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Apple TV 4k Review

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

ja, ich habe es getan. Trotz funktionierender Apple TV 4 habe ich mir dann schlussendlich doch noch eine Apple TV 4k gegönnt. Ein dickes Sorry geht an dieser Stelle an meine bessere Hälfte, dass mein Geist zwar stark aber das Fleisch letztendlich schwach war.

Als Verteidigung möchte ich anführen, dass ich die Apple TV 4k dieses mal nur in der 32 GB Variante und als refurbished Gerät erwarb. Dementsprechend kam die Apple TV in einer sehr neutralen Verpackung an wo das Stromkabel sogar obenauf lag.

Ansonsten gab es nur die schwarze Box und die Fernbedienung, Ein HDMI Kabel fehlt wie üblich. Allerdings legt Apple noch ein Lightning-auf-USB-A Kabel mit dazu; Einige von Euch haben diesbezüglich ja ein exorbitanten Verschleiß.

Da ich im Wohnzimmer nur einen Austausch vornahm, konnte ich auf das neue Verlegen der Kabelage verzichten – einfach die Apple TV 4 abstecken und die neue Apple TV 4k dranstecken. Fertig ist die Laube.

Und genau so einfach ging es dann auch weiter. Zur Einrichtung musste ich lediglich mein iPhone X mit aktiviertem Bluetooth dran halten und alle notwendigen Einstellungen, angefangen vom W-Lan Netzwerk samt Passwort über alle notwendigen Account- und Apple ID Informationen, wurden übertragen. Anschließend wurden alle meine Apps und Medieninhalte auf das neue Apple TV 4k geladen. Zum Abschluss noch das Update auf das aktuelle tvOS 11.4 durchgeführt und ich war endlich startklar.

Wer aber nun denkt, dass die Apple TV 4k lediglich den hochauflösenden UHD-Bildstandard beherrscht und es sonst keinerlei weiteren Unterschiede gibt, irrt gewaltig. Denn unter der Haube hat Cupertino die kleine Set-Top-Box massiv aufgewertet.

Die Optik der neuen Apple TV 4k liefert dazu auch einen ersten Hinweis, wenn auch nur im direkten Vergleich zur Apple TV 4. Denn das Gehäuse ist in der Höhe geringfügig gewachsen, was an dem Lüfter auf der Unterseite der Apple TV 4k liegt.

Das ist im exorbitanten Leistungszuwachs der Hardware begründet, welcher weiter unten detaillierter aufgeführt wird.

Als Antrieb dient der A10X Fusion, welcher auch im aktuellen iPad Pro 10,5″ zum Einsatz kommt. Die technischen Spezifikationen mit einer Taktfrequenz von 2,3 GHz sind ebenso wie die 6 Kerne, von denen drei als high-performance und drei als high efficiency Kerne arbeiten, hinlänglich bekannt und arbeitet somit doppelt so schnell wie der A8 im Vorgänger. Den Arbeitsspeicher hat man von 2 GB RAM auf 3 GB aufgestockt wovon das Multitasking spürbar profitiert. Die Grafikeinheit hat man hingegen auf Steroide gesetzt denn durch die Verdreifachung der Kerne von vier auf nun 12 Kerne steigert sich die Leistung der PowerVR Series getauften Grafikeinheit um den Faktor 4.

Dadurch lassen sich nicht nur Filme in 4k bei 60fps (frames per second) darstellen, die Apple TV 4k hat somit auch ausreichend Leistung für sehr aufwendige Spieletitel. Im Alltag macht sich das auf jeden Fall durch ein sehr fluffiges und schnelles Navigieren im Menü bemerkbar. Die kleinen Mikro-Ruckler gehören absolut der Vergangenheit an, Apps und Inhalte sind augenblicklich nach Eingabe auf der Multitouch-Fernbedienung gestartet und somit sofort bereit.

Persönlich habe ich zwar bisher noch kein 4k-Fernseher, doch durch diverse Einrichtungen bei Kunden weiß ich, dass bei Ersteinrichtung die Apple TV 4k automatisch die Verbindungsqualität zwischen Set-Top-Box und dem Fernseher überprüft und gegebenenfalls ein Feedback dazu ausgibt. Das Gleiche gilt übrigens auch für die W-Lan-Verbindung respektive die zugrunde liegende Internetgeschwindigkeit eures DSL-Anschluss.

Sollten die übertragenen Datenmengen nicht ausreichen, schaltet die Apple TV 4k automatisch auf Full HD um. Somit wird immer eine entsprechende Performance und das optimale Nutzererlebnis garantiert.

Liegt ein 4k-Fernseher sowie eine ausreichende Internetgeschwindigkeit vor, liefert die Apple TV 4k neben dem UHD-Filmmaterial auch HDR und Dolby Vision aus. Das sind zwei Standards im Bereich der Farbsättigung/Farbtiefe. HDR wird mittlerweile nahezu flächendeckend angeboten, stellt aber auch die etwas schlechtere Variante da. Das liegt darin begründet, dass die Einstellung zur Farbsättigung ausschließlich am Anfang der Aufnahme eingestellt werden können. Mit dieser Einstellung wird dann das gesamte Video-Material produziert. Das deutlich bessere Dolby Vision hingegen hat neben der größeren Farbtiefe die Möglichkeit, die Farbsättigung Szene für Szene auszuwählen. Dadurch ist natürlich eine wesentlich bessere Feinjustierung möglich und garantiert somit ein besseres visuelles Erlebnis am Ende des Tages.

Hier nochmal kurz und knackig die Unterschiede:

  • HDR10 – Die Farbsättigung lässt sich nur am Anfang der Aufnahme einstellen. Die Farbtiefe liegt bei 10 Bit = Eine Milliarde Farben (das klassische HDTV der Fernsehsender hat 16 Mio. Farben) und einer maximalen Helligkeit von 1000 Nits

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  • Dolby Vision – Die Farbsättigung lässt sich Sezene für Szene individuell einstellen. Die Farbtiefe liegt zudem bei 12 Bit – 64 Milliarden Farben und einer maximalen Helligkeit von 10.000 Nits.

Bildschirmfoto 2018-07-24 um 17.04.35.jpg

Fairerweise muss man allerdings sagen, dass es bisher noch keine Darstellungsgeräte (Fernseher und Monitore) gibt, die diese extreme Helligkeit von 10.000 Nits darstellen können. Doch profitieren schon heute die hellen Bildbereiche wie das oben gezeigte Foto eindrucksvoll demonstriert.

Deshalb ist Dolby Vision deutlich interessanter, da die Daten dynamisch übertragen werden. Das bedeutet, dass der Bildprozessor aus den ganzen übertragenen Daten die optimale Bildqualität gemessen am Panel des Fernsehers berechnen kann. Da ist es doch beruhigend, dass die Apple TV 4k diesbezüglich fit für die Zukunft ist.

Damit neben der Video-Qualität auch die Soundqualität mithalten kann, hat man nun die grundsätzliche Übertragung von Dolby Atmos freigeschaltet. Damit lässt sich bei entsprechend passendem Abspielgerät echter 3D-Sound (Akustische Reflektion von vorne, von der Seite und von der Decke) wiedergeben. Im deutschen iTunes-Store ist dies zumindest bei deutscher Sprache aber leider nicht relevant; wir müssen uns nach wie vor mit Dolby Digital 5.1 begnügen…..

Ein weiteren Augenmerk hat man auf die Fernbedienung gelegt. Denn bei der alten Fernbedienung war es gerade abends im dunklen Raum bei „Blindflug“ doch etwas schwieriger, die Menü-Taste zu erreichen.

Aus diesem Grund hat man der „neuen“ Fernbedienung um eben diese Menü-Taste einen zusätzlichen weißen Ring spendiert. Den besseren Kontrast bei dunklen Räumen lasse ich mal dahingestellt aber die Haptik hat dazugewonnen.

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Die Taste lässt sich durch den etwas größeren Durchmesser besser ertasten und somit geht eine leichtere Bedienung bei deutlich geringeren Fehleingaben einher.

Den Clou hat Apple sich aber für den Schluss bzw. für das Rechtemanagement von Filmen und Serien aufgehoben. Viel war im Vorfeld für die Preisgestaltung von 4k-Content gemunkelt worden doch Apple in Person von Eddy Cue hat einfach mal DEN Deal ausgehandelt. Denn an der Preisgestaltung ändert sich nämlich nichts; d.h. Ihr bezahlt für einen 4k-Film genau das Gleiche wie vorher für einen Full-HD Streifen. Doch es wird noch besser; sobald der gekaufte Film in 4k im iTunes Store verfügbar ist bekommt Ihr ein kostenloses Upgrade.

Das ist in etwa so, als würdet Ihr eure alten DVD´s zum Mediamarkt um die Ecke bringen und die tauschen Euch eure Filme 1:1 gegen die aktuelle 4k-Blueray aus. Wie geil ist das denn bitte?!?!

Und genau das war schlußendlich der Grund dafür, warum ich mir eine Apple TV 4k gegönnt habe. Zurzeit besitze ich über 170 Filme in iTunes und durch den Kauf der 4k Set-Top-Box habe ich mir das kostenfreie Upgrade gesichert; denn keiner weiß wie lange Apple dieses Angebot aufrecht erhält. Da spielt es für mich keine so große Rolle, dass mein Fernseher noch kein 4k kann.

Meine „alte“ Apple TV 4 ist nun ins Schlafzimmer umgezogen, da mich der Amazon Fire TV Stick in letzter Zeit durch seine andauernden Lags in der Software nur noch angenervt hat. Als nettes Gimmick kann ich nun auch im Schlafzimmer mein iTunes Content schauen; die nächste Nebenhöhlenentzündung kommt bestimmt 😉

Das war mein Review zur Apple TV 4k, ein Produkt aus Cupertino welches mich als Upgrade wirklich positiv überraschen konnte.

Noch ein Praxistipp falls Eure Soundbar, Euer Heimkinosystem kein AirPlay 2 unterstützt. Wenn Ihr die Apple TV 4k direkt an diese Komponenten anschließt (sofern ein HDMI ARC-Port vorhanden ist) könnt Ihr AirPlay 2 über die Apple TV 4k an Eure Soundkomponenten streamen.

Wie schaut es denn bei Euch aus? Habt Ihr einen Austausch vorgenommen und wenn ja, was waren Eure gründe diesbezüglich? Schreibt mir Euer Feedback einfach in die Kommentare rein.

Macht`s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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Ein Kommentar zu „Apple TV 4k Review

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