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Meine Woche(n) – 22 u. 23/18

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

die Kalenderwoche 22 war doch etwas ruhiger weshalb ich mich dazu entschloss, den Wochenrückblick mit dem Wochenrückblick der Kalenderwoche 23 zusammenzulegen.

Das war einfach dadurch bedingt, dass Apple am 04.06.18 seinen alljährliche WWDC in San Jose abhielt. Dazu habe ich ja schon Entsprechendes gebloggt und ich kann ehrlich sagen, dass ich mich auf iOS 12 und macOS Mojave wirklich freue. Das waren doch endlich mal wieder gute Nachrichten für Apple, nachdem man doch Woche für Woche in irgendeiner Weise immer Negativmeldungen zu verkraften hatte..

Doch fangen wir mit zwei spektakulären Meldungen an. Vor knapp zwei Wochen gab Microsoft nämlich den Kauf des äußerst populären Software.-Entwicklerportal GitHub für umgerechnet knapp 6,4 Mrd €, wobei der komplette Kaufpreis in Aktien bezahlt wird. Das Portal basiert auf der Open-Source Idee. Entwickler programmieren quelloffene Software und lagern dort ihre Code-Files. Nutzer können sich dort die Software herunterladen und teilen dort auftretende Probleme mit. Hauptaugenmerk ist dabei die Linux-Plattform. Doch auch Schwergewichte wie Facebook, IBM und Konsorten ließen dort schon in der Vergangenheit Software programmieren. Auch Microsoft gehörte in der Vergangenheit zu den absoluten Großkunden der dort versammelten Programmierer. Mit dem KAuf will Microsoft natürlich nun für diesen Bereich seine Ausgaben senken und gleichzeitig unabhängiger von Windows werden. Damit verfolgt Satya Nadella, aktueller CEO von Microsoft, weiterhin seine klare Linie.

Die zweite Meldung betrifft den chinesischen Smartphone-hersteller ZTE. Amerikanische Behörden verhängten ein sofortigen und umfassenden Verkaufsstopp gegen das Unternehmen. Das Embargo begründen die amerikanischen Behörden mit dem Vorwurf von Spionage-Aktivitäten. Zudem stellten die Behörden empfindlichste Sanktionen für all die amerikanischen Unternehme in Aussicht, die ZTE weiterhin bei ihren geschäftlichen Aktivitäten unterstützen. Somit war ZTE auf einen Schlag quasi ohne seine Zulieferer und ohne Vertriebsstruktur. Doch in der KW 22 sorgten Äußerungen von Donald Trump via twitter für einen Hoffnungsschimmer. Gegen diverse Sicherheitsauflagen, Austausch des gesamten Managements sowie einer Strafzahlung von 1,3 Mrd Dollar (1,11 Mrd €) kann ZTE seinen Vertrieb sowie die Geschäftsbeziehungen zu allen Partnern wieder aufnehmen. Fairerweise muss gesagt werden, dass der Vorwurf der Spionage an ZTE auch unter der Administration Obama´s latent im Raum schwebte.

Im Vorfeld der WWDC 2018 kamen bei Apple noch einige andere interessante Dinge ans Licht. Speziell geht es dabei um die CPU-Entwicklung aus Cupertino. Apple warb direkt von Intel in den vergangenen Monaten massiv und gezielt Intel-Ingenieure ab. Diese mochte Apple in neuen Forschungseinrichtungen unterbringen. Pikanterweise entsteht solch eine Einrichtung im Washington County. Jener Bezirk, welcher in Oregon liegt und den weltweit größten Chip-Giganten beherbergt: Intel. Somit müssen die abgeworbenen Ingenieure für den Wechsel des Arbeitgebers nicht mal umziehen, was strategisch eine kluge Entscheidung sein dürfte.

Damit dürften die Gerüchte um ARM-Prozessoren im Mac nochmals weiter an Fahrt aufnehmen. Apple scheint gewillt, die nächste Evolutionsstufe im ARM-Chipdesign zu zünden.

Begnügte man sich beim ersten A4 ARM-Chip noch mit kleinen Anpassungen, so änderte man das mit den kommenden Generationen und Cupertino übte immer größeren Einfluss auf die Ccip-Entwicklung aus. Gerade die aktuellen Chipsätze von Apple, der A10 Fusion und der A11 Bionic, brauchen sich in punkto Rechenleistung pro Kern nicht mehr vo der Konkurrenz zu verstecken. Mit dem Abwerben der Ingenieure will Apple offensichtlich nun auch die Multicore-Performance zukünftiger A-Chips angehen denn da ist Intel noch führend.

Dazu passt auch, dass Apple zumindest im iPhone/iPad eine weitere Komponente selbst designen und entwickeln will. Konkret geht es um den Power-Management-Chips, welcher die Energieaufnahme des Chips überwache und steuere. Dieser Schritt ist in der rückblickenden Betrachtung keinesfalls überraschend; da Apple ja nun auch die Grafikeinheit selber entwickelt.

Dieses Gerücht kam erstmals im vergangenen November auf den Tisch und scheint nun endgültig konkret zu werden. Denn Apple reduzierte massiv die Bestellungen bei Dialog Semiconductor – der bisherige Lieferant für besagte Chips. Das ist für Dialog Semiconductor ein schwerer Schlag, sorgte Apple doch für knapp 75% des Jahresumsatzes.

Außerdem plant Apple wohl einen zweiten Firmensitz in den USA, nachdem das „UFO“ wohl schon jetzt zu klein zu sein scheint. Dabei scheint der Research Triangle Park in North Carolina wohl den Zuschlag bekommen zu haben, auch wenn Tim Cook und die örtlichen Behörden sich nach wie vor in Schweigen hüllen. Doch mit der Sache vertraute Personen berichten, dass der Deal sowie entsprechende Baugenehmigungen bereits in trockenen Tüchern sind und es nur eine Frage der zeit zur Verkündung sei.

Doch wie immer gibt es nicht nur gute Nachrichten um Apple. Der Konzern aus Cupertino setzt zu einer weiteren massiven Preiskontrolle an. Konkret will Apple an Einfluss der zugelieferten Komponenten für die Drittanbieter gewinnen und stellte dafür entsprechende Regeln auf. Dabei geht es um Materialkosten wie Schrauben, kleinere Metallteile, Kunststoffe und Ähnliches die Apples Zulieferer wiederum von anderen Anbietern beziehen. Bisher konnten die Apple-Zulieferer eigene Konditionen für diese Bauteile aushandeln anber damit soll nun Schluss ein. Tim Cook erhofft sich daurch eine weitere Preisersparnis von 10%, die mit Sicherheit zur Gewinnsteiegrung eingesetzt werden. Dass diese Ersparnis an den Kunden weitergereicht wird, kann allerdings ob der aktuellen Firmenpolitik bezweifelt werden.

Gerne möchte ich noch einmal auf die WWDC 2018 zu sprechen kommen. Die hat mir nämlich ausgesprochen gut gefallen; vor allem da es wirklich nur um Software geht. Apple scheint verstanden zu haben, dass gerade in diesem Bereich der Schuh in den vergangenen ein, zwei Jahren doch erheblich drückte. iOS 12, macOS Mojave, watchOS 5 und tvOS 12 sind in meinen Augen in allererster Linie reine Stabilitätsupdates – etwas was Apple insbesondere bei iOS 12 hervorhob. Damit dürfte gerade „ältere“ Hardware enorm profitieren und ihren zweiten Frühling erleben. Das Apple dieses Mal den Mund nicht zu voll genommen hat, beweisen die ersten Beta-Tests von registrierten Entwicklern. Dabei will ich erwähnen, dass es sich um Tests mit der allerersten Beta von ioS 12 handelt. Bis zum offiziellen Start von iOS 12 wird da noch eine Menge im Bereich Stabilität und Performance passieren. Zusätzlich konzentrierte Apple sich darauf, bestehende Funktionen und Apps zu verbessern und mit wenigen aber sinnvollen Erweiterungen zu versehen. Spontan fällt mir da der Dark-Mode, Screen Time und Coninuity Camera ein. Zum ersten Mal sein Langem freue ich mich wieder auf neue Software von Apple; Yosemite, El Capitan und gerade iOS 11 waren nicht wirklich ein Ruhmesblatt für Apple.

Leider vergeht keine Woche für Apple ohne unangenehme Nebengeräusche. Vor einigen Wochen berichtete ich über eine Sammelklage bezüglich der Tastatur im 2015er MacBook und 2016er MacBook Pro. Am 02.06.18 reichten nun Mac-User durch die Kanzlei „Legg Law Firm“ vor dem Bezirksgericht Nord-Kalifornien die insgesamt dritte Sammelklage diesbezüglich ein. Das Thema bleibt spannend und ich gehe davon aus, dass alle drei Sammelklagen zusammengeführt werden. Konkret geht es dabei, dass Apple von der erhöhte Fehleranfälligkeit wisse, darauf zurückzuführende Reparaturen aber nach der einjährigen Garantiezeit zu den konventionellen Konditionen abrechnen….

Bei mir ist auf jeden Fall immer noch der Facebook-Skandal rund um die Firma Cambridge Analytica sowie die völlig vermurkste Anhörung Zuckerbergs vor dem EU-Parlament im Gedächtnis. Dabei reißen die schlechten Nachrichten für Facebook nicht ab.

Facebook gestattete mindestens 60 Herstellern von Smartphones und anderen Endgeräten einen umfassenden Zugriff auf Nutzerdaten – Darunter auch Apple und Samsung.

Dabei konnten Unternehmen nicht nur Daten des auf dem Gerät eingeloggten Users sehen; sie hatten auch Zugriff auf deren Freunde obwohl diese das Teilen der Daten an Drittanbieters in ihren Facebookeinstellungen untersagt hatten. Das könnte unter Umständen ein Verstoß gegen eine Datenschutz-Verordnung der Federal Trade Commission von 2011 darstellen.

Besonders pikant dabei ist der Fakt, dass Facebook ganz offensichtlich gelogen hat. Facebook erklärte im Zuge des Cambridge Analytica Skandals, dass die Datenweitergabe in der Form schon 2015 gekappt wurde. Doch viele Hardware-Hersteller konnten bis in den April 2018 auf diese Art von Nutzerdaten zugreifen. Diese Schnittstelle wurde erst im April 2018 von Facebook deutlich engmaschiger kontrolliert und die Zugriffsmöglichkeiten zurückgefahren.

Zum Schluss noch etwas von meiner Leidenschaft Klang und Musik. Sonos stellte eine neue Soundbar zur Ergänzung seines Produktportfolios vor. Die hört auf den Namen Sonos Beam und kommt wie die letzten Produkte ebenfalls mit integrierter Sprachsteuerung. Neu dabei ist, dass Sonos zumindest zu besseren Steuerung der vorhandenen Fernbedienung einen HDMI-Anschluss verbaut; diesen aber nicht zur Übertragung des Tonsignals nutzt. Außerdem hat Sonos zum kurz bevorstehenden Verkaufsstarts des HomePod eine Ansage gemacht; man bietet nun zwei Sonos Play:One für 399,00€ statt für 459,98€ an – Das ist ein Brett.

Hach ja, die Fussball WM steht ja auch vor der Tür, aber irgendwie nin ich noch nicht so recht im WM-Fieber obwohl ich leidenschaftlicher Fussball-Fan bin. Das liegt vielleicht an den Ereignissen rund um Özil und Gündogan, wobei ich mich frage was die beiden für behämmerte PR-Agenten haben müssen – ist ja klar das solch ein Foto mit Erdogan Wirbel auslösen werden, andererseits auch am WM-Gastgeber Russland.

Übrigens, Deutschland wird nicht Weltmeister, ich tippe auf Frankreich oder Brasilien 😉

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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