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Meine Woche(n) 27 u. 28/18

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Wochenrückblick auf meinem Blog,

welcher etwas später erscheint. Das Wetter am Sonntag war mit Ausblick auf diese Woche dann doch zu gut um es nicht zu nutzen. Wir waren deshalb entspannt am Tankumsee, welcher allerdings für mich eiskalt war. Dies hielt meine Frau allerdings nicht davon ab, sich in die Fluten zu stürzen.

Leider habe ich in der letzen Woche meinen üblichen Wochenrückblick nicht geschrieben, da ich am Sonntag das gute Wetter ausnutze. Dann ging es gleich Schlag auf Schlag mit dem IFA Innovation Media Briefing weiter; dazu konntet Ihr ja schon in der vergangenen Woche ein paar Beiträge lesen.

Der Aufschrei der Woche kam dieses Mal nicht von Apple sondern von Netflix. Der us-amerikanische Streaming-Anbieter, der quasi aus dem Nichts kam, durch hochwertige Eigenproduktionen die Sehgewohnheiten von über 100 Mio. Kunden schlagartig änderte testet mal wieder ein neues Preismodell. An sich nichts ungewöhnliches, tat Netflix dies in der Vergangenheit schön häufiger. Unschön ist allerdings, dass man durch die Hintertür versucht, eine Preiserhöhung durchzusetzen. Doch wie macht sich das bemerkbar?

Netflix testet ein weiteres Abo namens „Ultra“ welches sich vor allem in den deutlich höherwertigen Tonformaten vom bisherigen Top-Abo „Premium“ unterscheiden soll. Doch klammheimlich strich Netflix die „HDR“-Funktion im Premium-Abo und ordnete dies dem neuen „Ultra“-Abo zu. Sollte sich das neue Abo-Modell durchsetzen, müsst Ihr also, um die bisher genutzen Leistungen weiterhin nutzen zu können, das deutlich teurere Ultra-Abo auswählen; wenn sich die Preisstrategie durchsetzen sollte. Zusätzlich streicht Netflix im Premium-Abo die Möglichkeit auf bis zu 4 Geräten gleichzeitig Netflix schauen zu können

Bildschirmfoto 2018-07-10 um 12.51.18

Das ist eine massive Abwertung des bisherigen Premium-Abo und hat die Bezeichnung „Premium“ auch nicht mehr wirklich verdient.

Ziemlich dreiste Nummer von Netflix; ich kann nur hoffen, dass am Besten gar keiner meiner Leser da draußen sich auf das neue Ultra-Abo einlässt, sofern es ihm angeboten wird.

Derweil überraschte Apple an der Hardwarefront. Gleich fünf neue Mac-Modelle und fünf neue iPad-Modelle wurden von Cupertino bei der Eurasian Economic Commission (EEC) angemeldet und somit direkt bestätigt.

Spannend dabei dürften die iPad-Modelle werden, ermöglicht doch die Anmeldung ein iPad mit Face ID, neue iPad Pro-Modelle sowie unter Umständen auch ein aktualisiertes iPad Mini.

Ich hatte in der ursprünglichen Fassung des Beitrags noch mit neuen MacBook Pro Modellen sowie einer Erweiterung des Arbeitsspeichers auf 32GB spekuliert – und dann waren die neuen MacBook Pro Modelle da, inklusive der Option auf 32 GB RAM aufzurüsten. Dazu habe ich hier einen Artikel verfasst >> Neues MacBook Pro mit bis zu 32GB RAm – und noch ein bisschen mehr

In der Zwischenzeit sind noch ein paar weitere Details ans Licht gekommen. Da wäre zunächst einmal der Preis; hier hat man nun mit knapp 8000,00€ als CTO-Variante (Customize to order) um knapp 3000,00€ noch einmal ordentlich draufgesattelt. Andererseits gibt es hier den größten Performance-Schub seit knapp sieben Jahren. Man bekommt also durchaus etwas für sein üppiges Investment. Einen großen Anteil daran trägt die verbaute interne SSD, die zurzeit die mit Abstand schnellste verfügbare interne SSD auf dem Markt ist.

Als Vorbereitung für neue AirPod-Modelle dürfte man die Implementierung von Bluetooth 5.0 werten. Der neue Standard ist mit einer Übertragungsrate von 2 MBit pro Sekunde doppelt so schnell wie Bluetooth 4.2. Davon dürften Hi-Res-Inhalte profitieren; ist doch dadurch eine Komprimierung nicht mehr zwingend erforderlich. Eine größere Reichweite ist ein netter Zusatz, da Bluetooth 5.0 eine Outdoor-Reichweite von knapp 240 Meter erreicht. Last but not leat kann Bluetooth 5.0 Mesh.

Deutlich besser gefällt mir aber das True Tone Display, was einen automatischen Abgleich des Weißwertes, basierend auf dem Umgebungslicht, bedeutet. Erstmals mit dem iPad Pro 9,7″ im Jahr 2016 eingeführt setzt Apple dieses Feature über den USB Type-C/ Thunderbolt 3 Anschluss auch an bestimmten externen Monitoren ein. Die Unterstützung ist auf jeden Fall für die neuen LG Fine Art 4k und 5k Monitore verfügbar. Andere Displayhersteller wollen nachziehen; Apple muss dazu allerdings auf bestimmte Informationen zugreifen dürfen – das dauert etwas. Eine veröffentlichte Liste der unterstützen externen Bildschirme gibt es hier >> Externe Displays mit True Tone Unterstützung (Der Support-Artikel ist bisher nur auf Englisch verfügbar; eine zeitnahe Aktualisierung dürfte folgen)

Am Spannendsten aber dürfte die dritte Version der Butterfly-Tastatur sein. Apple setzt nun zwischen den Tasten und der eigentlichen Butterfly-Mechanik eine sehr dünne Silikon-Membran ein. Dabei konzentrierte sich Apple bei der Pressemitteilung auf das Argument der deutlich dezimierten Geräuschentwicklung – Wohl um der nach wie vor im Raum stehenden Sammelklage bezüglich der Tastatur in den USA nicht nochneue Nahrung zu geben. Hätte Apple offiziell erklärt, dass die neue Silikon-Membran auch das Eindringen von Staub unterbindet, wäre das für spitzfindige Winkeladvokaten in den USA mit Sicherheit ein gefundenes Fressen gewesen.

Übrigens, ein entsprechender Apple Care Protection Plan ist auch bei den neuen MacBook Pro Modellen absolute Pflicht. Denn die Jungs von iFixit haben das neue 13″ MacBook Pro Modell in Augenschein genommen – Was soll ich sagen. Die neuen Kisten lassen sich genauso gut bzw. genauso schlecht reparieren wie die alten. iFixit vergibt übrigens einen Reparaturscore von 1/10 Punkten…

Übrigens ist durch das Update ein Quad-Core Prozessor auch im kleineren 13″ MacBook Pro m. Touchbar verfügbar- ein lang geforderter Wunsch von diversen Kunden.

Hach ja bevor ich es vergesse, auch bei den neuen MacBook pro Modellen verzichtet Apple auf das Verlängerungskabel, dieses dürft Ihr bei Bedarf für weitere 25,00€ erwerben – Eine unschöne Entwicklung und bei den Preisen eher als Raffgier von Apple abzutun.

Passend zum Verkaufsstart der aktualisierten MacBook Pro Modelle stellt Apple den Verkauf der MacBook Pro von 2015 endgültig ein. Die Modellreihe war nach wie vor beliebt, da dieses Gerät noch mit klassischen Anschlüssen wie USB-A, HDMI, SD-Kartenslot und dem allseits beliebten MagSafe bietet.

Vor knapp zwei Wochen wurde mit dem Update auf macOS 10.13.6 das Multiroom-Feature AirPlay 2 auch auf den entsprechenden Mac-Modellen nachgereicht. Somit steht AirPlay 2 allen relevanten Hardware-Plattformen zur Verfügung.

Dementsprechend gab Sonos nun das entsprechende Software-Update am vergangenen Mittwoch frei. Damit werden folgende Laustsprecher von Sonos AirPlay 2-kompatibel gemacht:

Dabei reicht es aus, wenn ein einziger der zuhause installierten Lautsprecher AirPlay 2 fähig wird. Allerdings gibt es eine Menge Nutzer, die sich über eine hörbare Latenz (Zeitversatz) beschweren.

AirPlay hatte dieses Problem auch in der Vergangenheit mit Third-Party Software, wer einmal versuchte den VLC Media Player auf die Apple TV zu streamen versuchte, weiß wovon ich rede.

Zusätzlich wird berichtet, dass iTunes-Inhalte via AirPlay 2 nicht entsprechend aktualisiert werden. So tauchten abgespielte Songs nicht in der spezifischen Wiedergabe-Liste von iTunes auf. Man könnte meinen, dass Apple AirPlay 2 wegen massivem Zeitdruck, immerhin war das Feature seit einem Jahr angekündigt, zu früh veröffentlichte.

Ob der Fehler nun bei Apple oder bei Sonos liegt, ist schwer zu sagen. Ärgerlich ist es auf jeden Fall, besonders wenn man sich wegen dem Update auf AirPlay 2 die entsprechenden Sonos-Komponenten zugelegt hat.

Eine Bombe ließ Adobe, der Publisher von Photoshop, diese Woche platzen. Laut Bloomberg will man eine vollwertige Photoshop-Variante für das iPad im kommenden Jahr veröffentlichen. Sie soll der Desktop-variante in Punkto Bedienumfang und Werkzeugen nicht mehr hinterherhinken.

Eine erste Demo soll es auf der hauseigenen MAX Creative Conference diesen Oktober geben.

Dieser Schritt ist auch dringend notwendig, um die so wichtigen Abonnentenzahlen zu erhöhen. Affinity Photo von Serif hat beständig Nutzer zum Umswitchen gebracht. Aus Gründen des Wettbewerbs kann das erstmal nur zum Vorteil des Kunden sein.

 

Zum Abschluss noch eine heute Nachricht für die Rechtssprechung von digitalen Inhalten und digitalen Nutzerkonten. Der Bundesgerichtshof urteilte nun in letzter Instanz zu Gunsten der Eltern einer verstorbenen Facebook-Nutzerin.

Facebook hatte sich auf das Fernmelde-Geheimnis berufen und den Eltern den Zugang zum betreffenden Konto vewehrt. Erwatungsgemäß wurde geklagt. Nachdem zuerst die Erstinstanz zugunsten der Eltern urteilte legte Facebook erwartungsgemäß Berufung vor dem Kammergericht, der nächsthöheren Instanz, ein.

Abschließend urteilte also der Bundesgerichtshof und begründete dies auch wie folgt (vereinfachtes Zitat):

„Die Eltern sind als Erben des Nutzungsvertrages anzusehen. Außerdem sind digitale Inhalte mit Tagebüchern und Briefen gleichzusetzen. Der Bundesgerichtshof empfiehlt für die Zukunft allerdings ein „Digitales Testament“ aufzusetzen. Denn mit diesem Urteil dürfte es zwar mehr Klarheit gerade bei facebook-Konten geben; ein Präzedenzfall lässt sich daraus nicht zwingend ableiten.

Trotzdem erfreut es mich, dass das Thema „Digitaler Nachlass“ nun auch bei den Gerichten unseres Landes entsprechende Beachtung findet. Das wäre übrigens mal ein Projekt für die aktuelle Bundesregierung um schnell Klarheiten und rechtliche Grundlagen zu schaffen.

Andererseits ist es ja hinlänglich bekannt, dass die Regierungen der letzten vier Legislaturperioden nicht gerade mit Kompetenzen im Bereich Digitalisierung punkten konnte.

Zum Abschluss noch was zur gerade zu ende gegangen Fussball WM 2018 in Russland.

Frankreich ist unter dem Strich ein verdienter Weltmeister, wobei man bis auf das Achtelfinale und dem Finale eher mit unattraktivem Ergebnisfussball auf sich aufmerksam machte. Bei dem qualitativen Potenzial der offensive eine unschöne Entwicklung. Zudem haben wir viel Mauerfussball und viele Standards gesehen. Zudem zeigte die FIFA, auch wenn nicht alles Gold war was glänzte, wie sich der Video-Schiedsrichter einsetzen lässt. Da sollte sich die hiesige Bundesliga ein Beispiel nehmen. Ganz besonders aber gefiel mir, dass die Schiedsrichter nicht jede Kleinigkeit abgepfiffen haben – back to the roots eben.

 

Wie fandet Ihr denn WM? Ist Frankreich ein würdiger Weltmeister? Was sagt Ihr zu den neuen Preisen der aktualisierten MacBook Pro Modelle? Schreibt es mir in die Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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