dass gerade so viele deutsche „Internet-Banken“ ,die sich selbst als fortschrittlich bezeichnen, so skeptisch auf Apple Pay reagieren.

Deutschland als Standort und deutsche Unternehmen sind wohl augenscheinlich ganz versessen darauf, den Anschluss in der digitalen Wirtschaft vollends zu verlieren. Anders kann man sich die diversen Aussagen nicht erklären; gerade der twitterkanal der ING-DiBA ist ein Paradebeispiel. Was das für den Wirtschaftstandort Deutschland bedeutet ist sicherlich nicht schwer zu erraten.

Normalerweise versuche ich immer, meinen Wochenrückblick mit einer positiven Nachricht abzuschließen. Doch das ist diese Woche nicht ganz so einfach. Deshalb möchte ich diese Woche mit einer warnenden Meldung abschließen bzw. Euch auch ein klitzekleines „ich habe es Euch doch gesagt“ unter die Nase reiben.

Der mit weitem Abstand beliebteste Messenger in Deutschland, WhatsApp, wird ab 2019 in seiner Status-Gunktion Werbung platzieren. Das kommt mitnichten überraschend, denn Facebook suchte schon nach dem Kauf (damals wurde die astronomische Summe von 13 Mrd $ gezahlt) nach Möglichkeiten der Monetarisierung. Zudem plant man einen Business-Chat durch eine Implementierung einer Business API. Facebook verspricht sich dadurch eine höhere Bindung an den Dienst und eine längere Verweildauer des Nutzers in WhatsApp. Firmen können innerhalb von 24h Stunden nach Anfrage diese kostenfrei bearbeiten; erst darüber hinaus wird eine Gebühr des Unternehmens an WhatsApp fällig.

Hach ja, Samsung hat ein neues „Profi“-Tablet vorgestellt. Das Galaxy Tab S4 besitzt einen AMOLED-Screen mit 10,5″ Display-Diagonale bei 2560 x 1600 Pixeln. 4 GB RAM, ein interner Speicher von 64 GB sowie ein 7300 mAh-Akku runden die Leistung der Hardware ab. Außerdem kommt ein USB-C 3.1 Anschluss zum Einsatz. Ein Micro-SD Steckplatz und Bluetooth 5.0 runden das Ganze an. Wie gehabt gibt es einen S-Pen dazu, welchen Samsung überarbeitet hat. So wurden alle Kanten entfernt  hat aber etwas im Durchmesser zugelegt. So will man eine bessere Griffigkeit ermöglichen. Als Sahnehäubchen gibt es eine neue Schutzhülle zu kaufen, die den sogenannten DeX-Modus aktiviert. Dadurch lässt sich das Galaxy Tab S4 mit Maus und Tastatur bedienen und durch einen externen Adapter an ein Monitor anschließen.

Der Preis für das Galaxy Tab S4 liegt bei 699,00€ bzw. 759,00e mit SIM-Kartenslot. Verkaufsstart ist der 15.08.2018.

Das waren meine Highlights der vergangenen Woche. Wie schaut es denn bei Euch aus? Hinterlasst mir doch einmal mal ein Feedback.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

P.S. Hat Dir dieser Artikel gefallen? Dann unterstütze mich doch einfach via Paypal

 

Werbeanzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Powered by WordPress.com. von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: