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Smart Home bei appletechnikblog

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

das Thema Smart Home wird ja immer präsenter in unserem alltäglichen Leben. Dabei schien diese Thematik etwas eingeschlafen zu sein; nahm aber durch die diversen Smart Speaker wie dem Sonos Play:One und auch dem HomePod von Apple wieder an Fahrt auf. Natürlich habe ich als Geek/Nerd „Spielereien“ davon in unserem gemeinsamen Haushalt installiert; und trotzdem werde ich immer wieder darauf angesprochen.

Bevor ich mich aber zu den bei mir installierten Produkten äußere, will ich zunächst einmal genau abklären was Smart Home genau ist und seit wann es das schon gibt. Soviel sei vorweg gesagt, Smart Home ist keinesfalls ein Trend der vergangenen 5 – 10 Jahre.

„Als Smart Home werden technische Verfahren, Systeme und Komponenten bezeichnet, in dessen Mittelpunkt mithilfe von Vernetzung, Fernsteuerung und Einrichtung automatisierter Abläufe welche unter Nutzung von verschiedenen Parametern wie Zeitpunkt und -dauer, Temperatur, Licht usw. eine Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität ermöglichen.“

Mir ist bewusst, dass das nur eine recht grobe Erklärung für das Thema „Smart Home“ darstellt. Aber dadurch sollte Jeder verstehen können worum es bei diesem Thema geht und man kann zudem die Anzahl der Möglichkeiten erahnen.

Die allerersten Versuche bestimmte Bereiche des Wohnens zu automatisieren gab es schon Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre als Rechenchips und Sensoren einen ungeahnten Quantensprung in puncto Rechenleistung bei gleichzeitig schrumpfender Größe machten. Schon damals gab es findige Bastler die mithilfe von selbstgebastelten Sensoren bestimmte Aktionen auslösen konnten. In den späten 80ern gab es dann ein Gerät namens „Clapper“ welches zu der Zeit schon auf das akustische Signal des In-die-Hände-Klatschens“ das Licht einschalten konnte. In den 90er waren dann Wasserhähne, die beim drunter Durchwischen den Wasserfluss starteten, DER Trend.

Anfang der 2000er griffen das Fraunhofer Institut und die Deutsche Telekom diese Idee wieder auf und zeigten erstmals vollständig vernetzte Häuser. Das damalige T-Com Haus stand in Berlin und lies sich über PDA´s steuern. Doch nach knapp einem Jahr wurden die Pforten wieder geschlossen und erst  2013 steht ein neues Haus in der Digitalisierungsstadt Darmstadt und ist ein Gemeinschaftsprojekt der QIVICON-Gruppe.

Wenn wir uns das Thema tiefergehend anschauen, lässt sich Smart Home in fünf große Teilbereiche aufschlüsseln, die durch die Vernetzung untereinander zusammenarbeiten können:

  • Hausautomation

Unter diesem Aspekt werden alle Komponenten im Bereich Überwachung, Steuerung, Regelung und Optimierung zusammengefasst. Konkret bezieht man sich hierbei auf die automatische Steuerung von Jalousien zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang, das Anspringen der Heizung bei einer bestimmten Temperatur oder die Einbindung einer Überwachungskamera im Außenbereich.

  • Smart Metering

Dieser Bereich ist sehr eng vernetzt mit der Hausautomation. Unter diese Kategorie fallen intelligente Strom- , Gas- und Wasserzähler die den tatsächlichen Verbrauch ermitteln und unter Einbindung in ein Kommunikationsnetz dem Verbraucher unter Umständen günstigere Energiekosten ermöglichen und im Gegenzug Kraftwerksbetreibern Daten zur bessern Lastverteilung der Versorgernetze übermitteln. Zusätzlich erhält der User mehr Transparenz und kann so unter Umständen zeitnahe Maßnahmen zur Verbrauchssenkung ergreifen.

  • Haushaltsgeräte-Automation

Dieser Teilbereich wird oftmals mit dem oben genannten Bereich verwechselt. Während es oben oftmals um eine Automation der Gebäudetechnik geht; handelt es sich hierbei explizit um die Steuerung von Geräten im Innenbereich. Sehr bekannt sind mittlerweile die elektronischen Steckdosen mit dessen Hilfe man die Kaffeemaschine ein- und wieder ausschalten kann. Auch die intelligenten Türschlösser, die sich in jüngster Vergangenheit immer größerer Beliebtheit erfreuen, zählen dazu. Hierbei werden via Bluetooth zwischen dem Schloss Standort- und Radiusdaten ausgetauscht. Befindet sich das Smartphone als Sender also in unmittelbarer Nähe zum Türschloss entsperrt es sich und die Tür springt auf. Entfernt man sich das Smartphone wieder verriegelt sich das Schloss im Anschluss wieder.

Persönlich zähle ich da Intelligentes Licht mit dazu, da ich das durch Bewegungsmelder und selbst angelegte Routinen ebenfalls automatisiert ablaufen lassen kann.

  • Vernetzte Unterhaltungselektronik

Dieser Punkt sollte allen klar sein. Hier geht es üblicherweise um eine zentrale Speicherung von Medien wie Filme, Bilder und Musik welche über sein Serversystem innerhalb der eigenen vier Wände über verschiedene Standards wie dem DLNA-Standard, einem Synology NAS-Server oder ähnlichen geräten. Auch eine Apple TV 4 kann mittlerweile durch AirPlay, iTunes-Cloud und diversen Server-Apps wie Plex Media Server dazu gezählt werden. Üblicherweise erfolgt diese Übertragung drahtlos oder in Teilen drahtlos. Da mittlerweile unglaublich viele Komponenten via Funk (ob WLan, zigbee, Z-Wave etc. spielt keine Rolle) miteinander kommunizieren haben sich sogenannte Netzwerkadapter (auch Powerline genannt) von Devolo oder FRITZ!Box bewährt. Damit lässt sich das Internetsignal kabelgebunden über die Stromleitung in das entsprechende Zimmer bringen.

Sind nur Geräte der Unterhaltungselektronik untereinander vernetzt ist dies allerdings KEIN „Smart Home“ System im eigentlichen Sinne.

  • Sicherheit/Peace of Mind

Dieser Teilaspekt erschließt sich vor allem aus dem Punkt der Hausautomation. Konkret geht es dabei um das eigene Wohlfühlempfinden bzw. das innere Sicherheitsempfinden.

Den absolut zentralen Punkt nimmt dabei die Beleuchtung ein. Üblicherweise mit LED ausgestattet, gelingt es damit aus 16,7 Mio. Farben nahezu jeden Farbton abzubilden. So können wir spezielle Lichteinstellung für konzentriertes Arbeiten, zum Entspannen oder zur Untermahlung des Home Entertainment einstellen. Aber auch Fenster- und Raumsensoren in Kombination mit intelligenten Heizungsthermostaten und Raumsensoren können zum Wohlbefinden beitragen. Man kann die Luftqualität messen lassen um zu wissen wann die Fenster geöffnet werden müssen und zeitgleich dabei das Heizungsthermostat die Heizung runterdrehen lassen. Außerdem lässt so auch die Raumfeuchtigkeit bestimmen um einer potenziellen Schimmelbildung vorzubeugen und man kann auch andere Gase/ organische Verbindungen im betreffenden Raum messen lassen.

Zusätzlich können wir unser inneres Sicherheitsempfinden durch verschiedene Tür- und Fenstersensoren sowie dem Einsatz von Indoor-Überwachungskameras steigern. Eine Kamera kann beispielsweise beim Öffnen der Verbindungstür zwischen Garage und Haus automatisch ein Foto schießen.

Allen Teilbereichen ist gemein, dass Sie mithilfe von Regeln und Automationen gesteuert werden können/müssen und Sie durch ihre App-Anbindungnahezu immer eine Push-Notification durch ihre App-Steuerung auf den verbundenen Steuergeräten auslösen.

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Als recht neuen Bereich zähle ich die sogenannten Sprach-Assistenten/Smart Speaker dazu. Diese Smart Speaker haben in der Regel einen Sprach-Assistenten integriert und können somit bei richtiger Einbindung und vorausgesetzter Konnektivität die vernetzten Geräte mittels Sprachbefehle steuern.

Zurzeit gibt es vier große Sprach-Assistenten auf dem Markt wovon drei Assistenten meiner Meinung nach wirklich systemrelevant sind. Diese sind Siri von Apple, Amazon Alexa, Google Assistant und mit ganzen weitem Abstand unter ferner liefen Cortana von Microsoft.

Auch hier möchte ich noch einen etwas genaueren Blick auf diese System richten. Siri von Apple startete seinerzeit mit der Vorstellung des iPhone 4S im September 2011 als erster Sprach-Assistent im wirklichen Massenmarkt. Schon damals war es also möglich, mithilfe festgelegten Sprachkommandos bestimmte Aktionen wie „Rufe XY an“ oder „Schreibe eine SMS mit … an AB“ auszulösen. Doch alsbald machte sich eine Ernüchterung breit. Siri nämlich war keinesfalls besonders intelligent, denn nur durch vorgegebene und festgelegte Kommandos ließen sich Aktionen auslösen. Selbst kleinste Variationen in den Kommandos quittierte Siri stets mit einem Hinweis auf die Websuche. Aber auch Apple selbst schien lange Zeit kein Interesse an Siri zu haben, denn man investierte keinerlei Ressourcen in Siri zur Verbesserung ihrer „künstlichen“ Intelligenz.

Dementsprechend geschockt war man dann in Cupertino, als Amazon „Amazon Alexa“ aus der Taufe hob. Direkt vom Start weg zeigte sich Alexa Siri absolut überlegen. Allein weil sich schon kontextbasierte Kommandos ausführen ließen. Alexa konnte schon damals bei Marktstart weitergehende Fragen, deren Kontext auf die zuerst gestellte Frage basierte, beantworten. Ein Umstand womit sich Siri heute nach wie vor sehr schwer tut.

Amazon begnügte sich aber nicht damit, nur die Software bereitzustellen sondern platzierte Amazon Alexa in vergleichsweise günstige Hardware; den Amazon Alexa Echo Lautsprechern in diversen Ausführungen. Als geradezu genial erwies sich die Entscheidung, lediglich bei den verbauten Lautsprechern zur Audio-Ausgabe Qualitätsunterschiede zu machen. Die Funktionalität des Sprachassistenten mit der kreisrunden Anordnung (bis auf den Echo Show) der Mikrofone sowie dem markanten LED-Ring, der durch das verschiedenfarbige Leuchten die jeweilige Aktion visuell darstellt ist bei jedem Echo-Lautsprecher gleich. Egal ob man sich für ein Alexa Echo, ein Echo Dot (mein persönlicher Tipp) oder ein Echo Show entscheidet.

Weiterhin erwies sich als extrem clever, jeden Amazon Echo als quasi „dummen“ Lautsprecher auszuliefern. Denn damit der Echo-Lautsprecher smart wird, muss man sich in der Amazon Alexa App seine persönlichen Skills runterladen. Damit lässt sich jeder Echo-Lautsprecher auf die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse des jewiligen Benutzers abstimmen. Außerdem kann Amazon so in Ruhe nach und nach zusätzliche Funktionen und Hersteller nach einer ausreichenden Testphase ins Boot holen, ohne dass beim Konsumenten übermäßig viele Bugs auftreten.

Der letzte relevante Anbieter in diesem Segment ist Google mit seinem gleichnamigen Google Assistant. Erst im Jahr 2016 erschienen konnte Google schnell überragende Erfolge erzielen. Das allergrößte Faustpfand ist dabei das mobile Betriebssystem Android. Dadurch konnte Google einen selbstlernenden Algorithmus entwickeln, welcher im Idealfall bei ausreichender Datenmenge im Bereich Smart Home selbstständig Automationen auslösen kann; ohne dass der Nutzer dafür erst selbstständig Regeln und Befehle anlegen muss. Im Bereich der Smart Speaker geht man den von Android bekannten Weg; man stellt die Software zur Verfügung und überlässt den Bau, Vertrieb und Marketing den etablierten Herstellern. Das gelingt überraschend gut, gerade JBL tut sich hier positiv hervor.

Microsoft Cortana genießt zumindest hier keine wirkliche Relevanz obwohl der Assistant  ein integrierter Bestandteil von Windows 10 ist. In einer kurzen Testphase konnte Cortana aber mit einer angenehmen Stimme bei der Sprachwiedergabe sowie einer recht hohen Zuverlässigkeit punkten. Der einzig mir bekannte Hersteller für einen Smart Speaker mit Cortana Sprachsteuerung ist Harman/Kardon mit seinem Envoke. Ehrlicherweise habe ich den Lautsprecher aber hier noch nirgends entdecken können.

Die ganzen Smart Speaker stehen und fallen allerdings mit der Qualität des Sprach-Assistenten. Dabei hat sich Alexa von Amazon mit deutlichem Abstand zum führenden Anbieter entwickelt. Dies basiert zum einen auf der vergleichsweise hohen Zuverlässigkeit, nur wenige Anfragen laufen ins Leere (Nutzer von Siri wissen wovon ich rede). Amazon gewährleistet dies durch seine herunterladbaren Skills die zudem ein hohes Maß an persönlicher Individualisierung garantieren. Viel entscheidender ist allerdings die Kompatibilität; und da führt Amazon durch knapp 12.000 unterstütze Third-Party Geräte mit ganz weitem Abstand. Direkt dahinter folgt der Google Assistant mit knapp 5000 Produkten während Siri als zuerst gestarteter Sprach-Assistent durch ihre Anbindung an HomeKit mit gerade mal 200 unterstützen Produkten mehr als weit abgeschlagen hinterher hechelt.

Die Einleitung ist etwas länger geworden, mir war das aber wichtig um ein grundlegendes Verständnis zu dem Begriff „Smart Home“ und deren mögliche Steuerung im Alltag zu erzeugen. Ich könnte nochmal auf die verschiedenen Kommunikationsstandards eingehen; das wäre aber technisch gesehen zu tiefgehend und hier nicht der richtige Platz.

Nun will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen und Euch einen kleinen Einblick in mein persönliches Smart Home geben; wobei ich meine Smart Home Produke in vier Räume installiert habe:

  • Wohnzimmer – Meine Zentrale, da hier mit Abstand die meisten Smart Home Komponenten versammelt sind und sich hier zudem mein vernetztes Home Entertainment befindet – Besonders der Bereich Home Entertainment kann bei Einsatz eines Philips Ambilight Fernseher eine massive Aufwertung erfahren, da durch die synchronisierte Steuerung des Ambilight und der Philips Hue Leuchten die einzelnen Szenen noch intensiver wahrgenommen werden.

  • Schlafzimmer – Dient der reinen Beleuchtung. Da meine Frau und ich unterschiedliche Aufstehzeiten haben kommt die Weckfunktion nicht zum Tragen. Wird manuell über den Hue Dimmer geschaltet
  • Küche – Ebenfalls reine Beleuchtung die wie im Schlafzimmer über den Hue Dimmer geschaltet wird

  • Flur – Auch hier findet eine reine Beleuchtung statt die aber über das Zusammenspiel mit dem Elgato Eve Room & Door Sensor eine Routine zur Automatisierung enthält. Sobald die Tür nach Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang geöffnet wird, aktivieren sich die beiden Leuchtmittel für die Dauer der nächsten zehn Minuten.

Anbei eine Auflistung meiner persönlich genutzen Smart Home Produkte:

Geplant sind für dieses Jahr noch Raumsensoren zur Überwachung der Luftqualität und der Raumfeuchte, da wir speziell im Winter durch die vollständig isolierten Kunststofffenster regelmäßig Wasser auf der Fensterscheibe und stehendes Wasser in auf der Dichtung des Fensters haben. Das ist, wie Ihr sicherlich wisst, eine potenzielle Gefahr für Schimmelbildung in den Räumen und den Dichtungen der Fensterscheibe.

Angefangen hat dieses Thema mit einer Jahresabrechnung meines hiesigen Stromanbieters im Jahr 2015. Obwohl ich kontinuierlich alle relevanten Geräte wie Kühlschrank, Fernseher, Receiver und Herd gegen stromsparende Neugeräte austauschte; ging mein Abschlag einfach nicht in den Keller. Ich sollte in einer 55 m² großen Wohnung bei einem monatlichen Abschlag von knapp 100,00€ nochmals weitere 180,00€ Nachschlag entrichten. Das konnte nicht sein und machte uns mehr als stutzig.

Also habe ich mir kurzerhand zwei intelligente Steckdosen von Elgato, die Elgato Eve Energy, gekauft und sowohl im Schlaf- als auch im Wohnzimmer installiert.

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Natürlich habe ich meine Verteilerleiste im Wohnzimmer, wo alle relevanten Home Entertainment Geräte angeschlossen sind, an die Eve Energy angeklemmt. Anschließend habe ich meinen aktuellen Kilowattstundenpreis in die Elgato-App eingepflegt und das ganze Jahr hindurch den Verbrauch gemessen und protokolliert.

Die nächste Jahresabrechnung kam inklusive einer neuen Nachzahlungsforderung. Dieses Mal konnte ich aber mithilfe der gemessenen Daten in der App ganz klar nachweisen, dass dieser hohe Verbrauch seitens meines damaligen Energieanbieters nicht korrekt erhoben und abgerechnet wurde. Siehe da, man überprüfte die Abrechnung nochmals und stellte tatsächlich fehlerhafte Messungen fest. Spannenderweise schob man es auf den Stromzähler bzw. auf einen fälschlich bereitgestellten Stand des Stromzählers bei unserem Einzug in die Wohnung. Dummerweise konnte ich via Foto beweisen, dass ich seinerzeit bei Einzug definitiv den korrekten Zählerstand übermittelte. Nach ein paar weiteren deutlichen Worten Meinerseits war für mich das Thema damit auch erledigt.

Seit diesem Zeitpunkt und durch das messbare Resultat war ich davon richtig angefixt. Meine nächste Anschaffung wurde ebenfalls primär durch den Wunsch nach einer Reduzierung des Stromverbrauchs motiviert. Wir haben abgehangene Decken mit einer Holzvertäfelung und integrierte Halogen-Spots, die mithilfe von versteckten Trafos mit Energie versorgt werden. Das mag mal Anfang der 2000er en vogue gewesen sein; ist aber heute vor allem wahnsinnig stromintensiv. Zusätzlich sind die Trafos so langsam am Ende ihres Produktzyklus angelangt, denn man kann bei jedem Einschalten ein sehr penetrantes und nerviges Brummen wahrnehmen.

Also habe ich im Oktober 2017 über den neuen Online-Shop Tink.de das Philips Hue E27 White Ambiance & Color Starter Kit zu einem wirklich attraktiven Preis bestellt; vor allem weil eben noch ein Philips Hue Dimmer zum manuellen Schalten dabei war; wobei zurzeit alle Starter Kits in Version 4.0 mit einem solchen Schalter ausgeliefert werden.

Letztendlich habe ich mich aufgrund der breiten Kompatibilität und der mittlerweile ausgereiften Farbdarstellung für Philips Hue entschieden. Die vorhandenene Probleme im Farbbereoch zischen grün und cyan sowie die etwas unsaubere Farbdarstellung von Rot wurde in der Zwischenzeit behoben; die aktuelle Generation hat diesbezüglich keinerlei Einschränkungen.  Das gilt sowohl für die Einbindung von Komponenten in Philips Hue selbst als externe Einbindung in diverse Plattformen zur Automation.

Die Trådfri-Serie von IKEA ist zwar deutlich preisgünstiger, versteht sich aber nur auf die Darstellung von weißen Farben. Daher kommt Trådfri bisher nur punktuell als Ergänzung zum Einsatz wobei mir die Floalt LED-Panele sehr gut gefallen und zudem beleuchtete Türen für bestimmte Regalmodelle angeboten werden – kleine Bookmark für die Zukunft.

Dabei erfahre ich jeden Tag auf´s Neue eine ungemeine Erleichterung. Brennt das Licht noch in der Küche, reicht ein einfacher Tipp in der App zum Ausschalten aus. Die enorme Komfortsteigerung macht sich außerdem gerade abends im Flur bemerkbar wenn man mit vollen Händen gerade so die Wohnungstür aufbekommt und das Licht automatisch angeht. Für einen zweiwöchigen Urlaub kann ich meine Sicherheit erhöhen indem ich unregelmäßige Routinen erstelle, die meine Anwesenheit vortäuschen sollen. Am meisten aber überrascht mich die vergleichsweise zuverlässige Steuerung via Sprache; wobei Amazon Alexa hier ganz klar vor Siri liegt.

Ergänzend muss dazu vielleicht noch gesagt werden, dass man drei verschiedene Fassung der Leuchtmittel angeboten werden. Dazu bietet Philips drei Produktlinien des Philips Hue Starter Kits an.

In folgenden Fassungen sind die Philips Hue Leuchtmittel erhältlich:

  • E27 – Das sind die Glühbirnen mit dem dicken Sockel welche i.d.R für Stehlampen und ältere Schreibtischlampen verwendet werden.

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  • E14 –  Das ist der dünne Sockel der vor allem bei den sogenannten Kerzenlampen zum Einsatz kommt. Diese Glühbirnen werden häuft für Dekolampen verwendet.

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  • GU10 – Das ist ein Stecksockel (die beiden anderen sind Schraubsockel) und werden bei modernen Deckenspots eingesetzt. Der Vorteil von diesem Sockel besteht dadurch, dass dieser Sockel ohne einen zusätzlichen Trafo die Spannung von 230V nutzen kann. Meine Halogenspots können das nicht und deshablb ist ein Trafo in die abgehängte Deckenvertäfelung eingesetzt worden.

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Folgende Produktlinien sind von Phlips Hue verfügbar:

  • White & Colour Ambiance – Meiner Meinung nach die sinnvollste Option. Nur hier stehen neben den Weißtönen auch die 16,7 Mio Farben zur Verfügung mit dessen Hilfe eine vollständig individualisierte Lichtsteuerung für jeden Wohn- und Lebensbereich möglich ist – Soviel sei vorweg gesagt, die Möglichkeiten sind grenzenlos.
  • White Ambiance – Hierbei können nur die Weißtöne in kalter oder warmer Farbtemperatur eingestellt werden. Dadurch können aber auch Funktionen des „Peace of Mind“ genutzt werden; also die Lampen beispielsweise für ein angenehmes Aufwachen genutzt werden.
  • White – Das stellt die kleinste Variante da und sollte lediglich nur als Ergänzung in ein bestehendes Philips Hue System in Betracht gezogen werden; beispielsweise für Vorratsräume oder ähnliches. Denn in dieser Produktkategorie lassen sich lediglich intelligente Regelungen, Lichtpläne oder die Fernsteuerung umsetzen.

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Die Lieferung war leider etwas suboptimal, da man mir den in mehreren Mails angekündigten Liefertermin nicht wirklich einhalten konnte. Doch trotz des Ärgers fand das Starter Set dann doch seinen Weg zu mir.

Hierbei kommen wir zu ersten „Hürde“. Denn Philips Hue als Beleuchtungssystem kann nicht einfach via App in Betrieb genommen werden; mindestens eine Philips Hue Bridge ist Voraussetzung dafür. Die einzelnen Komponenten kommunizieren zwar über den Funkstandard ZigBee, welcher in puncto Energieeffizienz für batteriebetriebene Produkte wie den Philis Hue Dimmer, Einfachheit in der Anwendung und hoher Fleixibilität (dadurch lassen sich Komponenten unterschiedlichster Hersteller sehr einfach miteinander kombinieren) deutliche Vorteile gegenüber W-Lan und Bluetooth aufweist, sich deshalb aber nicht für eine Fernwartung (ein wesentlicher Aspekt von Smart Home) eignet. Deshalb wird die sogenannte herstellereigene Bridge benötigt; was aber auch bei allen anderen Lichtsystemen wie Osram Lightify und IKEA Trådfri Voraussetzung ist; wobei das System von IKEA ab Charge 1721 auch ohne das IKEA Gateway in Philips Hue bzw. die Hue Bridge eingebunden werden kann. Dazu wird allerdings eine zusätzliche App namens iConnectHue benötigt; mehr dazu später. Soll das IKEA Trådfri über HomeKit gesteuert werden, ist die das IKEA Gateway zwingend Voraussetzung

Und was soll ich sagen; ich war kurz davor, das Zeug gegen die Wand zu fahren. Es ließ sich einfach nicht via App (welche für Philips Hue Voraussetzung ist) ins W-Lan Netz einbinden. Nach stundenlangen und nervenaufreibenden Versuchen klappte es dann doch – kurze Zeit später stellte sich dann heraus, dass das Problem am damalig genutzten Speedport Smart der Telekom lag…….

Über die Philips Hue App lassen sich die Glühbirnen recht komfortabel in die Bridge einbinden, man kann schnell verschiedene Räume und Lichtgruppen erstellen, die Lampen umbenennen (wichtig für die Bedienung via Sprache und ein fieser Stolperstein) und eine Anbindung an HomeKit und Siri generieren. Für die Einbindung an Amazon Alexa muss zwingend der Hue-Skill heruntergeladen, aktiviert und mit einem meethue-Account verknüpft werden – Dieser ist auch zwingende Voraussetzung für die Fernwartung. Über diesen Kontozwang in Verbindung mit dem Geo-fancing lässt sich hervorragend streiten; ich möchte allerdings hier noch einmal betonen, dass sich Philips Hue zuhause auch ohne Konto nutzen lässt!

Die Glühbirnen habe ich in die Papierlampen von IKEA eingesetzt, wovon zwei im Wohnzimmer und eine im Schlafzimmer steht. Ergänzend dazu habe ich ein IKEA LightStrip Plus in mein TV-Regal als indirekte Fernsehbeleuchtung eingebaut. Hier zeigt sich eine weitere Hürde welche beachtet werden sollte.

Um ein wirklich schönes Lichtambiente in der White & Colour Ambiance Produktsparte zu bekommen, sollten in einem Raum mindestens drei Lichtkomponenten aufgebaut werden, was sich durchaus zu einer sehr preisintensiven Sache entwickeln kann. Die Komponenten sind nämlich keinesfalls günstig; auch wenn das StarterKit mit drei Birnen, der Bridge und dem Hue Dimmer für ca. 170,00€  bis 220,00€ zu haben ist. Eine einzelne Glühbirne liegt nämlich bei 59,99€, ein LightStrip Plus Basis 2m schlägt mit weiteren 79,99€ zu Buche. Man kann auch mit weniger Komponenten arbeiten; allerdings geht meiner Meinung nach gerade im Wohn- und im Schlafzimmer unheimlich viel an Potenzial verloren. Was ich damit meine, wird im übernächsten Absatz deutlich.

Deshalb kaufen viele immer wieder die Starter Kits obwohl schon eine Bridge vorhanden ist; einfach weil hierbei das Preis/Leistungsverhältnis deutlich attraktiver ist. Die Bridge wird dann häufig via eBay für knapp 40,00€ veräußert und somit lässt sich dann ein Preis von knapp 40,00€ pro Glühlampe (statt 59,99€) realisieren und der Dimmer ist ja auch noch inklusive…

Für mich sind gerade bei den installierten Philips Hue Leuchtmitteln im Wohnzimmer zwei Dinge von zentraler Bedeutung. Ganz offensichtlich geht es hier um die alltägliche Beleuchtung in verschiedenen Weißwerten; passend zur jeweiligen Tätigkeit. Ganz helles (kaltes) Weiß benötige ich immer zum Putzen und auch nur da 😉

Doch wenn ich mich entspannen will, ein gutes Buch lesen mag oder am Schreibtisch arbeiten will ist mir das Weiß zu kalt/steril. Da mag ich es persönlich deutlich wärmer; also mit einem größerem Gelbanteil. Das lässt sich hervorragend über die App steuern, aber auch der Hue Dimmer ist hilfreich dazu. Wie bei der Regulierung der Lautstärke gebe ich über die beiden Tasten für Plus und Minus Energie für die Farbtemperatur dazu oder nehme sie weg.

Viel spannender ist jedoch die Möglichkeiten zur Erstellung von verschiedenen Szenen. Dabei lassen sich bestimmte Farbkombinationen einstellen und mithilfe eines Schlagwortes abspeichern (das ist notwendig für die Sprachsteuerung via Siri über HomeKit und Amazon Alexa).

Was soll ich sagen, ich liebe das. Insgesamt habe ich bisher mit drei Philiphs Hue Komponenten (den LightStrip Plus, die E27 Birne in der Papierleuchte und der Philips LivingColor Iris) drei Szenen für mein Wohnzimmer angelegt die ich nahezu jeden Tag nutze.

  • Fussball – Durch die Farbe „Grün“ bekomme ich deutlich mehr Flair und Atmosphäre ins Wohnzimmer

  • Heimkino – Hier habe ich eine sepzielle lilapinke Farbabstimmung gewählt. Diese Szene nutze ich bei der allabendlichen TV-Nutzung mit meiner Frau, da wir überwiegend Serien und Komödien schauen

  • Action-Kino – Hierbei kommt ein recht dunkles „Blau“ zum Einsatz, wobei die E27 in der Papierlampe ein recht dezentes Weiß dazusteuert. Viele Actionfilme sind ja bei den entscheidenen Szenen doch eher dunkel gehalten und da spasst meiner Meinung nach ganz gut dazu.

Für mich haben sich zwei Apps als praktibal zur Erstellung der Szenen erwiesen. Zum Einen nutze ich ganz stupide die HomeKit-App von Apple, da sie gerade auf dem iPad im Landscape Modus eine wirklich gute Übersicht meiner eingefügten Komponenten und Räume bietet.

Außerdem lässt sich die Helligkeit in Prozentwert super einfach für jede Lampe individuell festlegen. Abzüge gibt es bei der Einbindung von neuen Komponenten und Glühbirnen, da die HomeKit App nur das Einscannen via HomeKit-Code zulässt. Dieser Code ist eine bestimmte Ziffernfolge und findet sich ausschließlich auf Produkten mit einer offiziellen HomeKit-Zertifizierung wieder. Das kann man direkt an einer Art Siegel auf der Verpackung erkennen.

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Das Lichtsystem Philips Hue hat keine gesonderte Zertifzierung; es ist lediglich kompatibel mit HomeKit. Außerdem ist es in der HomeKit App etwas tricky, die Farbintensität auszuwählen.

Unschlagbar ist allerdings die Vielfalt der Einstellungsoptionen von diversen Smart Home Komponenten. In der HomeKit-App lassen sich Lampen, bearbeiten und umbenennen, Räume erstellen und die Lampen dort hineinplatzieren, es können Gruppen erstellt werden und ich kann verschiedene Komponenten wie Sensoren, Thermostate, Bewegungsmelder und Lampen durch das Einsetzen von sogenannten „Trigger“ in einer Routine einbinden. Als Trigger können Ereignisse wie Sonnenaufgang und -untergang, das Erreichen oder Verlassen der Wohnung, bestimmte Werte wie Heizungstemperatur oder Lufqualität genutzt werden.

Als Fallstrick kann sich das Vergeben von Namen herausstellen. Sind Räume und Komponenten mit einem gleichen Namen versehen, kann das zur Folge haben, dass sich das gewünschte Setup in der Einrichtung nicht abschließen lässt oder das Siri einen Sprachbefehl nicht korrekt ausführt.

Beispiel:

Im Raum Küche habt ihr drei Leuchtmittel platziert die Ihr ebenfalls als Küche bezeichnet. Entweder gibt Euch HomeKit direkt eine Fehlermeldung oder eine Steuerung via Siri führt zu Irritationen.

Lösung:

Der Raumname „Küche“ für die Küche bleibt bestehen. Die Leuchtmittel verseht Ihr aber mit einem weiteren Zusatz wie Küchenschrank, Küchenregal etc. pp. Damit habt Ihr einen Kontext hergestellt, welcher sich leicht zu merken ist und Siri kommt nicht mehr ins Schleudern.

Zusätzlich ist bei einer Integration in bestehende Lichtschalter darauf zu achten, dass sich ab sofort der Lichtschalter im Modus „An“ befindet. Das Ausschalten passiert ab sofort auf dem jeweiligen Leuchtmittel, die Stromzuführung vom Schalter zum Leuchtmittel darf niemals unterbrochen werden.

Grob gesagt kann ich hier nahezu alles im Bereich „Smart Home“ in HomeKit steuern; denn HomeKit ist mehr als zentrale Schnittstelle zu verstehen bzw. agiert als Vermittler von unterschiedlichen Komponenten. Mit dessen Hilfe ist es möglich, all die unterschiedlichen Teile von unterschiedlichen Herstellern zu einem komplexen System zusammenzufügen.

Der große Vorteil für den Hersteller und den Konsumenten ist, dass Apple durch eine entsprechende Zertifizierung der externen Komponenten sowie die tiefe Datenbank-Integration von HomeKit in iOS und tvOS eine Bridge (wie sie bei Philips Hue und IKEA Trådfri trotzdem benötigt wird; dazu gleich mehr) eigentlich obsolet macht.

Cupertino verfolgt dahinter die gleiche Strategie wie mit dem MFi-Programm für das Lightning-Zubehör um eine größtmögliche Kompatibiliät zu gewähren und um den Sicherheitsstandard so hoch wie nur irgend möglich zu halten. Verbunden wurde das ganze mit einer Hardware-Verschlüsselung, welche durch einen speziellen Chip, denn der Hersteller bei Apple lizensieren muss, ermöglicht wird. Das lässt sich Apple einiges kosten; angesichts der Millionen von ausgelieferten iPhone/iPad und Apple TV 4/ TV 4k trotzdem ein lukrativer Markt.

Das treibt natürlich den Preis für die einzelnen Komponenten in die Höhe und viele Hersteller gaben ein Großteil der Kontrolle über ihre Produkte an Apple ab. Das kann unter Umständen die eigene Produktentwicklung verzögern zumal das Prüf- und Zertifizierungsverfahren bei Apple sich teils über mehrere Monate hinziehen kann.

Das ist in erster Linie auch der Hauptgrund, warum HomeKit bei knapp 200 kompatiblen Produkten verharrt, während Amazon Alexa mittlerweile knapp 12.000 Produkte unterstützt.

Das Problem hat man in Cupertino nun erkannt und bietet seit der WWDC 2017 zumindest für unabhängige Entwickler eine software-basierte Verschlüsselung der Firmware für neue HomeKit-Produkte an. Allerdings können solche Produkte bisher noch nicht im Handel erworben werden.

Wie oben angedeutet, gibt es einige Anbieter, die sich zwar mit HomeKit steuern lassen, jedoch eine eigene Bridge voraussetzen. Philips Hue und IKEA mit Trådfri sind hier zwei exemplarische Beispiele.

Würde IKEA seine Trådfri-Serie direkt mit einer HomeKit-Zertifizierung kompatibel machen, könnte das schwedische Möbelhaus niemals seine agressive Preisstrategie fahren. Das Einstiegsset von IKEA , bestehend aus zwei Lampen, der Gateway und einem Schalter, wird bekanntlich für 89,99€ angeboten. Das ist knapp die Hälfte günstiger als Philips Hue!

An dieser Stelle möchte ich nach einer konstruktiven Disskusion via Facebook und twitter noch einmal klarstellen, dass sich das IKEA Trådfri mithilfe des IKEA Gateway problemlos in HomeKit integrieren lässt. Das bedeutet auch, dass eine Steuerung via Sprachbefehl möglich ist.

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UPDATE:

Ein Leser hat mich noch auf einen Umstand bezüglich der Einbindung vin IKEA Trådfri in Philips Hue aufmerksam gemacht welchen ich durch eigene Erfahrung bestätigen kann. Das betrifft konkret die Fernbedienung von IKEA Trådfri.

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Bindet Ihr das Trådfri-Produkt ohne die IKEA Gateway ein, lässt sich das IKEA-Produkt nur noch mithilfe von Philips Hue und Hue-Dimmer/Hue-Tap schalten. Sobald die mitgelieferte Fernbedienung wieder gekoppelt wird, verliert das Trådfri-Produkt die Kopplung zur Hue-Bridge. Um dies zu umgehen bzw. um die mitgelieferte Fernbedienung weiterhin nutzen zu können, muss das IKEA Gateway angeschlossen sein. Wer eine FRITZ!Box 7590 sein Eigen nennt, kann das Gateway direkt am USB-Port anschließen und somit auf das Netzteil verzichten

Gänzlich anders sieht es bei Philips Hue aus. Hierbei spielt die Philips AmbiLight TV-Sparte eine zentrale Rolle. Philips muss schließlich beide Plattformen parallell betreiben, diese regelmäßig updaten und dann eine Kompatibilität gewährleisten. Außerdem möchte Philips sich weiter im Bereich Home Entertainment ausbreiten, denn passend zu den Mediainhalten synchronsiertes Licht lässt ein deutlich intensivieres Benutzererlebnis zu. Ob das mit einer Anbindung in HomeKit möglich ist. darf bezweifelt werden

Die zweite App zur regelmäßigen Nutzung ist tatsächlich die Philips Hue App, die durch das Update auf Version 3.0 massiv an Usability und Übersicht gewonnen hat. Direkt beim Starten werden alle Räume angezeigt und ich kann durch einfache Schieberegler entweder alle Räume gleichzeitig oder jeden einzelnen Raum mit allen installierten Philips Hue Leuchten einschalten.

Mit einem einfachen Tipp auf das Raumsymbol kann ich mir dann jedes Zimmer einzeln anzeigen lassen. Sehr schön gelöst ist das Erstellen von bildbasierten Szenen. Man kann in der Hue-App das entsprechende Menü aufrufen, ein Bild „einscsannen“ und Philips Hue errechnet dann die darauf basierende Lichtszene.

So habe ich mithilfe eines Filmplakats von Avatar nämlich meine Actionfilm-Szene erstellt. Nicht so schön gelöst ist allerdings das Löschen von Szenen; das ist schlicht nicht möglich; zumindest habe ich diese Option bisher noch nicht gefunden…

Zusätzlich lassen sich hierbei am Einfachsten neue Philips Hue Leuchtmittel einbinden; sofern sie original von Philips stammen und Hue konform sind. Doch leider zeigt sich die App sehr zickig, wenn die Leuchtmittel nicht direkt von Philips stammen oder nicht direkt bei Markteinführung Hue-kompatibel waren. Zusätzlich stehen in der App-Version 3.0 nun auch insgesamt etwas 30 neue vordefinierte Szenen zur Auswahl.

Zur Einbindung von Fremd-Leuchtmittel, welche nicht original von Philips Hue stammen allerdings Hue-kompatibel sind, nutze iConnectHue; die im ersten Augenblick mit einem Preis von 5,49€ recht teuer erscheint aber sein Geld wert ist.

Sie bietet nämlich insgesamt vier verschiedene Option zum Hinzufügen von kompatiblen Leuchtmitteln an, wobei die sogenannte Touchlink-Suche wirklich hilfreich ist. Sofern das gewünschte Leuchtmittel hue-kompatibel ist, reicht es aus, dieses in direkter Nähe (max. 30 cm Entfernung) angeschlossen zur Bridge zu platzieren, die Touchlink-Suche starten zu lassen um es in Philips Hue einzufügen.

Auf diese Weise konnte ich sowohl das IKEA Trådfri Floalt LED-Panel als auch die Philips LivingColor der zweiten Generation (ich habe zwei LivingColor Iris für insgesamt 70,00€ bekommen während die Hue-Version namens Philips Hue LivingColor Iris 64,99€ pro Stück kostet) in Philips Hue einbinden.

Somit hat sich der Preis der iConnectHue-App in meinem Fall schon mehr als rentiert!

Für meine Begriffe lohnt sich die App aber nur wenn man wie oben beschrieben solche Komponenten einfügen will. Wer ausschließlich auf die reinen Philips Hue Leuchtmittel setzt ist im Apple-Kosmos mit der Philips Hue- und der HomeKit-App mehr als gut aufgestellt.

Am häufigsten steuere ich das System via Sprache. Das geht, wie weiter oben bereits angedeutet, nicht ohne die Einbindung zusätzliche Hardware

Will man das System mithilfe von Siri via HomeKit steuern und auch von außerhalb zugreifen benötigt man ein iPad Air mit iOS 10 oder höher oder eine Apple TV 3 oder höher. Wenn die Geräte vorhanden sind, muss man in der Philips Hue App eine Verknüpfung mit HomeKit & Siri herstellen. Einfach die Hue App öffnen, den Menüpunkt auswählen und die große Taste auf der Hue Bridge drücken. Hier kommt wieder iConnectHue zum Einsatz, da ich mit dieser App die Tasse der Brige softwaregestützt auslösen kann. Spart einen unnötigen Weg ein; besonders wenn die Hue-Bridge nicht mehr ohne Weiteres zugänglich ist!

Fertig ist die Verbindung. Abschließend lässt sich das System via Siri auch von außerhalb steuern, was es dann so richtig komfortabel macht.

Sind die (Apple)Gerärte alle korrekt konfiguriert (also alle mit der identischen Apple ID angemeldet) geht die Steuerung via Sprache erstaunlich gut – zumindest solange Siri nicht rumzickt. Und das tut Sie leider viel zu oft. Angefangen davon, dass der Zuruf „Hey Siri“ zumindest bei mir in 40% der Fälle nicht korrekt erkannt wird. Das zieht einen manuellen Start über einen entsprechenden Tastendruck nach sich. Außerdem möchte Siri, dass ich die vorgegebenen Kommandos benutze. Ein Abweichen davon wird zumeist mit einer Internetrecherche quiettiert. Zudem erkennt Siri leider nicht zuverlässig die in HomeKit angelegten Szenen. Für das Wohnzimmer habe ich bspw. eine Szene namens „Fussballatmo“ erstellt wo drei meiner vier installierten Leuchtmittel in einem Grün erstrahlen. Will ich jetzt die Szene mithilfe von „Hey Siri, aktiviere Fussball“ aktivieren, startet Siri mal die Sport1-App, mal ruft sie Fussballergebnisse aus dem Netz ab oder liest mir den tagesaktuellen Spielplan der WM vor.

Das ist einfach nur unfassbar frustrierend und für mich das Gegenteil von smart oder „it just works“!

Das und die nicht zu akzeptierende Ausfallquote halten mich trotz Apple TV 4k, iPhone X, Apple Watch Series 1 und iPad Pro von einer dauerhaften Steuerung via Siri in meinen heimischen Räumen ab. Unterwegs ist das was anderes, da ich mein iPhone schnell in der Hand habe. Zuhause will ich das auch einfach mal weg packen oder es liegt zum Laden auf dem Schreibtisch. Natürlich habe ich auch schon versucht, der betreffenden Szene einen anderen prägnanten Namen zu geben; geholfen hat da nichts.

Genau diese Lücke füllt der Amazon Echo Dot bzw. Amazon Alexa aus.  Ürsprünglich als Giveway zum Bose SoundTouch 10 erworben nutze ich zuhause mittels Echo Dot nur noch Alexa als Sprachsteuerung.

Der Echo Dot wartet mit folgenden technischen Spezifikationen auf:

  • Größe von 83,5 x 83,5 x 32 mm
  • Gewicht von 163 Gramm
  • Dualband W-Lan mit 2,4 Ghz- und 5 Ghz-Unterstützung
  • Sieben Fernfeld-Mikrofone
  • Bluetooth für Audiostreaming
  • 3,5 mm AUX-Anschluss
  • 15 mm-Hochtonlautsprecher (der eine ziemliche Katastrophe ist und wie Hustensaft klingt)

Positiv überrascht wurde ich von der Verarbeitungsqualität sowie der Leistungsfähigkeit der integrierten Mikrofone. Wobei die Sensibilität der Mikros fast schon zu gut ist; denn bei einigen Alexa-Fernsehspots von Amazon sprang mein Echo Dot schon mal an. Darüber kann ich hinwegsehen da die Mikrofone auch bei höheren Lautstärken zuverlässig das Schlüsselwort „Alexa“ erkennen, auch aus der völlig entgegengesetzen Ecke meines Wohnzimmers. Außerdem gefällt mir das visuelle Feedback durch den Leuchtring und seiner markanten blauen Farbdarstellung; wird mir doch somit das Zuhören signalisiert.

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Durch das extrem kompakte Design niummt der Echo Dot nicht wirklich viel Platz für sich in Anspruch. Strom bekommt er mithilfe des mitgelieferten 9W-Netzteil.

Die Einrichtung bzw. das Anmelden an das heimische W-Lan geht am einfachsten über die Alexa App. Die steht natürlichn kostenfrei im iOS App Store oder im Google Play Store zum Download zur Verfügung.

Sobald der Lautsprecher am Strom angeschlossen ist, färbt sich der Leuchtring von Blau zu Orange und Alexa begrüßt den Nutzer. Alternativ kann man die Aktionstaste für füns Sekunden gedrückt halten.

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Dann die Alexa-App auf dem iPhone starten und sich dort mit seinem Amazon-Konto einloggen.

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Über die Menüleiste auf der linken Seite den Menüpunkt „Ein neues Gerät hinzufügen“ auswählen. Anschließend den Echo Dot auswählen und wie in der App beschrieben mit dem W-Lan verbinden.

Ab Werk ist Alexa nicht besonders smart. Zwar können einige Dinge zum Start ausprobiert werden, wie sich einen Witz oder so erzählen zu lassen. Doch richtig smart (für meine Bedürfnisse) wird der Echo Dot nur über die Personalisierung mithilfe der sogenannten Alexa-Skills.

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Was mich persönlich sehr überrascht hat, war das zuverlässige Verbinden mittels Bluetooth an meinen SoundTouch 10 via Sprachbefehl. Dazu muss lediglich „Alexa, verbinde Dich“ gesagt werden und der Echo Dot verbindet sich mit dem via Bluetooth einmalig gekoppelten Gerät automatisch. Somit konnte ich schon damals Musik mithilfe meiner Sprache wiedergeben lassen (allerdings nur Amazon Music)

Einen Skill kann man sich wie eine App für das Smartphone vorstellen, nur eben für die Sprachsteuerung Alexa.

Dadurch kann ich meinen Echo Dot exakt auf meine Bedürfnisse anpassen und die „Software“ schlank halten.

Persönlich nutze ich nur wenige Skills. Die Tagesschau und die Sportschau um meinen Tag während meines Frühstücks zu starten Damit hole ich mir einen ertsten groben Überblick über die News des Tages/vergangenen Tag. Damit filtere ich für mich, auf welches Thema ich im Laufe des Tages noch mal mein Augenmerk legen möchte. Außerdem kann ich mir meine Termine, die ich im iCloud-Kalender angelegt habe, vorlesen lassen.

Für die Steuerung von Philips Hue steht mir zwar der Menüpunkt „Smart Home“ zur Verfügung doch für eine Steuerung via Sprache muss ich erst den betreffenden Skill des eingesetzten Herstellers herunter laden. In meinem Fall sind das die Skills für Philips Hue, IKEA Trådfri und Bose SoundTouch.

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Nutzen tue ich allerdings nur den Hue-Skill. Jeden Abend schalte ich damit die Leuchten im Wohnzimmer aus und es ist einfach so unglaublich zuverlässig. Auch das Schalten einzelner Lampen in Kombination mit gewünschten Helligkeistwerten funktioniert erstaunlich gut.

Jedoch ist auch Alexa nicht perfekt, meine in HomeKit angelegten Szenen kann ich trotz mehrfacher Versuche nicht in die Alexa App importieren was zur Sprachaktivierung mit Alexa Voraussetzung ist. Auch die Steuerung von Spotify klappt trotz korrekt verbundenem Konto nicht wirklich, was mich mich gerade in Kombination mit meiner Bose SoundTouch 300 und dem Bose Alexa Skill manchmal zur Weißglut treibt….

Trotz allem ist der Bose Alexa Skill das ideale Stichwort. Denn jeden Tag kommen neue Skills hinzu, da Amazon grundsätzlich jedem Entwickler die Möglichkeiten dazu bereit stellt.

Dadurch ist Alexa so unglaublich flexibel und sichert mir eine größtmögliche Zukunftssicherheit zu. So kann ich nun auch meine Musik via Sprache anschalten, die Lauststärke variieren und das Ganze sogar individuell für jeden einzelnen Lautsprecher.

Denn ich weiß heute noch nicht, welchen Fernseher, welchen Kühlschrank, welchen Lautsprecher oder welche Smart Home Produkte ich mir in Zukunft zulegen möchte; aber was ich weiß, dass ich mir die Möglichkeit auf eine Steuerung via Sprache offenhalten möchte!

Diese Flexibilität zusammen mit der guten Zuverlässigkeit macht Amazon Alexa für mich zurzeit unschlagbar.

Ich kann allerdings Jeden da draußen verstehen der lautstarke Bedenken rund um die Themen Sicherheit und Datenschutz anmeldet. Jeder Sprachassistent arbeitet auf Cloudbasis was eine Übermittlung an den jeweiligen Anbieter nach sich zieht. Je öfter ich den Assistenten nutze umso mehr Daten gebe ich damit preis. Zu frisch ist dabei der Skandal wo Gesprächsinhalte einer vetraulichen Konservation zwischen einer Nutzerin und Ihrem Mann als Sprachnachricht an seine Kontakte gesendet wurde. Dabei ist es keinesfalls hilfreich, dass sich das Versenden von Sprachnachreichten in der App aktivieren lässt; die Deaktivierung allerdings nur über den Kundensupport von Amazon möglich ist. Zusätzlich lässt sich im Zweifelsfalle eine lückenlöse Überwachung durch die Anbieter generieren.

Auf der anderen Seite lecken sich natürlich krinelle Hacker nach solchen Daten; können Sie somit die dunkelsten Geheimnisse ihrer potenziellen Opfer erfahren und für ihre Zwecke missbrauchen. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit detaillierter Anwesenheitsprofile. Nicht zuletzt dürften auch die Sicherheitsbehörden ein vitales Interesse an solchen Nutzerdaten haben.

Letztendlich muss jeder für sich die Vorteile und den möglichen Nutzen abwägen. Aus persönlicher Sicht lässt sich sagen, dass ich die Anschaffung von Smart Home Produkten sowie dem Amazon Echo Dot nicht bereue und für mich die Vorteile der Sprachsteuerung, was Licht und Musik angeht, überwiegen. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich blindwegs jede Funktion ausprobiere; das Versenden von Sprachnachrichten habe ich beispielsweise sofort deaktiviert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, das gerade Philips Hue nicht nur meinen Komfort und meinen Wohlfühlfaktor enorm gesteigert hat sondern gleichzeitig auch messbar meinen Stromverbrauch minimiert hat. Auch der Elgato Eve Energy trägt dazu bei. Zu beachten ist allerdings, das sich gerade einmal geschätzte 2% der Möglichkeiten in der Thematik Smart Home ausreize. Das ist natürlich den Anschaffungspreis bedingt aber hauptsählich der Wohnsituation – wir haben halt nur eine 2-Zimmer Mietwohung mit Bad, Flur und Küche. Da begrenzt sich das Feld schon von ganz alleine. Ganz anders schaut es da für Hausbesitzer aus. Wenn ich daran denke, wie ich Rolladen, die Gartenbewässerung, das Thema Sicherheit und Überwachung, das Lüften usw. automatisieren könnte, bekommen meine Augen ein richtiges Glänzen

Ihr merkt also, ich bin grundsätzlich ganz klar pro Smart Home! Wie schaut es bei Euch aus? Wer von Euch kennt denn das Thema und setzt es mit welchen Produkten um? Schreibt mir einfach Euer Feedback in die Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hir auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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3 Kommentare zu „Smart Home bei appletechnikblog

Gib deinen ab

  1. Danke für deinen sehr ausführlichen und hilfreichen Artikel. Ich wollte meine kleine 1-Zimmer Wohnung auch mal „smart“ machen – zumindest mit kleineren Sachen wie Phillips Hue & co. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen. Dein Artikel hat mir einige neue Ideen gegeben.

    1. Hey, guten Morgen.

      Vielen Dabk für das Feedback. Ich freue mich, dass Dirmein Artikel so gut gefällt und das Du ein paar Anregungen gefunden hast. Über den Artikel kannst Du auch direkt was von Philips Hue bestellen. Wie angedeutet, nutze ich aber nur einen ganz kleinen Ausschnitt von Smart Home 😛

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